Warenbetrug, ich habe Angst ;(

27. Januar 2015 Thema abonnieren
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)
Warenbetrug, ich habe Angst ;(

Hallo Leute, ich habe im Dezember Warenbetrug in ca. 10 Fällen auf Ebay begangen alle in Höhe von je 25 Euro. Ich weiß das es mega dumm von mir war und ich das niemals hätte machen dürfen, doch die gier hat mich blind gemacht :( Ich habe nun einen Brief von der Polizei mit einer Vorladung bekommen und würde gerne dazu schweigen, was würde als nächstes passieren?

zu mir:
- Zum Tatzeitpunkt war ich noch 20 Jahre alt
- Ersttäter
- Gesamthöhe des Schadens (25x10= 250 Euro)

Was könnte mir als Strafe drohen ?

-----------------
""

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Blaki
Status:
Praktikant
(861 Beiträge, 753x hilfreich)

Guten Abend,

für eine Strafbewertung ist die Schadenshöhe ehr nebensächlich. Die Anzahl der Wiederholungen zieht da ehr.

Schweigen wäre nicht so vorteilhaft. Nur Einsehen des falschen Tuns und Reue könnten ein Richter zu einem milderen Urteil veranlassen.

Haben Sie bereits Schadenersatz eingeleitet? Erstatten Sie den geprellten Käufern das Geld zurück. Schreiben Sie an jeden einen Brief und entschuldigen Sie sich für Ihr Verhalten. Auch das würde Ihnen ein Richter auf die Habenseite der Wiedergutmachung anrechnen.

Nehmen Sie sich einen Strafverteidiger, BEVOR Sie sich bei der Polizei äußern.
Im Raum könnte der Warenbetrug von 10 Fällen stehen (wenn alle geprellten Käufer Sie auch anzeigen).

Durch die Maßnahme der Geldrückerstattung könnten Sie die Anzahl der Anzeigen reduzieren. Vielleicht steht in der Akte dann nur die Anezeige wegen Warenbetrug in einem Fall? --- Nun ja, nur der Strafverteidiger kann die Akte einsehen.

Zusammengefasst: Strafverteidiger konsultieren. Hosen runter lassen. Schaden wiedergutmachen + Entschuldigung.

Vielleicht geht es dann mit einer Gelduße ab. Evtl. wäre auch gegen Leistung eines Betrages eine Einstellung des Verfahrens drin.


-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Guten Abend und danke für die Antwort,

also steht mir wenn ich theoretisch alles so laufen lassen würde, eine Freiheitsstrafe bevor ? Obwohl ich Ersttäter bin und geständig wäre?

-----------------
""

3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

quote:
für eine Strafbewertung ist die Schadenshöhe ehr nebensächlich.

Würde ich so nicht sagen wollen.
Bei einem einzigen Betrug im fünfstelliger Schadenshöhe wäre jetzt mit Sicherheit mehr zu befürchten als bei vielen Einzeltaten, die sich auf lediglich 250€ beschränken. Insbesondere wenn die 10 Fälle in zeitlich unmittelbarem Zusammenhang standen und nicht etwa eine Masche über mehrere Monate hinweg erkennbar ist, dürfte sich die Strafverschärfung allein durch die Häufung wohl in Grenzen halten.

quote:
Schweigen wäre nicht so vorteilhaft. Nur Einsehen des falschen Tuns und Reue könnten ein Richter zu einem milderen Urteil veranlassen.

Das würde ich auch so sehen. Die einzige Gefahr beim Geständnis besteht ja darin, etwas zuzugeben, wofür ansonsten nicht die Beweise gereicht hätten. Bei solchen Delikten ist eine Beweisführung aber in der Regel sowieso kein Thema, ganz einfach weil das Geld unstreitig auf Ihrem Konto eingegangen ist. Da noch auf Unschuld zu plädieren ist gewagt, entsprechend würde ich den "Bonus" durch ein Geständnis doch gerne mitnehmen.
Letztendlich kann Ihnen aber natürlich niemand die Entscheidung abnehmen, wie Sie da zocken.

Die sofortige Rückerstattung der Überweisungen sollte sich dann ebenfalls stark mildernd auswirken. Ich sehe das zwar nicht so, dass Sie dadurch die Anzeigen "reduzieren" können. Die bereits gestellten Anzeigen sind ja nun schon aktenkundig und können auch angeklagt werden. Sie würden es nur unwahrscheinlicher machen, dass die anderen Geschädigten sich dann auch noch bei der Polizei melden, obwohl sie ihr Geld zurück haben. Wenn Sie aber sowieso ein vollumfängliches Geständnis ablegen wollen, erfährt die Polizei ja sowieso von jedem Einzelfall.

Und den Termin bei der Polizei müssen Sie sowieso nicht wahrnehmen, Sie können auch per Post ein Geständnis einreichen unter Nennung des Aktenzeichens. Dazulegen könnte man dann ja den Nachweis über die Rücküberweisung.
Meiner Meinung nach könnten Sie dann mit einer großen Portion Glück die Eröffnung einer Hauptverhandlung abwenden. Dann brauchen Sie meiner Meinung nach auch ganz bestimmt keinen Anwalt. Der kostet einfach unverhältnismäßig viel, bringen kann der nur wenig.
Eine Freiheitsstrafe kommt da sowieso definitiv nicht in Frage.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Blaki
Status:
Praktikant
(861 Beiträge, 753x hilfreich)

Guten Abend,

was Ihnen bevorsteht, wenn Sie alles einfach laufen lassen, weis ich nicht.

Nach meiner Erfahrung ist es gemessen an dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt eine ungünstige Lösung "alles laufen zu lassen".

Sie sind - so habe ich es verstanden - noch relativ jung. Ein dunkler Fleck in Ihrer Akte könnte auch Ihrem späteren beruflichen Fortkommen schaden.

Sie haben 10mal "einen Bock geschossen". Sie können sich feige wegducken oder aufrecht damit umgehen.

Was haben Sie für Alternativen? Die Hoffnung, dass die Polizei / Staatsanwaltschaft die Sache nicht weiter verfolgen wird (nachdem eine Anzeige vorliegt) wenn Sie sich wegducken? Diese Hoffnung dürfen Sie m. E. streichen.


-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Danke für eure Antworte, wenn ich ein schriftliches Geständnis ablege, reicht es wenn ich den Warenbetrug zugebe und dabei sage das ich es wirklich bereue ? Ich weiß leider nicht in wie vielen Fällen ich wirklich angezeigt wurde, wäre es also möglich einfach ein Geständnis abzulegen, DASS ich Warenbetrug begangen habe oder reicht dies nicht? Zudem ist alles in einem Zeitraum von ca. 1 Woche passiert ...

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33169 Beiträge, 17355x hilfreich)

Vielleicht steht in der Akte dann nur die Anezeige wegen Warenbetrug in einem Fall? --- Nun ja, nur der Strafverteidiger kann die Akte einsehen. So what - das erfährt der TE spätestens, wenn er die Anklageschrift in der Hand hält. Ich würde hier nicht so viel Wind machen - hier ist nicht mehr als eine nicht sonderlich hohe Geldstrafe oder halt Sozialstunden, falls Jugendstrafrecht angewandt wird, zu befürchten.

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Blaki
Status:
Praktikant
(861 Beiträge, 753x hilfreich)

@Hafenlärm

Sie wissen, dass im Strafrecht lediglich Freiheitsstrafe oder ERSATZWEISE Geldstrafe ausgelobt ist. Der Richter entscheidet was er aburteilt.

Vorliegend könnte nur gemutmaßt werden, das bislang lediglich eine Anzeige vorliegt. Das würde ein Strafverteidiger klären. Es würde sodann im Umgang mir der Staatsanwaltschaft darauf ankommen, ob und was angeklagt werden könnte oder überhaupt würde. Der Strafverteidiger äußert sich auch für seinen Mandanten bei der Polizei.

Ein guter Strafverteidiger könnte viel raushandeln.



-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33169 Beiträge, 17355x hilfreich)

Ein guter Strafverteidiger könnte viel raushandeln. Nein, könnte er nicht. Sie machen dem TE völlig unsinnig Angst, und wieso Sie bei jedem Hühnermist zum Anwalt raten, ist mir völlig schleierhaft.
Sie wissen, dass im Strafrecht lediglich Freiheitsstrafe oder ERSATZWEISE Geldstrafe ausgelobt ist. Der Richter entscheidet was er aburteilt. Ja. Und weiß ich auch, was üblicherweise bei einem Verfahren wie diesem rauskommt, weswegen ich hier auch niemand in Panik versetze.

