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Verurteilt wegen Beleidigung in Tatmehrheit mit Bedrohung

 Von 
fb492811-4
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Verurteilt wegen Beleidigung in Tatmehrheit mit Bedrohung

Hallo ihr lieben, bin verzweifelt, weiss nicht wie ich mich am besten verhalten soll, wurde wegen einer Beleidigung und Bedrohung angezeigt, es ging um ein Parkplatz, jetzt war ich zur einer Aussage bei der Polizei, dort wurden Fotos vorgelegt wo ich ein Mittelfinger zeige, auf dem Foto kann man nichts erkennen, so das auch der Polizist sagte, dass es höchst wahrscheinlich erst gar nicht zu Anklage kommt, da es nur ihre Aussage und das ihres Mannes ist. Leider kam es anders, dagegen legte ich dann ein Einspruch ein. Jetzt musste ich vor Gericht. Es tauchte plötzlich eine neue Zeugin auf die angeblich zu dem Zeitpunkt dort war und das ganze gesehen hat. Das Urteil der Geldstrafe fällt jetzt leider höher aus. Ich möchte in Berufung gehen oder eine einlegen, wollte mich jetzt auch lieber von einem Anwalt vertreten lassen. Ich habe bei einer Kanzlei angefragt wegen einer Vertretung und wollte wissen ob es sich überhaupt lohnt, ich bekam auch schnell eine Antwort dass ich erstmal 500 euro überweisen soll als Vorschuss. Ich muss eine Straffe von 1400 Euro bezahlen da kommen vermutlich noch die Gerichtskosten drauf, ich kann doch jetzt nicht noch 500 mehr bezahlen ohne vorher zu wissen ob es sich überhaupt lohnt.
Meine Frage ist, kann ich selber eine Berufung einlegen und welche zusätzlichen Kosten erwarten mich.
2 Frage ist, müssen alle Beweismittel im Straffbefehl aufgeführt sein, da ein Gerichtstermin verschieben würde, da die Richterin krank war und ich es vor Ort erfahren habe und ein neues Schreiben erhalten habe wo als Beweismittel wieder nur die Aussagen des Ehepaars erwähnt waren.

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Frage erhalten Berufung Gerichtstermin


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(26536 Beiträge, 7586x hilfreich)

Zitat:
ich kann doch jetzt nicht noch 500 mehr bezahlen ohne vorher zu wissen ob es sich überhaupt lohnt.

Ob es sich "lohnt" kann Ihnen aber niemand im Voraus sagen. Dazu müsste man zumindest mal einen Blick in die Akte werfen, sich mit dem erstinstanzlichen Urteil beschäftigen usw. Und wenn das ein Anwalt tun soll, kostet das halt Geld. In der Regel min. eine Erstberatungsgebühr von bis zu 226,10 €. Erst danach kann man eine Einschätzung treffen, ob es sich lohnt. Online gibt es diese Angebote (Akteneinsicht und -telefonische- Erstberatung) schon etwas günstiger (zw. 100 und 200 € ;) , wobei billig in dem Fall nicht immer auch unbedingt gut ist. Man sollte dabei dann schon auf die Tätigkeitsschwerpunkte der RAe achten.

Zitat:
Ich muss eine Straffe von 1400 Euro bezahlen da kommen vermutlich noch die Gerichtskosten drauf,

Klar kommen die da noch drauf. Insgesamt knapp 150,00 €. Zuzüglich Fahrtkosten und Verdienstausfall für die Zeugen.

Zitat:
Meine Frage ist, kann ich selber eine Berufung einlegen und welche zusätzlichen Kosten erwarten mich.

Ja, können Sie. Gerichtskosten, wenn Sie nicht freigesprochen werden oder es eine Einstellung gibt = 210,00 € plus Auslagen der Zeugen (bei einer Strafe bis 180 Tagessätze Geldstrafe)

Zitat:
2 Frage ist, müssen alle Beweismittel im Straffbefehl aufgeführt sein, da ein Gerichtstermin verschieben würde, da die Richterin krank war und ich es vor Ort erfahren habe und ein neues Schreiben erhalten habe wo als Beweismittel wieder nur die Aussagen des Ehepaars erwähnt waren.

Ich verstehe kein Wort - Der Strafbefehl ist allerdings durch das Hauptverhandlungsurteil eh hinfällig. Wenn es um die 3. Zeugin gehen soll: Wenn die bei Erlass des Strafbefehls noch nicht bekannt war, kann sie auch nicht aufgeführt worden sein. Auch die Vernehmung sog. "präsenter Zeugen" (also solcher die erst am Tag der Verhandlung "auftauchen") ist möglich.

Wenn die Strafe in der Hauptverhandlung noch höher ausgefallen ist, als im Strafbefehl vermute ich mal, dass der Richter Ihnen vorher nahegelegt hat, den Einspruch zurückzunehmen. Einen solchen "Wink mit dem Zaunpfahl" sollte man Ernst nehmen.

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