Vorladung Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßiger erlangter Vermögenswerte als Beschuldigter

15. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Vorladung Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßiger erlangter Vermögenswerte als Beschuldigter

Hallo Leute ,

ich habe heute einen brief erhalten wo ich wie oben erwähnt beschuldigt werde noch dazu steht : zum Nachteil von X.Y. also einer Person .

Tatzeit ist auch genannt letztes
jahr

Ich denke ich weiss um was es geht habe eigentlich auch etwas erwartet aber irgendwann dachte ich ok da kommt nichts.

Ist eine lange geschichte aber ich hab im internet auf einer bekannten seite exchange angeboten d.h ich hab personen gegen eine kleine gebühr geld von a nach b überwiesen als bsp echtzeit überweisung zu paypal.
Es waren immer klein beträge 5-100€ .

Habe dann jemanden kennengelernt mit dem ich dann das öfter gemacht habe der hat mir dann immer beträge von ca 40 - 300€ geschickt auf mein Paypal acc und ich überweiste dann so 90% des betrages immer an seine Iban die sich immer geändert hat . Ich hab mir nichts dabei gedacht da ich das ja öfter gemacht habe . Er sagte immer er verkauft sammler karten. Ich habe am ende gecheckt ( lange geschichte) das er auf ebaykleinanzeigen menschen betrügt und ich war der idiot der ihm das alles schön auf seine iban nummern ausgezahlt hat .

was sollte ich nun tun ? blöde geschichte aber wirklich so abgelaufen insgesamt waren es so +- 1000€

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

"Ich habe das ja öfter gemacht" ist keine gute Erklärung. Vielmehr informiert man die Behörden mit einer solchen Erklärung nur darüber, dass es noch weitere Taten gab (was die vermutlich aber sowieso irgendwann herausfinden werden). Die Chancen stehen nämlich gut, dass nicht nur diese eine Person, sondern mehr oder weniger jede der Personen dort vor einem kriminellen Hintergrund gehandelt hat. Und ich würde meinen: Das müsste Ihnen klar gewesen sein und war es vermutlich auch. Und zwar schon von Anfang an.

Sie sollten sich an einen guten Rechtsanwalt wenden. Insgesamt haben SIe hier anscheinend über einen längeren Zeitraum hinweg mehrere Tausend "gewaschen". Und dieses Geld, zumindest aber Ihren eigenen Anteil (also die circa 10 Prozent) wirdman möglicherweise von Ihnen zurückverlangen. Das könnte sowohl für die Geschädigten als auch für den Staat gelten.

Das Geld für eine Beratung bei einem Anwalt wäre dann vermutlich gut investiert. Wenn Sie irgendwie vorbestraft sein sollten, dann wäre eine gute Beratung noch mehr wert als sowieso schon.

Sie sollten ab sofort Ihre Ausgaben reduzieren und Geld sparen. Sind Sie berufstätig? Gegen Sie auf die Suche nach eine (besser bezahlten) Job. Stocken Sie ggf. Ihr Stundenpensum auf oder suchen Sie sich einen Nebenjob. Sowas kann dann als ein Zeichen für den Willen zur Wiedergutmachung gesehen werden und kommt bei der Justiz gut an. Dann verbessert das Ihre Chancen auf eine Einstellung des Verfahrens oder "mit einem blauen Auge davonzukommen".

Ganz nebenbei könnten Sie mit Ihrem Vorgehen gegen irgendwelche Vorschriften aus dem Bankenrecht oder Kreditwesen verstoßen haben. Das muss der Anwalt für Sie prüfen. Welche genauen Paragrafen wirft man Ihnen aktuell vor? Steht dort, ob man Ihnen Vorsatz oder Leichtfertigkeit vorwirft?

-- Editiert von User am 16. August 2023 00:41

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Paco1122):
was sollte ich nun tun ?

Themen sollten hier sein, die "geständige Einlassung" und die "tätige Reue". Das letztere enthält dann auch die unverzügliche Schadenwiedergutmachung bei den Opfern.

Man sollte sich an einen versierten Strafverteidiger wenden - mit solchen Anklagen ist nicht zu spaßen und Laien können sich da schnell mal um Kopf und Kragen reden.

Immerhin hat man das ganze nicht "aus Versehen" gemacht, sondern sich gezielt (also Vorsatz) als entsprechender Dienstleister beworben. Und das nicht nur einmalig, sondern dauerhaft und gegen Entgelt. Dazu kommt dann noch die Mittäterschaft bei den Betrügereien.
Über solche Sachen wie fehlende Gewerbeanmeldung, Steuerhinterziehung, Hinterziehung von Sozialabgaben etc. reden wir da noch gar nicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

danke erstmal für die ganzen Tipps.

Also wie gesagt ich habe dieses exchangen bei einer seite gemacht die auf verstösse sehr achtet und mir machte sie den eindruck eine legale seite zusein , deswegen habe ich mir dabei nichts gedacht. Es sind niemals mehrere tausend euro insgesamt mit dem Betrug von dieser eine person + die paar überweisungen sind das max 1000€ .

Mir war das ganze absolut nicht klar. Ich wollte mir etwas dazu verdienen das ganze hat angefangen mit kunden werben für prepaidkreditkarten.

Ich bin verheiratet und habe kinder , würde niemals so ein misst machen.
Ich bin nicht vorbestraft hatte vor über 10 jahren ne bewährung seit dem nichts mehr.

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#4
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6918 Beiträge, 1459x hilfreich)

Zitat (von Paco1122):
und mir machte sie den eindruck eine legale seite zusein ,


Der gute Menschenverstand sollte einem sagen, dass so etwas nicht legal sein kann - egal wie toll die Seite ist

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Paco1122):
hatte vor über 10 jahren ne bewährung

Um welches Thema ging es da?
Auch Betrug / Geldwäsche etc.?



Zitat (von Paco1122):
Also wie gesagt ich habe dieses exchangen bei einer seite gemacht die auf verstösse sehr achtet

Das dürften dann aber wohl nur Verstöße gegen die Vorgaben der Plattform sein. Gesetzesverstöße scheinen ihr egal zu sein, sonst hätte man sich da gar nicht einfach so anmelden und solche Geschäfte tätigen können.



Zitat (von Paco1122):
mir machte sie den eindruck eine legale seite zusein

Die Seite ist wohl auch legal.
Illegal waren nur Deine Handlungen.



Zitat (von Paco1122):
Mir war das ganze absolut nicht klar.

"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" ist kein Spruch mit leeren Worten, sondern findet sich tatsächlich so im StGB.



Zitat (von Paco1122):
das ganze hat angefangen mit kunden werben für prepaidkreditkarten.

Das hört sich jetzt erst mal nicht illegal an.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich kriege das mit zitieren irgendwie nicht hin .


Das vor über 10 jahren war wegen etwas ganz anderes .


Naja wenn hunderte personen dort kaufen verkaufen und solche exchanges shops anbieten und die personen alle aus deutschland sind denkt man sich da nichts dabei.

Wenn ich unwissentlich eine straftat gemacht habe bin ich bereit dafür gerade zu stehen aber das problem ist ja das jemand mich benutzt hat um andere zu betrügen und ich werde das wahrscheinlich nicht beweisen können.


Ich denke werde dann zum termin hingehen mir anhören um was es geht dann ein anwalt einschalten .


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#7
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

* es ist eine ermittlung wegen des verdachts Geldwäsche, Verschleierung unrechtmäßiger erlangter Vermögenswerte gemäß 261 Stgb

so stehts in der einladung

-- Editiert von User am 16. August 2023 09:46

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#8
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16314 Beiträge, 9237x hilfreich)

Zitat (von Paco1122):
Das vor über 10 jahren war wegen etwas ganz anderes .

Trotzdem könnte die Frage, ob das noch im BZR gespeichert ist, nicht ganz unwichtig sein.
je nach Dauer der Bewährungsstrafe und der Frage ob, es eine Jugendstrafe war, beträgt die Speicherdauer 5, 10 oder 15 Jahre.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#9
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

also es war ein fall von 2008 12 monate auf 3 jahre 2010 wurde es nochmal verlängert bis 2013 und dann nochmal bis 2015 . Die verlängerungen waren wegen nicht einhalten der bewährungsauflagen.

Ja es war jugendstrafe

-- Editiert von User am 16. August 2023 10:12

-- Editiert von User am 16. August 2023 10:17

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16314 Beiträge, 9237x hilfreich)

Dann ist es gelöscht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Dann dürfte es im BZR nicht mehr drin stehen.
In anderen Datenbanken hingegen könnte es sich noch finden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Was erwartet mich für eine strafe?

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Was erwartet mich für eine strafe?

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

es ist im moment (hoffe es bleibt so )nur ein fall und es geht um ca 200€ .
Die ich wie oben beschrieben für jemanden empfangen und überwiesen habe ohne zu wissen das er gerade jemanden auf ebay betrogen hat . Dafür habe ich 20€ von ihm erhalten.

was erwartet mich ?
Ein Anwalt ist zu teuer für mich . Ich werde wohl selbst aussagen.

kann mir jemand tipp geben was ich am besten erwähne und was nicht?

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32715 Beiträge, 17216x hilfreich)

Keiner weiss hier, wie viele Fälle das noch werden - davon wird die Strafe aber wesentlich abhängen.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#16
 Von 
Paco1122
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja gut aber wenn wir jetzt ausgehen das es so bleibt muss ich mit einer Freiheitsstrafe rechnen ? nein oder?

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118602 Beiträge, 39602x hilfreich)

Zitat (von Paco1122):
kann mir jemand tipp geben was ich am besten erwähne und was nicht?

Man sollte nichts sagen das einen belastet und / oder zu weiteren Ermittlungen motiviert.
Etwas an dem die meisten wohl scheitern, ist das Gegenüber doch bestens darin ausgebildet, genau das zu erreichen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
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