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Betrugsanzeige nach Hundeverkauf

20.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Betrugsanzeige nach Hundeverkauf

Hallo zusammen,
entschuldigt vorab die Länge des Textes.
Folgender Sachverhalt: leider musste ich mich aus persönlichen Gründen von meiner sechsjährigen Hündin trennen. Nach Monaten der Suche habe ich dann endlich eine geeignete neue Besitzerin gefunden, die ca 600 km von mir entfernt lebt. Ich MV, sie NRW.
Da mir die Besitzerin in allem zugesagt hatte, wollte ich mit meinem Mann die Hündin persönlich zu ihr bringen, doch da der Urlaub meines Mannes noch etwas hin war (ab 9.9.19) und die Dame nicht warten wollte, habe ich mich damit einverstanden erklärt, dass die Hündin durch eine Bekannte der Dame abgeholt wird. Das wurde von ihr organisiert.
Die Schutzgebühr belief sich auf 200€.
Die Hündin fuhr somit am 23.8. 2019 Richtung NRW. Am selben Abend sendete sie mir eine Sprachnachricht, dass die Hündin gut angekommen sei und es dem Tier gutginge. Sie habe sie gebadete, weil sie so sehr haart. Gefressen hätte sie noch nicht, aber das würde noch kommen.
Bis hierher alles gut.

Gestern nun - also fast auf den Tag vier Wochen später - bekomme ich von besagter Dame eine Sprachnachricht per Whatsapp, bei der ich fast vom Glauben abgefallen bin. Ich gebe hier den kurzen Wortlaut wieder:
Sie sei mit der Hündin am 18.9.19 beim Tierarzt gewesen, dieser habe bescheinigt, dass der Hund seit Monaten eine Zahnentzündung hat, unter der der Hund sehr gelitten hat. (Anmerkung meinerseits: Ich habe die Hündin in einem für mich sichtbaren gesundheitlich einwandfreien Zustand übergeben. Sie hat gefressen, selbst zähe, getrocknete Entenbrust hat sie gekaut. Ein Hund, der monatelang eine Zahnentzündung hat, wird wohl kaum noch etwas zu sich nehmen. Ihr selbst scheint ja 4 Wochen lang nichts aufgefallen zu sein.) Im weiteren Verlauf der Nachricht berichtet sie, dass unter anderem auch der ganze Kiefer vereitert ist. Sie habe 54€ zahlen müssen - den Beleg dafür sendete sie mir als Fotokopie - allerdings nur den Beleg für die Kartenzahlung, nicht die Tierarztrechnung, auf der jeder Posten aufgelistet ist. Sie hat mir also keinen Beweis geliefert, dass die Hündin wirklich krank ist. Die 54€ können genauso gut Impfkosten o.Ä. sein. Weiter sagt sie, die Hündin würde sich jetzt einer OP unterziehen müssen, bei der der Kiefer geöffnet und gereinigt wird und auch Zähne gezogen werden müssen. Kostenpunkt: 350€. Ich hätte ihr per Whatsapp bestätigt, dass der Hund gesund ist (was sie auch war), allerdings war das folgender Wortlaut:
SIE: Hat der Hund Allergien oder eine Krankheit, wofür sie Tabletten braucht?
ICH: Nein, sie hat keine Allergien, benötigt auch keine Tabletten. Sie ist ein ganz robustes Mädchen.
Weiter behauptet sie, dass durch die monatelange Entzündung im Zahn/Kiefer das Blut auch unrein wäre und sie somit eine Bluttransfusion bräuchte. Die Kosten würden dann bei 600€ liegen. Und dann kommt Sie sofort mit dem Anwalt, der ihr geraten habe, mich wegen Betruges anzuzeigen, weil ich ihr bestätigt haben soll, der Hund sei gesund. Dazu kämen dann die Anwaltskosten, und da das Ganze in Berlin stattfinden wird (warum in Berlin?), würde sich zu ihrem jetzigen ortsansässigen Anwalt noch ein Berliner Anwalt dazugesellen (warum auch immer man für eine Schutzgebühr von 200€ zwei Anwälte beschäftigen muss), dessen Kosten ich dann ebenfalls zu tragen hätte. Zudem würde sie mich beim Tierschutz anzeigen. Das würde sie auf jedem Fall durchziehen ect pp. Ich hätte sie arglistig getäuscht, zudem behauptet sie nun plötzlich, der Hund sei in einem völlig verwahrlosten Zustand zu ihr gekommen, was eine tierschutzrechtliche Anzeige auf jeden Fall nach sich ziehen würde. Er hätte gestunken, die Krallen hatte sie dem Hund schneiden müssen. Zudem würde sie einen Tiergutachter hinzuziehen, der bestätigt, dass die Hündin wirklich krank ist, da ihr Tierarzt das nicht bestätigen kann, weil vor Gericht die Meinung entstehen könnte, er hätte das Gutachten nur gemacht, um das Tier operieren zu können. Summa Summarum müsse sie mit 2000€ rechnen. Selbstverständlich lässt sie das Tier operieren. 
Das war die erste Sprachnachricht. Sofort kam eine zweite Sprachnachricht hinterher. Genauer Wortlaut: Das hatte ich noch vergessen, sollten Sie mir die 200€ zurücküberweisen, sehe ich von einer Anzeige ab und werde die ganzen Kosten selber tragen. Überweisen Sie bis Montag die 200€ und die Sache wäre für mich erledigt.
Die nächste Sprachnachricht ließ nicht lange auf sich warten. In der behauptet sie, die Bekannte, die die Hündin bei mir abgeholt hat, hätte behauptet, ich hätte zu ihr gesagt, dass ich gewusst habe, dass die Hündin krank sei. Dabei handelt es sich schlichtweg um eine Lüge. Ich habe nie so was behauptet. Die Hündin war gesund, als sie von hier nach NRW gereist ist. Für mich war nicht zu erkennen oder zu erahnen, dass die Hündin irgendwelche Probleme hatte. Wäre es so, wäre ich sofort mit ihr zum Tierarzt gegangen. Es gab dazu aber keinerlei Anlass. 
Da die Dame die Schutzgebühr von 200€ zurückfordert und ich hinter dem ganzen Betrug******re, habe ich ihr zugestimmt, dass - wenn ein Mangel an der gekauften Hündin besteht, sie selbstverständlich das Recht vom Kaufrücktritt hat, ich ihr die 200€ zurückgeben, im Gegenzug aber das Tier abholen werde. Da sie deutlich in der Sprachnachricht sagt, ich solle ihr den "Kaufpreis" (die lediglich eine Schutzgebühr war) erstatten, da ich sie angeblich arglistig getäuscht habe, ist das für mich insofern in Ordnung, wenn ich im Gegenzug den Hund wieder in Besitz nehme. Bewiesen, dass der Hund krank ist, hat sie bisher nicht.
In wiederum einer anderen Nachricht droht sie, dass der Tierschutz an »solchen Menschen wie ich es bin« sehr interessiert ist und Gerichte mit mir nicht lasch umspringen würden und vor Gericht ein Tierleben mehr Wert hat als das eines Menschen. Schon seltsam, wenn das Tier doch in einem derart verwahrlosten Zustand bei ihr ankam (im Übrigen hatte sie damals in der ersten Sprachnachricht gesagt, sie habe die Hündin gebadet, weil sie so sehr haarte, jetzt behauptet sie, sie hätte massiv gestunken. Auch das ist gelogen!), warum hat sie nicht sofort den Tierschutz eingeschaltet? Das wäre doch das Erste, was ich gemacht hätte. 
Zudem wundert mich, dass sie am 18.9 mit der Hündin beim Tierarzt war und die Hündin angeblich derart krank ist, dass selbst das Blut »verseucht« ist, der nächste Behandlungstermin aber erst am 25.9 ist. Also genau eine Woche später. Auch von diesem Terminzettel schickte sie mir eine Fotokopie.
Ich habe ihr jetzt per Whatsapp bis Sonntag 22 Uhr eine Frist gesetzt, mir einen Termin zu nennen, wann ich die Hündin holen kann, um ihr im Gegenzug die 200€ zurückzuzahlen. Von ihr kommt nichts. Ich möchte die Hündin hier meinem Tierarzt vorstellen, weil ich einfach nicht glaube, dass sie derart krank ist und dass diese Krankheit schon seit Monaten besteht. Ich******re hier einfach Betrug und denke, die Dame möchte nur die 200€ zurückhaben, weil sie jetzt nach einem Monat feststellt, dass die Hündin, wie in Gesprächen zuvor auch ausgiebig diskutiert, extrem ängstlich ist und diese Angst auch nach einem Monat nicht einfach abgelegt hat. Das wusste die Dame aber. Ich habe seit Juni 2019 einen neuen Besitzer gesucht. Ich habe mir die Wahl also nicht einfach gemacht, habe mir Zeit gelassen und unzählige Interessenten wegen Nichteignung auch abgelehnt. Wenn ich den Hund hätte loswerden wollen, hätte ich doch zugesehen, dem Erstbesten den Hund aufs Auge zu drücken. Ich bin - ehrlich gesagt - über diese Entwicklung völlig fassungslos.
Ich möchte gerne eure Meinung zu diesem Fall wissen. Mir kommt das ganze spanisch vor und diese Frau hochmanipulativ.

LG von mir


-- Editiert von go526113-65 am 21.09.2019 13:14

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21 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7242 Beiträge, 1304x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Ich möchte gerne eure Meinung zu diesem Fall wissen.
Der Hund gehört der Frau. Der Hund ist ihr Problem.
Du aber willst den Hund zurück. Damit holst du Probleme zu dir.

Bist du dir sicher , dass dein Hund bis zum 23.8. gesund war?
Du hast hoffentlich Nachweise deines letzten Tierarztbesuchs?

Zitat (von go526113-65):
Ich habe seit Juni 2019 einen neuen Besitzer gesucht.
Und schon am 23.8. den Transport nach NRW gemacht. Das war nicht lange.

-ICH- würde nicht mehr kommunizieren.
Aber ich bin auch kein Hundebesitzer, der sich täglich Sorgen macht, was mit dem Hund dort ist...
Ein Hund ist kein Artikel.

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#2
 Von 
Moderator9
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 396x hilfreich)

Ein langer Text, aber von einer Betrugsanzeige lese ich da nirgends was...

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#3
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von go526113-65):

Ich möchte gerne eure Meinung zu diesem Fall wissen.

Zitat:
Der Hund gehört der Frau. Der Hund ist ihr Problem.
Du aber willst den Hund zurück. Damit holst du Probleme zu dir.

Die Dame hat mir bisher keinen einzigen Beweis geliefert, dass die Hündin wirklich krank ist und was sie wirklich hat. Eine Fotokopie der Tierarztrechnung wäre das Mindeste gewesen. Bekommen habe ich bisher lediglich eine Quittung der Kartenzahlung in Höhe von etwas über 54€, die genauso gut für eine Impfung oder sonstige Kleinbehandlung herhalten kann. Angeblich darf oder kann ihr Tierarzt nicht bestätigen, dass die Hündin krank ist, weil (wer auch immer) denken könnte, er stellt so etwas nur aus, um den Hund operieren zu können. So sagte die Dame in ihrer Sprachnachricht, und ich kann darüber nur mit dem Kopf schütteln. Ich vermute, dass die Dame mich einfach nur betrügen will und Druck mit Anwalt, Gutachter&Co macht, damit ich bis Montag die 200€ Schutzgebühr zurück überweise. Sie wollte mich einschüchtern. Daraufhin habe ich ihr geschrieben, dass sie die 200€ Zug um Zug gegen die Herausgabe des Hundes zurückbekommt. Sie will den Hund nicht hergeben. Sie möchte ihn lediglich umsonst, habe ich das Gefühl. Bisher hat sie auch nicht geantwortet. Ich habe ihr bis Sonntag, 22 Uhr eine Frist gesetzt, einen Termin zu nennen, wann ich den Hund wieder abholen kann. Weitere Kommunikation wird von meiner Seite nicht stattfinden.

