schwerer bandendiebstahl u haft

16. Januar 2015 Thema abonnieren
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)
schwerer bandendiebstahl u haft

vorsicht lan g und verwirrend:

meinen fast schwiegersohn wird schwerer bandendiebstahl vorgeworfen, er hat eigne firma. ende oktober wurden 4 personen bei schweren bandendiebstahl ertappt und sofort festgenommen und in u -haft gesteckt.2 wochen später hausdurchsuchung bei schwiegersohn , schwiegersohn noch auf freien fuss. anfang dezember dann doch plötzlich haftbefehl. er wurde wohl von einen der 4 beteiligten zu unrecht schwerst beschuldigt, anwalt darf angeblich mit uns nicht reden macht auch keine haftprüfung, die firma geht zu grunde nimanden intressiert es, schwiegersohn hat nachweislich kein geld, diebsgut wohl einen wehrt von 250000 euro. diebstahlserie soll auch wohl schon länger gehen. jezt stehen wir mit den rücken zur wand, anwalt darf mit uns nicht reden macht auch keine haftprüfung, firma geht pleite. alles sehr komisch.

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31 Antworten
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#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33168 Beiträge, 17355x hilfreich)

vorsicht lan g und verwirrend: Vor allem enthält der Beitrag auch keinerlei Frage. Und der Anwalt darf natürlich nicht mit Ihnen reden - er hat Schweigepflicht.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

-- Editiert muemmel am 16.01.2015 10:25

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#2
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Ich kann keine Frage in Ihrem Beitrag entdecken?!

Daher nur so viel:

quote:
anwalt darf mit uns nicht reden macht auch keine haftprüfung


Ersteres liegt daran, dass Ihr Fast-Schwiegersohn ihn nicht von der Schweigepflicht befreit hat. Er wird wissen, warum.

Zweiteres kann mehrere Gründe haben. Entweder ist eine Haftbeschwerde oder ein Antrag auf Haftprüfung völlig aussichtslos und unterbleibt deswegen, und/oder Ihr Fast-Schwiegersohn ist entgegen Ihrer Annahme doch schuldig, geht ohnehin von einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung aus, und will die Sache jetzt möglichst schnell hinter sich bringen (die U-Haft wird ja angerechnet), oder..., oder ...

Und ganz am Rande:

Zitat:
schwiegersohn hat nachweislich kein geld


Es läßt sich letzlich nicht nachweisen, dass man "kein Geld" hat. Beute aus Straftaten zaht man in der Regel nicht aufs Konto ein, sondern "stopft sie ins Kopfkissen".



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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

-- Editiert !!Streetworker!! am 16.01.2015 12:30

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

anwalt ist komplett von der schweigepflicht entbunden, von dieser seite aus wäre ein gespräch kein problem.anwalt meinte nur immer er darf es nicht weil es verboten ist.anwalt nimmt auch nichts an was zur entlasstung dienen würde,darf er angeblich auch nicht.
und wenn mann soviel geld hat, dann würde einen nicht wegen 100 euro das wasser gesperrt oder stand das auto vor zwangsabmeldung.

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

quote:
und wenn mann soviel geld hat, dann würde einen nicht wegen 100 euro das wasser gesperrt oder stand das auto vor zwangsabmeldung

Und genau das ist der Grund, warum Sie da nicht mitmachen dürfen. Solche Aspekte sind nämlich zur Verteidigung eher ungeeignet. Ganz im Gegenteil, damit liefern Sie dem Staatsanwalt direkt das Motiv für einen mutmaßlichen Diebstahl.
Und letztendlich ist es egal, was der Anwalt darf oder nicht. Müssen tut er nämlich gar nichts, außer den Angeklagten in der HV zu verteidigen. Ganz offenbar ist er der Meinung, dass Sie nicht hilfreich zum Fall beitragen können, diese Meinung können Sie ihm nicht streitig machen. Außerden ist er der Fachmann, hat direkte Einblicke in die Akten und vermutlich auch etwas "ehrlichere" Gespräche mit dem Schwiegersohn gehabt als Sie.

Um es mal ganz klar zu sagen: Die Unschuldsvermutung ist gut und wichtig, gilt aber nicht für Sieund sollte Sie nicht von einer unvoreingenommenen Meinungsbildung abhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der ganze Bekanntenkreisbaußer dem Schwiegersohn da involviert ist und diesen nun zu Unrecht da mit reinziehen will, ist überaus gering. Ich würde mich also dsmit abfinden, dass er womöglich auch noch lange nach dem Urteil im Knast sitzt.

Im Übrigen steht es Ihnen natürlich frei, dem Schwiegersohn einen zusätzlichen Verteidiger Ihres Vertauens zu finanzieren. Ebenso kann er in der Hauptverhandlung ja selber Beweisanträge stellen. Und Sie selber können Ihre entlastenden Beweisstücke auch direkt an die Staatsanwaltschaft geben. Allerdings würde ich von all diesen Möglichkeiten abraten.

Wie die anderen schon sagten, der Junge wird wissen was Sache ist.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:
anwalt meinte nur immer er darf es nicht weil es verboten ist


Ohne weitere Konkretisierung kann man dazu nichts sagen. Wenn er von der Schweigepflicht entbunden ist, gibt es normalerweise kein Hindernis für ein Gespräch mit der Famillie. Es sei denn, dass andere Familienmitglieder auch tatverdächtig sind, oder ähnl. lustige Dinge.

Fragen Sie den RA doch mal, warum genau "es verboten" ist.

Andererseits kann man den Fast-Schwgs. ja auch in der U-Haft besuchen und den selbst fragen, was Sache ist.

Die Darstellung, dass ein RA quasi vorsätzlich und grundlos zum Nachteil seines Mandaten handelt (so wie Sie es darstellen) ist jedenfalls wenig glaubhaft. Warum solllte er auch....!?

quote:
und wenn mann soviel geld hat, dann würde einen nicht wegen 100 euro das wasser gesperrt oder stand das auto vor zwangsabmeldung.


Die Beute muß ja nicht zwangsläufig "angespart" worden sein, sondern kann regelmäßig ausgegeben worden sein. Ich kenne Straftäter, die täglich 200 € aus Straftaten "verdienen" und trotzdem keinen Strom in der Wohnung haben, weil das Geld eben für andere Sachen draufgeht (Drogen, Glücksspiel, Huren, was auch immer)


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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

meine tochter und seine mutter besuchen ihn regelmässig 1 mal die woche in der jva, die diebstähle gehen wohl schon seid anfang 2014, mein schwiegi hat den typen ich nenne in a im juni 2014 kennen gelernt, A besitz 3 autos top Wohnungseinrichtung, genauso wie die schwiegereltern von A die auch in U haft sind, als mein schwiegi mitbekommen hat das A wohl zimlich viel scheise baut , buntmetalldiebstähle in immer gleicher firma , hat er ihm sofort die freundschaft gekündigt, gesagt er wil damit nix zu tun haben, und er überlege zur polizei zu gehen, dies passte A nicht und er erschien mit schrottflinte und messer bewaffnet bei meinen schwiegersohn mitte oktober und bedrohte ihn, dafür gibt es genug zeugen unter andrem 3 kinder, er hat ihm gedroht er werde noch sein blaues wunder erleben. im oktober wurde schlieslich A und 3 weitere personen auf frischer tat ertappt, und sofort in u haft genommen,
anfang november erfolgte hausdurchsuchung bei meinen schwiegersohn ohne ergebniss. mein schwiegersohn hat dann auch gleich aussage bei polizei gemacht. a machte dann wohl seine drohung war und schlieslich erging nach 6 wochen haftbefehl gegen meinen schwiegersohn.
jezt zum anwalt er meinte er darf nicht mit zeugen reden damit er nicht in verdacht der strafvereitelung kommt und er möchte sich alle trümpfe für die hauptverhandlung aufheben um dort dann freispruch zu erwirgen, für uns ist das halt unverständlich , weil die existenz von meinen schwiegersohn gefährdet ist um so länger er in u haft ist.
ich hoffe dies hilft ihnen weiter um es besser zu vertsehn

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39043 Beiträge, 14093x hilfreich)

Offensichtlich verfolgt der Anwalt eine Taktik. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass er die Akten kennt und mit dem Schwiegersohn erschöfpend über den Fall reden kann, kann man diese Taktik nicht als falsch verwerfen. Zumal bei Bandendiebstahl ja nicht von der Hand zu weisen ist, dass auch noch nicht ermittelte Täter auch draussen sind, und die vielleicht nichts von der Taktik wissen sollen?

Gerade die Info über die finanzielle Notlage ist doch geeignet, den Haftgrund der Fluchtgefahr zu verstärken. Ihn hält hier nichts mehr, also warum sollte er nicht abhauen? Abgesehen davon war die Firma ja wohl schon vor der Inhaftierung kaputt. Denn ansonsten wäre es ja nicht zur Sperre des Wassers sowie der Fast-Zwangsabmeldung des Autos gekommen, oder?

