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DRINGEND : Tierschutzvertrag Gültigkeit

 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)
DRINGEND : Tierschutzvertrag Gültigkeit

Guten Abend.
Ich habe vor einen Hund aus dem Tierschutz zu "adoptieren".
Soweit ist auch alles prima, Vorkontrollle bestanden & nun den Vertrag erhalten.
Wenn ich mir diesen so durchlese, dann kommt er mir vor wie ein Kaufvertrag (der "Preis" steht drin, und auch die weiteren Formulierungen sind eher wie bei einem Kauf gehalten)
Ergo würde aus meiner Sicht der Hund dann in meinen "Besitz" übergehen?
(anbei der Vertrag, es tut mir leid das es so lang wird, aber ich bin wirklich verunsichert)
Nun gehen aus meiner Sicht also alle Pflichten und Kosten auf mich über, auch wenn die Fellnase überraschend doch krank ankommt (also der Verein haftet für absolut nichts) was ja auch normal wäre.
Allerdings sieht es so aus, dass Gier ein Haufen Klauseln enthalten sind, die mir direkt nicht gefallen. Nicht dass ich böses vor habe, aber wenn es dann MEIN Hund ist, mit allem was dazu gehört, wie kann es sein, dass mir da im Vorwege Vertragsstrafe, Wegnahme zu meinen Kosten, etc, angedroht werden?
Ist das zulässig?
Hier der Vertrag :
Tierschutzvertrag
zwischen der Tierschutzorganisation Xyz e. V.
(nachstehend auch QQ genannt)
Musterstrasse 1 – D-3333 Musterstadt , Mobil: +49 000550000 oder +49 0002220000
Email: @gmail.com / www.Xyz.eu
und nachfolgend genannter/n Person/en (nachstehend auch Übernehmer genannt) wird folgender Vertrag geschlossen:

Name, Frau/Herr : Max Mustermann

Angaben zum Hund:
Name des Hundes: HUND
Chip-Nr.: siehe Pass
Geschlecht : männlich
Kastriert/ Sterilisiert ja
Ein gültiger Impfschutz gegen Tollwut ist in unserem Partnertierheim vorgenommen worden. Auf besonderen Wunsch des Übernehmers kann fakultativ vom Partnertierheim eine landesübliche Blutuntersuchung durchgeführt werden.
Der im Impfpass, der dem Übernehmer mit dem Hund übergeben wird, angegebene Impfstatus sollte nach
Übernahme des Hundes von einem Tierarzt überprüft werden. QQ kann für die im Impfpass angegebenen Impfungen keine Garantie übernehmen wegen einer nicht immer einfachen Kommunikation zwischen uns und dem Tierheim vor Ort. Ausgaben für etwaige Nach- oder Erstimpfungen trägt der Übernehmer.

Vertragsbedingungen
§ 1 Übernahme des Hundes
Der Übernehmer verpflichtet sich, das Tier ordnungsgemäß zu halten und zu pflegen, die Vorschriften des Tierschutzgesetzes und der hierzu ergangenen Rechtsverordnungen zu beachten, jede Misshandlung und Quälerei zu unterlassen und solche auch durch eine andere Person nicht zu dulden; das Tier nicht an eine Kette oder sonstige Anbindehaltung zu legen; es nicht zum Ziehen von Lasten zu verwenden und ihm tagsüber ausreichend Auslauf zu gewähren; das Tier nicht zu vertragswidrigen Zwecken, wie Tierversuchen, zur Verfügung zu stellen; eine sich als notwendig ergebende Tötung nur von einem Tierarzt schmerzlos vornehmen zu lassen und von der
Tötung unter Vorlage der tierärztlichen Bescheinigung unverzüglich QQ Mitteilung zu machen. Das
Abhandenkommen des Tieres ist unverzüglich QQ und der zuständigen Polizeidienststelle bzw. Ordnungsbehörde zu melden.
§ 2 Pflichten des Übernehmers
Der Übernehmer verpflichtet sich, das vorgenannte Tier ausschließlich zum Verbleib in seinem eigenen Haushalt zu übernehmen. Der Übernehmer verpflichtet sich weiterhin, das Tier nicht in einem Zwinger, einer Garage, einem Kellerraum, einer Scheune, einem Stall oder einem dem gleichzusetzenden Gebäude zu halten. Eine Weitergabe an eine dritte Person ist nicht beabsichtigt und darf nicht erfolgen.

