Vorsätzliche Körperverletzung als Opfer

3. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
Hilfebitte123123
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)
Vorsätzliche Körperverletzung als Opfer

Liebes Forum,

Person A wird postalisch gebeten sich bis zum 09.11.2023 schriftlich als Zeuge zu äußern.

Person A war vor auf dem Vorplatz einer Diskothek nach Feierabend, er saß auf einer Steinecke und fragte zwei Jungs neben ihm nach dem Eingang, da durch die rein und rauslaufenden Personen nicht ersichtlich war, wo der Eingang bzw. Ausgang ist bzw. die gesamte Menschenmenge ihn überforderte und keiner von seinen Freunden im Club bei WhatsApp antwortete.
Person B der zweier Clique entgegnete "dreh dich weg du Hurensohn oder ich breche deine Nase".
Person A perplex ihn am anschauen, da er sich keinem Fehler bewusst ist und überrascht von der Aggressivität.
Person B steht auf und sagt "ich ficke deine ganze Familie" und spuckt Person A ins Gesicht.
Person A ruft die Polizei, geht zu den Türstehern, ein Türsteher sagt, dass man bei ihm in der Nähe bleiben solle, falls man nicht noch mehr Ärger möchte.
Polizei kommt, Daten werden aufgenommen, Polizei will ein Alkoholtest machen, vergessen es (?) bzw. kommt dann nie zustande.
Person A geht in den Club, ca. 45 Minuten hockt er im Raucherbereich und sieht im Augenwinkel Person B sich nähern.
Person B tritt auf den Fuß von Person A und ohrfeigt ihn.
Person A versteht die Welt nicht mehr, begibt sich erneut zu den Türstehern, da er überrascht ist, dass Person B überhaupt im Club ist.
Person A verliert Person B aus dem Sichtbereich, findet ihn 10 Minuten später wieder und fordert lautstark von den Türstehern ihn endlich rauszuschmeißen.
Zwei Türsteher anscheinend in ihrer "Autorität" verletzt und schmeißen Person A raus.
Person A ruft erneut die Polizei, auf dem Vorplatz sagt die Polizei am Telefon, dass man doch gerade schon da war und man zusätzliches einfach im Nachhinein dem Strafantrag hinzufügen könne.
Person A entgegnet, dass er nun aber körperlich angegriffen wurde - ZWEI TÜRSTEHER welche Person A rausgeworfen haben unterhalten sich mit Person B wie als ob eine Freundschaft bestünde (Fotografisch festgehalten) - Türsteher fragt Person A, ob er die Polizei rufe.
Person A bejaht und Person B sucht das Weite. Polizei ist noch am Telefon.
Person A ist immer noch perplex, kann nicht fassen das aus dem Nichts so etwas entstanden ist, da er vorher im Leben NIE Auseinandersetzungen hatte und ein lebensfroher und von fast jedem gemochter Mensch ist.
Person A läuft Person B und seinem männlichen Begleiter hinterher, in der Hoffnung alles lösen zu können und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.
Person A zu Person B "Ey bro, bro ... bro wir können das auch ohne Polizei klären - entschuldige dich einfach".
Person B bleibt stehen, schnipst seine Zigarette weg entgegnet "ohne Polizei klären?" tritt Person A in den Bauch, Person A fliegt vier Treppenstufen nach hinten auf den Boden.
Person B versucht weiter draufzutreten, wird von Begleiter zurückgehalten und flüchten weiter zu Fuß.
Person A bekommt kaum Luft, hampelt hinterher, Person B und Begleiter steigen in ein Taxi, Person A fordert Taxifahrer auf nicht wegzufahren, da er Person B, einen Straftäter transportieren würde und die Polizei bereits gerufen wurde.
Taxifahrer ignoriert und will fahren, Person A möchte kein Entkommen des Straftäters und setzt sich auf die Motorhaube.
Taxifahrer schimpft, steigt aus und schmeißt Person A von der Motorhaube, ebenfalls steigt Person B aus, ein männlicher und eine weiblicher Zeuge versuchen auseinanderzuhalten.
Taxifahrer und Person B steigen wieder ein, Person A macht ein Foto vom Kennzeichen und sieht, dass die Polizei die ganze Zeit noch dran war, Person A hatte die Polizei nach dem Sturz vergessen.
Person A fragt die Polizei am Telefon, ob sie das alles mitbekommen habe, diese bejaht.
Taxi fährt weg, kommt nach 10 Minuten an die gleiche Stelle und die Polizei ebenfalls.
Person A möchte erst kein Krankenwagen, entscheidet sich dann aber doch dafür und wird mitgenommen.
Vorher wurden von der Polizei Fotos von den Wunden an denn Armen, am Finger und am Bauch gemacht.
Person B wird nach erfolgloser, mehrmaliger Aufforderung einen Platzverweis zu befolgen festgenommen bzw. mitgenommen.
Taxifahrer möchte die Angaben von Person A, da er auf sein Taxi gestiegen ist, Person A jedoch nur so handelte weil "Gefahr im Verzug".

