sexuelle Nötigung

15. August 2008 Thema abonnieren
 Von 
apache3x
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
sexuelle Nötigung

Hallo Experten,
im Zuge unseres Sorgerechtsstreites kommt meine Ex (sind seit ca. 1 Jahr geschieden und zuvor über 10 Jahre vereitatet) auf die Idee, dass ich sie während der Ehe sexuell genötigt hätte.
Dies sind jedoch nur Drohungen, um mich beim aktuellen Sorgerechtsstreit unter Druck zu setzen. (keine Klage vorhanden) Das Druckmittel sind Natursektspiele, die während der Ehe stattgefunden haben. Anzumerken ist dabei, dass dies nur in eine Richtung, also von ihr auf mich stattgefunden hat und niemals umgekehrt! Sie selbst hat mich auch hin und wieder gefragt, ob ich denn wolle.
Ich habe ihr jedenfalls NIEMALS mit Gewalt gedroht.
In den letzten Jahren vor der Scheidung haben derartige Sachen überhaupt nicht mehr stattgefunden. Sie sagt nun zu mir, dass sie mich auf sexuelle Nögigung klagen werde, wenn ich mich "dumm" aufführe. Sie bräuchte ja nur zu behaupten, dass ich ihr gedroht hätte. Als eine Frechheit ihrerseits finde ich jedenfalls, dass sie mich permanent bei ihren Eltern, beim Jugendamt usw. als "Perversling" darstellt. Ist es somit tatsächlich möglich, dass sie mich nach mittlerweile 5 Jahren auf solche Dinge klagen kann. Bzw. ist eine solche "Praktik" überhaupt eine sexuelle Nötigung? Wie sollte ich so einem Fall am Besten vorgehen. Ich kann nämlich nicht mit hieb- und stichfesten Beweisen entgegenhalten. (wäre auch nicht möglich)

vielen Dank im Voraus

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(30226 Beiträge, 9531x hilfreich)

Theoretisch kann jeder jeden Blödsinn anzeigen, also auch Ihre EX irgendwelche *Toilettensexpraktiken*, wenn die gegen ihren Willen stattgefunden hätten. Nur wird sich das Gericht fragen, warum Sie gerade jetzt -im Zuge des Sorgerechtsstreits- damit *um die Ecke kommt*. Die *Karten* Ihrer Ex sind längst nicht so gut, wie diese offensichtlich glaubt. Vielmehr könnten Sie sie wegen (normaler) Nötigung (§ 240 StGB ) anzeigen, da die Drohung mit dieser fälschlichen Anzeige, wenn Sie sich im Sorgerechtsstreit nicht kooperativ verhalten, eine solche darstellt. Sind Sie in der Sorgerechtssache von einem Anwalt vertreten? Falls ja, besprechen Sie die Sache mit ihm...

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#2
 Von 
Bewährungshelfer
Status:
Lehrling
(1938 Beiträge, 363x hilfreich)

Und Sie glauben gar nicht, wie oft Frauen bei Sorgerechtsstreitereien plötzlich behaupten, es habe Mißbrauch, Vergewaltigung und wasweißich gegeben. Völlig normal und voraussichtlich äußerst erfolglos.

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""

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#3
 Von 
Rechtsmacher
Status:
Lehrling
(1528 Beiträge, 355x hilfreich)

Hallo, ziemlich unschöne Geschichte.

Ich versuche Ihre Fragen mal der Reihe nach zu beantworten:

quote:
ist eine solche Praktik überhaupt eine sexuelle Nötigung?


Grundsätzlich Nein, eine Sex. Nötigung wird es nur dann wenn die Praktik oder der Sex mit Gewalt oder einer Drohung ect.pp. erzwungen wird.

Wobei ich mir dies gerade bei dieser Praktik kaum vorstellen kann wie dies zu erzwingen sei.

[quot e] Ist es somit tatsächlich möglich, dass sie mich nach mittlerweile 5 Jahren auf solche Dinge klagen kann.

Das kommt sicher darauf an wann die letzte Tat vonstatten ging und ob mann dies als einfache Sex. Nötigung einstuft, dann wäre es nach exakt 5 Jahren verjährt, und könnte zwar noch angezeigt aber nicht mehr verfolgt werden, da ein sog. Verfahrenshindernis vorliegt.

Stuft mann dies als schwere sex. Nötigung ein wäre die Tat noch nicht verjährt und könnte noch verfolgt werden, ich kann mir aber nicht vorstellen, das aus dem beschriebenen eine schwere Sex. Nötigung zu subsumieren ist.

Daher mein Rat, sollte Ihnen eine Polizeiliche Vorladung dazu ins Haus flattern nehmen Sie sich einen Versierten Strafverteidiger. Denn hier wird es wohl im Endefekt dann darauf hinauslaufen wem das Gericht mehr glauben schenkt. Im übrigen kann der Herr Rechtsanwalt dann auch die Verjährungsfrist selbst berechnen und der StA diese vorrechenen, soll ja Fälle gegeben haben wo erst in der Revision aufgefallen ist das die Tat schon verjährt war.

quote:
Als eine Frechheit ihrerseits finde ich jedenfalls, dass sie mich permanent bei ihren Eltern, beim Jugendamt usw. als Perversling darstellt.


Nun ich finde Sie Ihre Ex- Frau ist mindestens genau so pervers wie Sie Sie hat ja mitgemacht. Da sollten Sie drüber stehen, ich weiss das es ärgerlich ist aber auch das Jugendamt wird seine Schlüsse daraus ziehen, wenn Ihre Frau da sowas rum erzählt. Vermutlich werden genau diese Schlüsse eher zu einer negativen Bewertung Ihrer Frau als zu Ihrer eigenen Person führen.

-----------------
"MFG
Rechtsmacher PvDE

Wer Rechtschreibfehler findet kann Sie behalten.
"

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#4
 Von 
Rechtsmacher
Status:
Lehrling
(1528 Beiträge, 355x hilfreich)

upps, das kommt davon wenn mann beim Schreiben noch ne Pizza mapft...

Da waren die Kollegen Bewährungshelfer, wohl etwas schneller als ich, aber auch diesem ist nix hinzuzufügen.

Insbesondere der von Streetworker vorgebrachte Vorschlag, der Strafanzeige wegen Nötigung hat durchaus was für sich.

Aber bitte, besprechen Sie die Sache mit Ihrem Anwalt, welcher Sie in der Sorgerechtssache vertritt.

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"MFG
Rechtsmacher PvDE

Wer Rechtschreibfehler findet kann Sie behalten.
"

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
DanielB
Status:
Bachelor
(3291 Beiträge, 410x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Das kommt sicher darauf an wann die letzte Tat vonstatten ging und ob mann dies als einfache Sex. Nötigung einstuft, dann wäre es nach exakt 5 Jahren verjährt, und könnte zwar noch angezeigt aber nicht mehr verfolgt werden, da ein sog. Verfahrenshindernis vorliegt. <hr size=1 noshade>

Wie kommst du auf 5 Jahre? Meinst du mit einfacher sexueller Nötigung den §240 StGB (normale Nötigung)? Denn für den §177 StGB beträgt die Verjährungsfrist 20 Jahre.

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