§ 3 Tierärztliche Versorgung, Sicherheit gegen Entlaufen
Das Tier ist in regelmäßigen Abständen einem Tierarzt vorzuführen, um notwendige Impfungen und
EnQQurmungen durchführen zu lassen. Insbesondere in der Eingewöhnungszeit ist anstelle eines Halsbandes ein Brustgeschirr gegen Entlaufen zu verwenden. Dies wird auch für die Zukunft empfohlen.
§ 4 Regelung bei notwendiger Abgabe des Hundes
Der Übernehmer verpflichtet sich, bei Vorliegen persönlicher oder sonstiger Gründe und/oder Problemen, die ihm das Halten des Tieres nicht mehr ermöglichen, umgehend QQ davon zu informieren. QQ wird sich bemühen, eine geeignete Endstelle oder Pflegestelle zu suchen. QQ wird im Interesse des Hundes alles daran setzen, ihn schnellstmöglich in eine andere Pflege- oder Endstelle zu geben. Eine Rücknahmepflicht von QQ besteht jedoch nicht.
Sollte QQ in einer angemessenen Frist keine Pflege-oder Endstelle finden, wird QQ im Gegenzug dem Übernehmer eine Freigabe-Erklärung zukommen lassen, wonach der Übernehmer berechtigt ist, den Hund anderweitig zu vermitteln. Auch in einem solchen Fall ist QQ über den neuen Besitzer zu informieren und die Angaben zum neuen Besitzer sind QQ mitzuteilen. Der Hund ist nur über Schutzvertrag und Schutzgebühr weiterzuvermitteln. Die Schutzgebühr ist auf das Konto von QQ zu überweisen und wird für den Tierschutz verwendet.
§ 5 Überprüfungsrecht
Der Übernehmer gestattet QQ sich durch Beauftragte jederzeit vom Zustand des Tieres und der Einhaltung der vorerwähnten Vertragsverpflichtungen zu überzeugen und zu diesem Zweck die Räumlichkeiten zu betreten, in denen sich das Tier befindet.
§ 6 Nicht kastrierte Hündin
Der Übernehmer verpflichtet sich, eine von QQ übernommene nicht kastrierte Hündin nicht decken zu lassen. Sollte eine von QQ vermittelte Hündin dennoch tragend sein, so ist QQ umgehend zu unterrichten. Sollte eine von QQ vermittelte Hündin Welpen bekommen, werden diese ausschließlich über QQ vermittelt.
§ 7 Gesundheitszustand
QQ übernimmt keine Gewährleistung für das Tier. Besondere Eigenschaften werden nicht zugesichert. Das Tier ist zum Zeitpunkt der Übergabe, soweit nicht hier im Vertrag angegeben, frei von erkennbaren Krankheiten.
§ 8 Empfehlung von Kastration oder Sterilisation
Aus Gründen des Tierschutzes und in Absprache mit einem Tierarzt empfehlen wir, eine Kastration oder Sterilisation durchführen zu lassen. Ob diese bereits durchgeführt worden ist, finden Sie auf Seite 1 dieses Vertrages unter „Angaben zum Hund".

§ 9 Schutzgebühr
Zum Ersatz angefallener Kosten erhebt der QQ eine Schutzgebühr in Höhe von
340,00 €

Dieser Betrag ist nach Abschluss dieses Vertrages und vor Übernahme des Hundes auf folgendes Konto einzuzahlen: Xyz e. V., Sparkasse inland , IBAN: DE00000000000001; BIC: ABC12344
§ 10 Rücktritt vom Vertrag
Ein Anspruch auf Rückzahlung der Schutzgebühr gemäß §§ 1 bis 7 dieses Vertrages bei Rückgabe des Tieres besteht nicht.
Tritt der Übernehmer von diesem Vertrag bereits vor Ausreise des Tieres zurück, behält QQ 50 % der Schutzgebühr ein.
§ 11 Aufkommen für eQQaige Nachfolgekosten
Wird der Hund am Transporttag nicht abgenommen, ist er dennoch vollständig zu bezahlen; darüber hinaus kommt der Erwerber für alle Nachfolgekosten (Pensionskosten, Fahrketten etc.) auf.
§ 12 Sicherheitsgeschirr
Zur Sicherheit gegen Entlaufen tragen alle von uns vermittelten Hunde bei der Übernahme und auch dringend empfohlen für die erste Zeit nach Übernahme ein spezielles Sicherheitsgeschirr. Der Übernehmer verpflichtet sich, dieses Geschirr spätestens nach eQQa einem Monat nach Übernahme des Hundes auf seine Kosten an QQ zurückzusenden. Geschieht dies nicht, berechnet QQ für das Geschirr xy.00 €.


§ 13 Vertragsänderung, Gerichtsstand
Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen worden. Änderungen des Vertrages bedürfen der Schriftform. Sollten sich einzelne Vertragsbestimmungen als unwirksam erweisen, wird die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen hiervon nicht berührt. Gerichtsstand für beide Teile ist der Sitz des Vereins in Overath.
§ 14 Vertragsstrafe
Verstößt der Übernehmer gegen Bedingungen aus diesem Tierschutzvertrag, erhebt QQ eine Strafe in Höhe von 350,00 Euro. Dieses Geld fließt unmittelbar dem Tierschutz zu. Es besteht Einigkeit darüber, dass Xyz e.V. berechtigt ist, die unverzügliche Rückgabe des Tieres zu fordern, wenn der neue Tierhalter seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt.
§ 15 Anmeldung des Hundes
Der Übernehmer verpflichtet sich, den Mikro-Chip sofort nach Einzug des Tieres bei TASSO, Frankfurter Str. 20, 65795 Hattersheim, www.tiernotruf.org , auf sich anzumelden. Er verpflichtet sich außerdem den Hund umgehend steuerlich anzumelden und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Spezielle Vereinbarung:

Der Übernehmer bestätigt mit seiner Unterschrift, dass er den kompletten Vertrag durchgelesen und deren Bestimmungen zur Kenntnis genommen hat. Er bestätigt mit seiner Unterschrift ebenfalls, dass er mit den Regelungen einverstanden ist. Der Vertrag besteht aus drei Seiten plus Anhang.

Der Übernehmer erteilt mit seiner Unterschrift das Einverständnis zum Verarbeiten, wie Erfassen und Speichern, der in diesem Vertrag enthaltenen personenbezogenen Daten.
Die Angaben werden von QQ lediglich in Zusammenhang mit der Vermittlung eines Hundes oder mehrerer Hunde
verwendet. Hierzu gehört auch, dass Angaben zum Übernehmer in das EU-System TRACES, zu dem Veterinärämter Zugang haben, eingegeben werden.

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Kauf Vertrag Kaufvertrag Hund


24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3090 Beiträge, 893x hilfreich)

Rechtsberatung im Einzellfall machen Anwälte.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86137 Beiträge, 34783x hilfreich)

Zitat (von Mammamia1):
Ergo würde aus meiner Sicht der Hund dann in meinen "Besitz" übergehen?

Das geht er in jedem Falle, wichtiger wäre, ob er auch ins Eigentum übergeht.



Diese zusammengeklempnerten Verträge sind größtenteils nicht mit deutschen Recht vereinbar, da bilden die Leute aus Overath auch keine Ausnahme. Rosinenpickerei ist auch im Namen des Tierschutz nicht erlaubt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Mammamia1):
Ergo würde aus meiner Sicht der Hund dann in meinen "Besitz" übergehen?

Das geht er in jedem Falle, wichtiger wäre, ob er auch ins Eigentum übergeht.



Diese zusammengeklempnerten Verträge sind größtenteils nicht mit deutschen Recht vereinbar, da bilden die Leute aus... auch keine Ausnahme. Rosinenpickerei ist auch im Namen des Tierschutz nicht erlaubt.



