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Beißerei unter Hunden: Halter schieben sich gegenseitig die Schuld zu

9.1.2022 Thema abonnieren
 Von 
HolzkopfBlaugelb
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Beißerei unter Hunden: Halter schieben sich gegenseitig die Schuld zu

Hallo,
A ist beim Veterinäramt bereits mehrfach negativ aufgefallen. Hauptsächlich dadurch, dass sich Nachbarn über seine Tierhaltung beschwert haben und A bei den Kontrollen durch das Veterinäramt nicht gerade kooperativ war.

Nun erstattet B Anzeige gegen A, da der Hund von A den Hund von B gebissen hat. A erhält einen Anhörungsbogen. Darin stellt er die Situation so dar, dass sich beide Hunde ineinander verbissen haben. Beim Versuch die Hunde zu trennen will A sogar vom Hund von B gebissen wurden sein.

Wie wird in so einem Fall weiter entschieden? Nach Aktenlage? Spielt dabei das "Vorleben" von A eine Rolle, also, dass er beim Veterinäramt bekannt ist? Oder werden einfach beide Hunde als gefährlich eingestuft? Wäre es überhaupt rechtsmäßig einen oder gar beide Hunde als gefährlich einzustufen?

MfG

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
palino
Status:
Praktikant
(649 Beiträge, 113x hilfreich)

Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Darin stellt er die Situation so dar, dass sich beide Hunde ineinander verbissen haben. Beim Versuch die Hunde zu trennen will A sogar vom Hund von B gebissen wurden sein.


Dann gibt es sicherlich einen Attest vom Arzt, denn A war sicherlich beim Arzt. Und ggf. wird der Tierarzt auch bezeugen können, dass der Hund von A bei ihm behandelt wurde.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95614 Beiträge, 36320x hilfreich)

Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Wie wird in so einem Fall weiter entschieden?

So wie die Eigenheiten des Einfalles es erfordern.



Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Nach Aktenlage?

Sofern es kein Verfahren mit mündlicher Verhandlung gibt bleibt nur die Entscheidung nach Aktenlage



Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Spielt dabei das "Vorleben" von A eine Rolle, also, dass er beim Veterinäramt bekannt ist?

Unter Umständen ja.



Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Oder werden einfach beide Hunde als gefährlich eingestuft?

Auch das kann sein.



Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Wäre es überhaupt rechtsmäßig einen oder gar beide Hunde als gefährlich einzustufen?

Wenn die entsprechenden Parameter vorliegen, ist es nicht nur rechtsmäßig sondern auch Pflicht.



Zitat (von palino):
Dann gibt es sicherlich einen Attest vom Arzt, denn A war sicherlich beim Arzt.

Echte Kerle gehen nicht zum Arzt, die gehen in den Baumarkt und kaufen sich was von Tesa oder UHU ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
HolzkopfBlaugelb
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

@Palino:
Nein es gibt kein Attest vom Arzt, da A sowohl sich als auch seinen Hund selber behandelt hat.

@Harry van Sell:
Muss denn eine mündliche Verhandlung durchgeführt werden, wenn dies eine der beiden Parteien einfordert?

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#4
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 213x hilfreich)

Da spielt wohl eher die genaue Situation eine Rolle.

Wer hat wann wo gebissen, waren die Tiere angeleint, wenn nicht, warum nicht usw..

Da kann das Vorleben sicher eine Rolle spielen.

Bei Tieren geht es meist mehr um die Gefährdungshaftung, denn um Haftung aus Verschulden.

Ohne ärztlichen Nachweis wird der Richter die Verletzungen sicher sehr ernst nehmen.

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#5
 Von 
HolzkopfBlaugelb
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Von was für einem Richter reden wir eigentlich? Amtsrichter? Oder welches Gericht ist bei sowas zuständig?

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(95614 Beiträge, 36320x hilfreich)

Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Muss denn eine mündliche Verhandlung durchgeführt werden, wenn dies eine der beiden Parteien einfordert?

Das kommt auf die gesetzlichen Regelung an, die in dem Bundesland gilt.
Mündliche Verhandlung durchsetzen kann man meist erst vor Gericht.



Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Oder welches Gericht ist bei sowas zuständig?

Für das Verfahren gegen das Ordnungsamt: Verwaltungsgericht
Für das zivilrechtliche Verfahren: Amtsgericht (bis 5000 EUR Streitwert) bzw. Landgericht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
palino
Status:
Praktikant
(649 Beiträge, 113x hilfreich)

Zitat (von HolzkopfBlaugelb):
Nein es gibt kein Attest vom Arzt, da A sowohl sich als auch seinen Hund selber behandelt hat.


Dann sollte das mal nachgeholt werden. Hundebisse können die tollsten Krankheiten übertragen, im schlimmsten Falle sogar Tollwut.

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#8
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(568 Beiträge, 213x hilfreich)

Zitat (von palino):
Dann sollte das mal nachgeholt werden. Hundebisse können die tollsten Krankheiten übertragen, im schlimmsten Falle sogar Tollwut.


Das kann man nicht "nachholen".

D ist seit 2008 tollwutfrei.

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