Person A wird im Krankenhaus mit einer Prellung der oberen Bauchdecke diagnostiziert.
Person A hat am nächsten Tag und die folgenden drei bis vier Wochen Schmerzen bei aufstehen, setzen, lachen und "durch"atmen.

Wie soll sich Person A äußern?
Ist man als Zeuge auch gleichzeitig das Opfer oder wie ist das gemeint?
Gegen wen kann alles Klage erhoben werden mit Aussicht auf Erfolg?
Wie kann sich Person A als Opfer eine Anwalt zur Seite nehmen?
Welche Rechte stellt ihm der Staat?
Person A hat derzeit kein Geld auf hoher Kante.
Polizei möchte von Person A wissen, ob Zeugen oder Fotos der Verletzungen vorhanden sind.
Wie soll er darauf reagieren, da die Polizei ja die Fotos angefertigt hat und die Zeugen noch vor Ort waren als Person A mit dem Krankenwagen wegtransportiert wurde.
Person A leidet seit Jahren an einer Panikstörung und Monaten in eine schwere Depression gerutscht, kann er sich das mit Bezug auf die Tat diagnostizieren lassen?

Liebe Grüße

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13 Antworten
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#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16271 Beiträge, 9219x hilfreich)

Zitat (von Hilfebitte123123):
Wie soll sich Person A äußern?

Indem er die Wahrheit erzählt - möglicht sachlich und präzise, aber keinen Roman.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Ist man als Zeuge auch gleichzeitig das Opfer oder wie ist das gemeint?

Als Opfer ist man gleichzeitig auch Zeuge einer Straftat.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Gegen wen kann alles Klage erhoben werden mit Aussicht auf Erfolg?

Wenn eine Straftat vorliegt, ist der Staatsanwalt der "Kläger". Sie haben da kaum Möglichkeiten einzugreifen.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Wie kann sich Person A als Opfer eine Anwalt zur Seite nehmen?

Anwalt aus dem Telefonbuch heraussuchen und anrufen. Vorher auf der Webseite des Anwalts schauen, was der so für Tätigkeitsschwerpunkte hat. Strafrecht wäre geschickt. Einige Anwälte werben damit, Opfer zu vertreten.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Welche Rechte stellt ihm der Staat?

Er kann seine Aussage machen - den Rest erledigen die Strafverfolgungsbehörden.
Da ich aus der Schilderung bislang keinen materiellen Schaden erkennen kann, stellt sich die Frage nach Schadensersatz derzeit nicht.
Die Krankenversicherung von Person A wird wahrscheinlich Person B in Regress nehmen wollen - aber das macht die Krankenkasse alleine.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Polizei möchte von Person A wissen, ob Zeugen oder Fotos der Verletzungen vorhanden sind.
Wie soll er darauf reagieren, da die Polizei ja die Fotos angefertigt hat und die Zeugen noch vor Ort waren als Person A mit dem Krankenwagen wegtransportiert wurde.

Dann sollte A das der Polizei so schreiben. Wahrscheinlich ist es sinnvoll, den Bericht vom Krankenhaus in Kopie beizulegen (als Beweis, dass es tatsächlich zu einer Verletzung gekommen ist).

