Vorwurf "Leichtfertige Geldwäsche" - Konto

23. Februar 2016 Thema abonnieren
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)
Vorwurf "Leichtfertige Geldwäsche" - Konto

Guten Abend,
ich habe da mal eine Frage:

Person A schaute am Mittwochmorgen ( 10.02. ) ganz normal per Online Banking auf sein Konto nach dem aktuellen Kontostand.
Nach einem privat Kauf, wollte Person A eine Überweisung tätigen für Jungenbekleidung, ca. 1 Stunde später.
Ein Zugriff per Online Banking wurde verwehrt.

Person A rief noch im gleichen Moment den Kundenservice seiner Bank an, der widerrum mitteilte das es sich um ein Technisches Problem wohl derzeit handeln würde und dies innerhalb von 24 Stunden behoben sei.
Also wartete Person A bis zum nächsten Tag und versuchte erneut Zugriff auf sein Konto zu bekommen.
Auch am Donnerstagmorgen funktionierte dies nicht und er rief bei seiner Sachbearbeiterin der Bank an.

Diese teilte ihm mit das, das Konto vorrüber gehend gesperrt wurde weil eine Zahlung eingegangen sei, die als "Betrug" gewertet worden war und bis zur entgültigen Klärung das Konto gesperrt sei.
Am Freitagmorgen bat Person A darum , den Filialleiter zu sprechen, denn er kann sich solch eine Zahlung nicht erklären.

Es vergingen einige Tage, aber ein Rückruf fand nicht statt. Daraufhin rief Person A wieder bei der Bank an und bat wieder darum , das der Filialleiter bitte zurück rufen soll, da es keinerlei genaue Auskünfte von der Sachbearbeiterin weiterhin gab.
Am Mittwoch den 17.02. erfuhr Person A bei einem weiteren Anruf bei der Bank, er wurde mit der Sachbearbeiterin wieder verbunden das, das Konto entgültig geschlossen wurde und er somit kein Kunde mehr bei der Bank sei.
Sie berufen sich auf die AGB´s und können ohne Grund das Konto wohl aufheben.Das Schreiben lag am letzten Samstag im Briefkasten.

Nun, heute ging Person A zum Briefkasten und hatte eine Vorladung der Polizei drin, für kommenden Montag.
Vorwurf: "Leichtfertige Geldwäsche" , als Beschuldigter.

Man muss dazu sagen, das Person A zwar vorbestraft sei, aber nie wegen diesem Vorwurf in jeglicher Sicht verurteilt wurde.
Person A hat eine Führungsaufsicht seit über 2 Jahren und hat sich nie was zu Schulden kommen lassen.
Die Führungsaufsicht wurde direkt nach dem Schreiben heute in Kenntnis gesetzt.

Nun die Frage: Was könnte im schlimmsten Fall passieren ? Person A hat nie irgendwem seine Kontodaten gegeben, so das eine Zahlung in der Hinsicht hätte statt finden können. Er hatte vor einigen Tagen einen Virus auf dem PC, so das dieser erneuert werden musste, kann dies damit zusammen hängen ?
Wäre ein zu ziehen eines Rechtanwaltes jetzt schon hilfreich oder lieber warten ?

Die Aussage will Person A natürlich am Montag tätigen da er nichts zu verbergen hat.

Ich würde mich freuen, wenn mir hier wer weiterhelfen könnte.
Danke schön im vorraus.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Zitat:
Was könnte im schlimmsten Fall passieren ?


Eine Verurteilung wegen § 261(5) StGB

Zitat:

Person A hat nie irgendwem seine Kontodaten gegeben, so das eine Zahlung in der Hinsicht hätte statt finden können. Er hatte vor einigen Tagen einen Virus auf dem PC, so das dieser erneuert werden musste, kann dies damit zusammen hängen ?


