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Wegen betrug Verurteilt

 Von 
catkiller27
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Wegen betrug Verurteilt

Hallo !

Kann mir jemand weiterhelfen ?

Und zwar .

Ich habe Heute ein Schreiben von Gericht Bekommen wo mein

Urteil drinsteht .

Ich habe wegen Betrug eine Geldstrafe von

90 Tagessätzen zu je 20 € bekommen .

Gibt es da wohl die möglichkeit die auf Sozialstunden

umzuwandeln da wir Hartz 4 Empfänger sind und nur knapp

450,00 € bekommen wovon auch noch andere Schulden Bezahlt

werdn müssen , also bleibt da nicht viel über !

Wenn es auf Sozialstunden geht , wieviel sind es dann wohl ?

Danke für die Antwort .

Ach ja ich bin 27 jahre alt . Falls es wichtig ist !

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Arbeit Ersatzfreiheitsstrafe Führungszeugnis Geldstrafe


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
f!o
Status:
Schüler
(382 Beiträge, 82x hilfreich)

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Geldstrafe wird gem. § 40 StGB verhängt, dabei sollen die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters berücksichtigt werden. Das Gericht geht hierbei in der Regel von dem Nettoeinkommen aus, das der Täter durchschnittlich an einem Tag hat oder haben könnte.

Zur Zahlungserleichterung kann gem. § 42 StGB unter Berücksichtigung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse Ratenzahlung eingeräumt werden.

Ist die Geldstrafe uneinbringlich, so tritt an Stelle der Geldstrafe nach § 42 StGB Ersatzfreiheitsstrafe ein. Ein Tagessatz soll hierbei einem Tag Freiheitsstrafe entsprechen.

Sozialstunden werden an Stelle der Geldstrafe mW nicht bewilligt.

Gruss

- flo -

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#2
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1400x hilfreich)

Der Beitrag von Flo ist soweit richtig, außer, dass gemäß der sog. Tilgungsverordnung es möglich ist, die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe durch Ableistung gemeinnütziger Arbeit abzuwenden. Dabei entsprechen sechs Stunden gemeinnützige Arbeit einem Tagessatz Ersatzfreiheitsstrafe. Soll von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden, ist ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zu stellen. Diese schaltet die Gerichtshilfe ein, welche wiederum Kontakt zur/zum Verurteilten aufnimmt und ihr/ihm einen Platz bei einer gemeinnützigen Einrichtung verschafft und die Ableistung der gemeinnützigen Arbeit überwacht.

Sollte die/der Verurteilte nicht in der Lage sein, den gesamten Betrag auf einmal zu zahlen, besteht die Möglichkeit der Ratenzahlung. Diese ist schriftlich bei der zuständigen Staatsanwaltschaft unter Angabe des Aktenzeichens zu beantragen.

Die Zahlung der Geldstrafe kann unter bestimmten Voraussetzungen auch gestundet werden. Auch hierfür bedarf es eines schriftlichen Antrages bei der Staatsanwaltschaft.



Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#3
 Von 
Hansjan
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo, welche Art von Betrug war es ?? Weil ab 90 Tagessätzen ist man ja vorbestraft oder ?? ( nur interesserhalber )

Ich meine 20 Euro Tagessatz ist relativ gering, die Strafe soll ja auch weh tun.

Wie hoch könnte die Ratenzahlung sein, 50 Euro oder ist denen das zu wenig ??

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#4
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1400x hilfreich)

Ein Eintrag in das Führungszeugnis wird ab 91 Tagessätzen vorgenommen, sofern keine weiteren Einträge im BZR oder im Führungszeugnis vorhanden waren.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#5
 Von 
catkiller27
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antworten .

Werde gleich Montag kontakt mit der staatsanwaltschaft aufnehmen .Was es war ?

Ich habe mal eine Haustür einbauen lassen

wo ich noch am Arbeiten war . Nur

dann wurde ich Arbeitslos und konnte es nicht mehr bezahlen . Und die Firma hat sich auch nicht auf Ratenzahlung eingelassen .

Die Tür sollte 2100€ kosten .

Also steht nichts im Führungszeugnis ???

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#6
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1400x hilfreich)

Sofern Sie keine Einträge in Ihrem Bundeszentralregister hatten, wird diese Verurteilung nicht in das Führungszeugnis aufgenommen.

Gern geschehen.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#7
 Von 
Hansjan
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Hat sowas nicht eher was mit Zahlungsunfähigkeit zu tun anstatt mit Betrg ??

Wie werden eigentlich die Ratenhöhe pro Monat bestimmt ??

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#8
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1400x hilfreich)

Der Beschuldigte wird aufgefordert Angaben zu seinem Beruf und seinem Einkommen zu machen. Danach bestimmt sich u.a. der Tagessatz. Macht der Beschuldigte keine Angaben, so wird das Einkommen geschätzt.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -

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#9
 Von 
Hansjan
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo, OK wie aber wird die Ratenhöhe ermittelt ?? Angenomme in diesem Fall jetzt liegt die Strafe bei 1800 Euro, was wäre für einen Harzt IV Empfänger da die monatliche Ratenhöhe ?? Da muß es doch auch Richtlinien geben.

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