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zweifacher Betrug, Urkundenfälschung

 Von 
Elianea
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
zweifacher Betrug, Urkundenfälschung

Ok, angenommen ein Fall schildert sich folgendermaßen. Eine Frau ist mit jemanden 5 Jahre zusammen, hat vor der Beziehung schon ein Suizidversuch begangen und war psychisch instabil. Inzwischen ist sie auch als Borderliner diagnostiziert worden mit manisch depressiven Äußerungen plus Selbstverletzung. Diese Person war wie gesagt 5 Jahre mit jemanden zusammen, der nach und nach eine narzistische Persönlichkeit zeigte und sie per psychischer Manipulation und späteren Drohungen gegenüber dem Leben der Person, des Hundes ( einmal Kniescheibe ausgeschlagen bei Hund), und deren Eltern unter Kontrolle gebracht hat, so dass sie ständig in Angst leben musste. In dieser Zeit der Beziehung, hat die Frau einen Mietvertrag unterschrieben, der auf Grund falscher Tatsachen zustandegekommen ist, ihr wurde von dem Mann aufgetragen, was sie zu schreiben und zu schildern hat. Der Mann hat sich um die Miete gekümmert und zu dem Zeitpunkt der Beschuldigten keine Einsicht in die Finanzen mehr gegeben. Mehere Mahnungen des Vermieters wurden von dem Mann abgefangen und auch telefonische Gespräche. Auf Grund der Mietschulden wurde Zwangsräumung beantragt, erst da wurde ihr bewusst, dass die Miete nicht bezahlt wurde.

Zum zweiten Betrugsfall kam es, als sie mit dem Mann zusammen Hartz IV beantragt hat und nicht angegeben hat, dass sie auf selbständiger Basis einen Nebenjob hatte. Das Geld wurde von dem Mann verwaltet und er hat ihr auch die Bankkarte abgenommen und auf Vollmacht zum Konto bestanden. Auch zu diesem Zeitpunkt wurde ihr mit einer Waffe vorher gedroht (Die Waffen wurden auch sichergestellt). Sie zog mit dem Mann innerhalb des Hartz IV Bezugs um und hat dies nicht gemeldet, auf ihre Nachfrage hin, hat der Partner gesagt er hätte alles geklärt. Zu diesem Zeitpunkt hat sie eine Sozialphobie entwickelt und konnte nicht rausgehen, es sei denn der Mann bestand darauf, da sie im Endeffekt mehr Angst vor ihm als vor anderne Menschen hatte.
Später wurde sie im dazu gezwungen eine Urkundenfälschung für ihn zu begehen. Immer wieder unter der Drohung, dass er wisse wo ihre Eltern wohnen.

Das Ende der Geschichte kam, als der Mann verhaftet wurde. Ihm wurde nachgewiesen, dass er in vielen Fällen Betrug begangen hat und mehrere Jahre einwandern hätte müssen. In U-Haft hat er versucht weiter auf die Frau einzuwirken, es gibt mehre Briefe in denen er schreibt wie sehr er sie lieben würde. Auf Grund der Gefahr für Leib und Leben, hat die Polizei bestätigt, dass Auskunftssperre gegeben sein müsse und ihr Wohnort geheimgehalten wird. Kurz darauf hat sich der Mann während der Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt umgebracht und in einem Abschiedsbrief Anschuldigungen gegen die Frau erhoben, sie hätte ihn wegen Geldsucht zu allen Dingen angestiftet und auch die Poliezi auf die Selbstständigkeit der Frau hingewiesen.

Die Frau wird nach STGB 263 Abs 1, 267 Abs 1, 13, 53 wegen der zwei Betrugsfälle und der Urkundenfälschung angeklagt. Sie befindet sich derzeit in einer Traumatherapie und muss wegen Insomnie und starken Depressionen medikamentös behandelt werden. Sie geht jede Woche in die Therapie, hat im Fall des Arbeitsamtes eine Ratenzahlung beantragt, kann diese allerdings nicht mehr fortführen, da ein Insolvenzverfahren eingeleitet wurde.

An dieser Stelle ist die Frage, ob die Frau wegen dieser Anklage ins Gefängnis kommen kann.

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Gefängnis Frau Therapie


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(30098 Beiträge, 16281x hilfreich)

An dieser Stelle ist die Frage, ob die Frau wegen dieser Anklage ins Gefängnis kommen kann. Man kann wegen jeder Straftat ins Gefängnis kommen. Und in der Geschichte steht zwar viel Zeug, aber die Basisinfos fehlen: Welche konkrete Summe wird ihr vorgeworfen und welche Vorbelastungen strafrechtlicher Natur hat sie?

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#2
 Von 
Elianea
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Im Betrug einmal 15.000 Euro wegen Mietzahlungen und bei der Arge 6300 Euro, bzw die Arge hatte dann 3100 auf sie alleine ausgerechnet, wovon sie schon 600 euro zurückbezahlt hat.
Die Frau ist vorher nicht straffällig gewesen und hat diesbezüglich keine Vorstrafen.

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(30098 Beiträge, 16281x hilfreich)

Kernig, kernig... Eine Freiheitsstrafe gibt das todsicher. Bei Erstverurteilten gibt es da eine gewisse Tendenz, die zur Bewährung auszusetzen. Therapie ist dafür schon mal gut - Arbeit wäre auch gut.
wovon sie schon 600 euro zurückbezahlt hat. Dazu ist sie zwar ohnehin verpflichtet, aber vor Gericht kommt es gut an, wenn man tatsächlich schon mit der Wiedergutmachung angefangen hat. Es empfieht sich also, die entsprechende Belege zur Hand zu haben (gilt natürlich auch für die Therapie).

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

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#4
 Von 
Elianea
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Was ist mit der Situation in der sie war? Wird da nicht draufgeschaut? Natürlich hätte man sagen können, sie hätte ihn verlassen können, aber er hat auch schon mal den Freund seiner Ex zusammengeschlagen, er war mit einer Pistole bei seiner Exfreundin, und sie hatte eine Auskunftsperre, weil man befürchtet hat, er wolle sie aus dem Gefängnis heraus umbringen oder spätestens bei einem Besuch, deswegen wurde ihr auch selbst von der Polizei abgeraten, da überhaupt hinzugehen selbst um zu helfen, ihn wegen der Straftaten mehr zu belangen.
Sie arbeitet und ist aufstocker, gibt die Selbstständigkeit an, hat auch noch einen Job für 500 euro Brutto und macht eine Ausbildung in einer Jobcenter Maßnahme.

-- Editiert von Elianea am 24.01.2016 01:20

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