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

ist nur eine kleine mit einen angestellten so art suppunternehmen und ein auftraggeber lies sich lange zeit mit der zahlung, aber vielleicht hast du recht mit der taktik, mal abwarten bis montag dann fährt meine tochter wieder hin

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1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

kann mann sich eigentlich an die anwaltskammer wenden

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1x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39043 Beiträge, 14093x hilfreich)

Man kann sich immer an die Anwaltskammer wenden. Nur, Du hast es immer noch nocht kapiert. Du hast nichts, aber gar nichts mit dem Anwalt zu tun. Es geht Dich einfach nichts an, wie der Anwalt seine Tätigkeit ausgestaltet.

Und, Dir ist klar, dass im Falle einer Haftprüfung, die nicht erfolgreich war, derjenige Fristen hat, bis er wieder einen Antrag einreichen kann? Das kann man nicht ständig wiederholen. Es ist eben auch die Kunst des Anwalts, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

Nochmals zusammenfassend:

1. Der Anwalt hat ein Konzept.

2. Du bist kein Jurist, kannst mit oder ohne Aktenkenntnis nicht abschätzen, was richtig ist.

3. Du kannst dem Anwalt nicht aufgeben, was er zu tun oder zu lassen hat. Du tust im Augenblick aber alles, um das Vertrauensverhältnis Anwalt/Mandant zu stören.

4. Gerade bei Bandendiebstahl ist es ja so, dass häufig erst einmal nur ein Teil der Täter erfasst ist, ein Teil noch draussen ist. Deshalb eben auch das Zauberwort "Verdunklungsgefahr."

5. In einem Monat findet ohnehin von Amts wegen ein Haftprüfungstermin statt.

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

der mandat hat den anwalt von der schweigepflicht entbunden, das wir alles regeln können.
1. dann soll er das konzept darlegen.
2 dann mus der anwalt endlich reden, ist auch von mandant gewünscht.
3 nimand zerstörrt das vertrauensverhältniss.
4 es sind alle in u haft
anwaltskammer hat geraten 2 anwalt

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1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16179x hilfreich)

Ganz anderes Thema: Kann der Bald-Schwiegersohn nicht einen anderen Prokuristen ernennen, um die Firmengeschäfte für ihn zu führen und so wenigsten etwas zu retten? Beispielsweise seine Bald-Ehefrau?

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39043 Beiträge, 14093x hilfreich)

1. und 2. Der Anwalt muss aber nicht alles mit Ihnen regeln. Wird auch immer vor gewarnt. Und erst recht kein Konzept darlegen, was nach aussen dringen könnte. Da würde er vorsichtig formuliert sehr unprofessinell handeln.

3. Ob alle in U-Haft sind, alle Täter ermittelt sind, das kann nur die Staatsanwaltschaft abschätzen.

4. Natürlich rät die Kammer zum 2. Anwalt. Ist ja ihre Aufgabe, auch die Geschätsinteressen ihrer Mitglieder (Anwälte) zu vertreten. Der Inhaftierte kann jederzeit einen zweiten Anwalt auf seine Kosten mandatieren.

wirdwerden



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1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122836 Beiträge, 40173x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>1. dann soll er das konzept darlegen. <hr size=1 noshade>

Muss er nicht. Das einzige was er muss, ist den Mandenten optimal verteidigen.
Dazu zählt unter Umständen auch das Konzept unter Verschluss zu halten, damit juristisch Unkundige salopp gesagt keinen Mist bauen, herumpfuschen, den Mandanten erst richtig reinreiten und die Arbeit des Anwaltes tropedieren.

Das passiert leider häufiger und hinterher ist dann immer der "unfähige Anwalt" der Schuldige aber niemals die "Pfuscher"...



quote:<hr size=1 noshade>2 dann mus der anwalt endlich reden, <hr size=1 noshade>

Nein, muss er nicht.



quote:<hr size=1 noshade>Der Inhaftierte kann jederzeit einen zweiten Anwalt auf seine Kosten mandatieren. <hr size=1 noshade>

Und auch einen dritten oder vierten.
Nur sollte er vorher sicher sein diese auch bezahlen zu können, ansonsten hat er schnell die nächste Straftat auf dem Konto.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

was wir jezt wissen das die 4 was auf frischer tat ertappt wurden jezt ende januar die haftprüfung von amts wegen haben, könnte es sein das der anwalt dies vielleicht abwarten will.
das mit der firma bekommen wir schon hin er hat jezt sonderbesuch beantragt wegen firma und wir dürfen auch telefonieren mit ihm wegen firma.
kann mir jemand das schreiben erklären ist nur ein auszug .

