Hallo.
Ich hatte 2002 eine Bewährungsstrafe bekommen, da ich als Geschäftsführer für Betrugsvorfälle gerade stehen musste. Das Urteil damals 2 Jahre Haft auf 5 Jahre Bewährung. Nun hatte ich mit freundlicher Unterstützung meiner Ex eine Hausdurchsuchung und es wurde mir wieder Betrug vorgeworfen. Wird jetzt die Bewährung widerrufen. Nach der Vernehmung rief der Beamte beim zuständigen Staatsanwalt an und fragte nach, ob ich dem Haftrichter vorgeführt werden müsse, der meinte, ich könne gehen.
Ist das ein gutes Zeichen - oder nur die Ruhe vor dem Sturm? Da es finanziell nicht gerade rosig ist, hab ich keinen Anwalt. Wird mir einer gestellt? (Ich habe kein Einkommen und das bisken, was ich hatte, haben die Polizisten sicher gestellt) Hat schon jemand von euch Erfahrungen mit einem ähnlichen Fall gemacht?
Widerruf Bewährung?
Wenn ich es richtig sehe, fällt die Tatzeit in dem neuen Verfahren in die laufende Bewährungszeit. Wenn in diesem neuen Verfahren wieder auf eine Bewährungsstrafe erkannt wird, ist kaum mit einem Widerruf zu rechnen, wohl aber mit einer Verlängerung der alten Bewährungszeit. Kommt man, was durchaus vertretbar und nachvollziehbar ist, in der neuen Sache im Falle eines Schuldspruches zu der Erkenntnis, dass ein Bewährungsversager nun keine Bewährung mehr bekommt, weil er schon gezeigt hat, dass er dadurch nicht ausreichend abgeschreckt wird, wird die alte Bewährung widerrufen. Bemerkenswert ist, dass das alte Urteil die Grenzen, innerhalb derer zur Bewährung ausgesetzt werden kann, voll ausgeschöpft hat, also 2 Jahre und dann das Bew.-Maximun von 5 J. Spricht nicht gerade für noch eine Bewährung.
Wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr im Raum steht wird ein Verteidiger bestellt, aber auch, wenn die Sach- oder Rechtslage schwierig ist und sich der Beschuldigte allein nicht angemessen verteidigen kann, § 140 II StPO
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Danke, jetzt weiss ich mehr. Ich hab hier im Forum auch ein bischen versucht nachzulesen, ob es ähnliches gibt, aber ich bin wohl so ziemlich der einzige, der wie ein Depp den Kopf für andere hinhält. In der ersten Sache waren es knapp 20 Angestellte und jetzt wieder ein Freundschaftsdienst, der auf Vertrauen beruht. Man lernt nie aus, aber wohl immer ein bisschen dazu.
Und jetzt?
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