eine "auftragsdrohung" ?

8. Februar 2015 Thema abonnieren
 Von 
Rasenmaeher
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)
eine "auftragsdrohung" ?

Hallo,

Wie ist das eigtl. wenn man jemandem den "Auftrag" gibt einer anderen Person zu drohen. Es muss nichtmal eine Morddrohung sein. Gibt es einee Strafe für den "Auftraggeber"? (Auftraggeber und nehmer sind befreundet)

Die Drohung wurde über private Nachrichten in sozialen Medien ausgetragen.

Gruß

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8 Antworten
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#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Kommt drauf an, ob die Drohung an sich strafbar ist. Und dafür kommt es darauf an, wie sie genau "aussieht"...

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

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#2
 Von 
Rasenmaeher
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Was wäre das schlimmste Ausmaß? Eine Morddrohung? Wenn ja wie würde es beieeiner Morddrohung aussehen?

Gruß

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#3
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

Das Zauberwort heißt "Anstiftung". Wenn ich einen Mord in Auftrag gebe, dann ist das eine Anstiftung zum Mord. Wenn ich eine Bedrohung in Auftrag gebe, dann ist das eine Anstiftung zur Bedrohung.

Ob die entsprechend getätigte Äußerung dann tatsächlich den Tatbestand der Bedrohung erfüllt, ist dann eine andere Sache.

Die Strafbarkeit der Anstiftung richtet sich nach der Strafbarkeit der Haupttat, vergl. § 26 StGB .



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"justice"

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122389 Beiträge, 40130x hilfreich)

Auch Anstiftung bzw. Beauftragung kann strafrechlich relevant sein.



Hier käme es auf die ganaue Formulierung und den Kontext an.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

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#5
 Von 
Rasenmaeher
Status:
Frischling
(18 Beiträge, 0x hilfreich)

Das heißt wenn eine Drohung beispielsweise mit Geldstrafe oder einem Jahr Haft bestraft wird, dann wird eine Anstiftung zur Drohung ebenfalls so bestraft?

Also wenn derjenige der droht max 1 Jahr kriegt, dann ist das nicht möglich dass der Anstifter zur Drohung 3 Jahre oder 5 Jahre kriegt.

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#6
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9571 Beiträge, 2358x hilfreich)

quote:
Das heißt wenn eine Drohung beispielsweise mit Geldstrafe oder einem Jahr Haft bestraft wird, dann wird eine Anstiftung zur Drohung ebenfalls so bestraft?


Es gilt der selbe Strafrahmen. Das heißt für die Anstiftung gilt die selbe gesetzliche Unter- und Obergrenze der möglichen Bestrafung wie für die Haupttat.

quote:
Also wenn derjenige der droht max 1 Jahr kriegt, dann ist das nicht möglich dass der Anstifter zur Drohung 3 Jahre oder 5 Jahre kriegt.


Es gilt die gleiche Unter- und Obergrenze. Aber innerhalb dieses Rahmen ist es natürlich auch möglich, dass der Anstifter strenger bestraft wird als der Täter. Zum Beispiel dann, wenn beim Haupttäter viele Milderungsgrunde vorliegen und beim Anstifter nur Erschwerungsgründe.



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"justice"

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#7
 Von 
NinaONina
Status:
Lehrling
(1504 Beiträge, 1226x hilfreich)

Und auch wenn die Drohung keine Bedrohung ist, kann es immer noch Anstiftung zur Nötigung ("sag dem Heinz, wenn er seine Schulden nicht zahlt, landet er im Krankenhaus") sein.

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
PP9325
Status:
Praktikant
(940 Beiträge, 703x hilfreich)

Hallo,

insbesondere muss hier auch beachtet werden, dasss eine Bedrohung nach § 241 StGB nur in Frage kommt, wenn die Drohung auch ein Verbrechen, also eine Straftat, die mit einem Mindeststrafmaß von einem Jahr hat, beinhaltet. In einem solchen Fall könnte, je nach den Tatumständen auch eine Tateinheit mit dem Tatbestand der Störung des öfffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten nach § 126 StGB entstehen.

Jedoch kommt in den meisten solcher "Drohungsfälle", wie bereits erwähnt, eine Strafbarkeit wegen der Nötigung nach § 240 des StGB in betracht, da eine solche Drohung üblicherweise immer in Verbingung mit einer Aufforderung zu einer Handlung, einer Duldung oder dem Unterlassen einer bestimmten Sache stattfindet.

Ohne eine solche Aufforderung also zum Beispiel der Aussage "Sag dem X, wenn ich ihn sehe, dann bekommt er eine geknallt" wäre keine Strafbarkeit gegeben, da kein Verbrechen angedroht wird und auch keine Nötigung erfolgt.

Sagt man jedoch "Sag dem X, dass ich ihn, wenn ich ihn sehe, ins Koma prügle" so hat man sich wegen der Anstiftung zur Bedrohung nach § 241 StGB in Tateinheit mit der Anstiftung zur Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten nach § 126 Abs.1 Nr. 3 StGB strafbar gemacht.

Grüße
PP

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-- Editiert PP9325 am 12.02.2015 12:06

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