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122880 Beiträge, 40173x hilfreich)

Dürfen wir davon ausgehen, das es keine Vorstrafen gibt?





-----------------
"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Hallo, wie ich in meinem Text geschrieben habe, bin ich Ersttäter und bin auch so noch nie strafrechtlich aufgefallen, noch nicht mal geblitzt worden.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Kann ich denn eigentlich gar nicht damit rechnen nach Jugendstrafrecht bestraft zu werden?

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Und wie hoch schätzt ihr meine mögliche Strafe denn ein?

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33169 Beiträge, 17355x hilfreich)

Kann ich denn eigentlich gar nicht damit rechnen nach Jugendstrafrecht bestraft zu werden? Das ist möglich, aber nicht zwingend.
Und wie hoch schätzt ihr meine mögliche Strafe denn ein? Das ist hier doch kein Hellseherforum... Ich schrieb "Geldstrafe", sofern kein Jugendstrafrecht angewandt wird. Wie hoch die wird, wird sich zeigen.

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Wie schlimm ist es denn, dass ich in eventuell 10 Fällen angezeigt bin, der Gesamtschaden aber sehr niedrig ist weil der Schadensfall in jedem Fall sehr niedrig ist. Es passierte alles in einem Zeitraum von 1 Woche ...

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33169 Beiträge, 17355x hilfreich)

Wie schlimm ist es denn, dass ich in eventuell 10 Fällen angezeigt bin Na, da gibt es 10 Einzelstrafen, und die werden dann mit großem Rabatt zu einer Gesamtstrafe zusammengefaßt. Beispiel: Sie kriegen 10 Tagessätze pro Fall - das macht insgesamt nicht 100 TS, sondern beispielsweise 30 oder 40.

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
noxxfakes
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 9x hilfreich)

Ich habe mir jetzt erstmal einen Anwalt genommen, der mir Akteneinsicht gewähren soll ohne Beratung. Wenn ich da jetzt sehe, dass sage ich mal "nur" 5 Fälle angezeigt wurden. Soll ich als nächsten Schritt dann direkt ein Geständnis ablegen oder soll ich erstmal warten, bis der Brief von der Staatsanwaltschaft kommt und dann ihnen gegenüber ein Geständnis ablegen?

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33169 Beiträge, 17355x hilfreich)

Ich habe mir jetzt erstmal einen Anwalt genommen, der mir Akteneinsicht gewähren soll Rausgeschmissenes Geld - das hätten Sie dann auch von der Polizei erfahren, die Sie früher oder später vorladen wird. Die eröffnet Ihnen natürlich, was Ihnen vorgeworfen wird. Und ja, an der Stelle können Sie dann getrost ein Geständnis ablegen.

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

@ Blaki

quote:<hr size=1 noshade>
[color=green]Zitat von Blaki:[/color]

@Hafenlärm

Sie wissen, dass im Strafrecht lediglich Freiheitsstrafe oder ERSATZWEISE Geldstrafe ausgelobt ist. . <hr size=1 noshade>


Dem Wortlaut der einzelnen Strafnormen des "besonderen Teils" des StGB, also §§ 80 ff. StGB nach, ist das zwar richtig, aber dennoch kann in bestimmten Fällen (zu denen dieser hier gehört) auch Geld- und Freiheitsstrafe gemeinsam ("nebeneinander") verhängt werden, wie man § 41 StGB entnehmen kann...

quote:<hr size=1 noshade>Der Richter entscheidet was er aburteilt <hr size=1 noshade>


Genau! Und das kann idFd. § 41 StGB grds. GS oder FS sein, oder GS und FS

§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§§

@noxxfakes

Ich sehe es im Großen und Ganzen wie Mümmel.

Bei einem nicht vorbelasteten/vorbestraften Täter ist eine Freiheitsstrafe hier nicht zu erwarten. Weder bei Jugend- noch bei Erwachsenenrecht und auch nicht wenn (alle) 10 Einzeltaten angezeigt wurden/angeklagt werden.

Es gilt erst mal abzuwarten, was die StA nun "meint", welches Recht zur Anwendung kommen soll. Die 2 wahrscheinlichsten (es gibt auch noch 1-2 mehr, die theo. möglich sind) Varianten sind:

a) Anklage und Hauptverhandlung vor dem Jugendrichter

b) Antrag auf Erlass eines Strafbefehls, in dem Geldstrafe verhängt wird (also Erwachsenenrecht) - ein rein schriftliches Verfahren.

Wenn die grds. Schuldfrage und der Tatnachweis geklärt ist, macht ein zeitiges Geständnis Sinn, da es strafmildernd wirkt. Auch möglichst frühzeitiger und belegbarer Schadenersatz macht sehr viel Sinn. Die Akteneinsicht wäre nun nicht zwingend notwendig gewesen, aber ganz so blödsinnig finde ich sie wiederum nicht, zumindest dann nicht, wenn Sie nicht mehr als 50,- bis 80,- € incl. MWST und allem sonst dafür gezahlt haben. Denn so kann man sein Geständnis tatsächlich (so wie Sie es ja auch selbst geschrieben haben) auf die tatsächlich angezeigten Taten beschränken und beziehen, und man erfährt den Ermittlungsstand, bzw. den kompletten "Stand der Dinge", ohne dafür bei der Polizei vorsprechen zu müssen. Das hat den Vorteil, dass man sicher sein kann, den kompletten Akteninhalt zu erfahren und nicht Gefahr läuft, dass die Polizei einem ggf. gewisse Teile davon vorenthält und zum anderen hat man die Möglichkeit sein Geständnis -problemlos- schriftlich zu verfassen und begibt sich nicht in die "Gefahr" sich von der Polizei auf der Dienststelle irgendwelche Dinge aus der Nase ziehen zu lassen, die man eigentl. gar nicht sagen wollte.

-----------------
"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

quote:
Denn so kann man sein Geständnis tatsächlich (so wie Sie es ja auch selbst geschrieben haben) auf die tatsächlich angezeigten Taten beschränken und beziehen

Man könnte aber auch meinen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die anderen Geschädigten ebenfalls Anzeige erstatten. Jedenfalls dann, wenn das Geld noch nicht wieder zurück ist, wird das vermutlich jeder Einzelne tun.
Wenn die 10 Taten also früher oder später sowieso aktenkundig werden, würde ich das doch frühzeitig selber mit einem umfassenden Geständnis übernehmen wollen, schon allein weil danach nicht mehr gebammelt werden muss und die Sache erstmal erledigt ist. Mag sein, dass man dann eventuell die ein oder andere Tat zu viel zugibt. Angesichts eines Gesamtschadens von nur 250€ und dem mutmaßlich geringem Einkommen des TE muss der dadurch selbst aufgebürdete Zuschlag bei der Gesamtstrafe nicht weit über den Kosten für die Akteneinsicht liegen. Die 50-80€ sind ja noch am untersten Rand.

Ich selber würde völlig ohne Anwalt oder Akteneinsicht die 10 Fälle schriftlich gestehen und den Nachweis über die Wiedergutmachung beilegen. Aber ich will auch niemandem hier vorschreiben, wie er sein Glück zu versuchen hat. Und offenbar wurde der Anwalt ja jetzt schon beauftragt.
Aber solange jetzt in der Akte keine unerwarteten Vorwürfe zu finden sind, würde ich das Mandat keinesfalls auf weitere Beratung oder sogar Vertretung ausweiten wollen. DIESE Kosten dürften dann auf jeden Fall außer Verhältnis stehen.

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:
Man könnte aber auch meinen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis die anderen Geschädigten ebenfalls Anzeige erstatten. Jedenfalls dann, wenn das Geld noch nicht wieder zurück ist ....


Richtig, deswegen sollte der Ersatz des Schadens auch Priorität haben.

quote:
Wenn die 10 Taten also früher oder später sowieso aktenkundig werden, würde ich das doch frühzeitig selber mit einem umfassenden Geständnis übernehmen wollen, schon allein weil danach nicht mehr gebammelt werden muss und die Sache erstmal erledigt ist


Wenn die 10 Taten also früher oder später sowieso aktenkundig werden... ist das so - stimmt. Möglicherweise werden sie es aber bei (recht-)zeitigem Schadenersatz gar nicht.

Letztendlich ist es natürlich ein Vabanque-Spiel, das ist schon klar.

quote:
Ich selber würde völlig ohne Anwalt oder Akteneinsicht die 10 Fälle schriftlich gestehen und den Nachweis über die Wiedergutmachung beilegen.


Auch das wäre ein gangbarer Weg....

-----------------
"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.667 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.521 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen