versuchter Totschlag!?

13. Februar 2013 Thema abonnieren
 Von 
jungermann123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)
versuchter Totschlag!?

Hallo ich habe mal folgende Frage,

A fährt nach einem Telefongespräch zu B nach Hause um einen Austausch persönlicher Gegenstände vorzunehmen. Dort angekommen kommt B aus der Haustür und geht auf A zu. Ohne ein Warnzeichen oder ein Wort drückt er den Oberkörper von A leicht runter und zieht mit einer Hand einen teleskopschlagstock auf der hosentasche und schlägt auf den Kopf.

Ich sehe es als versuchten Todschlag da:

-da es geplant ist und sonst keiner einen schlagstock zu hause bei sich führt

-es war hinterlistig da er seine Absichten bzw die Hiebwaffe nicht zu erkennen gegeben hat und versteckt hat bis unmittelbar vor der Tat

-Es war ein gefährlicher Gegenstand im Spiel

-Der Schlag war gezielt auf den Kopf gerichtet


Wie seht ihr das???



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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32672 Beiträge, 17207x hilfreich)

Völlig falscher Ansatz - was Sie da ausführen, belegt eine gefährliche Körperverletzung, mehr nicht. Für versuchten Totschlag bedürfte es aber des NACHWEISES einer Tötungsabsicht.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#2
 Von 
jungermann123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

Ein Schlag der auf den Kopf gezielt war und das mit einem gefährlichen Werkzeug???

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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32672 Beiträge, 17207x hilfreich)

Genügt nicht als Nachweis einer Tötungsabsicht. Aber ein drittes Mal wiederhole ich das jetzt nicht...

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
jungermann123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

Und wenn Person b sich einen vorschlaghammer holt und auf a erneut losgehtund dieser gerade ausweichen kann? Also mit einem vorschlaghammer sind eindeutig mehr aps nur Verletzungen geplant! Das reicht dann immer noch nicht ??? :D

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#5
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9554 Beiträge, 2351x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>da es geplant ist und sonst keiner einen schlagstock zu hause bei sich führt <hr size=1 noshade>


Nahezu jede Straftat ist eine sogenannte Vorsatztat. Man kann üblicherweise sowieso nur dann bestraft werden, wenn man etwas absichtlich tut.

quote:<hr size=1 noshade>-es war hinterlistig da er seine Absichten bzw die Hiebwaffe nicht zu erkennen gegeben hat und versteckt hat bis unmittelbar vor der Tat <hr size=1 noshade>


Ob das hinterlistig war oder nicht, spielt für den Totschlag keine Rolle. Hinterlist ist ein Merkmal beim Mord sowie eine Variante bei der gefährlichen Körperverletzung.

quote:<hr size=1 noshade>-Es war ein gefährlicher Gegenstand im Spiel <hr size=1 noshade>


Gefährliches Werkzeug ist eine Variante der gefährlichen Körperverletzung, vergl. § 224 Nr. 2 StGB , und hat auch nichts mit dem Totschlag zu tun.

quote:<hr size=1 noshade>-Der Schlag war gezielt auf den Kopf gerichtet <hr size=1 noshade>


Wie oben schon gesagt, brauche ich für jedes Delikt Vorsatz. Um daraus einen versuchten Totschlag zu konstruieren, müsste ich zünächst mal nachweisen, dass der Täter die Absicht hatte, das Opfer zu töten, es ihm aber mal mindestens "egal" gewesen sein muss. Das kann ich nicht einfach unterstellen, sondern ich muss das gerichtsfest nachweisen können.

Wenn ich diese Klippe dann tatsächlich umschifft haben sollte, kommt das nächste Problem. Wer nämlich noch im Stadium des Versuchs freiwillig mit der Tat aufhört, wird nicht bestraft. Hintergrund ist der Schutz des Opfers, um den Täter jederzeit dazu zu bringen, aufzuhören und das Opfer zu schonen, vergl. § 24 StGB . Aus Ihrem Sachverhalt geht nicht hervor, warum der Täter letztendlich seinen Totschlag (sofern er ihn tatsächlich beabsichtigt hatte) nicht zu Ende gebracht hat.

Daher sehe ich bei Ihrer Sachverhaltsschilderung keinen Totschlag. Der Täter hat sich daher "nur" einer gefährlichen Körperverletzung strafbar gemacht, wofür es aber immerhin auch eine Strafe zwischen 6 Monaten und 10 Jahren Knast gibt.



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"justice"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
jungermann123
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

er hat erst einmal seine aktion abgebrochen da weitere zeugen hinzu kamen und wie ich oben noch hinzugefügt habe attakierte er 2 minuten das selbe opfer mit einem vorschlaghammer das aber noch so eben ausweichen konnte.

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#7
 Von 
nefrage234
Status:
Schüler
(182 Beiträge, 37x hilfreich)

Wo ist denn genau das Problem, die Sache zur Anzeige zu bringen, die Zeugen zu benennen und die Staatsanwaltschaft entscheiden zu lassen, ob sie das als gefährliche Körperverletzung, versuchten Totschlag, versuchten Mord oder sonstwas verfolgt? Nach Ihrer Schilderung hadelt es sich doch um etwas tatsächlich vorgefallenes?

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#8
 Von 
wastl
Status:
Richter
(8350 Beiträge, 1491x hilfreich)

Mag ja sein, dass Sie es nun unbedingt als versuchtes Tötungsdelikt sehen wollen, aber die Anforderungen daran sind ziemlich hoch. Sobald der Täter nur die geringste Chance hatte, eine Tötung durchzusetzen, sie aber nicht genutzt hat, ist der Tötungsvorsatz hin.
Es ist nach Ihrer Schilderung eine gefährliche Körperverletzung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
BuffySlayer
Status:
Praktikant
(993 Beiträge, 483x hilfreich)

quote:
Sobald der Täter nur die geringste Chance hatte, eine Tötung durchzusetzen, sie aber nicht genutzt hat, ist der Tötungsvorsatz hin.


Das klingt etwas mißverständlich, nämlich so, als entfalle ein Tötungsvorsatz schon dann, wenn der Täter keine perfekte Killermaschine war, die zu jedem Zeitpunkt die "optimale" Tötungsvariante eingesetzt hat.
Dummes Beispiel, wenn der A vom Tisch den Baseballschläger greift und zwanzig mal auf den Kopf des B eindrischt, wird man eine (bedingte) Tötungsabsicht nicht schon deswegen verneinen können, weil auf dem Tisch auch eine Schußwaffe lag, die A stattdessen hätte greifen können.

-- Editiert BuffySlayer am 14.02.2013 11:03

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