Zu Unrecht erteiltes Hausverbot

14. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)
Zu Unrecht erteiltes Hausverbot

Hallo zusammen,

folgender Fall:

A wird von B beschuldigt, in seiner Discothek die Toilettentüren vollgemalt und sein Zeichen hinterlassen zu haben.
A erfährt dies zuerst von der dortigen Security, schreibt in der gleichen Nacht den B über sein Handy im Chat an, der ihm das bestätigt. B habe dies von mehreren, unabhängigen voneinander Seiten gehört. Dies solle A ebenfalls in einer weiteren Disco ein paar Meter weiter gemacht haben.
Der A hat aber keine Schuld, hat nichts mit dem Thema Malereien am Hut und kann über Google Maps beweisen, dass er in besagtem zweiten Club über viele Jahre hinweg nicht mehr war.
Beweise kann es laut A auch nicht geben, weder war er mit Fremden in einer Toilettenkabine, die dies hätten sehen können, weder gibt es dort Videokameras.
Diese Anschuldigung beruht einzig und allein auf mündlichen Übermittlungen.
Nun hat der A deswegen Hausverbot erteilt bekommen aufgrund dieser Verleumdung.
Der B sagte ihm, wenn A nicht aufhören würde ihn zu nerven, würde er eine Anzeige wegen Sachbeschädigung erhalten.
Was kann der A in dieser Situation tun als absolut Unschuldiger?
Das Thema aufklären, mit der Möglichkeit, im Anschluss eine Anzeige zu erhalten oder das Thema auf sich beruhen lassen, und diese mehr als blöde Situation akzeptieren? Oder ein komplett anderer Vorschlag?

Vielen Dank schon einmal.

-- Editiert von User am 14. Februar 2023 11:35

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20 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38140 Beiträge, 13929x hilfreich)

Sich eine andere Stamm-Disco suchen.

wirdwerden

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#2
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8493 Beiträge, 4055x hilfreich)

Hallo,

der Betreiber kann dir auch einfach so ein Hausverbot erteilen, dazu braucht er keinen Grund...

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#3
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Und wenn es die einzige Disko im Umkreis ist, die das Musikgenre bedient?
Nicht dagegen etwas zu unternehmen, käme für den A dies ja mit einem Schuldeingeständnis gleich

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#4
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13617 Beiträge, 4344x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Und wenn es die einzige Disko im Umkreis ist, die das Musikgenre bedient?
Selbst dann - eine Disko ist einfach nicht lebensnotwendig.

Wenn es der einzige Supermarkt, die einzige Tankstelle, die einzige Apotheke oder der einzige Arzt wäre sähe es anders aus. In Deutschland ist das aber kaum vorstellbar (vielleicht auf einer kleinen Insel ...).

Stefan

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#5
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Also sollte der A diese Verleumdung annehmen und sich damit abfinden, dass es nicht mehr sein soll mit ihm und dem Club?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6205 Beiträge, 1488x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Also sollte der A diese Verleumdung annehmen und sich damit abfinden, dass es nicht mehr sein soll mit ihm und dem Club?

A kann gegen eine Verleumdung oder Üble Nachrede mittels Strafantrag vorgehen, und zwar gegen denjenigen, der entweder wider besseres Wissens eine solche falsche Behauptung aufgestellt hat (Verleumdung, §187 StGB), oder obwohl sie nicht nachweislich wahr ist (Üble Nachrede, §186 StGB).

Das ändert aber nichts daran, daß der Disko-Betreiber sich (im Rahmen des AGG) seine Gäste nach eigenem Belieben aussuchen kann, und er überhaupt keinen Grund nennen muss, warum er jemanden nicht in seine Disko lässt.

Da die Disko nicht zur lebenswichtigen Infrastruktur gehört, unterliegt der Betreiber keinem Kontrahierungszwang.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6205 Beiträge, 1488x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Der A hat aber keine Schuld, hat nichts mit dem Thema Malereien am Hut und kann über Google Maps beweisen, dass er in besagtem zweiten Club über viele Jahre hinweg nicht mehr war.

Nur mal ganz am Rande, der Neugier halber:

Wie beweist man mit Google Maps, daß man seit Jahren nicht mehr in einem Club war bzw. sich an einem bestimmten Ort aufgehalten hat?

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#8
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Also sollte der A diese Verleumdung annehmen und sich damit abfinden, dass es nicht mehr sein soll mit ihm und dem Club?


Man kann da wohl einfach wenig machen. Zumindest nicht bezüglich B, denn B ist ja nicht der Urheber einer "Verleumdung" oder "üblen Nachrede", er glaubt diese nur und zieht seine Schlüsse (Hausverbot) daraus.