Zitat:
Bist du dir sicher , dass dein Hund bis zum 23.8. gesund war?
Du hast hoffentlich Nachweise deines letzten Tierarztbesuchs?

Der letzte Tierarztbesuch war vor 9 Monaten. Es bestand während dieser Zeit kein Grund, den Hund einem Tierarzt vorzuführen. Die Hündin war gesund und munter, hat gefressen, Weiches wie auch zähe Entenbrust. Niemand geht monatlich zum Tierarzt, um sich über den Gesundheitszustand des Hundes zu erkundigen, solange kein Grund dazu besteht. Im November wäre ihr nächster Impftermin und die Hündin wäre wieder einem Tierarzt vorstellig geworden. Solange sie in meinem Besitz war, war sie putzmunter. Auch hat die Dame mir nach dem Empfang der Hündin bestätigt, dass es ihr gut ginge. Vier Wochen lang scheint ja auch ihr nichts aufgefallen zu sein, das einen Gang zum TA nötig gemacht hätte. Sie unterstellt mir aber, ich hätte davon gewusst und sie arglistig getäuscht. Wie gesagt, hat sie bisher auch keinen Beweis über den Zustand des Hundes geliefert, außer eine Quittung für die Girokartenzahlung.

Zitat (von go526113-65):
Ich habe seit Juni 2019 einen neuen Besitzer gesucht.

Zitat:
Und schon am 23.8. den Transport nach NRW gemacht. Das war nicht lange.

3 Monate. Die Chance, den Hund zu vermitteln, hätte ich schon zwei Tage später gehabt. Interessenten gab es an die 150 in diesen drei Monaten. Aber darum ging es mir beim Schreiben auch nicht. Die Dame will mir unterstellen, ich habe den Hund vermittelt, weil ich gewusst haben soll, dass er krank ist - was völliger Unsinn ist. Darum habe ich geschrieben, dass ich lange genug nach einem Besitzer gesucht habe, und wäre es mir darum gegangen, den Hund abzuschieben, weil er krank ist, hätte ich DAS doch wohl so schnell wie möglich gemacht. Ich habe den Hund vermittelt, als ich jemanden gefunden habe, der zu meinen Vorstellungen passt. Und bei dieser Dame war das der Fall. Man kann ja keinem hinter die Stirn gucken.
Ich habe - wie gesagt - keinerlei Kenntnis und nicht mal eine Ahnung oder Vermutung gehabt, dass die Hündin krank ist.

Zitat:
-ICH- würde nicht mehr kommunizieren.
Aber ich bin auch kein Hundebesitzer, der sich täglich Sorgen macht, was mit dem Hund dort ist...
Ein Hund ist kein Artikel.

Wird laut Gesetzt im Handel aber als solcher gesehen. Auch wenn ich nur eine Schutzgebühr genommen habe, wird scheinbar die Übergabe des Hundes als Kauf gesehen. Soweit ich bisher recherchiert habe, hat man - auch beim "Kauf" eines Hundes - bis zu 6 Monaten (oder bei erblichen Erkrankungen 2 Jahre) das Recht, Schadensersatz zu verlangen, wenn der Hund während dieser Zeit krank wird und nachgewiesen werden kann, dass diese Krankheit schon vor dem Verkauf bestanden hat. Darum will sie ja einen Sachverständigen/Gutachter hinzuziehen. Ich frage mich aber, wenn man einen Gutachter für so was braucht, wie man einem Laien (ich bin ja kein TA) unterstellen kann, er habe etwas von der Krankheit/Leiden wissen müssen. Wie gesagt, war die Hündin bei mir in allerbester Verfassung und hat nie den Anschein gemacht, zu leiden, Schmerzen zu haben oder Ähnliches. Sie hat nie ihr Futter und ihre Leckerlis verweigert.

Meine eigentliche Frage zu dem Thema ist, ob die Dame gegen mich Schadensersatzansprüche hat, für Krankheiten/Leiden des Hundes, von denen ich nichts wusste und auch nichts wissen konnte und die erst nach der Vermittlung aufgetreten sind. Wie gesagt, ist auch ihr vier Wochen lang nicht aufgefallen, dass der Hund (angeblich) krank ist. Zudem wollte ich mit der Dame einen Übergabevertrag für den Hund machen, der alles regelt, den sie aber ablehnte - mit den Worten, sie habe ihren Kater aus dem Ausland auch ohne diese ganze Bürokratie bekommen, dass das völlig unnötig sei. Das habe ich als Beweis im Kommunikationsverlauf.
Eine definitive Zusage, dass der Hund gesund sei, habe ich ebenfalls nicht gegeben, ich habe keine Röntgenaugen und kann von außen nicht beurteilen, ob das Tier innen 100% gesund ist. Das kann niemand mit bloßem Auge. Ich habe lediglich ihre Frage nach den Tabletten und eventuell bestehenden Allergien wahrheitsgemäß beantwortet und zugesichert, dass Emma im Augenblick keine Tabletten bekommt und keine Allergien hat.

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#4
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Moderator9):
Ein langer Text, aber von einer Betrugsanzeige lese ich da nirgends was...

Ich schrieb auch, dass die Dame mich wegen Betrug anzeigen will!

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70561 Beiträge, 32266x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Meine eigentliche Frage zu dem Thema ist, ob die Dame gegen mich Schadensersatzansprüche hat, für Krankheiten/Leiden des Hundes, von denen ich nichts wusste und auch nichts wissen konnte und die erst nach der Vermittlung aufgetreten sind.

Wurde in den kaufvertraglichen Vereinbarungen die gesetzliche Sachmängelhaftung ausgeschossen?

Falls nein: da müsste man haften, wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war.

Falls ja: da müsste man haften, wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war und zusätzlich nachweist, das man den Mangel arglistig verschwiegen hat.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von go526113-65):
Meine eigentliche Frage zu dem Thema ist, ob die Dame gegen mich Schadensersatzansprüche hat, für Krankheiten/Leiden des Hundes, von denen ich nichts wusste und auch nichts wissen konnte und die erst nach der Vermittlung aufgetreten sind.

Zitat:
Wurde in den kaufvertraglichen Vereinbarungen die gesetzliche Sachmängelhaftung ausgeschossen?

Falls nein: da müsste man haften, wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war.

Falls ja: da müsste man haften, wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war und zusätzlich nachweist, das man den Mangel arglistig verschwiegen hat.

Ich habe der Dame gesagt, dass ich einen schriftlichen Übergabe-/Kaufvertrag mit ihr machen will. Das hat sie mit den Worten "Ja, wie gesagt, ich habe meinen Kater ja aus Ägypten und da kenne ich das halt nicht her. Das ist mir auch alles viel zu viel Bürokratie." abgelehnt. Es wurde also zumindest schriftlich eine gesetzliche Sachmängelhaftung weder aus noch eingeschlossen. Wie verhält es sich da?

Signatur:LG von mir
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70561 Beiträge, 32266x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Es wurde also zumindest schriftlich eine gesetzliche Sachmängelhaftung weder aus noch eingeschlossen. Wie verhält es sich da?

Muss man halt schauen obs "nicht schriftlich" ausgeschlossen wurde.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7242 Beiträge, 1304x hilfreich)

@TE:

Zitat (von Harry van Sell):
wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war.
DAS müsste also die Käuferin machen.
Zitat (von Harry van Sell):
wenn die Käuferin nachweist, das der Mangel zumindest latent bei Gefahrenübergang vorhanden war und zusätzlich nachweist, das man den Mangel arglistig verschwiegen hat.
DAS müsste die Käuferin auch nachweisen.
-ICH- wüsste nicht, wie der Käuferin das nach deiner Schilderung gelingen sollte.
Zitat (von go526113-65):
dass ich einen schriftlichen Übergabe-/Kaufvertrag mit ihr machen will.
Und was genau steht nun drin? Was wurde geschrieben und unterschrieben?

Du musst dich nicht rechtfertigen. Auch ein hätte-hätte ist hier nicht nötig.

Bitte:
Nur auf ANTWORTEN klicken. Und antworten. Bitte nicht die kompletten vorigen Beiträge zitieren.
Danke.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70561 Beiträge, 32266x hilfreich)

Zitat (von Anami):
DAS müsste die Käuferin auch nachweisen.

Aber nur, wenn die gesetzliche Sachmängelhaftung korrekt ausgeschossen wurde.



Zitat (von Anami):
-ICH- wüsste nicht, wie der Käuferin das nach deiner Schilderung gelingen sollte.

Das Krankheitsbild ist ja bekannt, man kann also durchaus zurückrechnen, wann das ganze begonnen haben muss.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#10
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2047 Beiträge, 695x hilfreich)

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir folgendes:

Angeblich sind es 2000EUR Kosten inkl. Anwälten, Arztrechnungen usw. und eine Anzeige beim Tierschutz

Wenn man die 200EUR zurückzahlt, ist alles erledigt und abgegolten

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir folgendes:

Das ist ein Bluff!

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#11
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe das Ganze jetzt folgendermaßen gehalten:

Ich habe ihr, wie gewünscht (unter Vorbehalt - dies habe ich auf der Überweisung auch vermerkt) die 200€ zurück überwiesen. Gleichzeitig habe ich heute ein Einschreiben an sie abgeschickt, in dem ich Sie auffordere, mir bis zum 5. Oktober 2019 seitens des Tierarztes (dessen Namen ich von der Quittung der Kartenzahlung ja kenne) eine Bestätigung zukommen zu lassen, die ihre Aussage, die die Diagnose betrifft, bestätigt.
Da sie mir wortwörtlich mitteilte:
» [...] Ich wollte Ihnen Bescheid sagen, ich war mit dem Hund beim Tierarzt, er hat bescheinigt, dass Emma seit Monaten eine Zahnentzündung hat, wo der Hund sehr drunter gelitten hat, [...] unter anderem ist auch der ganze Kiefer vereitert [...] durch die monatelange Entzündung im Zahn ist das Blut auch unrein.«

wird es ja für sie dann kein Problem sein, vom Tierarzt dementsprechend einen Nachweis zu bekommen, in der er bestätigt:

1 wann die Hündin vorstellig war
2. dass die Hündin eine monatelange Zahnentzündung hat
3. dass die Hündin eine Kiefervereiterung hat


Der Tierarzt wird ihr gegenüber so eine Diagnose ja nur nach einer eingehenden Untersuchung äußern. Und da sie ja den kompletten Behandlungsverlauf und die dazugehörigen Preise runterrasselt wie das 1x1, wird sie sich schlecht rausreden können. Sollte sie sich das ausgedacht haben, ist es ihr Problem. Sie hat aufgrund ihrer Äußerung, in der sie den Tierarzt zitiert, die Schutzgebühr unter Vorbehalt zurückbekommen. Sie ist jetzt in der Beweispflicht, dass der Tierarzt am 18.9.19 tatsächlich diese Diagnose gestellt hat. Da sie mir eine Frist zu heute gesetzt hat, ich mich aber aufgrund einer Quittung, (die nichts weiter aussagt, als dass sie eine Leistung dort in der Praxis in Anspruch genommen hat), sicher nicht überzeugen lasse, dass ihre Aussage der Wahrheit entspricht, sollte sie jetzt aktiv werden. Ansonsten steht einer Anzeige wegen Betrugsversuch sicherlich nichts im Wege.
Wie seht ihr das?

Kurz nochmals zur Frage mit dem Übergabe-/Kaufvertrag. Es gibt keinen! Weder sie noch ich haben irgendwas unterschrieben. Es gibt lediglich den Chatverlauf und Sprachnachrichten. Ihre Frage, ob die Hündin Allergien oder eine Krankheit hat, wofür sie Tabletten nehmen muss, habe ich ihr wahrheitsgemäß beantwortet. Nein, sie bekommt keine Tabletten - weder gegen eine Allergie noch gegen eine Krankheit. Sie behauptet jetzt dagegen "da Sie mir bestätigt haben, dass der Hund keine Allergien hat und gesund ist ...", was ich gar nicht habe.
Desweiteren wurde nichts weiter von ihrer Seite gefragt, was den Gesundheitszustand angeht. Da ich die Hündin in einen für mich als Nicht-TA gesunden Zustand übergeben habe und auch keinerlei Grund hatte, anzunehmen, dass die Hündin krank ist, habe ich ihr auch nichts verschwiegen.

Im übrigen denke ich wie cirius328328




-- Editiert von go526113-65 am 23.09.2019 14:47

Signatur:LG von mir
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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(70561 Beiträge, 32266x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Im übrigen denke ich wie cirius328328

Würde man wirklich so denken, hätte man kein Schuldeingeständnis mit der Überweisung gemacht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
go526113-65
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von go526113-65):
Im übrigen denke ich wie cirius328328

Würde man wirklich so denken, hätte man kein Schuldeingeständnis mit der Überweisung gemacht.

Ich habe kein Schuldeingeständnis gemacht. Ich habe ihr unter Vorbehalt die Schützgebühr vorerst zurücküberwiesen. Wenn sie mir vom Tierarzt das Schreiben zukommen lässt, und die Diagnose tatsächlich der Wahrheit entspricht, ist für mich damit die Sache auch erledigt.

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#14
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7242 Beiträge, 1304x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Ich habe ihr, wie gewünscht (unter Vorbehalt - dies habe ich auf der Überweisung auch vermerkt) die 200€ zurück überwiesen.
Ja, wenn du dieser Person so gern Wünsche erfüllst--- dann nur weiter so. Lass uns teilhaben an deiner Art Rechtsverständnis.
Zitat (von go526113-65):
Sollte sie sich das ausgedacht haben, ist es ihr Problem
Den Hund hat sie schon und nun die 200,- auch zurück---alles frei Haus geliefert. :grins:

Hast du noch einen Hund? :neck:

Zitat (von go526113-65):
Ansonsten steht einer Anzeige wegen Betrugsversuch sicherlich nichts im Wege.
Über Betrugs-Versuchs-Anzeigen freut sich die Polizei immer ganz besonders.
Zitat (von go526113-65):
Wie seht ihr das?
Du fällst nach allen Einschätzungen unterschiedlicher User trotzdem auf diesen Bluff herein.
Zitat (von go526113-65):
Kurz nochmals zur Frage mit dem Übergabe-/Kaufvertrag. Es gibt keinen! Weder sie noch ich haben irgendwas unterschrieben.
Den Vertrag habt ihr nachweislich mündlich gemacht. Sie zahlt dir 200,- und du schickst ihr den Hund. Alles o.k.

Zitat (von go526113-65):
Wenn sie mir vom Tierarzt das Schreiben zukommen lässt, und die Diagnose tatsächlich der Wahrheit entspricht, ist für mich damit die Sache auch erledigt.
Wieso erledigt? Dann zahlst du ihr auch noch die Auslagen für Anwalt, Tierschutz, Tierarzt. 2000,-

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#15
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6654 Beiträge, 3231x hilfreich)

Zitat (von go526113-65):
Gleichzeitig habe ich heute ein Einschreiben an sie abgeschickt, in dem ich Sie auffordere

Nenne mir bitte einen vernünftigen Grund, weshalb die "Käuferin" Deiner Aufforderung folgen sollte?
Sie hat doch nun alles was sie wollte, nämlich Hund und Geld.

Wobei, die Kuh ist ja grade erst angemolken, da gibt es bestimmt noch mehr zu holen....

Als nächstes kommt dann die Sprachnachricht, dass entgegen der ersten Schätzung die Kosten nun doch explodiert sind, weil der Hund noch 2 neue Hüften, Spezialfutter, eine Herztransplantation und ein eigenes Haus benötigt.
Solltest Du dann nicht innerhalb von 14 Tagen die Kosten übernehmen, schickt sie Dir Greta ins Haus. :augenroll:

-- Editiert von spatenklopper am 24.09.2019 12:41

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#16
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7242 Beiträge, 1304x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
schickt sie Dir Greta ins Haus.
Macht die jetzt auch *in Hunde*?

Dankeschön für diesen Satz!
:grins:

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#17
 Von 
Nora2030
Status:
Beginner
(71 Beiträge, 5x hilfreich)

Das Geld wirst du nicht wiedersehen bzw. es wird ein langer Weg dahin.

Weshalb nicht die einfachere Variante, indem du die Käuferin bittest, ihr die komplette Rechnung, nicht nur den Gesamtbetrag mit allen Auflistungen zu zeigen. Hätte sie es zeigen können, wäre es erledigt und du könntest das Geld immer noch überweisen. Sollte das nicht stimmen, wovon auszugehen ist, hätte sie Ruhe gegeben.

Hast du eine Frist angegeben, bis wann sie dir die Leistungen durch den TA zeigen soll? Darauf könntest du aufbauen.

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#18
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(661 Beiträge, 318x hilfreich)

Entweder hörst du nun nie wieder etwas von ihr. Denn sie hat ja nun ihr Geld zurück und den Hund.

Oder sie wird dir weitere Forderungen schicken und du wirst dir überlegen müssen, ob du weiter zahlst. Da du ja schon 200 € zurück überwiesen hast, hat sie ja nun ein gutes Argument, dass du ein schlechtes Gewissen hast und von der Erkrankung des Hundes wusstest.

Was hält dich eigentlich davon ab den Tierarzt zu fragen, ob der Hund dort vorgestellt wurden, weil du eine Rechnung von 2000 € für seine Leistungen begleichen sollst?

Irgendwie fällt mir gerade der Satz ein "Jeden morgen steht ein Dummer auf..." ein

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#19
 Von 
Anami
Status:
Schlichter
(7242 Beiträge, 1304x hilfreich)

Zitat (von Nora2030):
Hast du eine Frist angegeben,
Zitat (von go526113-65):
ich Sie auffordere, mir bis zum 5. Oktober 2019 seitens des Tierarztes
Zitat (von Nora2030):
Darauf könntest du aufbauen.
Was sollte der TE denn darauf aufbauen? Die Rechnung bezahlen?
Und wieso soll hier Geld (200,-) wieder zurückkommen?

Mir kommt auch dieser Satz in den Sinn...

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#20
 Von 
Osmos
Status:
Lehrling
(1474 Beiträge, 534x hilfreich)

Und wie man sieht funktionieren derartige dreiste Aktionen eben immer und immer wieder... man glaubt es nicht.

:bang:

Signatur:Meine persönliche Meinung
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#21
 Von 
H. Odensack
Status:
Praktikant
(515 Beiträge, 105x hilfreich)

Falls sie belege einreicht, was ich ni ht glaube, pass Ver auf, dass wirklich dein Hund behandelt wurde und ni ht ein beliebiger anderer

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