geringfügier Ladendiebstahl, Strafmaß zu hoch?

7. März 2012 Thema abonnieren
 Von 
ChristJan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
geringfügier Ladendiebstahl, Strafmaß zu hoch?

Hallo miteinander,
folgende Situation:
Ein Jugendlicher (22 Jahre) geht in den Supermarkt und nimmt sich ein Getränk aus dem Regal und trinkt dieses noch im Laden. Er wird vom Securitypersonal erwischt und Strafanzeige wird gestellt. Der Täter selbst war zum Tatzeitpunkt unter Einfluss von alkoholischen Getränken. Er erhält das Schreiben der Polizei und gibt die Tat zu. erwähnt aber auch dass er nicht nüchtern gewesen sei. Dazu kommt, dass er vor einem Jahr einen geringfügigen Ladendiebstahl begangen hat, und dieser fallengelassen wurde, da die Sache ebenfalls nur einen Wert von 5 euro hatte.
Ein paar Monate später erhält der Täter einen Brief vom Amtsgericht in dem eine Geldstrafe von 400 Euro angesetzt ist. Der Täter jedoch findet dieses Strafmaß zu hoch angesetzt, da er bereits im Schreiben von der Polizei seine Einkommensverhältnisse kenntlich gemacht hat (ca. 500 euro/Monat von den Eltern) und auf Ausbildungsplatzsuche ist.
Nun die Frage: Kann der Beschuldigte Einspruch erheben und das Strafmaß herabsetzen?

MfG ChristJan

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
michatubbie
Status:
Beginner
(137 Beiträge, 70x hilfreich)

Natürlich kann der Jugendliche Rechtsmittel gegen den Strafbefehl einlegen. Eine entsprechene Belehrung sollte dem Strafbefehl als Anhang beigefügt sein.
Ob sich dass Strafmaß reduziert kann nicht seriös eingeschätz werden. Selbstverständlich kann es sich auch erhöhen. Der Beschuldigte selbst kann das Strafmaß jedenfalls nicht herabsetzen.

Wer hat denn den geringfügigen Ladendiebstahl vor einem Jahr fallen gelassen? Der Ladenbesitzer oder der Staatsanwalt?

-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Anhand der Gesamtsumme läßt sich die Angemessenheit des Strafmaßes nicht beurteilen. Wie viele Tagessätze zu wieviel € wurden verhängt?

Wie/wo wohnen Sie? Mietfrei bei den Eltern?

Mit 22 ist man übrigens vom "Jugendlichen" bereits meilenweit entfernt. Auch im großzügigen, strafrechtlichen Sinne gesehen, wo bis einschl. 20 Jahre noch Jugendrecht angewendet werden kann. Allerdings ist man auch in dem Fall kein Jugendlicher mehr sondern (ab 18) "Heranwachsender"

-----------------
"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ChristJan
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten.
Ich wohne in Berlin in einer Wohngemeinschaft. 290 euro Gesamtmiete bei einem Einkommen von 500 euro (Kindergeld + privaten Aufwand) als Unterstützung von den Eltern. Bei den Eltern habe ich vor meinem Studium kostenfrei gelebt. Es sind 20 Tagessätze zu je 20 euro angesetzt.

Der damalige Strafbefehl wurde vom Staatsanwalt fallengelassen.

MfG ChristJan

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1494x hilfreich)

Das damalige Verfahren wurde nicht fallengelassen, sondern eingestellt, weil Sie Ersttäter waren. Diesen Bonus haben Sie jetzt natürlich nicht.
Daher der Strafbefehl.
20 Tagessätze sind in Ordnung, eigentlich sogar recht wenig.
20 € TS-Höhe sind aber etwas viel. Die Höhe berechnet sich nach dem Netto-Einkommen. Monatsnetto durch 30 = TS-Höhe.
Sie haben 500 € Einkommen. Miete zählt nicht, die müssen alle zahlen. Bei einer TS-Höhe von 20 € würde ein Einkommen von 600 € zugrunde liegen.
Sie können gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen. Der Einspruch kann auf die Höhe des Tagessatzes beschränkt werden. Wenn Sie das machen, legen Sie am besten in dem Schreiben, in dem Sie den Einspruch erklären, Ihre Einkommensverhältnisse dar.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 273.029 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
110.261 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen