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Verleumdung oder üble Nachrede?

 Von 
Elderflower
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Verleumdung oder üble Nachrede?

Hallo,
zur Zeit bin ich als Integrationsassistenz tätig, dass heißt ich begleite Kinder und Jugendliche mit körperlichen, seelischen und psychischen Beeinträchtigungen zur Schule. Ich hatte ein festes Kind, das ich betreut habe und arbeitete auch mit der Familie eng zusammen, bis ich einmal etwas tat, womit die Familie (besonders der Vater) nicht ein verstanden war. Daraufhin rief der Vater sofort bei meinem Chef an und behaupte Dinge, die nicht stimmen. Ich würde zum Beispiel ständig Sachen verlieren und Elternbriefe nicht weiter geben. Die Klassenlehrinnen können deren Unwahrheit bestätigen. Leider hat der Vater doch etwas gefunden, womit er mich belangen kann.
Habe ich mir ein paar mal die Unterschriften der Mutter als Foto mit dem Handy zuschicken lassen um diese auf den Monatsstundelzettel einzufügen. Das habe ich mit der Mutter so abgemacht, da das Kind am Ende des Monats krank war und die Eltern angeblich keine Zeit hatten sich mit mir zu Treffen um den Zettel für mich zu unterschreiben.
Es wurden aber auch Stundenzettel vom Vater unterschrieben. Heute hatte ich ein Gespräch mit der Geschäftsführung und meinen Chef. Ich habe meine Fehler eingestanden und werde dafür eine Abmahnung erhalten.
Danach fand ein Gespräch mit dem Vater statt. Dieser behauptet nun ich hätte auch seine Unterschrift gefälscht, was nicht stimmt. Er ließ nicht davon ab bringen und bestandt darauf die Polizei zu rufen um Anzeige gegen mich zu erstatten. Außerdem wurde er sehr ausfallend gegen über der Geschäftsleitung und meinem Chef.

Jetzt frage ich mich: Könnte ich die Familie nicht auch wegen Verleumdung und/oder übler Nachrede anzeigen, da mein Fehler ohne ihr "verpetzen" nicht ans Licht gekommen wäre? Macht so etwas Sinn?

-- Editiert von Moderator am 08.05.2015 12:18

-- Thema wurde verschoben am 08.05.2015 12:18

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Verleumdung Nachrede Frage anzeigen


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90480 Beiträge, 35551x hilfreich)

Zitat:
Könnte ich die Familie nicht auch wegen Verleumdung und/oder übler Nachrede anzeigen, da mein Fehler ohne ihr "verpetzen" nicht ans Licht gekommen wäre? Macht so etwas Sinn?

Nö, das mittteilen von strafrechtlich relevanten Sachverhalten ist weder Verleumdung noch üble Nachrede.

Oder hat der Arbeitgeber das einfügen von kopierten Unterschriften unter die Nachweise gestattet?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Elderflower
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat:
Oder hat der Arbeitgeber das einfügen von kopierten Unterschriften unter die Nachweise gestattet?


Hat er natürlich nicht. Deswegen habe ich ja auch die Abmahnung bekommen. Es geht mir aber auch um die Vorwürfe, dass ich Sachen verloren hätte oder Elternbriefe nicht weiter gereicht hätte. Letzteres gehört sogar garnicht zu meinen Aufgaben.

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#3
 Von 
Araval
Status:
Schüler
(176 Beiträge, 42x hilfreich)

Sie sollen also die (fotografierte) Unterschrift der Mutter unter eine Abrechnung gesetzt haben, die im Original der Vater unterschrieben hat? Habe ich das so richtig verstanden? Und dann drucken Sie die Abrechnung aus und es sieht so aus, als wäre sie unterschrieben? Und diese Urkundenfälschung wurde angezeigt?
Wenn dieser Umstand so nicht zutrifft und sie fälschlicherweise beschuldigt werden, sollten sie über eine Anzeige gem. § 164 StGB ( Falsche Verdächtigung ) nachdenken. Das würde aber erst Sinn machen, wenn das Ursprungsverfahren eingestellt worden ist. Bedenken Sie auch, dass der Vater sie wissentlich falsch beschuldigen muß.

Verleumdung/Üble Nachrede liegt mutmaßlich nicht vor, weil der Personenkreis, dem dieser Umstand mitgeteilt wurde, zu klein ist. Aber das müßte geprüft werden.

Gruß
Araval


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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(90480 Beiträge, 35551x hilfreich)

Zitat:
Sie sollen also die (fotografierte) Unterschrift der Mutter unter eine Abrechnung gesetzt haben, die im Original der Vater unterschrieben hat?

Nein, man hat die fotografierte Unterschrift der Mutter unter eine Abrechnung gesetzt haben, die im Original niemand unterschrieben hat.

Und der Vater behauptet nun, das die Abrechnungen die der Vater tatsächlich unterschrieben hat auch Fälschungen wären.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Elderflower
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat:
Nein, man hat die fotografierte Unterschrift der Mutter unter eine Abrechnung gesetzt haben, die im Original niemand unterschrieben hat.
Und der Vater behauptet nun, das die Abrechnungen die der Vater tatsächlich unterschrieben hat auch Fälschungen wären.


Genau, aber es handelten sich nicht um Abrechnungen, sondern um ein Blatt auf dem ich die Stunden eintrage, die ich gearbeitet habe.

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