Naja, da müsste man davon ausgehen, dass ein böser X ein Konto eines B gehackt hat und auch das des A. Dann hätte der böse X von dem vielen Geld, dass der B auf dem Konto hat, was an A überwiesen um es anschliessen wieder auf ein Drittes Konto (C) zu überweisen, auf das er Zugriff hat. Und das ist ja relativ widersinnig. Denn der böse X könnte dann auch gleich von Konto B auf C überweisen ohne das Konto von A als Zwischenstation zu nehmen und dabei zu riskieren, dass A ihm das sauer verdiente ergaunerte Geld vor der Nase wegschnappt.

Zitat:
Wäre ein zu ziehen eines Rechtanwaltes jetzt schon hilfreich oder lieber warten ?


Hilfreich ist das immer, kostet aber halt auch Geld.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank für ihre Antwort Streetworker.

Ich hatte vergessen oben dabei zu schreiben, als Person A am 10.02. morgens das Konto checkte per OB, das zu diesem Zeitpunkt kein erneuter Geldeingang zu sehen war, sondern immer noch ein Restguthaben drauf war, was er vom letzten Geldeingang stehen liess.
Wenn eine fremde Zahlung eingegangen wäre, hätte Person A reagiert und die Bank kontaktiert.

Aber wenn Person A nichts weiter gegeben hat ( persönl. Kontodaten etc ), kann denn dann trotzdem eine Verurteilung statt finden ?
Wäre denn eine Verurteilung, Person A hat ja eine Führungsaufsicht ( er war inhaftiert und hat die kompl. Strafe abgesessen, aber wurde nicht wegen diesem Delikt verurteilt ) , wieder mit einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung möglich / zu rechnen oder kann dies mit einer Geldstrafe enden trotz der Vorstrafe ?!

Ich weiß alles kann, nichts muss ... aber Person A ist grad sowas von am Ende, natürlich spielt da auch die Angst mit das die STA / Gericht einem aufgrund der Vorgeschichte nicht glauben wird und es am Ende erneut zu einer Verurteilung o. Bewährung kommt :( .

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Letztendlich bleibt die Frage (die sich auch das Gericht stellen wird): Warum sollte irgendjemand Geld auf das Konto von A überweisen, auf dass er ja keinen Zugriff hat (um das Geld abzuheben). Wenn dann könnte er (sollte er doch ohne A's Wissen Zugriff haben) nur widerrum auf ein anderes Konto überweisen, was aber -wie oben schon gesagt- keinen Sinn macht.

Man wird abwarten müssen, was die Ermittlungen ergeben.

Zitat:
aber wurde nicht wegen diesem Delikt verurteilt


Sondern? Es ist keine Neugier, sondern schon wichtig, ob es zumindest ein Vermögensdelikt war?! Betrug, Diebstahl, Unterschlagung, Untreue oder so was...

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von !!Streetworker!! ):

Zitat:aber wurde nicht wegen diesem Delikt verurteilt
Sondern? Es ist keine Neugier, sondern schon wichtig, ob es zumindest ein Vermögensdelikt war?! Betrug, Diebstahl, Unterschlagung, Untreue oder so was...


Danke für die Antwort.
Er wurde damals wegen mehrfachen Betruges ( u.a. durch die Selbständigkeit ) verurteilt auf Bewährung + Sozialstunden.
Leider gottes hatte er dies nicht ernst genommen und seine Sozialstunden nicht ganz abgearbeitet und somit wurde die Bewährung damals widerrufen und er musste diese absitzen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9514x hilfreich)

Das ist schlecht. Betrug ist ja nun ein relativ "verwandtes" Delikt. Deswegen muß (im Falle einer Verurteilung) trotzdem keine Freiheitsstrafe ohne Bewährung herauskommen, aber wenn die Vorstrafe wg. z.B. Körpverletzung oder einem Verkehrsdelikt wäre, könnte man etwas entspannter sein.

2x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten Morgen, vielen Dank Streetworker für ihre Antwort.
Dann schauen wir mal, was nun dabei raus kommt.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Guten Abend,
ich hätte da noch ne Frage...
Was Person A durch den Kopf schwirrte, weil ihm das jemand sagte heute .. käme U-Haft denn noch in Betracht ( aufgrund der Vorgeschichte schon allein , er war noch nie in U-Haft ) oder so obwohl für Montag eine Vorladung bei der Polizei ist.
Oder kommt es hier nicht in Betracht ?