Danke.
Ich persönlich finde es nur etwas dubios.
Ich spreche bei einem Lebewesen sehr ungerne von "kaufen", aber wenn ich den Hund bezahle, ist er dann nicht automatisch im Besitz und im Eigentum?
Es handelt sich ja nicht um einen Mietvertrag (Meine Wohnung ist zwar in meinem Besitz, aber nicht in meinem Eigentum)
Auch ist hier nicht geregelt WANN sie dann in mein "Eigentum" übergeht? Also nie?
Für mich sieht es so aus, als ob ich zwar bezahle, aber unterm Strich keine Rechte, sondern nur Pflichten übernehme.
Sollte unvorhergesehenes eintreffen, dann hat der Verein das Recht sie weiter zu vermitteln, aber nicht die PFLICHT.
Sollte ICH sie dann selber vermitteln müssen, so geht das Geld an den Verein - welcher von MIR bei "Adoption /Kauf" ja bereits Geld bekommen hat? Also praktisch doppelt verdient?
Nicht dass mich jemand falsch versteht, mir sind meine Aufgaben als Tierhalter sehr bewusst - die meisten Punkte halte ich ohnehin für überflüssig, da selbstverständlich - allerdings sieht es mehr wie ein "Verwahrungsvertrag auf unbestimmte Zeit" aus, wo (wehe wer böses dabei denkt) der Verein das Recht hat mir die Kleine jederzeit wieder weg zu nehmen, weil IHNEN etwas nicht passt.
Wenn das rechtlich so haltbar ist, dann zweifle ich ob ich das überhaupt unterschreiben möchte.
Ich habe zwar nichts zu verstecken, aber die Formulare lassen mich wirklich angesäuert hier sitzen.
Ich habe mich immer gewundert warum so viele Menschen zu z. T. dubiosen "Züchtern" gehen, statt zum Tierschutz, aber so langsam ahne ich woran das liegen kann.
Wer möchte denn für 15+ Jahre unter dem Auge eines Vereins verbringen?

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#4
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1861 Beiträge, 183x hilfreich)

Zitat (von Mammamia1):
Ich persönlich finde es nur etwas dubios.

Ich finde es legitim, streckenweise aber nicht durchsetzbar, das würde im Zweifel ein Gericht entscheiden müssen.

Über was machst du dir eigentlich Gedanken?

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#5
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Zitat (von Mammamia1):
Ich persönlich finde es nur etwas dubios.

Ich finde es legitim, streckenweise aber nicht durchsetzbar, das würde im Zweifel ein Gericht entscheiden müssen.

Über was machst du dir eigentlich Gedanken?

?? Darum dass ich etwas unterschreiben und BEZAHLEN soll was mir fast ausschließlich Pflichten, aber keinerlei Rechte einräumt. Sorry, aber sowas würde ich nicht unterschreiben wenn ich irgendetwas ANDERES als ein Lebewesen "kaufen" würde, also weshalb nun?

Mal ganz davon ab: Höre ich hier leichte Kritik zwischen den Zeilen?
Nicht jeder, der nicht bereit ist einen Knebelvertrag blind zu unterschreiben hat etwas zu verstecken!
Wie ich schon sagte, die Vorkontrollle war positiv, ich bin wer ich sage der ich bin und halte viele Stellen des Vertrages für eine Selbstverständlichkeit. Sicher muß sich ein Verein absichern, aber das bedeutet meiner Meinung nach nicht, dass ich unterzeichnen muß für die nächsten 15+ Jahre unter dem Mikroskop zu liegen.

Wann, wohin und mit wem ich im Laufe dieser 15+ Jahre um, ein und wegziehe ist meine Sache und wird mit Sicherheit keinem Verein gemeldet damit mein Hund jederzeit besucht werden kann.

Das geht mir zu weit.

Also wollte ich wissen in wie weit dieser Vertrag überhaupt rechtlich haltbar ist und ob jemand hier damit Erfahrungen gemacht hat.

Nicht mehr, nicht weniger.
Ich fresse weder Kinder, noch kleine Hunde zum Frühstück

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86137 Beiträge, 34783x hilfreich)

Zitat (von Mammamia1):
Für mich sieht es so aus, als ob ich zwar bezahle, aber unterm Strich keine Rechte, sondern nur Pflichten übernehme.

Ja, das hätten diese Organisationen gerne so, die juristische Realität sieht aber wie bereits gesagt ganz anders aus.



Zitat (von Mammamia1):
Auch ist hier nicht geregelt WANN sie dann in mein "Eigentum" übergeht? Also nie?

Wenn was nicht vertraglich geregelt ist, dann greift das Gesetz, bedeutet "Zug um Zug, Zahlung gegen Übergabe)


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Mammamia1):
Für mich sieht es so aus, als ob ich zwar bezahle, aber unterm Strich keine Rechte, sondern nur Pflichten übernehme.

Ja, das hätten diese Organisationen gerne so, die juristische Realität sieht aber wie bereits gesagt ganz anders aus.

Danke.


