Warenkreditbetrug!! Konsequenzen?!

12. April 2010 Thema abonnieren
 Von 
guest-12313.04.2010 10:45:17
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Warenkreditbetrug!! Konsequenzen?!

Hallo,
ich bin neu hier und habe schon im Forum gesucht, aber leider nichts wirklich passendes gefunden.

Also es geht darum:
Ich habe eine VorladungsTermin von der Polizei bekommen wo ich (erstmal) nur als Zeuge von Warenkreditbetrug in einem Zeitraum von 2Monaten aussagen soll...
Klar, "nur" als Zeuge aussagen hört sich ja erstmal nicht so wild an. Aber nach längerem überlegen weiß ich ja für mich das es quasi um mich geht...
Ich habe in dem genannten Zeitraum Waren im Internet bestellt und irgendwann einfach nicht mehr weitergezahlt weil ich es finanziell nicht konnte (Betrag ca 1000€ davon aber schon einen Teil angezahlt und Raten). Hinzu kommt, da ich Schulden habe, hab ich auf einen anderen Vornamen bestellt. Ich weiß das es sehr dumm war, will mich auch nicht rechtfertigen, aber zu dem Zeitpunkt war ich in einer sehr schlechten Situation. Mein damaliger Verlobter hat sich getrennt und fast alles an Möbeln usw. mitgenommen. Die Arge sah sich nicht zuständig mir mit Möbelgutscheinen o.ä. weiterzuhelfen. Ich saß mit meinen beiden Kindern (damals 7Mon. u. 5 Jahre) in einer nahezu leerstehenden Wohnung. Klar, das rechtfertigt dass nun nicht, aber ich wußte mir nicht anders zu helfen.

Nun weiß ich nicht was ich machen soll wenn ich zur Polizei gehe... Wie soll ich reagieren wenn die Polizei mich vermeintlich als Zeugin zu oben genannter Tat befragen will?? Soll ich gestehen oder welche Möglichkeiten habe ich da? Weil ich die Waren ja definitiv entgegengenmmen hab...

Welche Möglichkeiten habe ich allgemein? Da ich immer noch alleinerziehende Mutter bin, hab ich natürlich Angst das es zu einer Haftstrafe kommt. Wie hoch ist das Strafmaß in einem solchen Fall??

Über schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar :(

-- Editiert am 12.04.2010 10:29

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9 Antworten
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#1
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 362x hilfreich)

Vor einer Haftstrafe werden Sie wohl keine Angst haben müssen... Sie brauchen auch nicht davon ausgehen, daß die Polizei hier mti einem " Trick" arbeitet, um an Informationen zu kommen. Sie also als Zeugin vernehmen will, damit Sie nichtsahnend ein Geständnis ablegen. Wenn es einen konkreten Tatverdacht gegen Sie gäbe, wäre es zwingend, daß Sie als Beschuldigte vernommen werden. Offensichtlich reicht dazu die Beweislage dann aber wohl nicht.
Es besteht im Übrigen keine Verpflichtung, einen Vernehmungstermin bei der Polizei wahrzunehmen.

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"Gruß
Jens Wilke
Bewährungshelfer"

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#2
 Von 
guest-12313.04.2010 10:45:17
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erstmal für die Antwort...
Da ich ja weiß, dass es sich um meinen eigenen Fall handeln muss, weiß ich nicht was ich sagen soll wenn sie mich danach befragen... Die einzige Möglichkeit (wenn ich nicht lügen will) ist ja das ich sage das Ich es war... Wenn die Polizei mich nach diesem Fall befragt, und ich mich selbst belasten würde, könnte ich dann die Aussage verweigern? Oder wie soll ich das machen?! Kommt es nicht schlecht wenn ich dann einfach nichts sage, als zu gestehen?!

Ich hatte auch schon überlegt einfach nicht hinzugehen, habe aber Angst das dies auch Konsequenzen hat :(



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#3
 Von 
Eluis
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 6x hilfreich)

Als Du die Waren bestellt hast, war Dir da klar, dass die Ratenzahlung Probleme machen könnte?

Wieviel von wieviel Raten insgesamt hast Du ohne Mahnung bezahlt?



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-- Editiert am 12.04.2010 11:28

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#4
 Von 
guest-12313.04.2010 10:45:17
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hab gedacht das ich das schaffen kann mit der Zahlung.. Wieviele ich gezahlt habe, weiß ich gar nicht mehr... Jedenfalls hab ich direkt um die Ware überhaupt zu bekommen eine Bareinzahlung von 150€ machen müssen und danach hab ich noch ein paar mal die Raten gezahlt.

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Eluis
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 6x hilfreich)

Wenn die äußeren Umstände bei Deiner Bestellug ergeben, dass Du damals guten Gewissens davon ausgehen durftest, die Raten bezahlen zu können, sehe ich keinen Betrug, vor allem dann, wenn sich Deine wirtschaftliche Situation nachträgilch noch verschlechtert hat. Wenn Du allerdings ursprünglich zwar Deinen Verpflichtungen nachkommen wolltest, Du das Risiko des Zahlungsausfalls aber bewußt eingegangen bist, liegt Betrug vor.

Falls Du mehrmals bestellt hast und zu diesem Zeitpunkt bereits Zahlungsverzug vorlag, liegt jedenfalls Betrug für diese Bestellung(en) vor.

Die Bestellung unter anderem Vornamen wirft ebenfalls kein gutes Licht auf die Sache und lässt möglicherweise auf Deinen Vorsatz rückschließen.

In den Knast kommst Du deswegen allerdings nicht, wenn Deine Weste im übrigen sauber ist.

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-- Editiert am 12.04.2010 12:08

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12313.04.2010 10:45:17
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie hoch wird das Strafmaß in dem Fall werden?
Kommt es nicht schlecht wenn ich bei der Polizei meine Aussage verweigere?

Ich weiß nicht ob das als Vorstrafe gilt, aber mit 18 wurde ich zu 50 Sozialstunden verurteilt aufgrund einer dummen "mitgehangen-mitgefangen" Situation (Betrug)

Gerade deswegen habe ich ja so eine Angst vor dem Strafmaß usw.

Ich weiß echt nicht weiter, weil ich ja nur die Möglichkeit beider Polizei habe: Entweder gestehen oder die Aussage verweigern was doch als Schuldeingeständnis rüberkmmt :(

Bin zwar estmal nur als Zeuge geladen wahrscheinlich um zu klären ob ich die Person (falscher Vorname) kenne, aber da ich in einem Zechenhaus ohne Nachbarn gewohnt habe fällt das ja direkt auf mich... Ich hab echt Angst
und weiß nicht weiter

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#7
 Von 
Eluis
Status:
Beginner
(60 Beiträge, 6x hilfreich)

Aussage verweigern ist kein Schuldeingeständnis.

Egal, wie lange das her mit den Sozialstunden, in den Knast gehst Du für die jetzige Tat nicht, aber vermutlich eine Bewährungsstrafe mit Geldauflage. Wie hoch kann ich Dir nicht sagen; zumal nach Deinen bisherigen Einlassungen mir auch nicht klar ist, ob überhaupt ein Betrug vorliegt.



-- Editiert am 12.04.2010 19:34

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#8
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

@ Eluis
Ich bin völlig Ihrer Meinung.

Bei einem Schaden von 1000€ dürfte es auf eine Geldstrafe hinauslaufen, besonders wenn schon ein Teil bezahlt wurde. Oder eben auf eine zur BW ausgesetzte Freiheitsstrafe.

Das Bestellen auf einen anderen Namen ist einigermaßen tödlich für jede Ausrede, gehofft zu haben, am Ende doch noch zahlen zu können.

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"Der Mensch sehnt sich so lange nach der Stimme der Vernunft, bis sie anfängt zu sprechen." (ZEIT)"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12313.04.2010 10:45:17
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

also, der Betrug liegt definitiv vor :( Ich hab ja wie gesagt auf einen anderen Vornamen und meinem Nachnamen bestellt. Die Bestellung habe ich auch entgegengenommen. Klar hört sich das komisch an das ich den Vorsatz hatte zu bezahlen obwohl ich auf einen fremden Namen bestellt habe. Was soll ich denn machen wenn ich zur Polizei gehe und die mich fragen ob ich die Person Max Mustermann kenne?? Soll ich dann schon meine Aussage verweigern?? Weil glaubwürdig rüber zu bringen das ich diese Person nicht kenne (die den gleichen Nachnamen trägt wie ich und deren pakete ich entgegen nehme) wird ja nicht gehen... ich weiß nicht wie ich mich erstmal da ich ja nur als Zeugin geladen bin, verhalten soll wenn sie mich auf die fiktive person mit meinem Nachnamen ansprechen....

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