Rechtsanwalt ........ erklärte sodann, dass er sich als Koordinator der Ver-teidigung verstehe. Er könne anbieten, dass die inhaftierten Beschuldigten ein Geständnis ablegen würden, bei dem sie die einzelnen Taten und die dabei entwendeten Gegenstände und die jeweilige Tatbeteiligung konkret und über-einstimmend angeben würden. Für die Staatsanwaltschaft hätte dies den Vor-teil, dass man konkrete Taten habe und sie jeweils dem jeweiligen Beschuldig-ten zuordnen könne. Dies sei anderenfalls ja sehr schwierig, da die Ermitt-lungsbehörden ja nicht von allen Taten wüssten, auch nicht die jeweilige Betei-ligung der Beschuldigten hieran, und das jeweils entwendete Gut. Durch ein

solches alle Umstände schlüssig und widerspruchslos abdeckendes Geständ-nis könne das Ermittlungsverfahren erheblich verkürzt werden. Er wolle meine


für mich lest sich das wie abgesprochen.


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1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122836 Beiträge, 40173x hilfreich)

Das hört sich nach einem "Deal" an:
Der stellt sich - grob gesagt - wie folgt dar: Man gibt die Taten zu, die eh bekannt und nicht mehr wegzudiskutieren sind, dafür fällt der Rest weg und man bekommt einen Strafrahmen zugesagt.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>5. In einem Monat findet ohnehin von Amts wegen ein Haftprüfungstermin statt.

....jezt ende januar die haftprüfung von amts wegen haben <hr size=1 noshade>


Eine Haftprüfung von Amts wegen (erstmals nach 3 Monaten) gibt es schon seit mehr als 5 Jahren nicht mehr. Der diesbezügliche Abs. 5 des § 117 StPO ist zum 01.01.10 ersatzlos weggefallen.

Was es noch gibt, ist die Entscheidung des OLG über Haftfortdauer über 6 Monate hinaus nach § 121 StPO , d.h. dass diese Entscheidung auch erst nach 6 Monaten stattfindet, d.h.Ende Mai

Wenn es also Ende Januar einen HP-Termin geben sollte, ist das ein von den anderen Beschuldigten (bzw. von deren RAe) beantragter und keiner von Amts wegen.

.

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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"





-- Editiert !!Streetworker!! am 28.01.2015 12:50

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

ok danke das heist dann die 4 machen das und der 5 mein schwiegersohn ist das bauernopfer.

selbst wenn es den § noch geben würde wäre es ende märz, warum bei den andren 4 sind die 3 monate ende januar vorbei

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den ganzen brief mit den deal werde ich glaube ich nicht hier posten dürfen oder , weil der lest sich echt komisch

-- Editiert fb405825-55 am 28.01.2015 13:02

1x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:
ok danke das heist dann die 4 machen das und der 5 mein schwiegersohn ist das bauernopfer.


Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen. Zum einen ist es durchaus mgl. und -zumindest statistisch - nicht unwahrscheinlich, dass die anderen bei dem HP-Termin nicht entlassen werden. Zu den Aussichten im konkreten Fall kann man von hier aus nichts sagen.

Wie schon jemand anderes schrieb, kann es ein verfrührter HP-Antrag auch falsch sein, da danach eine Wartefrist ausgelöst wird, innerhalb derer kein neuer Antrag auf mündl. HP zulässig ist. Ein HP-Antrag ist daher nur dann sinnvoll, wenn der dringende Tatverdacht und/oder die Haftgründe, der/die beim Erlass des HB vorlagen, bei HP-Termin ausgeräumt werden könnten. Ob, bzw. wann das der Fall ist, kann der RA beurteilen, aber kein Angehöriger ohne Akteneinsicht.

quote:
warum bei den andren 4 sind die 3 monate ende januar vorbei


Ja, ich hatte erst beim 2. lesen erkannt, dass es um "die anderen" geht und meinen Beitrag um 12:50 entspr. korrigiert -->
quote:
-- Editiert !!Streetworker!! am 28.01.2015 12:50


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1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

darf ich den kompletten brief posten wenn ich namen schwärze

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1x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

von mir aus

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1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16999 Beiträge, 9452x hilfreich)


quote:<hr size=1 noshade>Das hört sich nach einem "Deal" an: <hr size=1 noshade>

Zumindest bietet der Anwalt einen "Deal" an.

