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Versuchte Körperverletzung?

 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)
Versuchte Körperverletzung?

Hallo!

Ich brauche dringend einen Rat.
Und zwar geht es um folgende Sache:
Es gibt da Person A und Person B. Diese beiden Personen hatten Streit, bei welchem Person A plötzlich zu einer auf dem Tisch stehenden, vollen Glasflasche greift und diese gezielt nach der nur max. 1m entfernt stehenden Person B schmeisst. Person B wurde glücklicherweise nur deshalb nicht getroffen, weil sie der Flasche noch rechtzeitig ausweichen konnte. Person B steht gewissermaßen unter Schock, denn es hätte immerhin Schlimmes passieren können, hätte sie nicht grade noch ausweichen können. Person A verlässt daraufhin die Wohnung und Person B sieht erstmal von einer Anzeige ab, da sie keine weiteren Probleme mit A haben möchte. Da Person A nun aber B wegen etwas kontaktiert hat, möchte Person B Person A nun doch anzeigen.
Nun ist meine Frage, ob dies als versuchte Körperverletzung überhaupt gilt und wenn ja, ob Person B dies auch trotz ein paar verstrichener Tage diese noch zur Anzeige bringen könnte? Vielleicht wäre es auch noch erwähnenswert, dass Person A nicht das erste Mal wegen Körperverletzung an Person B polizeilich erfasst wurde. Person B hat allerdings in der Vergangenheit keine Anzeige gegen Person A gestellt. Auch steht Person A in Kürze eine Verhandlung wegen Drogendelikten bevor. Könnte dies alles für B nützlich sein?

-- Editiert von .Luna. am 09.01.2008 00:03:07

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Anzeige Körperverletzung Person versucht


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Kann mir denn keiner eine Antwort dazu geben? Es ist wirklich wichtig.

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#2
 Von 
Pete85
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 4x hilfreich)

nein,

wegen einer Aussage bezüglich des Drogenhandels, könnte man keine Imunität oder sonsitges bekommen.

Es handelt sich, bei der oben genanten Tat, um eine versuchte Körperverletzung. Da Person B getroffen und verletzt worden wäre, wenn dieser der Flasche nicht ausgewischen wäre.

Die Strafe hierfür, dürüfte aber für Erstäter minimal ausfallen. Vermtlich wird das Verfahren gegen einen Strafbefehl eingestellt.

Im Jugendstrafrecht wird vermutlich, bei erst Tätern eine Verwarnung ausgeprochen.

Allerdings käme unter umständen, auch noch eien Anzeige wegen Sachbeschädigung in Betraacht, da die volle Flasche vermutlich einen Schaden an der Wand hinterlassen hat.

Sollten Sie vor Gericht geladen sein, sind sie mit oher ohne Anzeieg gegen Sie, verpflichtet die Wahrheit zu sagen.


FÜr evl. Rechtschreibehler bitte ich um Entschuldigung, da die Tastatur im Büro momentan voll ungewohnt ist.

Pete

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#3
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke erstmal für die Antwort!

Ich nannte deshalb die Umstände, dass Person A (der die Flasche geworfen hatte) eine Verhandlung wegen Drogendelikten bevorsteht und er auch schon früher wegen Körperverletzungen (und anderer kleinerer Delikte in der Jugend) polizeilich auffällig geworden ist, um zu erfahren, ob sich dies erschwerend auf eine Anzeige wegen der versuchten Körperverletzung auswirken könnte. Es ist demnach nicht so, dass Person A in dem Sinne Ersttäter ist, weshalb sich Person B auch erhofft, dass eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung auch nicht ganz nutzlos sein wird. Kann Person B also davon ausgehen, dass es bei der Vorgeschichte von Person A schon in gewisserweise Sinn macht, ihn anzuzeigen?

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#4
 Von 
net-surfer
Status:
Beginner
(114 Beiträge, 12x hilfreich)

Nur viel Zeit hat man nicht für eine Strafanzeige,denn bei einer Körperverletzung wird nur auf Strafantrag ermittelt
Strafantrag = 3 Monatfrist
Könnte aber auch sein,dass man es als versuchte schwere Körperverletzung sieht,
wenn die Flasche an den Kopf geflogen wäre.
Dann müsste die Frist bei 5 Jahre sein,
wenn es eine besonders schwere Flasche war und diese wäre gegen den Kopf geflogen könnte man es vielleicht schon als Mordversuch sehen,dann musste 30 jahre die Frist sein

-- Editiert von net-surfer am 09.01.2008 13:33:12

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#5
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Ist es im übrigen vielleicht auch von Nöten, dass B die kaputte Flasche wieder aus dem Müll holt, soweit es geht? Oder reicht die beschädigte Sache, welche durch den Wurf der Flasche getroffen wurde? Es handelt sich dabei um einen Holztürrahmen, welcher ganz offensichtlichen Schaden genommen hat? Dort sieht man auch, in welcher Höhe die Flasche geworfen wurde. Wäre B nicht ausgewichen, hätte die Flasche den Kopf getroffen. Und wie ist es damit, dass diese Tat nun schon 3 Tage her ist? Macht jeder weitere Tag an dem keine Anzeige erstattet wird B unglaubwürdig? Es gab in dem Sinne ja auch keinen Zeugen, ausser Person C, welche B nach dem Verschwinden von A gerufen hatte. C hatte die Flasche und dessen auf dem Boden verteilten Inhalt entfernt.

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#6
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Da sind ja meine Fragen schon fast alle beantwortet. Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe!

Es handelte sich bei der Flasche um eine normale Mineralwasserflasche, welche mit Inhalt fast 1,5kg wiegt.
Hatte auch schon darüber nachgedacht, ob sowas vielleicht schon als "versuchter Mord" gelten könnte. Immerhin hätte der Kopf getroffen werden können/sollen, welches im schlimmsten Fall ja tatsächlich hätte tödlich enden können.

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#7
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Ich habe mich mal grade anderweitig schlau gemacht, weil mir "versuchter Mord" etwas befremdlich vorkam. Ich denke mal nicht, dass A es GEPLANT hatte, B zu töten. Es wäre dann also eher "versuchter Totschlag", richtig?

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#8
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24590 Beiträge, 13621x hilfreich)

Hi,

wir wollen mal nicht übertreiben. Sagen wir mal, versuchte gefährliche KV. Das ist keine Antragsdelikt, d.h., es muß nicht binnen 3 Monaten ein Strafantrag gestellt werden. Allerdings ist es allemal sinnvoll, zeitnah Anzeige zu erstatten.
Vorstrafen wirken natürlich erschwerend, wobei man diese genau kennen müßte, um eine Strafe halbwegs sicher vorhersagen zu können.
Im Übrigen macht es natürlich Sinn, die Flasche aus dem Müll zu holen. Ob Sie erzählen, das war eine große Flasche etc. oder ob das Gericht diese auch sieht, ist schon ein Unterschied.
Was den Drogenprozeß angeht, so ist der belanglos. Gegen den Angeklagten sprechen nur Vorstrafen. Der Prozeß kann ja aber auch mit einem Freispruch ausgehen.

Gruß vom mümmel

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#9
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

So übertrieben ist das nicht unbedingt. Person A ging schon des öfteren leichtfertig mit dem Leben von Person B um und A musste bereits einmal zur Polizei, weil er B fast die Nase gebrochen hatte und ein anderes Mal hatte B die Polizei gerufen, weil sie Angst vor A hatte. A hatte bei dem Werfen der Flasche in Kauf genommen, dass B dadurch tödlich hätte verletzt werden können. Der Schaden in dem Türrahmen ist absolut auf Kopfhöhe und B hatte auch einen Schock, aus Angst, von der Flasche hätte tödlich getroffen werden zu können.
Dass A mit einer Freiheitsstrafe wegen der Drogensache rausommt, glaube ich nicht. Es gab eine Wohnungsdurchsuchung, es gibt Zeugen, es geht um Drogendealerei und B könnte dazu auch noch bei der Polizei etwas sagen.
Auch während der Tat mit der Flasche stand A unter Drogeneinfluss, was der Streitursprung war.
Würde es nicht auch reichen, B hätte eine genau gleiche Flasche? Ist vielleicht einfacher, als sie jetzt noch aus dem Müll zu holen?

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#10
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(24474 Beiträge, 6476x hilfreich)

Person A ging schon des öfteren leichtfertig mit dem Leben von Person B um und A musste bereits einmal zur Polizei, weil er B fast die Nase gebrochen hatte und ein anderes Mal hatte B die Polizei gerufen, weil sie Angst vor A hatte.

Wegen eines 'fast gebrochenen Nasenbeins' und wegen 'Angst' haben wir es hier trotzdem nicht mit einen versuchten Totschlag zu tun, sondern mit versuchter gefährlicher Körperverletzung wie muemmel schon sagte.

Würde es nicht auch reichen, B hätte eine genau gleiche Flasche?

Auf der 'Tatflsche' würde sich wohl eher Fingerabdrücke von A finden lassen, oder denken Sie nicht?

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#11
 Von 
.Luna.
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Wie auch immer... Wichtig ist, dass überhaupt eine Anzeige gemacht werden kann. Die Polizei wird B vermutlich eh sagen, was sie in dem Fall für richtig befindet.
Ja, das mit den Fingerabdrücken stimmt natürlich.

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