Visum (USA) trotz Vorstrafe?

19. Juni 2006 Thema abonnieren
 Von 
Periphera
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Visum (USA) trotz Vorstrafe?

Hallo.

Ich habe eine Frage zum Thema Einreise in die USA. Ich habe vor, diesen Sommer fort für die Dauer von 3 Wochen eine Freundin zu besuchen, soweit ist auch alles geklärt.

Nun brauche ich aber, aufgrund einer Vorstrafe von 2005, ein Touristenvisum. Ich habe beim Konsulat angerufen, es wurde mir auch ein Termin für das Interview gegeben. Das polizeiliche Führungszeugnis habe ich bis dahin hoffentlich, aus diesem wird dann vermutlich hervorgehen, dass ich wegen Warenbetrugs 2005 zu einer Gesamtgeldstrafe von 120 Tagessätzen à 10 Euro verurteilt wurde, und somit vorbestraft bin.

Ist es dennoch möglich, ein Toursitenvisum für die Einreise zu bekommen? Meine finanzielle Versorgung und der Termin des Rückflugs sind lückenlos nachweisbar, ebenso habe ich einen druckfrischen Pass und abgesehen von oben genannter Sache keinerlei Dinge, die ich mir je habe zu Schulden kommen lassen.

Ich weiß, daß es letztendlich vom diensthabenden Mitarbeiter des Konsulates abhängen wird, ob ich das Visum bekomme oder nicht, dennoch erhoffe ihc mir, dass mir jemand sagen können wird, wie die Erfahrungen in solchen Fällen sind und ob mich meine Vorgeschichte theoretisch chancenlos macht.

Vielen Dank im Voraus.

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1432x hilfreich)

quote:
Ich weiß, daß es letztendlich vom diensthabenden Mitarbeiter des Konsulates abhängen wird, ob ich das Visum bekomme oder nicht
Korrekt, es ist eine Einzelfallentscheidung. Es werden viele verschiedene Punkte berücksichtigt, z.B. die Art des Deliktes, das genaue Urteil, wann Sie straffällig geworden sind usw. Prognosen dazu sind leider nicht möglich. Dazu spielen auch sehr die Ergebnisse aus dem Interview eine Rolle.


Mit freundlichen Grüßen,

- Rönner -

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Graue Katze
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Periphera,

es gibt ziemlich genaue (sehr strenge) Richtlinien, ob sie dich reinlassen. Mit einer Vorstrafe brauchst du auf jeden Fall einen "Waiver of Inadmissibility" (=Sondergenehmigung für die Einreise). Ob du den kriegst, hängt von der Straftat ab. Wenn die maximale Höchststrafe für die Tat unter einem Jahr Gefängnis ist UND die ausgesprochenen Strafe unter 6 Monaten Gefängnis ist, bist du für den Waiver qualifiziert. Falls diese Bedingungen nicht zutreffen, müssen seit dem letzten Akt der Straftat 5 Jahre vergangen sein, um für den Waiver qualifiziert zu sein. Die genauen Paragraphen stehen hier:
http://travel.state.gov/visa/frvi/ineligibilities/ineligibilities_1364.html

Falls das alles nicht zutrifft sieht's erstmal schlecht aus. Dann bräuchtest du eine Emfehlung vom Konsulat umd den Antrag trotzdem zu stellen. Die geben sie nicht so gerne. Ich hab sie jetzt nach einigem Hin und Her gekriegt - ob der Antrag genehmigt wird ist trotzdem fraglich.

Für den Waiverantrag musst du auf jeden Fal dein Führungszeugnis im Original sowie in beglaubigter englischer Übersetzung vorlegen, und die Gerichtsunterlagen beglaubigt auf Englisch übersetzt (sie wollen ein "begründetes Urteil", aber es reicht das Urteil und der Strafbefehl).

Viel Glück!
Graue Katze

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
CForce
Status:
Praktikant
(661 Beiträge, 97x hilfreich)

die Chancen stehen wirklich sehr schlecht

wie von Graue Katze schon erklärt:

quote:
Ob du den kriegst, hängt von der Straftat ab. Wenn die maximale Höchststrafe für die Tat unter einem Jahr Gefängnis ist UND die ausgesprochenen Strafe unter 6 Monaten Gefängnis ist, bist du für den Waiver qualifiziert. Falls diese Bedingungen nicht zutreffen, müssen seit dem letzten Akt der Straftat 5 Jahre vergangen sein, um für den Waiver qualifiziert zu sein.


Auf Betrug stehen bis zu 5 Jahre Haft. Also ist die Höchststrafe über einem Jahr.

Ich würde mir da keine großen Hoffnungen auf eine Empfehlung machen.

Die Vorstrafe vno 05 ist auch noch nicht lange her, da ist es kein gutes Argument, wenn man sich seither nichtsmehr zu schulden kommen hat lassen.

Versuchen kann man es, aber große Hoffnungen sollte man sich nicht machen

-----------------
"unverbindliche Privatmeinung, ohne Anspruch auf Richtigkeit. keine Gewähr und/oder Rechtsberatung."

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cet2006
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 7x hilfreich)

Hallo,
was bedeutet diese vorbestraft?

Da ich habe gelesen "geringfügige Verurteilungen sind unbeachtlich". ich hatte vor einem Jahr erstmal mit 30-Tagssätzen bestraft. Brauche ich ein Visum, wenn ich nach der USA reisen?

Danke im Voraus für eine Rückmeldung!
MfG,
C.ET

6x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
anyron
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 3x hilfreich)

Es ist sehr fraglich, ob Sie überhaupt ein Visum von der Amerikanischen Botschaft - Visastelle - benötigen.
Deutsche Staatsangehörige unterliegen dem Visa-Waiver-Program, ein Visum wird "on arrival" von der Immigration Authority am Einreiseflughafen in den Paß gestempelt und ist 90 Tage gültig, jedoch darf es nicht verlängert werden oder nach den 90 Tagen z.B. nach Canada oder Mexico aus- und sofort wieder eigereist werden.
Die Anträge hierfür verteilt die Flugzeugcrew i.d.R. auf dem Hinflug in die USA, zusammen mit den Zollerklärungen.

Näheres dazu gibt es auch auf der Homepage der Amerikanischen Botschaft in Berlin.

3x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
anyron
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 3x hilfreich)

PS: Einen Punkt gilt es natürlich zu beachten - das Waiver-Programm gilt nur für vorstrafenfreie Mitbürger.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
luna2609
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo habe ein dickes problem.mein mann geht dienstlich für drei jahre in die staaten und wir gehen eigentlich mit.ich bin selbst vor sechs jahren straffällig geworden und wegen betrugs vorbestraft zu einem jahr auf bewährung und hundert sozialstunden,die verurteilung war vor viereinhalb jahren,meine bewährungszeit ist seit einem jahr abgelaufen,lebe in geordneten verhältnissen und nun die einreise in die usa.das belastet meine seele schon ganz schön.ich muss das einreiseformular ds156 ausfüllen,für mich und allein die erste frage ist schon mit ja oder nein zu beantworten.ob ich schon mal jemals verurteilt wurde usw.gleich zu setzen mit verstoß gegen das btmgesetz usw.was soll ich da antworten.wie weit haben die amis zugriff auf unsere datenbanken.kann mir da jemand helfen,danke.luna

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33058 Beiträge, 17321x hilfreich)

Hi,

im BZR steht es definitiv noch und es geisterte hier schon öfters die These herum, daß die USA daruf Zugriff hätten.
Ob Sie das Formular wahrheitsgemäß ausfüllen oder nicht, müssen Sie schon selbst entscheiden.

Gruß vom mümmel

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
xray13
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Und auch ich habe eine Frage zur Visumsvergabe,

Ich möchte jetzt meine Visum für meinen 1 Jährigen USA Aufenthalt im Rahmen eines Auslandsstudiums beantragen.

Ich selbst bin in 10/04 Jahren nach §263a zu 100 Tagessätzen verurteilt worden und somit ebenfalls vorbestraft. Vorher und seitdem habe ich mir nichts zu Schulden kommen lassen.

Nun fürchte ich kein Visum zu bekommen nur wegen eines Idiotischen Fehlers denn ich gemacht habe und eines dank eines Richters, der mir obwohl ich vorher nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen bin, eine Vorstrafe verpasst hat.

Auf dem Visumsantrag werde ich die Angabe aufjedenfall machen und ich habe auch vor mein Polizeiliches Führungszeugniss mitzubringen, damit ich möglichst alle Unterlagen zusammen habe.

Für Tips oder auch Erfahrungsberichte bin ich sehr dankbar.

MfG

X

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