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Warenbetrug Anzeige Internetkriminalität

 Von 
mya80
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 1x hilfreich)
Warenbetrug Anzeige Internetkriminalität

Hallo,

es geht um folgenden Fall:
eine Internetauktion zwischen 2 Privatpersonen verläuft so: Käufer kauft Ware, die einen bestimmten Umfang von Teilen hat und laut Verkäufer in sehr gutem Zustand ist. Ware wird geliefert und der Käufer muss feststellen, dass die Ware unvollständig ist und beschädigt. Da Verkäufer uneinsichtig, möchte Käufer Anzeige erstatten. Wird so ein Verfahren durchgezogen oder eher eingestellt?

Danke und Gruss

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Anzeige Betrug Verfahren kosten


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
EinDummkopf
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist kein Betrug, sondern scheint eher eine (zivilrechtliche) Störung des Kaufvertrages zu sein.

Eine Anzeige würde also (wohl) im Sande verlaufen.

-- Editiert am 26.11.2010 20:06

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#2
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 679x hilfreich)

Betrug wäre es wenn hier eine Schädigung des Vermögens mit Vorsatz geschehen wäre und der Verkäufer sich weigert den Vertrag rückabzuwickeln, wegen bereits erwähnten Sachmangel.

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#3
 Von 
mya80
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 1x hilfreich)

der verkäufer weigert sich die rückabwicklung auf eigne kosten durchzuführen und die fotos der ware, die in der auktion gezeigt wurden, sind extra so gemacht, dass die mängel nicht zu sehen sind.

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#4
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1709 Beiträge, 679x hilfreich)

In diesem Fall kann der Vertrag auf Kosten des Verkäufers wegen Täuschung (BGB § 123 ) rückabgewickelt werden, und zwar auf seine Kosten.

Am besten schriftlich per Einschreiben den Kaufvertrag aus o.g. Grunde widerrufen und eine 14-tägige Frist zur Rücküberweisung des Betrages setzen, danach Mahnbescheid beantragen. Sollte dann ein Vollstreckungsbefehl ergehen oder ein urteil so wird eine Rückabwicklung Zug um Zug (also Du gibst den defekten Artikel und er Dir das Geld) stattfinden, die Kosten für das gerichtliche Verfahren sind ihm aber nachher anzurechnen.

Es ist hier jedoch tatsächlich an Betrug zu denken denn § 263 StGB besagt folgendes:
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält , wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Da der Verkäufer dir falsche Tatsachen vorgespiegelt hat (er hat wissentlich behauptet und dies mit "falschen" Fotos belegt, dass der zu liefernde Artikel ohne Mangel ist), ist hier an einen Betrug zu denken.

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