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hilfebitte123123
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich bin übermorgen als Zeuge geladen und habe eine Frage:

Falls ich gefragt werde, ob ich Alkohol getrunken habe wie soll ich da antworten?
Beim Geschehen vor Ort meinten die Beamten „packen Sie mal für 10-15 Minuten die Dose weg, da wir gleich einen Alkoholtest machen".
Der wurde aber nicht gemacht, keine Ahnung wieso (vergessen?).
Jedenfalls, wie soll ich auf diese Frage reagieren?
Ich habe im Internet über Advofleet einen Anwalt im Bereich „Opferanwalt" beauftragt, der ist aber irgendwie nur für die Nebenklage oder für die Zivilrechtlichen Dinge zuständig meinte er.
Er versucht auch seit Wochen (erstmals dem 06.11) Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft zu erhalten, wiederholt nochmal am 29.11 aber bis jetzt ist nichts passiert und auf meine Nachfrage wie es ausschaut wurde gesagt, dass es kurz vor dem Termin eine Akteinsicht nicht möglich ist.
Verstehe ich alles nicht…kostet mich ca. 400€ aber habe nichtmal Kenntnis über die Aktenlage…

Jedenfalls, ist ohne ein Alkoholtest z.B. die Erinnerungen der Polizisten gültig, dass ich eine Dose in der Hand hatte.
Oder darf ich bezüglich dieser Frage schweigen?
Habe auch meinen Anwalt heute per Mail gefragt, erwarte die Antwort morgen.
Schweigen kann mir als Last nicht auferlegt werden, richtig?
Oder muss ich antworten?

Sorry für das Wirrwarr, habe im Internet gelesen, dass man nicht immer schweigen darf als Zeuge.

LG und danke

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32680 Beiträge, 17209x hilfreich)

Oder darf ich bezüglich dieser Frage schweigen? Nein - Sie bezichtigen sich ja dadurch keiner Straftat oder Ordnungswidrigkeit.
Oder muss ich antworten? Spätestens vor Gericht müssen Sie das. Da gibt es dann bis zur Beugehaft eine Menge Möglichkeiten, das durchzusetzen...
Jedenfalls, wie soll ich auf diese Frage reagieren? Die Wahrheit sagen natürlich - Zeugen, die was zu verbergen haben, sind ein gefundenes Fressen für die gegnerische Verteidigung.

-- Editiert von User am 12. Dezember 2023 23:21

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16271 Beiträge, 9219x hilfreich)

Zitat (von Hilfebitte123123):
Oder muss ich antworten?

Im Prinzip schon - für Zeugen gibt es ein Aussageverweigerungsrecht nur, wenn sie sich selbst oder einen nahen Angehörigen einer Straftat bezichtigen würden.
Von daher können Sie auch der Frage nach Alkohol nicht ausweichen.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Jedenfalls, ist ohne ein Alkoholtest z.B. die Erinnerungen der Polizisten gültig, dass ich eine Dose in der Hand hatte.

Ja natürlich - die Polizisten sind ja auch Zeugen.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Verstehe ich alles nicht…kostet mich ca. 400€ aber habe nichtmal Kenntnis über die Aktenlage…

Akteneinsicht für Geschädigte gibt es im Regelfall erst dann, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind. Das ist hier nicht der Fall - die Zeugenaussage des Geschädigten fehlt beispielsweise.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Louis Cypher
Status:
Schüler
(478 Beiträge, 172x hilfreich)

Da wäre ich für eine Fortführung ihrer Schilderung nach dem morgigen Termin dankbar.

Das Problem welches ich hier auch sehe ist die Geschichte nach dem Angriff IN dem Club.
Für mich liest sich das in Kürze so:

A Fragt B nach Eingang und bekommt (sicher unverdient) Stress. -> soweit in Ordnung von A
Nach Anzeige, im Club erneuter Angriff von B. -> Anzeige von A Okay, Angriff von B natürlich nicht
-------------------------------------------------------------------------------------- Ab hier wird's spannend:
A sucht B 10 Minuten und verlangt von Ordner B rauszuwerfen -> Was sollte das denn? Abgesehen davon dass A hierauf kein Anrecht hat, warum sucht man B?