quote:<hr size=1 noshade>Der stellt sich - grob gesagt - wie folgt dar: Man gibt die Taten zu, die eh bekannt und nicht mehr wegzudiskutieren sind, dafür fällt der Rest weg und man bekommt einen Strafrahmen zugesagt. <hr size=1 noshade>

Wenn man "nur" die Taten zugibt, die eh schon bekannt sind, bringt das aber kaum Rabatt bei der Strafe.
Ich lese es so, dass auch die Taten zugegeben werden, wo man jetzt Beute gefunden hat, aber die Polizei noch gar nicht weiß, wo die geklaut wurde.
Ist bei Einbrechern kein seltenes Phänomen: Die Polizei findet viel Beute, kann aber nur wenig Einbrüche nachweisen. Bei der übrigen Beute ist zwar offensichtlich, dass sie auch aus Einbrüchen stammt - aber aus welchen lässt sich oft nicht rekonstruieren, wenn die Täter kein Geständnis ablegen.
Ein solches Geständnis wird hier anscheinend angeboten - dafür sollen dann wohl die Taten unter den Tisch fallen, wo die Beute schon weggeschafft / zu Geld gemacht wurde.


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"
Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."

1x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

als der brief geschrieben wurde war mein schwiegersohn noch auf freien fuss, er wurde erst 4 wochen nach dem brief inhaftiert.zur erklärung de 5 steht für schwiegersohn, 1,2,3,4, für die andren.
1. Vermerk:

Sta...... führt unter dem Aktenzeichen ........... ein Er-mittlungsverfahren gegen 1...., 2..., 3....,

4..... und 5..... Die Beschuldigten 1....., 2.... u. 3...... sowie 4 befinden sich seit 05.11.2014 in Untersu-chungshaft.

Am 05.11.2014 rief Rechtsanwalt ........., , bei Sta an und bat um einen Gesprächstermin. Frau ...... vereinbarte mit ihm einen Termin für 06.11.2014, bei dem ich anwesend sein sollte. Rechts-anwalt ...... vertritt keinen der Beschuldigten, jedoch sind die Verteidigerin Rechtsanwältin ....... und der Verteidiger Rechtsanwalt....... in seiner Kanzlei tätig.

Tatsächlich kam Rechtsanwalt ...... am 06.11.2014 gegen 16.00 Uhr mit Sta........ in mein Büro. In Anwesenheit von Sta.... führte ich ein Gespräch mit Rechtsanwalt ........, das im Wesentlichen

folgenden Inhalt hatte:

Zunächst erklärte ich Rechtsanwalt ......., dass es mir schwer falle, mit ihm über das Ermittlungsverfahren zu sprechen, weil er von keinem der Beschuldigten mandatiert sei. Er erklärte dies sei richtig, er verstehe sich aber als Koordinator der Verteidigung, zumal ja zwei der Verteidiger aus seiner Kanzlei wären. Er wisse deshalb auch über die Sache Bescheid. Ich habe ihm erklärt, dass ich dann mit ihm über keine konkreten Personen sprechen könne. Ich

würde mir jedoch gerne anhören, weshalb er die Staatsanwaltschaft aufgesucht habe.

Rechtsanwalt ....... erklärte sodann, dass er sich als Koordinator der Verteidigung verstehe. Er könne anbieten, dass die inhaftierten Beschuldigten ein Geständnis ablegen würden, bei dem sie die einzelnen Taten und die dabei entwendeten Gegenstände und die jeweilige Tatbeteiligung konkret und übereinstimmend angeben würden. Für die Staatsanwaltschaft hätte dies den Vorteil, dass man konkrete Taten habe und sie jeweils dem jeweiligen Beschuldigten zuordnen könne. Dies sei anderenfalls ja sehr schwierig, da die Ermittlungsbehörden ja nicht von allen Taten wüssten, auch nicht die jeweilige Beteiligung der Beschuldigten hieran, und das jeweils entwendete Gut. Durch ein

solches alle Umstände schlüssig und widerspruchslos abdeckendes Geständnis könne das Ermittlungsverfahren erheblich verkürzt werden. Er wolle meine

Meinung hierzu hören. Zudem wolle er wissen, ob meines Erachtens ein solches Geständnis die Voraussetzungen des §46 b StGB erfülle .

..•Ich habe ihm geantwortet, dass das Vorliegen der Voraussetzungen des § 46 b StGB erst am Ende des Verfahrens durch ein Gericht beurteilt werden könne. Allgemein sei es so, dass sich ein Geständnis strafmildernd auswirke und ein frühzeitiges Geständnis umso mehr. Auch sei richtig, dass es sich um Delikte handele, bei denen § 46 bStGB in Betracht käme.

Für die Beurteilung, ob dessen Voraussetzungen vorlägen, wäre aber eine

Bewertung der Aussagen nach Richtigkeit und Erheblichkeit notwendig. Dies könne erst erfolgen, wenn die Aussagen vorlägen. Insoweit sähe jch schon, dass es für einen Beschuldigten schwierig sei quasi in Vorleistung zu treten. Andererseits könne ich ihm bei bestem Willen keine Strafhöhen, Haftentlassungen oder Anwendung des §46 b StGB zusagen.

Rechtsanwalt ...... beeilte sich zu versichern, dass es ihm um das gar nicht ginge, Er wolle nur allgemein die Lage ausloten.

Ich habe nochmals wiederholt, dass sich ein Geständnis stets strafmildernd auswirke und die Voraussetzungen des § 46 b StGB möglicherweise angenommen werden könnten. Ferner habe ich erklärt, dass mir bei alledem nicht

gefalle, dass es sich um ein zwischen allen Beschuldigten abgesprochenes Geständnis handeln solle, das durch- seine Mitwirkung als "Koordinator" zu-stande kommen würde. Ich habe ihn auch daran erinnert, dass die StPO eine Rolle als "Koordinator" nicht kenne und auf das Verbot der Doppelverteidigung und dessen Sinn hingewiesen. Es habe meines Wissens bereits einmal ein Strafverfahren gegen einen Rechtsanwalt gegeben, der die Einlassung seines Mandanten und eines von einem anderen Verteidiger vertretenen Mandanten so angepasst hätte, dass der weniger strafrechtlich vorbelastete Beschuldiqte wahrheitswidrig den weitaus größeren Tatbeitrag übernommen hätte. Sein "Angebot" erwecke den Verdacht, ähnliches zu versuchen. Ich habe Rechtsanwalt ...... darauf hingewiesen, dass dieser mir bekannte Fall meines Wissens dazu geführt habe, dass besagter Rechtsanwalt vorübergehend seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte.

Rechtsanwalt ..... wies solcherlei Absichten zurück und wiederholte, dass es ihm nur darum ginge, das Ermittlungsverfahren abzukürzen und es allen Beteiligten so einfach wie möglich zu machen. Er könne - wie gesagt-Geständnisse von allen Beschuldlqten anbieten, die in sich schlüssig seien und alle Taten aufklärten.

Ich habe Rechtsanwalt ..... nochmal gefragt, was er sich denn von diesem Angebot verspreche und er erwiderte, dass er sich keine konkreten Zusagen verspreche, sondern nur ins Gespräch habe kommen wollen. Es sei aber so, dass er natürlich nicht ohne irgendeinen Hinweis von mir, eine solche Geständniserklärunq vorbereiten könne.

Ich habe ihm erklärt, dass ich nur die allgemeinen, jedermann bekannten Grundsätze der Strafzumessung wiederholen könne und die Staatsanwalt-schaft im Übrigen stets bereit sei, Geständnisse entgegenzunehmen. Irgend-

wie geartete Zusagen könnten nicht gemacht werden, auch nicht im Hinblick auf Haftentlassungen.

Das Gespräch war damit beendet und Rechtsanwalt ....... erklärte sinn-gemäß, dass es gut sei, einmal darüber geredet zu haben.




was haltet ihr davon, wie muss ich das verstehen.



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#24
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Der Verfasser des Scrhreibens (bzw. derjenige auf dessen Mist der Inhalt gewachsen ist) ist also gar nicht der Verteidiger vom "Schwiegi", sondern ein RA, der mit dem Verfahren nichts weiter zu tun hat, als dass er in der selben Kanzlei "praktiziert", wie 2 Verteidiger von 2 Mitbeschuldigten. Das ist ja nicht ganz unwesentlich. An wen ist dieses Schreiben denn gerichtet (gewesen)?

quote:
was haltet ihr davon


Gar nichts !!

quote:
wie muss ich das verstehen.


Dieser Verteidiger möchte der StA ein zusammengezimmertes "gemeinsames Geständnis" aller 5 Beschuldigten anbieten, wie immer genau das auch aussehen (und zustande kommen) soll.

quote:
Ferner habe ich erklärt, dass mir bei alledem nicht gefalle....


Dem RA von "Schwiegi" gefällt da offensichtlich so einiges nicht - und zwar vollkommen zu Recht !! Es war völlig richtig von ihm, sich diesbezüglich maximal reserviert zu zeigen. Der Mann hat alles richtig gemacht.



