Vorladung wegen Diebstahl - Direkt alles zugeben und einen auf Mitleid machen?

10. November 2010 Thema abonnieren
 Von 
bitteumhilfe1
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 4x hilfreich)
Vorladung wegen Diebstahl - Direkt alles zugeben und einen auf Mitleid machen?

Ich habe heute ein Schreiben der Polizei bekommen. Ich werde vorgeladen, um auszusagen. Es gibt Zeugen und Fingerabdrücke..also ist ja klar, dass ich schuldig bin. Mir tut diese Dummheit auch wahrlich Leid und es war das erste und letzte Mal, dass ich derartiges getan habe werden.
Auf jeden Fall: Wie soll ich mich verhalten? Direkt alles zugeben und einen auf Mitleid machen?

Auch war es nur versuchter Diebstahl..was natürlich nicht besser ist..! Im Brief steht aber wegen Diebstahl. Wann hört der Versuch denn auf etwas zu stehlen. Als ich erwischt wurde habe ich alles fallen lassen und wollte flüchten..gilt das vielleicht auch schon als versuchter Rücktritt von der Tat?

Danke schon mal im voraus!=)

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6 Antworten
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#1
 Von 
Onlyly
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 42x hilfreich)

Der Diebstahl fängt bereits an, wenn du eine Sache unrechtmäßig in deinen Besitz bringst ( "dir zueignest").
Durch das Einstecken der Sache hast du die Sache unrechtmäßig in deinen Besitz gebracht.
Daher ist der Tatbestand des Diebstahls erfüllt.

Abgesehn davon ist der Versuch nach §242 II StGB auch strafbar ;)

Welchen Wert hatte denn der Gegenstand?

Da du ja auch sagst, dass es das erste Mal war, dass du "unartig" warst, würde ich dir raten, eine Einstellung gegen Zahlung einer Geldauflage zu beantragen.
Normalerweise solltest du damit Erfolg haben.

Zur Vorladung würde ich prinzipiell nicht erscheinen (aber da klaffen die Meinungen hier im Forum auseinander).
Einfach bei der Polizei anrufen und Bescheid geben, dass du nicht erscheinst (der Höflichkeit wegen).

Was du im Vorhörungsbogen ausfüllen musst steht im unten geposteten Link.

Immer wieder empfehlenswert ist übrigens dieser Artikel hier :
http://www.123recht.net/Der-Diebstahl-und-seine-Konsequenzen-__a7417.html



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"Sie häufen Schätze an, weil sie vergessen haben, dass man nur Erinnerungen nicht ersetzen kann."

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bitteumhilfe1
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 4x hilfreich)

Vielen Dank für deine schnelle Antwort.
Es war ein altes Damenrad und ich kann mich kaum noch erinnern, da ich sehr betrunken war. Jedoch bin ich ja geflüchtet und erst am nächsten tag von der Polizei abgeholt worden...dadurch kann ich mich nicht auf Unzurechnungsfähigkeit berufen..dumm dass ich nicht einfach stehen geblieben bin :(
Die Besitzerin hat ihr Fahrrad wieder..ich hab es vielleicht zwanzig meter weit angeschlossen getragen, bis jmd die Polizei gerufen hatte. Es ist nichts kaputt gegangen, niemand wurde verletzt.

Ich bin neunzehn und Student und habe kein Geld :D... also mir wäre gemeinnützige Arbeit lieber.

Wieso sollte ich nicht zur Vorladung erscheinen? Kann ich dadurch was noch schlimmer machen?

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Onlyly
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 42x hilfreich)

quote:
Wieso sollte ich nicht zur Vorladung erscheinen? Kann ich dadurch was noch schlimmer machen?



Da spalten sich ja gerade die Meinungen.
Die einen sagen "Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man ja hingehen"

Erscheint man nicht, kann man auch nichts "falsches" sagen.
Sollte später ein Anwalt von Nöten sein, gibt es dem Anwalt natürlich einen viel größeren Spielraum, wenn man vorher keine Aussage getätigt hat.


Da du 19 bist und kein eigenes Einkommen hast (evtl noch zu Hause wohnst?) wird im Normalfall nach Jugendstrafrecht entschieden.
D.h evtl auch nur Sozialstunden oder eine Spende an eine gemeinnützige Organisation.

Da es sich aber "nur" um ein altes Damenfahrrad handelt ist es auch gut möglich, dass das Verfahren mangels öffentlichen Interesses oder auch Geringfügigkeit (ist ja wohl im Wert unter 50Euro) eingestellt wird.

Ich würde mich da nicht zu verrückt machen ;)

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"Sie häufen Schätze an, weil sie vergessen haben, dass man nur Erinnerungen nicht ersetzen kann."

-- Editiert am 10.11.2010 11:37

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
bitteumhilfe1
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 4x hilfreich)

Ok danke..dann warte ich einfach ab, was passiert. Zu Hause wohne ich nicht, aber ein Einkommen habe ich auch nicht. Ich erhalte Unterstützung in Form von Bafög.

ah ok..das ist interessant, aber ich denke nicht, dass ich einen Anwalt hinzuziehen werde..das ist hier sinnlos und teuer denke ich.

Ja ein altes Damenrad von Diamant...als ich in de Zeitung gelesen hatte, wie es aussah musst ich über mich selbst lachen (ich konnte mich ja nicht erinnern): Rosa Damenrad mit Körbchen vorne dran xD..einerseits hab ich mich geschämt, andererseits war das einfach nur lächerlich.

Ja ich versuche auch meinen Kopf davon frei zu bekommen..

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Onlyly
Status:
Schüler
(169 Beiträge, 42x hilfreich)

Von einem Anwalt ist in diesem Fall tatsächlich abzuraten.
Das wäre ..nunja.. rausgeschmissenes Geld.

Also einfach weiter aufs Studium konzentrieren und alles weitere (also höchstwahrscheinlich eine Einstellung des Verfahrens) auf dich zukommen lassen.



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"Sie häufen Schätze an, weil sie vergessen haben, dass man nur Erinnerungen nicht ersetzen kann."

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32669 Beiträge, 17204x hilfreich)

Hi,

und bevor Sie fragen - nein, das steht nicht im Führungszeugnis. Übrigens gibt es auch die Variante, daß Ihnen Sozialstunden nicht als Urteil, sondern als Einstellungsauflage auferlegt werden - das dürfte hier nicht unwahrscheinlich sein.

Gruß vom mümmel

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