B verlässt irgendwann den Club und A rennt hinterher "... in der Hoffnung alles lösen zu können und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen." -> Ja, ne, is klar! Hier hätte ich als verständiger Dritter meine Zweifel. Man bekommt auf die Glocke, und sucht dann denjenigen (dessen Personalien ja bereits polizeilich aufgenommen wurden) zweimal bzw. läuft ihm auch noch hinterher?

B will ins Taxi und A blockiert dies indem er sich auf die Motorhaube setzt? -> Vielleicht übertreibe ich ja, aber das könnte möglicherweise als Nötigung des Taxifahrers gesehen werden.

Wie gesagt, die Personalien von B waren bekannt und man hätte den ganzen Sachverhalt noch nachträglich zu Protokoll geben können. Einfach Zeugen für den Angriff im Club suchen, Verletzungen vom Arzt attestieren lassen und Anzeige ergänzen. Fertig!
Stattdessen wird B im Club von A gesucht und dann auf der Strasse verfolgt. Danach wird auch noch ein Taxifahrer genötigt.
Mit etwas bösem Willen könnte man unterstellen, A hätte den Stress gesucht und hier fehlt einiges im Sachverhalt.

Vielleicht wäre die Anwesenheit eines Anwalts bei der Aussage doch nicht verkehrt. Nicht dass A danach als Beschuldigter dasteht. Nur so 'ne Idee.


Nachtrag: Nach dem hier

https://www.123recht.de/forum/strafrecht/Beleidigung-als-Transvestit-__f586909.html

scheint es mit der Eigenschilderung als Jemand der "... vorher im Leben NIE Auseinandersetzungen hatte und ein lebensfroher und von fast jedem gemochter Mensch ist." nicht immer so gewesen zu sein.

-- Editiert von User am 13. Dezember 2023 14:54

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Hilfebitte123123
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Da hast du was nicht verstanden.
B hat mich im Club das erste mal statt verbal körperlich angegriffen, mir eine leichte Ohrfeige verpasst und auf mich getreten.
Natürlich gibt A dann der Security Bescheid und sucht B in der Menschenmenge, weiß nicht, ob du sowas in deinem Club rumlaufen haben möchtest.
Und A ist B nur gefolgt, da die Polizei erneut alarmiert wurde da es im Club körperlich wurde, A lässt ungerne Menschen gehen die ihm Unrecht getan haben.
Und der Taxifahrer macht sich strafbar, indem er mit einem Straftäter abhauen möchte.
Das ist die Sicht von A.

Und zu der Beleidigung als Transvestit: habe nicht als erstes angefangen und sowas lasse ich nicht auf mir sitzen, icu weiß, da sind viele anders und ignorieren es einfach.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Louis Cypher
Status:
Schüler
(478 Beiträge, 172x hilfreich)

Zuerst das Wichtigste: Eine fundierte Beratung oder zumindest äußerste Vorsicht bei der Zeugenaussage wäre hilfreich. Nicht dass Sie dann selbst zum Beschuldigten werden und ein Verfahren bekommen.
Der Taxifahrer könnte darauf kommen und B, dessen Begleitung vermutlich nicht gegen ihn aussagt, hat Zeugen dass Sie ihn verfolgt haben. Ggf. stellt man den Tritt den Sie da bekommen haben noch als Notwehr gegen eine Handlung Ihrerseits dar. Ist nur Spekulation aber zumindest möglich.

Jetzt zu ihrem Post:


Zitat (von Hilfebitte123123):
Da hast du was nicht verstanden. B hat mich im Club das erste mal statt verbal körperlich angegriffen, mir eine leichte Ohrfeige verpasst und auf mich getreten.


Doch, ich denke schon. Das habe ich verstanden. Und auch so wiederholt. Das war definitiv strafrelevant von B. Soweit haben Sie ja auch nichts falsch gemacht. Zumindest nach ihrer Schilderung.


Danach kommt aber der entscheidende Teil wo Sie aus meiner Sicht übers Ziel hinausgeschossen sind:


Zitat (von Hilfebitte123123):
Natürlich gibt A dann der Security Bescheid und sucht B in der Menschenmenge, weiß nicht, ob du sowas in deinem Club rumlaufen haben möchtest.


In ihrem Club? Haben Sie Hausrecht? Ansonsten wäre es offensichtlich sinnvoll gewesen, B aus dem Weg zu gehen. Ein Anrecht dass der Ordner B des Hauses verweist besteht nämlich nicht.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Und A ist B nur gefolgt, da die Polizei erneut alarmiert wurde da es im Club körperlich wurde, A lässt ungerne Menschen gehen die ihm Unrecht getan haben.


Und da wäre es, wie die Polizei Ihnen am Telefon bereits sagte richtig gewesen, lediglich die bereits gestellte Anzeige zu erweitern. So wie ich Ihnen ober bereits schrieb. Zeugen suchen, Verletzungen attestieren lassen und Anzeige erweitern.
Was meinen Sie übrigens mit: "... lässt nur ungern Menschen gehen die ihm Unrecht getan haben.". Was haben Sie sich da vorgestellt? Das ist Sache der Behörden und nicht mehr ihre. Selbstjustiz? Schimpfen? Gehen Sie wirklich davon aus, nach allem was an diesem Abend vorgefallen ist, selbst etwas richten zu können? Glauben Sie B hätte sich entschuldigt? Das ist doch weltfremd.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Und der Taxifahrer macht sich strafbar, indem er mit einem Straftäter abhauen möchte.
Das ist die Sicht von A.


Diese Sicht haben Sie exklusiv.
Hätte die Polizei Handlungsbedarf gesehen, wäre Sie nochmal erschienen. Rechtlich durfte sich B entfernen. Und wenn B dieses Recht hatte, konnte der Taxifahrer sich gar nicht strafbar machen indem er ihn befördert. Wer den Taxifahrer daran hindert wegzufahren allerdings schon.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Und zu der Beleidigung als Transvestit: habe nicht als erstes angefangen und sowas lasse ich nicht auf mir sitzen, icu weiß, da sind viele anders und ignorieren es einfach


Genau. Nachdem die Polizei auch in diesem Fall keinen Handlungsbedarf gesehen hat, sind Sie dort laut ihrer Schilderung wieder hingelatscht und haben die Personen zugetextet. Ich weiß nicht was Sie zu erreichen hofften, aber dafür haben Sie dann von der Polizei einen Platzverweis kassiert.

Mein Tipp: Überlegen wann es genug ist und einsehen, dass Sie die Leute vor Ort weder bekehren noch bestrafen können. Dafür gibt es Behörden.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Louis Cypher
Status:
Schüler
(478 Beiträge, 172x hilfreich)

Und, wie ist die Zeugenvernehmung gelaufen?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(954 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von Hilfebitte123123):
Und der Taxifahrer macht sich strafbar, indem er mit einem Straftäter abhauen möchte.
Das ist die Sicht von A.


Die Sicht von A ist hier allerdings irrelevant.

Die Schuld an einer Straftat wird durch ein Gericht festgestellt, nicht durch einen Taxifahrer.

Und behaupten kann erst mal jeder alles.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(954 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von Hilfebitte123123):
Falls ich gefragt werde, ob ich Alkohol getrunken habe wie soll ich da antworten?


Wahrheitsgemäß.

Zitat (von Hilfebitte123123):
Oder darf ich bezüglich dieser Frage schweigen?


Nur, wenn du dich mit der Beantwortung der Frage selber belasten würdest.

Zitat:
Schweigen kann mir als Last nicht auferlegt werden, richtig?


Siehe oben.

Zitat:
Oder muss ich antworten?


Mal rein interessehalber: Aus welchem Grund möchtest du die Frage denn nicht beantworten?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Hilfebitte123123
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Wurde nicht gebraucht als Zeuge.
@Louis, sorry mache das übers Handy, klicke die ganze Zeit auf Zitieren aber es klappt nicht.