Würde mich über eine Rückantwort dies bezgl. freuen.


-- Editiert von Sternchen2005 am 24.02.2016 22:18

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
TheSilence
Status:
Lehrling
(1650 Beiträge, 1044x hilfreich)

Zitat:
käme U-Haft denn noch in Betracht


Das wäre ja nur dann der Fall, wenn Wiederholungs, Flucht- oder Verdunklungsgefahr droht.

3x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank TheSilence für ihre Antwort.

Also kann man ihm sagen, das er sich dies bezgl. kein Kopf machen braucht !?
Denn ich gehe davon jetzt aus, das es sonst schon passiert wäre, statt eine Vorladung zu schicken oder ?!

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(696 Beiträge, 309x hilfreich)

Ich lese heraus, dass Sie offensichtlich davon ausgehen, dass er verurteilt wird. Also indiziert das für mich, dass er weiß, dass er womöglich Mist gebaut hat. Hätte er das nicht, würden Sie alles versuchen, um einen Anwalt zu bekommen oder was ganz clever gewesen wäre, den Absender der Überweisung ausfindig zu machen.

Weiteres Indiz: Die Bank hat offensichtlich sofort das Bankkonto gesperrt und eine Anzeige getätigt.

Und warum genau war "Nach einem privat Kauf" das hier erwähnenswert?

-- Editiert von Situla am 25.02.2016 19:48

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Sternchen2005
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Situla):
Ich lese heraus, dass Sie offensichtlich davon ausgehen, dass er verurteilt wird. Also indiziert das für mich, dass er weiß, dass er womöglich Mist gebaut hat.


Man muss mit allem rechnen, aufgrund der Vorgeschichte, das einem vlt. nicht geglaubt wird etc. Und nein, das hat er ja nun mal nicht.

Zitat (von Situla):
Hätte er das nicht, würden Sie alles versuchen, um einen Anwalt zu bekommen oder was ganz clever gewesen wäre, den Absender der Überweisung ausfindig zu machen.


Ich habe ihm ans Herz gelegt einen RA aufzusuchen, aber auch nach Rücksprache mit der FAS sind sie zum jetzigen Zeitpunkt der Meinung, das man keinen braucht, da nichts getan wurde bzw. er gemacht hat.
Wie soll man einen Absender raus finden, ohne irgendwelche Kenntnisse ?
Die Überweisung die angebl. einging, war auf dem Konto an dem morgen nicht zu sehen. Nach Rücksprache mit der SB der Bank, gab es auch keinerlei Auskünfte, auf den Rückruf des Filialleiters wartet er bis heute immer noch, auch war er vor Ort jetzt um diesen persönlich zu sprechen ( angeblich immer im Termin ) .

Das einzigste Schreiben was kam, war das Kündigungsschreiben der Bank, das sie das Konto aufheben nach den AGB´s.

Zitat (von Situla):

Weiteres Indiz: Die Bank hat offensichtlich sofort das Bankkonto gesperrt und eine Anzeige getätigt.
Und warum genau war "Nach einem privat Kauf" das hier erwähnenswert?


Richtig, die Bank hat das Konto erst einmal gesperrt gehabt bis zur Klärung, dann wurde es aufgehoben und ja die Bank hat die Anzeige getätigt, laut dem Polizisten am Telefon auf Nachfrage.

Irgendwie wurde das wohl missverstanden, das ist kein Indiz mit dem privat Kauf ... lediglich an diesem morgen, wurde nach geguckt nach dem aktuellen Kontostand ( kein Eingang vermerkt an diesem morgen was auf eine Überweisung deuten könnte ) , daraufhin wurde ein privater Kauf getätigt bei Facebook und man wollte den Kaufbetrag überweisen, was leider ja dann nicht mehr funktionierte weil man nicht ins Online Banking mehr rein kam.

0x Hilfreiche Antwort

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