Veruntreung

29. Dezember 2015 Thema abonnieren
 Von 
go431312-18
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Veruntreung

Ich habe eine Frage ,

Ich habe 2014 eine mehrere Anzeigen von veruntreung bekommen und im Mai 2014 einen dursuchungsbefehl gehabt. Ich würde polizeilich erfasst und warte auf meine Verhandlung. Ich habe bis dato keine Anklageschrift erhalte. Woran kann das liegen. Ich wollte jetzt ins Ausland ziehen und könnte dann nicht mehr zur hauptverhandlung erscheinen. kann man da einen Anwalt beauftragen?? kann die Anklage abgewiesen werden, da die Kläger mir nicht nachweisen können mir Geld gegeben zu haben. Die anklage beläuft sich auf fast 10000 Euro... ist das schon schwerer Diebstahl. Wäre über eine Antwort dankbar

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 703x hilfreich)

Hallo,

sofern noch kein Einstellungbeschluss durch die Staatsanwaltschaft gekommen ist, ist das Verfahren auch noch nicht abgeschlossen.

Wenn bei der Durchsuchung umfassendes Material sichergestellt worden ist oder bspw. digitale Speicher, dann kann deren forensische Untersuchung durchaus solch lange Zeit in Anspruch nehmen. So lande die Auswertung dieser Gegenstände noch nicht abgeschlossen ist, wird auch keine Anklage erhoben. Erst auch Abschluss aller Ermittlungen erfolgt die Anklageerhebung oder Einstellung.

Wenn Sie als Angeklagter nicht zu einem Strafverfahren gegen Sie erscheinen wird regelmäßig Haftbefehl, bei hinweisen auf Aufenthalt im Ausland auch ein entsprechender EU-Haftbefehl oder gar ein internationaler Haftbefehl erlassen. Dies hat die regelmäßig die Festnahme und Auslieferung zur Folge.
Auch ein beauftrager Anwalt kann die Pflicht zum persönlichen Erscheinen nicht ersetzen.

Auch könnte bereits bei Bekanntwerden Ihres Vorhabens bei den Ermittlungsbehörden, nämlich in das Ausland auszuwandern, bereits ausreichen, die Verhängung der Untersuchungshaft zu beantragen. Dies wäre angesichts des hohen Schadens und der damit hohen Straferwartung durchaus denkbar.

Warum plötzlich "schwerer Diebstahl"? Erst war es doch Veruntreuung...

-- Editiert von PP9325 am 29.12.2015 01:16

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
go431312-18
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von PP9325):
Hallo,
sofern noch kein Einstellungbeschluss durch die Staatsanwaltschaft gekommen ist, ist das Verfahren auch noch nicht abgeschlossen.
Wenn bei der Durchsuchung umfassendes Material sichergestellt worden ist oder bspw. digitale Speicher, dann kann deren forensische Untersuchung durchaus solch lange Zeit in Anspruch nehmen. So lande die Auswertung dieser Gegenstände noch nicht abgeschlossen ist, wird auch keine Anklage erhoben. Erst auch Abschluss aller Ermittlungen erfolgt die Anklageerhebung oder Einstellung.
Wenn Sie als Angeklagter nicht zu einem Strafverfahren gegen Sie erscheinen wird regelmäßig Haftbefehl, bei hinweisen auf Aufenthalt im Ausland auch ein entsprechender EU-Haftbefehl oder gar ein internationaler Haftbefehl erlassen. Dies hat die regelmäßig die Festnahme und Auslieferung zur Folge.
Auch ein beauftrager Anwalt kann die Pflicht zum persönlichen Erscheinen nicht ersetzen.
Warum plötzlich "schwerer Diebstahl"? Erst war es doch Veruntreuung...




Vielen Dank für Die Antwort.

Ich meinte Schwerwiegende Veruntreung wegen der hohen Summe.

Die kläger behaupten mir das Geld in Bar gegeben zu haben in der Bank, wo ich als freiberufler gearbeitet habe. aber keiner kann es mir nachweisen.

würde ich bei einer verurteilung einer solchen hohen Summe mit einer vewährungstrafe davon kommen oder eher weniger.

Bei der Dursuchung haben die garnix gefunden bis auf ein paar blätter, deswegen wundert es mich das es solange gedauert hat

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Rechtschreibung
Status:
Lehrling
(1107 Beiträge, 1206x hilfreich)

Zitat:
Die kläger behaupten mir das Geld in Bar gegeben zu haben in der Bank, wo ich als freiberufler gearbeitet habe. aber keiner kann es mir nachweisen


Mir fällt auf, dass Sie zum zweiten Mal die schlechte Beweislage betonen, den Tatvorwurf aber nicht bestreiten. War es nun so oder nicht?

Die Beweislage schätze ich auch als deutlich schlechter ein, als Sie selber das tun. Denn immerhin gibt es für diese Geldübergabe (mindestens) zwei Zeugen: Genau diejenigen, die jetzt behaupten, Ihnen das Geld gegeben zu haben. Wenn der Richter denen das glaubt, sieht es schlecht aus. Und sooo unglaubwürdig werden die das vermutlich nicht schildern. Erst recht wenn es diese Übergabe tatsächlich gab, werden die wohl ziemlich präzise und unabhängig voneinander (mindestens) zwei Aussagen abliefern, woher das Geld kam, warum es Ihnen gegeben wurde, wie die Übergabe lief, usw. Immerhin war deren Schilderung schon glaubwürdig genug, um eine Hausdurchsuchung zu veranlassen.

Schließlich würde der Richter sich vielleicht auch fragen, warum die Zeugen lügen sollten, warum die sich ausgerechnet gegen Sie gerichtet haben und warum die das trotz der hohen Strafandrohung für Falschaussagen tun.

Da die Summe so hoch ist, die Staatsanwaltschaft irgendeinen Tatbestand (Untreue, Unterschlagung) für einschlägig hält und die Beweislage zumindest für eine Durchsuchung schon gereicht hat, würde es mich wundern, wenn hier einfach eingestellt wird. Ob Sie dann verurteilt werden (und nach welchem §) kann und will ich nicht vorhersagen. Ich kann nur sagen, dass ich selber hier unlängst einen Anwalt hinzugezogen hätte, sofern das Geld dafür da ist.

Der Vorwurf ist nicht gering, die Beweislage ist schwammig und Sie wollen ins Ausland. Außerdem prüft der Anwalt erstmal die Akte, insbesondere die genauen Aussagen und sonstigen Beweise. Wenn der Vorwurf tatsächlich zutrifft (oder es ganz einfach danach aussieht), sollte man auch bedenken, dass ein Geständnis und eine Rückzahlung die zu erwartende Strafe senken könnten.

Die zu erwartende Strafe würde sich unter anderem auch danach richten, ob Sie vorbestraft sind, ob Sie einen neuen Job haben, usw.

Wie gesagt, ich würde zum Anwalt gehen, wenn das Geld dafür da ist. Insbesondere, wenn ich ohne Strafe da rausgehen will. Spätestens natürlich bei Anklageerhebung.

Ich kann mir auch nicht erklären, warum es so lange dauert. Aber ich kenne auch nicht den genauen Vorwurf und weiß nicht, wie komplex der ist. Und 18 Monate klingen auch nicht unbedingt nach unfassbar viel.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12309.03.2016 21:32:27
Status:
Beginner
(59 Beiträge, 32x hilfreich)

Zitat (von go431312-18):
Ich habe eine Frage ,
Ich wollte jetzt ins Ausland ziehen und könnte dann nicht mehr zur hauptverhandlung erscheinen.


Doch das geht. Hab ich auch sehr oft gemacht. Auch im Ausland gibt es Züge, Flugzeuge, und Busse die Sie nach Deutschland bringen können.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 703x hilfreich)

Hallo,

@blatt235:
Ihnen bereitet es offensichtlich sehr viel Freude sich durch diverse Themen zu treiben und vermessene Einschätzungen und Halbwahrheiten einzubringen...

Im Grundsatz kann er auch ins Ausland gehen, aber bei einem derart schweren in Raum stehenden Vorwurf könnte derartiges Handeln, nämlich eine Reise oder gar Auswandern in ein anderes Land, besonders falls es sich um ein Land außerhalb der EU handelt durchaus als Fluchtversuch gedeutet werden und Untersuchungshaft zur Folge haben.
Daher ist Ihr Erfahrungsbericht mit größter Vorsicht zu genießen.

Grüße
PP

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32738 Beiträge, 17222x hilfreich)

Da mögen Sie ja recht haben, aber der Kollege blatt235 hat lediglich auf die wunderliche Logik des TE reagiert, man könne, im Ausland lebend, nicht zu einer Verhandlung in D erscheinen. Und das ist, falls der TE nicht gerade nach Nordkorea auswandert, falsch - man kann das durchaus.
Ob eine Auswanderung derzeit eine gute Idee wäre, ist eine ganz andere Frage.

-- Editiert von muemmel am 30.12.2015 13:58

-- Editiert von muemmel am 30.12.2015 14:04

-- Editiert von muemmel am 30.12.2015 14:04

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
pal403492-3
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Rechtschreibung):
Zitat: Da die Summe so hoch ist, die Staatsanwaltschaft irgendeinen Tatbestand (Untreue, Unterschlagung) für einschlägig hält und die Beweislage zumindest für eine Durchsuchung schon gereicht hat, würde es mich wundern, wenn hier einfach eingestellt wird. Ob Sie dann verurteilt werden (und nach welchem §) kann und will ich nicht vorhersagen. Ich kann nur sagen, dass ich selber hier unlängst einen Anwalt hinzugezogen hätte, sofern das Geld dafür da ist.
Der Vorwurf ist nicht gering, die Beweislage ist schwammig und Sie wollen ins Ausland. Außerdem prüft der Anwalt erstmal die Akte, insbesondere die genauen Aussagen und sonstigen Beweise. Wenn der Vorwurf tatsächlich zutrifft (oder es ganz einfach danach aussieht), sollte man auch bedenken, dass ein Geständnis und eine Rückzahlung die zu erwartende Strafe senken könnten.
Die zu erwartende Strafe würde sich unter anderem auch danach richten, ob Sie vorbestraft sind, ob Sie einen neuen Job haben, usw.
Wie gesagt, ich würde zum Anwalt gehen, wenn das Geld dafür da ist. Insbesondere, wenn ich ohne Strafe da rausgehen will. Spätestens natürlich bei Anklageerhebung.
Ich kann mir auch nicht erklären, warum es so lange dauert. Aber ich kenne auch nicht den genauen Vorwurf und weiß nicht, wie komplex der ist. Und 18 Monate klingen auch nicht unbedingt nach unfassbar viel.


Die Summe so hoch ist???? Gelten 10.000 wirklich schon als hoch. Habe schon von Fällen mit weit mehr als 50.000€ gelesen wo selbst da 1 Jöhrige Haftstrafen zur Bewährung g verhängt wurden.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 703x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Die Summe so hoch ist???? Gelten 10.000 wirklich schon als hoch. Habe schon von Fällen mit weit mehr als 50.000€ gelesen wo selbst da 1 Jöhrige Haftstrafen zur Bewährung g verhängt wurden.


Nunja, Freiheitsstrafe ist Freiheitsstrafe und eine Freiheitsstrafe ist bei dieser Schadenssumme im Falle einer Verurteilung nicht unwahrscheinlich. Ob diese Freiheitsstrafe dann auch zur Bewährung ausgesetzt wird, ist wieder die andere Sache. Grundsätzlich kann jede (Gesamt-)Freiheitsstrafe, die nicht 2 Jahre übersteigt zur Bewährung ausgesetzt werden. Bei der Strafaussetzung zur Bewährung von (Gesamt-)Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr ist das Vorliegen besonderer Umstände in der Tat oder der Person des Täters erforderlich.


Grüße

0x Hilfreiche Antwort

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