Zitat (von Harry van Sell):

Zitat (von Mammamia1):
Auch ist hier nicht geregelt WANN sie dann in mein "Eigentum" übergeht? Also nie?


Wenn was nicht vertraglich geregelt ist, dann greift das Gesetz, bedeutet "Zug um Zug, Zahlung gegen Übergabe)


Auch hierfür danke.

Also wäre jetzt für mich zu überlegen ob ich den Vertrag unterschreibe & sollte ich dann tatsächlich einmal Umziehen (oder unvorhergesehen, z. B. Krankheitsbedingt die Maus vorüber gehend woanders unterbringen müssen) einfach gelassen abwarten und eventuellen Herausgabe /Rückgabe Forderungen des Vereins erstmal nicht nachkommen?

Ich kann es ja verstehen dass Tierschutzvereine sicher stellen möchten, dass ihre Schützlinge nicht vom Regen in die Traufe kommen, Vor und Nachkontrolle (mit Anmeldung) sehe ich absolut ein. Das man mal ein kleines Update gibt natürlich auch, aber es wundert mich nun nicht mehr so sehr dass viele Menschen, die gar nichts böses im Schilde führen, einfach diesen Weg nicht gehen wollen.

Leider sehr zum Vergnügen der Vermehrer, die einen riesen Profit machen.

Oder man muß dann tatsächlich komplett auf einen Hund verzichten. Alternativen gibt es ja kaum.

-- Editiert von Mammamia1 am 07.02.2021 16:47

-- Editiert von Mammamia1 am 07.02.2021 16:48

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#8
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1861 Beiträge, 183x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ja, das hätten diese Organisationen gerne so, die juristische Realität sieht aber wie bereits gesagt ganz anders aus.

Und die Beweggründe sind durchaus nachvollziehbar ist. Was nicht nachvollziehbar ist, ist, dass derart wackelige Verträge aufgesetzt werden, aber das ist das Problem der Vermittler.

Man sollte mal nicht vergessen, dass es hier um das Wohl der Tiere geht.

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#9
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8432 Beiträge, 3689x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Und die Beweggründe sind durchaus nachvollziehbar

Ja.
Aber weshalb schaffen es diese Organisationen dann nicht EINMAL einen Vertrag zu entwerfen, dessen Inhalt mehr Wert hat als ein durchweichter Bierdeckel in der letzten Spelunke?

Zitat (von Mammamia1):
Der Vertrag besteht aus drei Seiten plus Anhang.

Wenn man alles streichen würde, was rechtlich nicht haltbar ist, bleibt dank beider Adressen und der Bankverbindung vermutlich nicht mehr als eine halbe Din A4 Seite über....

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#10
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8610 Beiträge, 4712x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Aber weshalb schaffen es diese Organisationen dann nicht EINMAL einen Vertrag zu entwerfen, dessen Inhalt mehr Wert hat als ein durchweichter Bierdeckel in der letzten Spelunke?
weil sie es nicht wollen. Simple as that

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#11
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Zitat (von Solan196):
Und die Beweggründe sind durchaus nachvollziehbar

Ja.
Aber weshalb schaffen es diese Organisationen dann nicht EINMAL einen Vertrag zu entwerfen, dessen Inhalt mehr Wert hat als ein durchweichter Bierdeckel in der letzten Spelunke?

Zitat (von Mammamia1):
Der Vertrag besteht aus drei Seiten plus Anhang.

Wenn man alles streichen würde, was rechtlich nicht haltbar ist, bleibt dank beider Adressen und der Bankverbindung vermutlich nicht mehr als eine halbe Din A4 Seite über....

Bei allen Streichungen wäre es am Ende ein reiner Kaufvertrag.

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#12
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Zitat (von spatenklopper):
Aber weshalb schaffen es diese Organisationen dann nicht EINMAL einen Vertrag zu entwerfen, dessen Inhalt mehr Wert hat als ein durchweichter Bierdeckel in der letzten Spelunke?
weil sie es nicht wollen. Simple as that

Das wäre dann allerdings extrem Kontraproduktiv.
Ich halte es ja für richtig, dass gewisse Rahmenbedingungen vorgegeben werden, denn ich denke mal trotz aller Vor- & Nachkontrollen kann man "schwarze Schafe" nicht ausschließen, allerdings glaube ich auch, dass sich diese von einem solchen Vertrag nicht unbedingt abschrecken lassen. Vor allem wenn er rechtlich nicht haltbar ist.

Dann wiederum sind die einzigen Punkte die ich für sinnvoll erachte (z. B. "man darf das Tier nicht quälen" ? Ach nee.) ja eigentlich schon selbstverständlich.
Und bei Zuwiderhandlung nicht nur durch den Verein geandet, sondern auch per Gesetz geregelt.

Also warum sollte kein Interesse daran bestehen, einen Vertrag auf zu setzten, der beide Seiten zufrieden stellt UND rechtssicher ist?

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#13
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8610 Beiträge, 4712x hilfreich)

Zitat (von Mammamia1):
Das wäre dann allerdings extrem Kontraproduktiv.
Wie kommt man daruf? Wenn sich die Käufer so dran halten, auch wenn sie es nach Gesetzeslage und/oder gängiger Rechtsprechung nicht müssten, ist doch das Ziel erreicht - und u.U. sogar extrem produktiv.

Zitat (von Mammamia1):
Also warum sollte kein Interesse daran bestehen, einen Vertrag auf zu setzten, der beide Seiten zufrieden stellt UND rechtssicher ist?
Weil man den Käufer am Besten übervorteilen möchte...

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#14
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13247 Beiträge, 5265x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn was nicht vertraglich geregelt ist, dann greift das Gesetz, bedeutet "Zug um Zug, Zahlung gegen Übergabe)
Ich sehe hier nicht, dass überhaupt eine Übereignung stattfinden soll! Es wird nur von einem "Übernehmer" gesprochen. Das kann auch einfach nur ein Pfleger sein.
Da ich hier keinen Kaufvertrag sehe würde ich hier von einer Übernahme abraten.
Wäre es ein Kaufvertrag, dann wäre der Inhalt völliger Quatsch. Wenn es aber um einen Pflegevertrag geht, dann können dem Pfleger durchaus einige Pflichten auferlegt werden um das Tier pflegen zu dürfen.
Vermutlich würde dieser Wisch vor Gericht sogar als Kaufvertrag durchgehen und der Käufer hätte gute Chancen, dass der Inhalt als nichtig erklärt werden würde. Da dies, im Fall der Fälle, aber mit viel Aufwand und Kopfweh verbunden wäre, würde ich von Anfang an diesen Wisch nicht unterschreiben wollen und mir einen serösen Anbieter suchen.

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#15
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Zitat (von Mammamia1):
Das wäre dann allerdings extrem Kontraproduktiv.
Wie kommt man daruf? Wenn sich die Käufer so dran halten, auch wenn sie es nach Gesetzeslage und/oder gängiger Rechtsprechung nicht müssten, ist doch das Ziel erreicht - und u.U. sogar extrem produktiv.

Zitat (von Mammamia1):
Also warum sollte kein Interesse daran bestehen, einen Vertrag auf zu setzten, der beide Seiten zufrieden stellt UND rechtssicher ist?
Weil man den Käufer am Besten übervorteilen möchte...

Ahhhh! Nun ist es auch bei mir angekommen
Gut, unter dem Aspekt habe ich es nun natürlich verstanden.

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#16
 Von 
Mammamia1
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Zitat (von Harry van Sell):
Wenn was nicht vertraglich geregelt ist, dann greift das Gesetz, bedeutet "Zug um Zug, Zahlung gegen Übergabe)
Ich sehe hier nicht, dass überhaupt eine Übereignung stattfinden soll! Es wird nur von einem "Übernehmer" gesprochen. Das kann auch einfach nur ein Pfleger sein.
Da ich hier keinen Kaufvertrag sehe würde ich hier von einer Übernahme abraten.
Wäre es ein Kaufvertrag, dann wäre der Inhalt völliger Quatsch. Wenn es aber um einen Pflegevertrag geht, dann können dem Pfleger durchaus einige Pflichten auferlegt werden um das Tier pflegen zu dürfen.
Vermutlich würde dieser Wisch vor Gericht sogar als Kaufvertrag durchgehen und der Käufer hätte gute Chancen, dass der Inhalt als nichtig erklärt werden würde. Da dies, im Fall der Fälle, aber mit viel Aufwand und Kopfweh verbunden wäre, würde ich von Anfang an diesen Wisch nicht unterschreiben wollen und mir einen serösen Anbieter suchen.

Vielen Dank für die ausführliche Darlegung.
Das hat mir tatsächlich bei meiner Entscheidung geholfen.
Einzig bedauerlich finde ich die Tatsache, dass (soweit ich es nun mittels Onkel Google recherchieren konnte) wohl die meisten Vereine mit Vordrucken dieser Art wedeln.
Da wird es vermutlich schwierig werden eine Alternative zu finden, ausser man geht zum "Züchter", was ich ja eigentlich vermeiden wollte, oder schaut sich auf Kleinanzeigen Portalen um. (auch nicht seriös)

Vielen lieben Dank für alle konstruktiven Beiträge.

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#17
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1861 Beiträge, 183x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Zitat (von spatenklopper):
Aber weshalb schaffen es diese Organisationen dann nicht EINMAL einen Vertrag zu entwerfen, dessen Inhalt mehr Wert hat als ein durchweichter Bierdeckel in der letzten Spelunke?
weil sie es nicht wollen. Simple as that

Nein, sie können es wohl nicht und sparen lieber das Geld für einen Anwalt um einen ordentlichen Vertrag formulieren zu lassen.

Evtl. denken sie ja auch, dass bei solchen merkwürdigen Verträgen nur die Leute ein Tier zu sich nehmen, die das auf jeden Fall wollen, so ist dann vermutlich die Rückgabequote geringer (nur so ein Gedanke).

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#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(86137 Beiträge, 34783x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Vermutlich würde dieser Wisch vor Gericht sogar als Kaufvertrag durchgehen

Ja, damit ist zu rechnen.

Nur müsste es der Vertrag erst mal vor Gericht schaffen - die Vereine scheinen nicht sonderlich motiviert, das da entsprechende Urteile entstehen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#19
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13247 Beiträge, 5265x hilfreich)

Nee, denn dann würde der Vertrag inhaltlich wohl von den Gerichten zerrissen werden.

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#20
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13247 Beiträge, 5265x hilfreich)

Zitat (von Mammamia1):
Das hat mir tatsächlich bei meiner Entscheidung geholfen.
Ich habe gerade auch bemerkt, dass im Vertrag nie von einem Eigentümer, sondern nur von einem Besitzer geschrieben wird.
Ich vermute also stark, dass sich dieser ominöse Verein, im Fall der Fälle, darauf berufen wird, dass es sich bei diesem Dokument nur um einen Betreuungsvertrag und nicht um einen Kaufvertrag handelt.
Andere Vereine schreiben das zumindest deutlich. Hier wird man, meiner Meinung nach, absichtlich im Unklaren gehalten.

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#21
 Von 
Frabato
Status:
Schüler
(423 Beiträge, 43x hilfreich)

rufen Sie doch einfach mal bei einem anderen Tierschutzverein an und fragen mal nach, was man tun muss um Eigentümer eines Tiers zu werden?

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#22
 Von 
Solan196
Status:
Lehrling
(1861 Beiträge, 183x hilfreich)

Zitat (von Frabato):
rufen Sie doch einfach mal bei einem anderen Tierschutzverein an und fragen mal nach, was man tun muss um Eigentümer eines Tiers zu werden?

Ich kenne keinen Verein und kein Tierheim, welches Tiere verkauft.

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#23
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8432 Beiträge, 3689x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ich kenne keinen Verein und kein Tierheim, welches Tiere verkauft.

In städtischen Tierheimen kann man die Tiere erwerben und das zu 1/4 - 1/3 des Preises dieser Vereine.

Mal ein Beispiel aus Mülheim a.d.R. :

Hunde: 130,- Euro, geimpft, gechippt
Katzen: 100,- Euro, geimpft, gechippt
Kleintiere:
Papagei 30,- Euro
Vögel 10,- Euro
Kaninchen 15,- Euro
Meer*******chen, Hamster, Degus, Ratten und andere 10,- Euro pro Tier
Mäuse, Gerbil und andere 5,- Euro pro Tier

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#24
 Von 
-Laie-
Status:
Philosoph
(13247 Beiträge, 5265x hilfreich)

Zitat (von Solan196):
Ich kenne keinen Verein und kein Tierheim, welches Tiere verkauft.
Meinen aktuellen habe ich vor 11 Jahren bei einem Hundeschutzverein gekauft. Ich bin Eigentümer.

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