Wegen "Mein Kampf" Verdacht auf Volksverhetzung

20. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
Heinz Becker
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 3x hilfreich)
Wegen "Mein Kampf" Verdacht auf Volksverhetzung

Hallo an alle,

aufgrund der Tatsache, dass ich vor einigen Jahren 4 Bücher mit dem Titel "Mein Kampf" von A. Hitler bestellt habe, hatte ich heute früh eine Hausdurchsuchung. Da der Verkauf und Besitz nicht verboten ist, dachte ich einige Bücher an Interessierte zu verschenken, was ich mit zwei Exemplaren dann auch gemacht habe.

Weil ich nicht nur 1 Exemplar, sondern gleich 4 Stück bestellt habe, liegt jetzt der Verdacht auf Volksverhetzung im Raum und man hat nach weiteren Büchern, Symbolen, etc. in dieser Richtung gesucht. Da ich vor vielen Jahren von Roland Bohlinger einige Werke bezogen habe, die sich kritisch mit der Entstehung der beiden Weltkriege und anderen nationalen Themen auseinandersetzen, wurden diese fotografiert und aufgrund meiner sonstigen Bücher wäre ich schon verschwörungsideologisch unterwegs, meinte einer der Beamten.

Zwei noch neu eingeschweißte Exemplare des Buches hatte ich bei mir im Regal stehen. Diese wurden erst einmal beschlagnahmt.

Dass in unserem Land die Meinungsfreit eingeschränkt ist, war mir schon länger bekannt. Dass ich mich mit der unentgeltlichen Weitergabe dieser 2 Bücher der Volksverhetzung strafbar gemacht habe, allerdings nicht.

Wie sollte ich jetzt verfahren? Benötige ich einen Anwalt? Mein privater Rechtsschutz dürfte dafür wohl nicht einspringen. Bin jetzt etwas geschockt und verunsichert und wäre für Euren Rat dankbar.

Viele Grüße

Heinz


-- Editiert von User am 20. März 2024 12:59

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121138 Beiträge, 39989x hilfreich)

So langsam treibt die "Anti-Rechts-Hysterie" doch immer mehr seltsame Blüten.



Zitat (von Heinz Becker):
Wie sollte ich jetzt verfahren?

Abwarten.



Zitat (von Heinz Becker):
Dass ich mich mit der unentgeltlichen Weitergabe dieser 2 Bücher der Volksverhetzung strafbar gemacht habe

Da käme es dann sehr auf den Kontext an.



Zitat (von Heinz Becker):
Benötige ich einen Anwalt?

Kommt ganz darauf an, was man schon (unvorsichtigerweise) ausgesagt hat ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38694 Beiträge, 14049x hilfreich)

Na ja, bei der Kombi von mehreren dieser schlimmen Bücher + Bohlinger, da ist es doch durchaus nicht abwegig, dass man mal schaut, was Sache ist.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 325x hilfreich)

Zitat (von Heinz Becker):
aufgrund der Tatsache, dass ich vor einigen Jahren 4 Bücher mit dem Titel "Mein Kampf" von A. Hitler bestellt habe, hatte ich heute früh eine Hausdurchsuchung
Das bezweifle ich. Ich würde doch höflich um den genauen Wortlaut zur Begründung des Dursuchungsbeschlusses bitten wollen.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32656 Beiträge, 5722x hilfreich)

Zitat (von Heinz Becker):
dachte ich einige Bücher an Interessierte zu verschenken, was ich mit zwei Exemplaren dann auch gemacht habe.
Und mind. einer dieser beiden könnte dann eine Anzeige gestellt haben. Was ein Beamter bei der HD meinte, dürfte nicht von Belang sein. Es wurden Fotos der vorh. Literatur gemacht und Herr B. aus B. bzw. Herr B. aus V. sind ja auch anderen keine Unbekannten.

Du wirst früher oder später Post von der Ermittlungsbehörde bekommen.

Meinungsfreiheit eingeschränkt wegen Kauf von 4 Büchern vor x Jahren?---> NÖ.
Zitat (von Heinz Becker):
Dass ich mich mit der unentgeltlichen Weitergabe dieser 2 Bücher der Volksverhetzung strafbar gemacht habe, allerdings nicht.
Vielleicht, zunächst gibts einen Verdacht.

Zum Lesen, uneingeschweißt:
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__130.html

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7392 Beiträge, 1548x hilfreich)

Zitat (von Heinz Becker):
Da der Verkauf und Besitz nicht verboten ist, dachte ich einige Bücher an Interessierte zu verschenken, was ich mit zwei Exemplaren dann auch gemacht habe.


Jein....

Der Verkauf und Besitz antiquarischer Ausgaben des Werkes ist nicht verboten.
Ungekürzte und unveränderte Nachdrucke gelten allerdings als jugendgefährdend

Mehr dazu: https://www.stern.de/politik/geschichte/hitlers--mein-kampf--zwischen-kritik-und-propaganda-3091944.html

-- Editiert von User am 22. März 2024 20:31

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 325x hilfreich)

Ich wiederhole meine Frage aus #3. Der Beschluss wurde einem ja wohl ausgehändigt. Der Kommentar aus #5 geht an der Sache vorbei, auch ist die Quelle nicht wirklich zuverlässig.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Heinz Becker
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von DeusExMachina):
Das bezweifle ich. Ich würde doch höflich um den genauen Wortlaut zur Begründung des Dursuchungsbeschlusses bitten wollen.


Kann man hier einen Anhang senden?

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121138 Beiträge, 39989x hilfreich)

Zitat (von Heinz Becker):
Kann man hier einen Anhang senden?

Wenn man sich das abtippen sparen will: scannen / fotograeren
Personenbezogene Daten, Firmennamen Aktenzeichen etc. bitte unkenntlich machen.
Mit einem der Bilderdienste wie z.B.
https://postimages.org/de oder
https://de.share-your-photo.com
https://de.imgbb.com
https://imageshack.com/
https://www.directupload.net/
das Foto ins Internet stellen.
Den Link dann einfach hier posten oder aus der Symbolleiste das Dritte Symbol von rechts
auswählen und den Link dort eintragen.
Bitte darauf achten, das man nicht den Thumbnail- / Vorschau-Link postet.

Falls es PDFs sind:
Um PDFS zu ändern benötigt man Programme mit denen sich PDFs bearbeiten lassen.
Man kann das PDF auch in Bilder konvertieren
(https://online2pdf.com/de/) diese dann bearbeiten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
DeusExMachina
Status:
Lehrling
(1540 Beiträge, 325x hilfreich)

Der Anleitung aus dem vorangegangenen Kommentar könnte man durchaus folgen. Tendenziell würde ich mir dies tatsächlich häufiger wünschen, da sich einige Sachverhalte so doch effizienter klären lassen. Auf die (physische oder digitale) Schwärzung sollte aber bitte geachtet werden.

Signatur:

Wahrheit ist Verhandlungssache.

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