Versandhaus Betrug - Ware von 27.000,00 Euro bestellt und weiterverkauft

23. November 2004 Thema abonnieren
 Von 
pumelchen
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Versandhaus Betrug - Ware von 27.000,00 Euro bestellt und weiterverkauft

Hallo habe mal eine Frage ich bin schon 6 jahre kunde bei einen versandhaus ich habe in den letzten jahr ware von 27.000,00 euro bestellt und habe die ware aber verkauft alle ich kann schon monate nicht mehr bezahlen weil ich in finazellen schwirigkeiten bin nun will mich das versandhaus wegen warenbetruges anzeigen
was kann mier passieren??? muss ich in gefänfniss???
bitte um schnelle antwort
Pumelchen

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Bob.Vila
Status:
Student
(2644 Beiträge, 438x hilfreich)

Beträgt der Schaden des Versandhauses € 27.000,00?

So oder so - Ihr Verhalten erfüllt mE auf jeden Fall den Tatbestand des Betruges nach § 263 I StGB , da Sie offensichtlich schon bei Bestellung der Ware wussten, dass Sie diese nicht würden bezahlen können und das Versandhaus über diesen Umstand getäuscht haben.

ME haben Sie daneben auch noch die Qualifikation des § 263 III Nr. 1 StGB erfüllt, da Sie offenbar gewerbsmäßig handelten. In diesem Fall ( und angesichts des relativ großen Schadens) werden Sie mE nicht mehr auf eine Geldstrafe hoffen können - wahrscheinlicher erscheint mir eine Freiheitsstrafe (die allerdings, sofern Sie bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten sind, wohl zur Bewährung ausgesetzt werden dürfte).

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"fiat justitia et pereat mundus..."

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#2
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Wie sieht das mit § 246 aus? Versandhäuser liefern doch auch nur unter Eigentumsvorbehalt, oder nicht?

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#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Guten Tag "Mahnman",

Bob. Vila hat das juristisch schon richtig subsumiert.

Zwar ist §246 StGB auch erfüllt, dieser Tatbestand tritt jedoch hinter §263 StGB zurück, da §246 subsidiär ist und als Auffangtatbestand zu qualifizieren ist.


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


---

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#4
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Interessant. Für das genauere Wissen fehlt mir der juristische Hintergrund. Danke für die Aufklärung. Ich lerne immer gerne was dazu!:)

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#5
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

Gern geschehen.

Aber Ihre Grundüberlegung ist richtig, dass §246 StGB auch erfüllt ist. Von daher haben Sie juristisch das schon korrekt gesehen. Der Tatbestand tritt halt auf Konkurrenzebene zurück.


Mit freundlichen Grüßen,

- J. Roenner -


---

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mahnman
Status:
Senior-Partner
(6041 Beiträge, 1341x hilfreich)

Man kann aber trotzdem wegen beidem eine strafanzeige stellen, die Staatsanwaltschaft würde aber nur den Betrug bearbeiten, solange er nachweisbar ist, ansonsten die Unterschlagung.
Sehe ich das richtig?

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#7
 Von 
Bob.Vila
Status:
Student
(2644 Beiträge, 438x hilfreich)

"Sehe ich das richtig?"

Ja.

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"fiat justitia et pereat mundus..."

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