1. Wenn ich im Club körperlich angegriffen werde gehe ich niemanden aus dem Weg sondern informiere die Security.
2. Ich habe keinen Platzverweis bekommen von der Polizei, sondern von der Security, da ich anscheinend ihren besten, gewalttätigen Freund gewähren lassen sollte.
Schön wie sie sich zu dritt lachend unterhalten haben und nach meiner Aussage, dass ich die Polizei wieder gerufen habe, der Täter von den Security’s weggeschickt wurde bzw. es ihm empfohlen haben.
3. Da ich noch nie mich in so einer Situation befunden habe, denke ich in so einer perplexen Situation nicht daran, wie ich am nächsten Tag das meiner Anzeige hinzufüge.
Ich sehe es wie mit einem Autounfall, da rufe ich lieber die Polizei, als das mir nachher noch was angehängt wird.
Wäre es verbal geblieben hätte ich das gemacht.
4. Ich glaube immer an das Gute im Menschen und nach der Spuckattacke dachte ich wirklich das ich ihm ein Gefallen tue und diese Last nehme, da ich selber keine Lust auf so ein unnötigen Kram habe.
Aber getäuscht. Aus neutralem, nicht körperlich und verbal angegriffenem Zustand wohl nicht verständlich, ich weiß.
Mir lag es daran, wenn ich die Polizei schon am Apparat hatte, die genauen Location des Straftäters durchzugeben.
A und B mal Seite gestellt.
Manchmal handelt man menschlich und emotional, weil man perplex von der ganzen Situation ist, weil sie aus dem reinen Nichts kam.
Man wünscht sich, man wenigstens 1% provoziert zu Beginn um zu sagen, ja das war vielleicht der Trigger, aber ein „hey Jungs wisst ihr wo der Eingang ist " freundlich formuliert kann ich auch aus meinem Interpretationskasten nicht begründen.
Aber vermutlich war das auch falsch, die Frage ist so plump und dumm, dass das nach einigen hier auch mir zur Last gelegt wird :D
So eine provokante Frage :D:D
Aber danke euch, ich bin mir sicher, das Gericht wird schon verschiedenste Gedankengänge nachvollziehen können.
Und zum Alkohol: ich hatte eine halbe Dose JD getrunken als das alles passiert ist, aber da hier anscheinend jeder alles drei mal dreht und voller Fantasie herbeidichtet, möchte ich wohl gar nichts mehr sagen (außer ich werde gepeitscht )

LG
und schönes Wochenende

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Hilfebitte123123
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

BTW selbst wenn es als irgendein Richter aus Buxtehude mein 20 Meter Hinterhergelaufe mit Polizei komisch findet, rechtfertig das hinterherlaufen doch keine Gewalt bzw „Notwehr" in welchem Sinne?
Hätte ich ihn angegriffen stimmt es natürlich.
Bin mir nicht sicher ob das hier alle so verstehen, aber danke für die (meist weitläufigen) Impulse und Gedankengänge, manche könnten Drehbuchautoren werden :D

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1350 Beiträge, 269x hilfreich)

Zitat (von Hilfebitte123123):
manche könnten Drehbuchautoren werden :D
Mit Verlaub, aber der einzige potentielle Drehbuchautor im Rahmen dieses Themas sind Sie selbst. Und ich denke da eher an Verfilmungen, die zurecht floppen. Nachfolgend zähle ich zunächst nur diejenigen Schilderungen auf, die keinerlei Sinn ergeben:

1. Sie wurden übelst beleidigt und bespuckt - ohne erkennbaren (bzw. geschilderten) Anlass.
2. Ihre Reaktion war, den Club zu betreten (anstatt ggü. der Polizei Strafanzeige zu stellen).
3. Sie wurden daraufhin (durch selbige Person) tätlich angegriffen (woraufhin Sie weiterhin nicht etwa den Club verließen, um die nächste Polizeidienststelle aufzusuchen, sondern die Security lauthals zur Entfernung des Täters aufforderten).
4. Die subjektive Wahrnehmung der Außenstehenden führte dazu, dass hingegen Sie aus dem Etablissement entfernt wurden.
5. Ihre Reaktion darauf wiederum war, dem Täter hinterherzulaufen mit den Worten: "Hey Bro, entschuldige Dich einfach, dann ist alles gut!".

Diese Schilderungen befinden sich in ihrer Logik derart jenseits des verständlichen, klaren Menschenverstandes, dass es keines Richters "aus Buxtehude" bedarf, um kritische Nachfragen zu stellen.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

2x Hilfreiche Antwort

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