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Verleumdung??

 Von 
WissenistMacht
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 3x hilfreich)
Verleumdung??

Person A weiss, dass Person B hochverschuldet und ein Mietnomade ist, d.h. 4 Vermieter bekommen noch Geld von ihm und der letzte Vermieter hält bereits die Räumungsklage in den Händen.

Person A bekommt nun raus den Name des neue Vermieters raus und informiert ihn über Person B. Alles was Person A dem Vermieter sagt entspricht der Wahrheit und lässt sich auch alles beweisen.


Kann Person A dafür von Person B wegen Verleumdung belangt werden?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Nachrede Person Verleumdung


7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Posen
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 202x hilfreich)

*Kann Person A dafür von Person B wegen Verleumdung belangt werden?*

Wenn es TATSÄCHLICH uneingeschränkt die Wahrheit ist,

NEIN

Warum auch?

Grüsse

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#2
 Von 
WissenistMacht
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 3x hilfreich)

Die Aussagen von Person A sind durch Zeugen und durch schriftliche Urteile des Amtsgerichtes belegbar.

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#3
 Von 
gustl
Status:
Lehrling
(1081 Beiträge, 159x hilfreich)

Schon allein der Gesetzestext beantwortet die Frage....

Der § 187 Verleumdung
sagt doch eindeutig,
wer wider besseres Wissen (!!!) in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet...

Und wenn der Umstand mehrfach bezeugt und auch durch Urteile belegt wurde - wie soll er dann wider besseren Wissens handeln???


-----------------
"Die meisten Aufgaben lösen sich von selbst. Man darf sie nur nicht dabei stören!"

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#4
 Von 
pedestrian
Status:
Schüler
(168 Beiträge, 28x hilfreich)

Bitte schauen StGB §§ 185 , 186 , 187 , und (!) 192.

Verleumdung (187) setzt voraus, daß jemand wider besseres Wissen ekle Dinge verbreitet, also vorsätzlich lügt. Das will erst einmal bewiesen sein, was eher selten möglich ist.

Wer nicht wegen Verleumdung verurteilt werden kann, könnte immer noch wegen übler Nachrede (186) drankommen: Hierzu braucht es keine Lügen, sondern bösartige Gerüchte reichen völlig aus, solange man nicht deren Wahrheit beweisen kann.

Wem auch wegen übler Nachrede nicht beizukommen ist, der kann sich immer noch wegen Beleidigung (185) strafbar machen, insbesondere deshalb, weil (im Unterschied zu den Bestimmungen über Verleumdung und üble Nachrede) die Wahrheit der behaupteten Sachverhalte keinen absoluten Schutz vor Verurteilung darstellt (192).

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#5
 Von 
Posen
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 202x hilfreich)

@pedestrian:

*Verleumdung (187) setzt voraus, daß jemand wider besseres Wissen ekle Dinge verbreitet, also vorsätzlich lügt. Das will erst einmal bewiesen sein, was eher selten möglich ist.*

Im besagten Fall, scheint der Beweis gercihtlich festgestellt worden zu sein.

*Wer nicht wegen Verleumdung verurteilt werden kann, könnte immer noch wegen übler Nachrede (186) drankommen: Hierzu braucht es keine Lügen, sondern bösartige Gerüchte reichen völlig aus, solange man nicht deren Wahrheit beweisen kann. *

siehe oben

*Wem auch wegen übler Nachrede nicht beizukommen ist, der kann sich immer noch wegen Beleidigung (185) strafbar machen, insbesondere deshalb, weil (im Unterschied zu den Bestimmungen über Verleumdung und üble Nachrede) die Wahrheit der behaupteten Sachverhalte keinen absoluten Schutz vor Verurteilung darstellt (192). *

Bei Beleidigungen wird auf den privaten Klageweg verwiesen.

Grüsse

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#6
 Von 
pedestrian
Status:
Schüler
(168 Beiträge, 28x hilfreich)

@Posen

Im besagten Fall, scheint der Beweis gercihtlich festgestellt worden zu sein.

Bitte versuchen, einmal sinnentnehmend zu lesen. Der Satz "Das will erst einmal bewiesen sein" bezieht sich entsprechend den Gepflogenheiten der Deutschen Sprache auf den vorangehend genannten Sachverhalt, nämlich daß jemand wider besseres Wissen ekle Dinge verbreitet. Dieser Sachverhalt ist selbstverständlich nicht "gercihtlich festgestellt worden".

Bei Beleidigungen wird auf den privaten Klageweg verwiesen.

Und das ist ein sachdienlicher Hinweis weil ....... ?

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#7
 Von 
Posen
Status:
Lehrling
(1183 Beiträge, 202x hilfreich)

*Bitte versuchen, einmal sinnentnehmend zu lesen. Der Satz Das will erst einmal bewiesen sein bezieht sich entsprechend den Gepflogenheiten der Deutschen Sprache auf den vorangehend genannten Sachverhalt, nämlich daß jemand wider besseres Wissen ekle Dinge verbreitet. Dieser Sachverhalt ist selbstverständlich nicht gercihtlich festgestellt worden.*

:???:

*Und das ist ein sachdienlicher Hinweis weil ....... ?*

Gibt es für sachdienliche Hinweise nicht immer eine Belohnung? Also, erst WIEVIEL, dann weil....

:grins:

Grüsse

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