Theoretisch könnte A eine Strafanzeige + Strafantrag wegen "übler Nachrede" oder "Verleumdung" gegen unbekannt stellen, also gegen die Person(en), die das behaupten. Und dann hoffen, dass die Polizei/Staatsanwaltschaft versucht diese Personen (über B) zu ermitteln.

-- Editiert von User am 14. Februar 2023 13:44

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#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10573 Beiträge, 4182x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Wie beweist man mit Google Maps, daß man seit Jahren nicht mehr in einem Club war bzw. sich an einem bestimmten Ort aufgehalten hat?


google timeline

Ist erschreckend genau, was das Handy so alles an Standortdaten sendet. ;)

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#10
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8493 Beiträge, 4055x hilfreich)

Zitat:
Ist erschreckend genau, was das Handy so alles an Standortdaten sendet. ;)
Was aber auch nur beweist, dass das Handy nicht dort war ;) Es ist nichtmal annähernd ein Beweis dafür, dass der TE nicht dort war...

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#11
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Dirrly):
Theoretisch könnte A eine Strafanzeige + Strafantrag wegen "übler Nachrede" oder "Verleumdung" gegen unbekannt stellen, also gegen die Person(en), die das behaupten. Und dann hoffen, dass die Polizei/Staatsanwaltschaft versucht diese Personen (über B) zu ermitteln.


Und wie waren die Erfolgsaussichten einzuschätzen für A?

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32699 Beiträge, 17211x hilfreich)

Und wie waren die Erfolgsaussichten einzuschätzen für A? Ziemlich gering.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#13
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Und wie waren die Erfolgsaussichten einzuschätzen für A?


Das ist schwer zu sagen. Was da rauskommt, ob das dann einfach irgendwann eingestellt wird, wegen "geringer Schuld" oder weil die Täter nicht ermittelt werden konnten, kann wohl nicht vorhersagen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10573 Beiträge, 4182x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Und wie waren die Erfolgsaussichten einzuschätzen für A?

Kommt darauf an was das Ziel wäre.

1.) Sich gegen die Anschuldigungen von B zur Wehr zu setzen, ich sehe die Chancen ziemlich gut.
2.) Wieder in den Club kommen, ich sehe die Chancen gegen 0

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Kommt darauf an was das Ziel wäre.

1.) Sich gegen die Anschuldigungen von B zur Wehr zu setzen, ich sehe die Chancen ziemlich gut.
2.) Wieder in den Club kommen, ich sehe die Chancen gegen 0


Und das, obwohl der A absolut nichts mit diesem Vorfall zu tun hat.
Das Leben kann manchmal schon ziemlich ungerecht sein

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Kommt darauf an was das Ziel wäre.

1.) Sich gegen die Anschuldigungen von B zur Wehr zu setzen, ich sehe die Chancen ziemlich gut.
2.) Wieder in den Club kommen, ich sehe die Chancen gegen 0


Und das, obwohl der A absolut nichts mit diesem Vorfall zu tun hat.
Das Leben kann manchmal schon ziemlich ungerecht sein

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10573 Beiträge, 4182x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
Das Leben kann manchmal schon ziemlich ungerecht sein


Warte mal ab, was das Leben noch für Dich bereit hält, da ist ein unberechtigtes Hausverbot in einem Club ein Fliegenschiss gegen. ;)

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
dennisfcb
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Warte mal ab, was das Leben noch für Dich bereit hält, da ist ein unberechtigtes Hausverbot in einem Club ein Fliegenschiss gegen.


Es muss sich trotzdem einfach unfair und besch..eiden anfühlen, dass jemand einfach so mit solchen Konsequenzen rechnen muss, obwohl derjenige damit wirklich gar nichts zu tun hatte.
Der B hat vor ein paar Wochen ebenfalls ein Foto von Malereien an einer anderen Tür auf Social Media gepostet, bei der er 500€ Belohnung für Hinweise ausgeschrieben hat.
Es kann befürchtet werden, dass hier einige Personen das schnelle Geld gerochen haben

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13617 Beiträge, 4344x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das Leben kann manchmal schon ziemlich ungerecht sein
Es soll sogar Personen geben die einfach so nicht in einen Club reinkommen (also noch mehr "ohne Grund").

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39593x hilfreich)

Zitat (von dennisfcb):
kann über Google Maps beweisen, dass er in besagtem zweiten Club über viele Jahre hinweg nicht mehr war.

Da Google Maps eine solche Funktion derzeit gar nicht bietet, würde man sich wohl einen anderen Beweis suchen müssen - wenn es denn relevant wäre ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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