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-- Editiert !!Streetworker!! am 28.01.2015 19:15

1x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)



Ich verstehe eigentlich gar nichts. Was soll das für ein Schreiben sein, ein Aktenprotokoll eines Rechtspflegers? Oder wer sitzt da sonst noch in dem Büro des Staatsanwalts, während der mit einem Rechtsanwalt quatscht? Ein weiterer Staatsanwalt?
Wie kommen Sie denn überhaupt an diesen Schriftsatz?

Und der Rechtsanwalt ist kein Verteidiger und auch nicht alle Beschuldigten werden durch seine Kanzlei vertreten, dennoch bietet er ohne Vollmacht und ohne sonstwas ein Geständnis durch alle 4 an?

Ich kann aber eigentlich nur weiterhin das betonen, was die anderen auch schon gesagt haben: Lassen Sie den Verteidiger seine Arbeit machen. Im Rahmen der Hauptverhandlung hat der Schwiegersohn noch genügend Möglichkeit, sich auch selber zu äußern. Auch muss er natürlich kein Geständnis unterschreiben, dass nicht der Wahrheit entspricht.
Und wenn Sie diesem Anwalt wirklich so gar nicht vertrauen wollen, wofür es meines Erachtens keinen objektiven Grund gibt, bleibt Ihnen wohl wirklich nur die Madatierung eines weiteren Anwalts. Wenn der jetzige Anwalt aus der ominösen Kanzlei kommt, welche die Verteidigung "koordninieren" möchte, könnte man vielleicht sogar über eine Entpflichtung als Pflichtverteidiger nachdenken.

Und wenn die anderen Beschuldigten wirklich auf eine Bonus durch ein widerspruchsfreies Geständnis aus sind, fällt es mir eher schwer zu glauben, dass diese dabei den Schwiegersohn als Bauernopfer mit reinziehen wollen. Das kann ja eigentlich nur nach hinten losgehen. Und ich wüsste noch immer nicht, was dafür das Motiv sein sollte.
Auch weiterhin sollte man meiner Meinung nach die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass der Schwiegersohn vielleicht doch nicht ganz unschuldig ist.

1x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

Der Verfasser des Scrhreibens ist also gar nicht der Verteidiger vom "Schwiegi", sondern ein RA, der mit dem Verfahren nichts weiter zu tun hat, als dass er in der selben Kanzlei "praktiziert", wie 2 Verteidiger von 2 Mitbeschuldigten. Das ist ja nicht ganz unwesentlich. An wen ist dieses Schreiben denn gerichtet (gewesen)?

der verfasser des schreibens ist die staatsanwaltschaft , das schreiben ging an alle beschuldigten und desen anwälte

Dieser Verteidiger möchte der StA ein zusammengezimmertes "gemeinsames Geständnis" aller 5 Beschuldigten anbieten, wie immer genau das auch aussehen (und zustande kommen) soll.

Nein nicht von allen 5 nur von den 4 mein schwiegi hat mit diesen anwalt nix zu tun .

Dem RA von "Schwiegi" gefällt da offensichtlich so einiges nicht - und zwar vollkommen zu Recht !! Es war völlig richtig von ihm, sich diesbezüglich maximal reserviert zu zeigen. Der Mann hat alles richtig gemacht.

nicht den ra von schwiegi gefällt es nicht der wo sich so reserviert gab war der staatsanwalt

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#27
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

@ Hafenlärm:

das schreiben bekamm jeder beschuldigte und des anwalt von der staatsanwaltschaft, im zimmer waren der ra ermittelnder staatsanwalt und oberstaatsanwalt-

nein der anwalt von schwigi kommt nicht aus dieser kanzlei.mein schwigi hat keinen pflichtverteidiger ist wahlverteidiger.

über das motiv überlegen wir alle schon die ganze zeit , und es gibt auch paar erklärungen dafür, eine mögliche erklärung ist rache aber das möchte ich hier jezt nicht erklären weil es später in der verhandlung relevant sein kann und schwigi hat damit nichts zu tun, auch ergab die hausdurchsung beim schwigi nichts.

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#28
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

quote:
der verfasser des schreibens ist die staatsanwaltschaft


a ja, alles klar...

Dennoch halte ich nichts von der Sache. Wie gesagt: Der RA ist überhaupt nicht in das Verfahren als Verteidiger involviert. Von daher hat in dem Verfahren auch schlichtweg nichts zu suchen, auch nicht als "Koordinator" für was auch immer.

Ferner werden (nur) 2 der 5 Beschuldigten (seinerzeit 4 Inhaftierten) von Kollegen aus seiner Kanzlei vertreten. Da mit Sicherheit davon auszugehen ist, dass er nicht vorhat seinen 2 Kollegen wie auch immer in die Parade zu fahren, wird sein primäres Augenmerk auf dem "Wohl" derjenigen 2 Beschuldigten liegen, die von seinen 2 Kollegen verteidigt werden. Alleine das disqualifiziert ihn mE schon als "Koordinator", zumal er hier ja schon offenbar Geständnisse zumindest in Aussicht stellt (um nicht den Terminus "konkret anbietet" zu verwenden), ohne vorher mit den anderen Verteidigern darüber gesprochen zu haben. Alles in Allem sehr unprofessionell...



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"Bitte um Verständnis,dass ich keine Rechtsfragen per PM beantworte.Das ist nicht Sinn des Forums"

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#29
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)


Es handelt sich also um eine Aktennotiz eines Staatsanwaltes, der zusammen mit seinem Kollegen von dem "Verteidigungskoordinator" aufgesucht wurde und darüber dann alle Beschuldigten informiert hat. Der Staatsanwalt hat sich offenbar durchgehen skeptisch gezeigt. Diese Skepsis teile ich. Der Vorgang ist etwas sehr ungewöhnlich, aber noch nicht zum Nachteil des Schwiegersohnes.

quote:
Nein nicht von allen 5 nur von den 4 mein schwiegi hat mit diesen anwalt nix zu tun .

Eigentlich hat ja gar keiner mit ihm zu tun. Aber er kann natürlich auch gar kein Geständnis für den Schwiegersohn abgeben. Dafür bräuchte er eine Unterschrift vom Schwiegersohn, die der ja nicht rausgeben sollte, wenn er sich für unschuldig hält. Und da die 4 Beschuldigten auf ein makelloses Geständnis angewiesen wären, kann ich mir nicht vorstellen, dass einer von denen aus Rachegelüsten den Schwiegersohn mit reinziehen wird. Entweder wird dessen Anwalt davon abraten, oder die Verteidger der anderen 3 Beteiligten.
Auch für diesen "Koordinator" wäre das Risiko doch enorm hoch, wenn dem Schwiegersohn irgendwas in die Schuhe geschoben werden soll, woran er nicht beteiligt war. In etwas das hat ja auch der Staatsanwalt angedeutet.

Jedenfalls ist die Situiation zum einen sehr ungewöhnlich und zum anderen sehr kompliziert. Vor diesem Hintergrund halte ich es eigentlich für ganz zwingend geboten, wenn der Verteidger des Sohnes nicht mit Unbeteiligten über das Verfahren sprechen möchte und auch selber entscheiden möchte, welche Beweismittel da eingebracht werden und welche nicht. In der Regel kann er diese Entscheidung auch deutlich besser treffen als die juristisch unerfahrene Verwandschaft.
Wenn Sie also dem Schwiergersohn nicht in die Suppe spucken wollen, sollten Sie sich da raushalten. Wenn Sie ihm (und sich selber) einen Gefallen tun wollen, finanzieren Sie einen zweiten Verteidiger, der aber wohl selbst im Freispruchfall nicht von der Staatskasse bezahlt werden würde und auch nicht unbedingt etwas bringen muss.

Ansonsten kann man eigentlich nicht damit rechnen, dass sich vor Beginn der HV noch etwas aufklären lässt. Anders sähe es wohl aus, wenn die Beschuldigten nun wirklich Geständnisse abliefern. Ob und wann ein Haftprüfungsantrag gestellt wird, müssen Sie wohl dem Fingerspitzengefühl des Verteidigers überlassen. Der wird ja wohl nicht aus Faulheit seinen Mandanten in U-Haft schmoren lassen, sondern gute Gründe haben. Und über diese Gründe schuldet er ganz einfach niemandem Rechenschaft.

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#30
 Von 
fb405825-55
Status:
Beginner
(53 Beiträge, 20x hilfreich)

bei der verhaftung wurde auch der transporter beschlagnahmt, polizei sagt der wird behalten und angeblich nie mehr zurückegeben allso eingezogen weil er angblich für die straftat gebraucht wurde.
der anwalt meinte er kann nix machen, heute haben wir selber bei der staatsanwaltschaft angerufen wegen transporter und die sagte die gibt der polizei die anweisung das wir ihn zurück bekommen,
finde ich aber trotzdem komisch erst hies es so dann so, wie kann das sein

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