Warenbetrug - Wie soll ich mich nun verhalten und was könnte mich erwarten?

27. Februar 2005 Thema abonnieren
 Von 
Harald74
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Warenbetrug - Wie soll ich mich nun verhalten und was könnte mich erwarten?

Hallo,
ich habe am Freitag für nächste Woche Mittwoch eine Vorladung zur Vernehmung bei der Polizei erhalten, wegen des Verdachtes des Warenbetruges.

Zum Sachverhalt:
Ich hatte im Jahre 2003 mal tierischen Ärger bei einer Internet-Auktion bei Ebay. Daraufhin hatte ich mir die Daten von Ebay geholt und war dann bei einem Rechtsanwalt zur Beratung. Habe dann aber doch nichts unternommen.

Leider habe ich mit den Daten dieser Person einen Ebay-Account installiert.
Allerdings kam ich kurz darauf wieder zur Besinnung und habe diesen dann nie benutzt.

Im Januar wollte ich eine Software ersteigern. Dummerweise habe ich mit dem falschen Account geboten (dan Internet Explorer) und die Auktion gewonnen. Ich habe dann dem Verkäufer geschrieben, die Software sei für einen Freund der diese auch bezahlen wird und habe meine Adresse angegeben und die Ware auch gleich bezahlt.
Leider hat der Verkäufer die Software an die Adresse, welche zu dem falschen Ebay-Account gehört gesendet. Die Ware ist dort auch eingetroffen.

Ich habe wirklich nicht mit Absicht gehandelt und noch wollte ich irgendjemanden Schaden zufügen.

Bin noch nie in irgendeiner Form aufgefallen.

Wie soll ich mich nun verhalten und was könnte mich nun erwarten?

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4 Antworten
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#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Mal abgehsehen davon, daß man hier über die Tatbestandsmerkmale des § 263 StGB nachdenken könnte (denn den einzigen Vermögensschaden sehe ich allenfalls in der Belastung des Kontos des "Geprellten" mit der Einstell,- und VK-Gebühr), bzw. darüber ob hier evtl. nur ein Versuch oder evtl. Rücktritt vom Versuch gegeben ist (wobei ich letzteres nicht glaube, und auch der Versuch wegen den Gebühren schwierig wird), wird es wohl mit einer gleinen Geldstrafe oder evtl. einer Verfahrenseinstellung (ggf. mit Auflage) abgehen, da ja kein Schaden entstanden ist, und die in Rede stehende Gebühr wohl sicher noch im Bereich der Geringfügigkeit <50,00 € liegt.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#2
 Von 
Harald74
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Es handelt sich um einen Betrag von unter 60 Euro.
Der Verkäufer ist ja von mir voll bezahlt worden.

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#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Ach ja, Du hattest ja ge- und nicht verkauft. Dann fallen ja gar keine Einstellgebühren usw. an.

Von daher fehlt eigentl. der Vermögensschaden, aber man kann natürl. so argumetieren, daß mit Abgabe des Gebots der VS schon entstanden ist, da ab da der nichtsahndende "Käufer" zahlungspflichtig gewesen wäre. Interessante Konstellation.

Mehr als die oben beschriebenen Konsequenzen werden IMHO so oder so nicht eintreten.

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"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

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#4
 Von 
rumor_84
Status:
Schüler
(190 Beiträge, 33x hilfreich)

Um sich wegen Betrugs strafbar zu machen hätten sie in der Absicht handeln müssen sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Das haben sie nicht getan zumal sie das Geld ja auch sofort selbst bezahlt haben. Außerdem müssten sie das Vermögen eines anderen beschädigt haben, was sie auch nicht getan haben niemandem ist durch ihr "Versehen" ein Schaden entstanden.
Das einzige was sie getan haben ist, dass sie sich beim Kauf als jemand anders ausgegeben haben. Sie haben also unter fremdem Namen gehandelt und das ist nicht strafbar.
Wenn sie den Sachverhalt also so darlegen und ihnen keiner das Gegenteil beweisen kann dürfte die Sache für sie keine weiteren Folgen haben. Es fragt sich natürlich, ob sie dem Anderen mit dieser Auktion nicht doch "eins reinwürgen wollten" und das wird sich auch der Staatsanwalt fragen. Da sie allerdings dann sofort gesagt haben, dass sie der Käufer sind und das Geld bezahlt haben kann man tatsächlich von einem Rücktritt vom Versuch ausgehen. Und durch diesen wird der Versuch straffrei.

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