Verständnisfrage zum Begriff "selbstständige Taten".

12. Dezember 2017 Thema abonnieren
 Von 
Hobbyjurist203
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 15x hilfreich)
Verständnisfrage zum Begriff "selbstständige Taten".

Hallo liebes Forum :-)

ich habe eben einen Online-Artikel zu einem Diebstahls-Urteil gelesen und eine Begrifflichkeit konnte ich mir nicht richtig erklären.

Es geht um den Begriff der "selbstständigen Handlung".

Ich verstehe das so: Jeder NEUE Diebstahl ist eine selbstständige Handlung und aus diesen ergibt sich dann in Summe und in letzter Konsequenz die Anzahl der angeklagten Fälle (ganz grob gesagt). Beispiel: Man klaut heute was = 1 Fall, 10 Minuten später wieder = 1 Fall, 5 Tage später wieder = 1 Fall: In Summe: 3 Fälle.

Angenommen jemand geht jetzt hin und will stehlen, schnappt sich eine Tüte und füllt diese mit 100 Sachen.
Wichtig: Er macht das nicht zeitlich versetzt sondern von mir aus in einer Minute: Tüte auf, Sachen rein und raus.

Sind das dann 100 selbstständige Handlungen, da jedes Objekt als eine selbstständige Handlung zählt oder handelt es sich um einen einzigen Diebstahl? Also einen Fall des Diebstahls?

Wahrscheinlich ist die Lösung ganz einfach :-)

Danke und liebe Grüße ans Forum.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32724 Beiträge, 17217x hilfreich)

Sind das dann 100 selbstständige Handlungen Nö. Sowas passiert ja andauernd, und angeklagt werden dann nicht 100 Diebstähle, sondern einer (mit entsprechend kerniger Schadenshöhe).

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
Hobbyjurist203
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 15x hilfreich)

@muemmel: Supern Danke! Deine kurzen und kompetenten Antworten sind wirklich immer klasse!

Ich dachte mir das auch so.
Habe mir das so ähnlich wie bei einem Einbruch vorgestellt: Da wird dann ja auch der Einbruch angeklagt mit einer Schadenshöhe von X und nicht jeder Silberlöffel einzeln, soweit ich weiß :-)

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32724 Beiträge, 17217x hilfreich)

Habe mir das so ähnlich wie bei einem Einbruch vorgestellt: Da wird dann ja auch der Einbruch angeklagt mit einer Schadenshöhe von X und nicht jeder Silberlöffel einzeln, soweit ich weiß :-) Richtig.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

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