Wie sieht das mit dem behördlichen Führungszeugnis aus?

17. Januar 2006 Thema abonnieren
 Von 
reisbrett
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie sieht das mit dem behördlichen Führungszeugnis aus?

guten tag, ich habe ein frage zum thema- staat und bürger-, speziell führungszeugnis.
ich habe wegen einem referat schon foren und internetseiten geprüft, leider ohne zufriedenstellende antworten zu bekommen.
folgender sachverhalt:
ein jugedlicher wird im alter von 15 jahren straffällig. mit 17 jahren wird er abgeurteilt und bekommt, neben einer längeren jugendstrafe, den
§ 63 stgb aufgebürdet.
nehmen wir an diese sache liegt bereits über 30 jahre zurück. seit über 20 jahren, nach verbüssung usw., ist besagte person völlig straffrei, führt ein normales leben. ist verheiratet usw.
die Strafe und auch der § 63 wurden durch das gericht als erledigt erklärt. das führungszeugnis-n- zeigt keine eintragungen. wie sieht das mit dem behördlichen führungszeugnis aus?
kann es bedeuten das ein mensch nach so langer zeit durch einen eintrag in das behördliche führungszeugnis benachteiligt ist oder hat die
unnachgiebige haltung des staates, präventive
funktion, vorrang?

-- Editiert von reisbrett am 17.01.2006 12:13:44

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9530x hilfreich)

Im behördlichen Führungszeugnis steht es --> § 33, Abs. 2, Nr. 3 BZRG .

So ist das Gesetz. Einzige Möglichkeit dagegen vorzugehen, wäre eine Normenkontrollklage (also das Gesetz für unrechtmäßig erklären zu lassen)

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
reisbrett
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

vielen dank für die schnelle info.
dieser umstand bedeutet, dass(obwohl damit nur indirekt zu tun)z.b. nach dem krieg viele personen die mit dem regime(nazis) zusammengearbeitet haben, durch die, wie der spiegel schreibt, amnesie der neuen machthaber (adenauer)wieder zu amt und würden kamen. und dieselben personen haben durch die rechtssprechung dafür gesorgt das anderen menschen eine solche geste nicht zuteil wird.
ich habe jetzt persönlich kein problem damit. ich versuche nur gewisse mechanismen besser zu verstehen. eine solche staatliche haltung erinnert an die jüngste hinrichtung eines kranken alten meschen in den usa.
d.h. der staat macht zwar bei den verurteilungen, jugendstafrecht/erwachsenenrecht
einen unterschied, und erwähnt explizit den begriff der resozialisierung(bei jugendlichen) aber bei einer möglichen weiteren beurteilung/behandlung des betreffenden nicht.
ist mir zu hoch, aber vielleicht hängt das damit zusammen das die verfasser solcher gesetze sich für besonders gute menschen halten und sich damit vom gemeinen abheben wollen. schade das es eine solch restriktive haltung nicht für politiker gibt.
besten dank für die hilfe.

-- Editiert von reisbrett am 17.01.2006 19:33:54

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 271.093 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.544 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen