Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
569.285
Registrierte
Nutzer

anklage Schrift wegen betrug

 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)
anklage Schrift wegen betrug

Hallo zusammen habe ne anklage Schrift Anzeige bekommen wegen betrug von Taxi Fahrer wegen 35 Euro er hat mich angezeigt weil er dachte bekommt kein Geld mehr von mir ..habe ihn vertröstet und mich endshuldigt mußte zu Polizei da habe ich das geld bezahlt und gesagt ich War Montage zur dem Zeitpunkt und im Krankenhaus wegen Familie Fall da unsere Schwiegermutter mama von Frau im sterben liegt habe ich es verdrängt und vergessen nun habe ich aber noch Bewährung was erwartet mich jetzt?? Doch Gefängnis Bewährung wieder ruf ??

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Geld Euro Betrug


27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28795 Beiträge, 15675x hilfreich)

was erwartet mich jetzt?? Da müßten Sie schon mal präziser werden: Welche Vorstrafen gibt es und weswegen?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Bin auf Bewährung wegen Computers betrug meine ex hat mich angezeigt gehabt das ich von ihre geld Karte Geld abgehoben habe habe bekommen 4 Monate auf 3 Jahre Bewährung

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

habe am 29.5 geheiratet und habe neue Arbeit und bin am 15.9 umgezogen qas zählt ist Familie Arbeit und Zukunft Vergangenheit interessiert mich nicht mehr

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28795 Beiträge, 15675x hilfreich)

habe bekommen 4 Monate auf 3 Jahre Bewährung Dann haben Sie aber noch mehr Vorstrafen - einem Ersttäter dürfte man gar keine Strafe unter 6 Monaten geben (§ 47 StGB ).

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Was heißt das jetzt für mich genau ? Was kann mir passieren? Wird die Bewährung widerrufen oder habe ich ne Chance das es fallengelassen wird zudem hatte ja dein Geld bekommen und es War nicht in meiner Absicht ihn zu betrügen wegen 32 Euro meine Bewährung auf Spiel setzen

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28795 Beiträge, 15675x hilfreich)

Sie meinen, zu den restlichen Vorstrafen wollen Sie nichts sagen? Dann kann man zu Ihren Aussichten allerdings auch nichts sagen...

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Restlichen Vorstrafen oh jeeee Körperverletzung Betrug Diebstahl ...Strafe damals abgesessen letzte Strafe War 5 Jahre her NUR zuletzt das.mit der ex mit den 150 Euro von Bank Konto wo sie absichtlich mich angezeigt hatte und das jetzt mit dem Taxi Fahrer das War wirklich das ich es vergaß weil dienmutter im sterben liegt Krankenhaus Stress Pflege Umzug habe es vergessen 8 Tage lang habe mich endshuldigt bei ihm und ihm geschrieben das Ich ihn verstehe habe 35 Euro bezahlt bei der Polizei jetzt wird endschieden ob Verhandlung und Bewährung wieder rufen wird das heißt Dan 4 Monate plus noch die Strafe was ich bekomme dazu

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28795 Beiträge, 15675x hilfreich)

jetzt wird endschieden ob Verhandlung und Bewährung wieder rufen wird Nö. Jetzt wird erstmal entschieden, welche Strafe Sie für die 35 Euro kriegen. Und danach wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie einen Widerruf beantragt.
das heißt Dan 4 Monate plus noch die Strafe was ich bekomme dazu Vielleicht, vielleicht auch nicht - kann man hier schwer sagen. Eigentlich ist das ja eine Bagatelle, aber bei so vielen Vorstrafen kann man halt auch wegen einer Bagatelle einfahren.

-- Editiert von muemmel am 08.10.2015 15:52

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke Ihnen für Ihren Rat ich hoffe das beste nachweisen von Krankenhaus wegen Mutter habe ich das sie bei uns ist zur Pflege jetzt in der neuen Wohnung ebenfalls wie gesagt es wirklich nicht in meiner Absicht trotz meiner Vorstrafen stehe ich dazu ......habe es bezahlt und mich endshuldigt und ihm gesagt das Ich ihn verstehe und er recht hatte mich anzuzeigen ! Nur warte ich ab gehe morgen zum Anwalt zeige ihm die Anklageschrift und mal sehen was er macht ich solle mich nicht selber äußern beim Staatsanwalt sondern abwarten

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11156 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

sorry, aber warum beschreibst du hier ziemlich nebensächliche Dinge (etwa die Krankheit der Mutter, Stress, Pflege, Umzug), zur Hauptsache sagst du aber gar nichts?

Also, wie kam es dazu, dass nicht bezahlt wurde. Ich frage mich, wie man einen Taxifahrer betrügen kann, der kassiert doch sofort? Bist du einfach ausgestiegen, quasi geflüchtet? Oder hattest du kein Geld dabei und hast dein dann gegebenes Zahlungsversprechen nicht eingehalten? Oder was sonst?

Möglicherweise liegt hier nämlich gar kein Betrug vor, sondern nur eine zivilrechtliche Forderung. Um dazu etwas zu sagen müsste man aber Details kennen.

Außerdem: Warum zahlst du bei der Polizei? Es wäre mir neu, dass die jetzt auch Inkasso machen.

Stefan


-- Editiert von reckoner am 20.10.2015 23:24

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Also bin eingestigen und sind dann zu bank gefahren da online mir 140 euro angezeigt hate...dort angekommen konnte es nicht abheben weil eine online buchung vermerkt war gab ausweis tel nr.....und zeigte ihm wo ich wohne.....sagte zahle es dann morgen! Was nicht der fall war muste nürnberg montage ....habe mich endschuldigt ubd ihn vertröstet....dann kam der anruf von frau wegen mutter ....das es dann 8 tage hinausgezogen war wurde mir selber nicht mehr bewust er fuhr zu polizei zeigte mich an ich bekam anruf das ich angezeigt wurde....fuhr dort hin zahlte bei beamtin und machte aussage endschuldigte mich bei ihm nochmals das es mir leid tat durch den stress es verdrägt hate das war alles jetzt anzeige wegen betrug ! Anzeige zurücknehmen konte er nicht mehr laut der polizei beamtin jetzt hab ich anklage und denke das bewährung wiederufen wird! Anwalt sagt ich mus beweise das es nicht vorsätzlich war

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11156 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

OK. Wenn du das glaubhaft darlegen kannst sehe ich eine Einstellung des Verfahrens (bzw. vor Gericht einen Freispruch).

Zitat:
Anwalt sagt ich mus beweise das es nicht vorsätzlich war
Das ist nicht richtig, vielmehr muss die Staatsanwaltschaft beweisen, dass es vorsätzlich war (ein Riesenunterschied).

Stefan

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Naja denke das ich wenig chancen habe da ich auf bewährung bin sagt mein anwalt wenn ich verurteult werden solte dann gehte in berufung das weis ich von ihm mehr habe ich keine ahnung

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11156 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

die Bewährung hat damit überhaupt nichts zu tun, wenn dann ist/sind es die Vorstrafe/n.

Und zugegeben, da die zuletzt bestrafte Sache in den gleichen Bereich fällt (Betrug, Unterschlagung) könnte das schon an der Glaubwürdigkeit zweifeln lassen.
Andererseits sind 35 Euro wirklich eine Bagatelle und daher ist es ebenso gut möglich, dass dir ein Vergessen abgenommen wird. Insbesondere wenn alles nachvollziehbar ist (die 140 Euro Guthaben - und dann ist die Sache mit der Krankheit der Mutter etc. doch wieder wichtig, und zwar weil das der Grund für das Vergessen war).

Zitat:
wenn ich verurteult werden solte dann gehte in berufung das weis ich von ihm
Seltsame Strategie, legt er es darauf an? Berufung um jeden Preis, oder wie?
Besser wäre, er konzentriert sich erstmal auf das laufende Verfahren. Und ob eine Berufung sinnvoll ist hängt imho auch vom Urteil ab, das kennt er aber noch gar nicht.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(941 Beiträge, 693x hilfreich)

Hallo,

also um den Tatbestand des Betruges dürfte der TE hier nicht mehr herumkommen:

Ihm könnte man durchaus einen dolus eventualis unterstellen. Grundsätzlich sollte jeder Kontoinhaber wissen, insbesondere seit den SEPA-Lastschriften, bei denen angekündigt wird, wann genau das Konto belastet wird, wann etwas abgebucht wird. Somit hätte der TE erkennen und verhindern können, dass er den Taxifahrer nicht bezahlen kann. Zumal jede Bank hinreichend darauf hinweist, dass der im Online-Banking angezeigte Kontostand nicht dem tatsächlichen Kontostand gem. Wertstellung (Valuta) entsprechen kann. Auch hier war der Betrug nach § 263 Abs. 1 StGB nach Erbringung der Leistung, nämlich der Taxifahrt bereits vollendet.
Das der Taxifahrer ihm danach in seiner Großzügigkeit ein weiteres Zahlungsziel eingeräumt hat ist für die Schuldigkeit und die Strafbarkeit unschädlich.

Auch geht zu seinen Lasten, dass er diese Frist verstreichen hat lassen, aus welchen Gründen auch immer.

Hinsichtlich Bewährung: Da die der Strafaussetzung zu Grunde liegenden Verurteilungen sich in der selben Deliktgruppe bewegen, mag man über einen Widerruf der Aussetzung nachdenken. Jedoch wird es wahrscheinlich angesichts des geringen Schadens eher auf eine Verlängerung der Bewährungszeit oder ähnlich hinauslaufen.

Grüße
PP

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11156 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo PP,

sorry, aber was ist denn das für ein Blödsinn? Weißt du, dass Betrug eine vorsätzliche Tat ist?

Weder ein Irrtum noch das Vergessen einer Zahlung ist strafbar, solange man es nicht von vornherein darauf angelegt hat (was meinst du wofür es die ganzen Gesetze zum Mahnverfahren gibt? - alles reines Zivilrecht).

Es gibt hunderte solcher Fälle beispielsweise bei Tankstellen oder in Restaurants (alles, wo man erst nach Leistungserbringung bezahlen muss). Da kommt es oft vor, dass jemand tankt - oder speist -, und später beim Bezahlen feststellt, dass seine Kreditkarte ausgereizt ist. Betrug ist das noch lange nicht.
Und zum Vergessen: Wenn jemand nach dem Tanken noch die Schreiben reinigt, den Ölstand und den Reifendruck überprüft etc. (halt was man so macht an der Tankstelle), und dann ganz in Gedanken ohne zu bezahlen wegfährt, ist auch das nicht unbedingt Betrug.

Das einzige Problem ist, das auch glaubhaft zu machen (was in dem Fall des TE mit Vorstrafen im vergleichbaren Bereich und auch in ähnlicher Höhe durchaus schwierig sein könnte - auch weil hier zwei Einzeltaten zusammentreffen, denn normalerweise kann man erwarten, dass jemand der nicht zahlen konnte dieses Problem schnellstens aus der Welt räumt, nicht aber einfach vergisst).
Für einen ordentlichen Anwalt sollte es aber trotzdem gut möglich sein, hier einen Freispruch herauszuholen (sofern wir schon alles wissen natürlich).

Stefan

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 303x hilfreich)

Ich bin mit der Meinung PP's.
Der objektive Tatbestand könnte erfüllt sein, fraglich ist hier vielmehr der subjektive.

Entgegenhalten könnte man, dass die "Geldabhebung" nur ein Vorwand darstellte, um die Täuschungshandlung aufrecht erhalten zu wollen.
Zudem zeigen bekannte onlinebanking apps und Webseiten bereits -bekannte- zukünftige Abhebungen.
Es wäre also zu prüfen, hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Aussage. Zeigt das "Internet " ob nun App oder nicht, zukünftige Abbuchungen, ist auch der subjektive Tatbestand erfüllt.

Das "Ich geh mal schnell Geld holen" am Bankautomaten als Kreditlösung beim Taxi ist hinreichend bekannt.

Fraglich ist auch, warum ein Taxi bestellt wird ohne Bargeld anbei zu haben. Plus die Nebengeschichten als vermeintliche Rechtfertigung

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(941 Beiträge, 693x hilfreich)

Zitat:
sorry, aber was ist denn das für ein Blödsinn? Weißt du, dass Betrug eine vorsätzliche Tat ist?

Bevor Sie meine Aussage als Blödsinn bezeichnen sollte Sie sich mal über den Eventualvorsatz (dolus eventualis) informieren. Die gänige Rechtssprechung geht von einem solchen nämlich aus, wenn der Täter den Erfolg eigentlich gar nicht will, die Verwirklichung aber billigend in Kauf nimmt.
Hier liegt der Teufel nämlich im Detail. Handelte es sich bei dieser "Onlinebuchung" um eine SEPA-Lastschrift oder gar eine selbst verursachte Buchung, so kann dem TE hier unterstellt werden, dass er wissen hätte müssen, dass eine solche Lastschrift eingehen wird und er dadurch nicht mehr in der Lage sein wird, das Taxi zu bezahlen. Trotzdem nahm er die kostenpflichtige Dienste eines Taxis in Anspruch und ging damit eine Zahlungsverpflichtung ein. Ein Eventualvorsatz liegt in dieser Konstellation defintiv vor. Auch die Gesamtumstände, dass er so knapp bei Kasse war, dass er nicht einmal noch Reserven hatte um EUR 35,00 zu begleichen spricht nicht gerade für ihn.


Zitat:
Es gibt hunderte solcher Fälle beispielsweise bei Tankstellen oder in Restaurants (alles, wo man erst nach Leistungserbringung bezahlen muss). Da kommt es oft vor, dass jemand tankt - oder speist -, und später beim Bezahlen feststellt, dass seine Kreditkarte ausgereizt ist. Betrug ist das noch lange nicht.


Aber sicher macht sich derjenige strafbar wegen des Betrug und nämlich exakt wegen dem Eventualvorsatz. So kann jemanden ein Eventualvorsatz unterstellt werden, der nicht den erforderlichen Überblick über seine finanzielle Situation hatte und trotzdem neue Zahlungsverpflichtungen einging. Eine Kreditkarte wird auch nicht von heute auf morgen überzogen. Es kann von jedem Kreditkarteninhaber gefordert werden, dass er stets über das Limit der Karte und wie viel davon noch verbleibt informiert sein muss, bevor er dieses Zahlungsmittel einsetzt und eine Zahlungsverpflichtung eingeht. So hätte der Karteninhaber, wenn er seiner Pflicht nachgekommen wäre, die Gefahr (Zahlungsunfähigkeit für diese Forderung) vorhersehen und abwenden können. Somit hat er diese Gefahr und deren mögliche Verwirklichung unkontrolliert aus der Hand gegeben und Erfolg zumindest billigend in Kauf genommen. Die Täuschung des Vertragspartners erfolgt bereits bei solchen eventualvorsätzlich gelagerten Taten bei der (auch konkludenten) Einwilligung die erhaltene oder zu erhaltende gegenständliche Sache des Kaufvertrages unmittelbar nach Erhalt zu bezahlen.
Bei dem Tatbestand des Betruges gibt es einfach naturgemäß eine sehr hohe "Dunkelziffer", da nicht jede Tankstelle, jedes Restaurant, jeder Supermarkt (bei Lastschriftrückläufern im ELV-Verfahren) gleich Strafanzeige stellt, ogleich der Tatbestand des (Eingehungs-)Betruges in die meisten solcher Fällen erfüllt wäre, da es 1. nicht selten für schlechte Publicity sorgt und 2. bei einer Verurteilung der meist eh finanzschwachen Schuldner die eigene Forderungen hinter die meistens verhängten Geldstrafen zurücktreten. Zudem ist eine Strafanzeige für die Gläubiger viel Aufwand für nichts.

Ein weiteres Lehrbuchbeispiel, wie weit die Strafbarkeit mit Hilfe des Eventualvorsatzes, selbst ohne Vermögensschaden gehen kann:

A bittet B um einen Kredit i. H. v. EUR 50.000,00 und A übergibt B als Kreditsicherheit ein Bild von dem B sagt es wäre EUR 50.000,00 wert. Als der Kredit bereits vollständig von B abbezahlt ist findet A heraus, dass das Bild tatsächlich nur EUR 100,00 wert war.
B hat sich hier wegen des Betruges strafbar gemacht, da er wissentlich eine in dieser Relation wertlose Kreditsicherheit geboten und über deren Wert getäuscht hat. Obgleich der Kredit hier vollständig abbezahlt wurde lag eine schadensgleiche Vermögensgefährdung vor. Auch wenn B den Kredit abbezahlt hat und somit die Absicht hatte, zu bezahlen, so hat er, im Falle seiner Zahlungsunfähigkeit, billigend in Kauf genommen, dass ein Vermögensschaden bei A eintritt.

Durch den Eventualvorsatz dehnt sich im Ergebnis die Strafbarkeit des Betruges ziemlich weit nach unten aus. Grob kann man sagen: Sobald jemand hätte erkennen und verhindern können, dass er eine Forderung nicht begleichen kann und ist diese trotzdem eingegangen, auch wenn er zahlungswillig war.


Grüße
PP

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich möchte mich nochmal äußern zu den ganzen zentrale hilfreichen aussagen! Ich habe Kontoauszüge und gezeigt das an dem tag 140 Euro drauf waren und meine Internet online Seite zeigte mir nicht an das ich ergendwann drin hatte .....es zeigte am Automat das ich 140 Euro im haben bin aber nix abheben kann da eine Buchung fest steht und auch das konnte ich nachweisen da meine Frau online eine Überweisung getätigt hat. Sie hat Vollmacht zu meinem Konto und ich konte es nicht wissen!! Zudem kam mein Angebot Handy da zu lassen samsung Note 4 ....Ausweis und tel Nr .....und ihm gezeigt wo ich wohne !!! Was hat da jetzt mir Vorsatz zu tun!! Wenn ich was vorsätzlich tun möchte gebe ich nicht freiwillig mein Ausweis meine tel Nr und zeige dem wo ich wohne Danke für Ihre Antworten

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(28795 Beiträge, 15675x hilfreich)

Danke für Ihre Antworten Antworten erfordern eine Frage - ich sehe aber keine.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11156 Beiträge, 3878x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Ein weiteres Lehrbuchbeispiel, wie weit die Strafbarkeit mit Hilfe des Eventualvorsatzes, selbst ohne Vermögensschaden gehen kann: ...
Danke, damit bestätigst du ja, das du hier Blödsinn schreibst. Oder warum kommst du jetzt mit einem völlig anderen Thema?
Es ist doch völlig klar, dass die Aussage "es wäre EUR 50.000,00 wert" Betrug ist, wenn es nur 100 Euro wert ist.

Und unter Eventualvorsatz fallen Dinge wie "Ist mir doch egal ob meine Kreditkarte gedeckt ist, das sehen wir dann später schon" oder "Ich bestell' das jetzt einfach mal, Geld wird schon irgendwoher kommen", aber nicht unbedingt das was der TE beschreibt.

Wie gesagt, Betrug ist ein Vorsatzdelikt, und der Eventualvorsatz geht eben nicht so weit wie du meinst.

Zitat aus Wikipedia: "Der Eventualvorsatz liegt nach herrschender (deutscher) Auffassung vor, wenn der Täter den Taterfolg als Folge seines Handelns ernsthaft für möglich hält und ihn zugleich billigend (im Rechtssinne) in Kauf nimmt und sich damit abfindet (Auffassung des Bundesgerichtshofs in ständiger Rechtsprechung – Billigungstheorie)."

Der TE hat nichts davon getan. Er hat weder Taterfolg für möglich gehalten (er dachte gar nicht daran, nicht zahlen zu können) noch hat er es billigend in Kauf genommen (er hat sogar Sicherheiten angeboten) und schon gar nicht hat er sich damit abgefunden (vielmehr hat er den Schaden bereits beglichen - wenn auch seltsamerweise bei der Polizei -, aber sein Wille ist dadurch trotzdem dokumentiert).

Beispielsweise ist es normalerweise auch kein Betrug, wenn man im Restaurant beim Bezahlen feststellt, das man seinen Geldbeutel nicht dabei hat; ebenso beim Tanken. Das sind alltägliche Unachtsamkeiten, und sicher keine Straftaten. Erst wenn weitere Aspekte hinzukommen, etwa das die Rechnungssumme gar nicht zu der Person passt (Hartz-IV-Empfänger geht mal pompös ins Sternerestaurant, und kann dann - wider erwarten?!? - nicht zahlen), sieht es anders aus.
Oder meinst du allen ernstes, dass Dirk Nowitzki in dem regelmäßig ausgestrahlten Werbespot (Taxifahrer: Zu welchem Geldautomaten müssen wir denn jetzt?") eine Straftat begangen hätte? (wenn der Spot nicht gespielt wäre natürlich)

Problematisch für den TE ist aber, dass er
1. nicht nur nicht zahlen konnte, sondern das auch noch die nächsten Tage vergessen hat (wenn dann fällt eher das unter den Eventualvorsatz, etwas in diese Richtung hatte ich auch schon angedeutet, die - beweisbare - Krankheit der Mutter dürfte das aber ausräumen)
2. er eine vergleichbare Vorstrafe hat (wer einmal lügt betrügt dem glaubt man nicht)

@Dennis1977: Mich würde der Ausgang des Verfahrens sehr interessieren, bitte halte uns doch auf dem Laufenden.

Zitat:
Antworten erfordern eine Frage - ich sehe aber keine.
Er hat doch gefragt, gleich in seinem ersten Beitrag. Und dann Antworten bekommen, für die er sich jetzt nochmal bedankt hat. :grins:

Stefan

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Oder meinst du allen ernstes, dass Dirk Nowitzki in dem regelmäßig ausgestrahlten Werbespot (Taxifahrer: Zu welchem Geldautomaten müssen wir denn jetzt?") eine Straftat begangen hätte? (wenn der Spot nicht gespielt wäre natürlich)

Zum Geldautomaten fahren ist eine reine kulante Absprache mit dem Fahrer. Feststellen, dass es kein Geld am Automaten gibt, hätte man vorher prüfen können. Beispiel: Nach Durchsuchung durch Polizei findet Polizei "plötzlich" Geldscheine in der Hose des Verdächtigen, obwohl er sagt, er habe nichts dabei --> Betrug.

Bei der Polizei "zahlen" ist, will nicht sagen unmöglich, aber dass die Polizei den Schutz privater Rechte jetzt so weit ausdehnt ist ungewöhnlich. Welche "Quittung" hat denn der TE bekommen?



Zitat (von reckoner):
Der TE hat nichts davon getan. Er hat weder Taterfolg für möglich gehalten (er dachte gar nicht daran, nicht zahlen zu können) noch hat er es billigend in Kauf genommen (er hat sogar Sicherheiten angeboten) und schon gar nicht hat er sich damit abgefunden (vielmehr hat er den Schaden bereits beglichen


Ich halte dagegen, er hat den Erfolg für möglich gehalten, "Aufrechterhaltung der Täuschungshandlung" durch Anfahren an den Geldautomat und kein Geld abziehbar, 2) Ohne Barmittel ein Taxi bestellt. 3) Bekannte Sparkasse uvm zeigen exakt den zukünftig abzuziehenden Geldbetrag 3) Kommunikation mit Freundin bei Überweisungen, die offenbar übers Limit gehen fehlte anscheinend, 4)Sicherheiten anbieten ist nicht das normale Geschäftsgebahren bei Taxifahrten, die Fahrt wurde beendet, es gab vielleicht auch keine Chance mehr der Situation zu entfliehen, dadurch letzter Faden eben diese Angebote von vermeintlichen SIcherheiten, welche der Taxifahrer -ganz sicher nicht annehmen muss-.

Subjektiv spricht weiter nicht für ihn, dass vergangene Taten sich im Betrugsdelikt befinden. Er schreibt, Vergangenheit interessiert ihn nicht mehr, das Gericht interessiert sich aber sehr wohl für die Vergangenheit

Zitat (von reckoner):
1. nicht nur nicht zahlen konnte, sondern das auch noch die nächsten Tage vergessen hat (wenn dann fällt eher das unter den Eventualvorsatz, etwas in diese Richtung hatte ich auch schon angedeutet, die - beweisbare - Krankheit der Mutter dürfte das aber ausräumen)


Die beweisbare Krankheit dürfte das nicht "ausräumen", da er ja zwar darunter leidet, ja, aber dies ihn nicht in seinem Lebensalltag so krass einschränkt, dass er trotz "ernsthaft" gemeinter Wiedergutmachungsangeboten, eben diese vergisst.

Vorsatz: Ich habe keine Möglichkeit, muss das Taxi nehmen, weiß ich habe kein Geld, aber wenn der Taxifahrer erstmal am Ziel ist, versuche ich das zu klären... in Form von Flucht oder in Form von "Sicherheiten", vermeintliche. Zudem weiß ich, dass es auch am GEldautomaten nichts zu holen gibt, versuche es aber, um meinen Erfolg zu verschleiern.

Fraglich bleibt weiter: Was genau bei der Polizei bezahlt und wer hat dies gefordert? Hat der Taxifahrer ihn erst zum Ziel gebracht und es bestand keine Möglichkeit mehr, sich dem zu entziehen? Oder hat der TE dem Taxifahrer während der Fahrt offenbart, dass er kein Geld mehr hat? Wurde die Polizei hinzugerufen oder hat er dem Taxifahrer seinen Ausweis gezeigt?

Hier wäre die Anklageschrift interessant.

Es bleibt zu viel offen für mich hier.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

So Herr situl a hier die antworten auf ihre Fragen die für mich etwas lachhaft sind genau wie ihr Kommentare die sie abgeben!! Wer lesen kann ist klar im Vorteil aber ok !!
FRAGE 1.Die Polizei rief mich an das der taxi fahrer da war und mich angezeigt hat weil er glaubt er bekommt sein Geld nicht!! Am gleichen Abend fuhr ich hin und beglich die 32 euro Rechnung! !! Das wolte die Beamtin so haben!!
FRAGE 2.mich zu entziehen sorry hätte engen Möglichkeiten gehabt dazu aber dies war niemals meine Absicht
FRAGE 3.Der taxi Fahrer wußte beim einsteigen das ich zur Sparkasse fahren mußte um Geld zu holen !
FRAGE 4.Polizei wurde nicht hinzugerufen sondern ich bot ihm mein Ausweis da zu lassen meine tel Nr und zeigte ihm sogar wo ich wohne !!!
Das war alles und wegen stress und Krankheit der Mutter vergaß ich es Punkt !!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#24
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 303x hilfreich)

1. Sie können die Fragen ja lachhaft finden, ich finde, es gibt hierbei wenig zu lachen.

Zitat (von Dennis1977):
FRAGE 3.Der taxi Fahrer wußte beim einsteigen das ich zur Sparkasse fahren mußte um Geld zu holen !

Das ist doch ein wesentlicher Punkt. Der ist deswegen wichtig, um die Frage nach dem Vorsatz ja/nein beantworten zu können.

Und wenn Sie bei der Polizei wirklich so bezahlt hatten, wurden Sie auch gleich vernommen zur Sache? Dann könnte das alles nochmal "gut" ausgehen, wie ich finde.

Denn nun, könnte es sein, dass es Zweifel an dem Vorsatz geben könnte, also... Kontauszüge sind ein wichtiges Beweismittel vor Gericht, um sie zu entlasten, ebenso die Aussage ihrer Frau/Freundin.

Das Gericht muss, wie andere schon schrieben, ihnen den Vorsatz nachweisen. Gelingt das nicht, gut für Sie.

Übrigens finde ich es schön, wenn in einer Diskussionskultur andere eben andere Meinungen besitzen, am Ende entscheidet der "Richter", genauso wie es vor Gericht verschiedene Schlussvorträge des Staatsanwaltes und zB. des Verteidigers geben kann, Staatsanwalt fordert "Geldstrafe" oder oder oder... Anwalt eben Freispruch... Der Richter wird sicherlich ihre "Beweiserhebungsanträge" richtig würdigen.

Also viel Erfolg

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#25
 Von 
guest-12331.10.2017 22:18:45
Status:
Praktikant
(697 Beiträge, 303x hilfreich)

Zitat (von Dennis1977):
.es zeigte am Automat das ich 140 Euro im haben bin aber nix abheben kann da eine Buchung fest steht und auch das konnte ich nachweisen da meine Frau online eine Überweisung getätigt hat. Sie hat Vollmacht zu meinem Konto und ich konte es nicht wissen!!

Ach und leider noch ein Punkt... die "Sparkasse" zeigt alle zukünftigen Buchungen online sowie in der APP exakt an. Und Selbstbbuchungen über das Limit (hier z.B. 140) hinaus sind bei meiner Sparkasse nicht möglich.

Vorteilig könnte sein, wenn die Frau belegen kann, dass sie die Überweisung tätigte ohne ihnen Bescheid gegeben zu haben, während eines Zeitraumes, wo sie den aktuellen Kontostand nicht weiter geprüft hatten.


Mit diesem Nachweis vor Gericht, aller aller spätestens in einer "Berufung", könnten Sie Erfolg haben.

-- Editiert von Situla am 25.10.2015 19:28

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#26
 Von 
Dennis1977
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke Ihnen ja das hat sie gesagt und sie sagt ebenfalls aus ! Zudem noch Kontoauszüge hat der Anwalt bekommen weil das genau wichtig War! Ich bedanke mich herzlich für alle Ratschläge und eure Unterstützung und hoffe das es gut aus geht !PS ja und ich wurde auch gleich vernommen nach dem ich den betragen bezahlt habe und meine Frau sagte ebenfalls aus! LG an alle

-- Editiert von Dennis1977 am 25.10.2015 19:35

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#27
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(941 Beiträge, 693x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
auf ihre Fragen die für mich etwas lachhaft sind genau wie ihr Kommentare die sie abgeben!! Wer lesen kann ist klar im Vorteil aber ok !!

Wenn Sie die Rückfragen und Antworten hier als lächerlich empfinden frage ich mich, warum Sie dann hier überhaupt eine Frage gestellt haben. Zumal Sie ja sowieso nur Antworten hören wollen, die Ihnen persönlich passen.

Ich kann hier Situla nur zustimmen: Am Ende wird der Richter, sofern es zur Erhebung einer Anklage kommt, entscheiden. Ohne Anwalt, habe ich jedoch auf Grund Ihrer mangelnden Fachkenntnis meine Zweifel, ob Sie das dem Gericht so überzeugend verkaufen können, auch auf Grund Ihrer Vorgeschichte, dass hier absolut kein Vorsatz vorlag. Die Krankheit der Mutter als Entschuldigungs- oder Rechtfertigungsgrund vorschieben dürfte auch nicht bei jedem Gericht funktionieren. Inbesondere, da ja Ihren Einlassungen zu Folge erst die Freundin schuld war, dass Sie kein Geld mehr hatten, dann war die Mutter schuld, dass man nicht nachträglich bezahlen konnte. Da kann das Gericht auch den Eindruck bekommen, dass derjenige die Schuld gerne von sich weg auf andere schiebt. Aber da Sie ja nun offensichtlich einen Anwalt haben, sollten Sie alles weitere mit diesem besprechen.

Alles in allem wurden Ihnen hier alle Bedenken und Meinungen fair und sachlich dargestellt und daher finde ich es in höchstem Maße undankbar und unverschämt nun so frech aufzutreten.

Am Besten schlagen Sie den gleichen Wortlaut bei Gericht, wenn es dazu kommt auch ein, dann gibts noch mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Ordnungsgeld gratis dazu!



-- Editiert von PP9325 am 25.10.2015 19:33

2x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 204.328 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
85.375 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen