Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
522.652
Registrierte
Nutzer

Gesprächsinhalte in eigenen Worten wiedergeben

9.2.2019 Thema abonnieren
 Von 
purplelife
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Gesprächsinhalte in eigenen Worten wiedergeben

Hallo zusammen,
ich brauche bei etwas Hilfe, was wohl mehrere Rechtsbereiche berührt. Grundlegend geht es erst einmal um die Versorgung eines Hundes und dessen gesundheitlichen Zustand. Mit dem Halter habe ich per Email Kontakt. Aus meiner Sicht versorgt er das Tier nicht ausreichend. Es gibt sehr eindeutige Anhaltspunkte, die den Verdacht auf einen bösartigen Tumor nahe legen. Ich habe angeboten, das Tier abzuholen und versorgen zu lassen (auf meine Kosten), worauf nicht eingegangen wird. Das Tier ist nun seit 2 Wochen schwer krank und er hält sich nicht an Anweisungen des Arztes. Geht zwar hin, es wird aber nur symptomatisch behandelt und nicht wirklich etwas getan. Ich weiß mir nicht anders zu helfen, als zu versuchen weiteren Druck zu erzeugen, da auch das VetAmt keine Handhabe hat, so lange er überhaupt zum Arzt geht.
Wenn ich nun die reinen Fakten, die ich habe (ohne Bewertung oder ähnliches) in eigenen Worten, im zeitlichen Verlauf wiedergebe, ist das erlaubt? Ich möchte also weder zitieren, noch Bilder oder Screenshots veröffentlichen. Ich möchte nicht einmal Namen nennen, sondern auch nur neutral von "dem Tier" und "dem Halter" sprechen. Und eben alles in eigenen Wort, aber ohne Zufügung von etwas zusammen fassen. Und das halt öffentlich. DArf ich das? Verletze ich damit seine Persönlichkeitsrechte oder irgendetwas anderes? Denke, wichtig ist auch zu wissen, dass es ein ehemaliger Züchter ist und der Hund einmal Zuchthund war.
Kann mir bei diesem jemand helfen und Rat geben?
Vielen Dank und sonnige Grüße!


-- Editiert von Moderator am 09.02.2019 14:12

-- Thema wurde verschoben am 09.02.2019 14:12

Verstoß melden



11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5917 Beiträge, 1143x hilfreich)

Zitat (von purplelife):
Und das halt öffentlich.
Wo denn? Litfaß-Säule? Speakers corner? Andere Medien?
http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html
Zitat (von purplelife):
Denke, wichtig ist auch zu wissen, dass es ein ehemaliger Züchter ist und der Hund einmal Zuchthund war.
Für wen soll die Vergangenheit wichtig sein?
Auch ein früherer Zuchthund darf jetzt krank werden. Das darf auch einem früheren Züchter passieren.

Was möchtest du denn erreichen außer den Hund anders behandeln zu lassen?

Zitat (von purplelife):
Es gibt sehr eindeutige Anhaltspunkte, die den Verdacht auf einen bösartigen Tumor nahe legen.
Der Tierarzt wird die Diagnose stellen. Der Halter geht doch zum Tierarzt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5988 Beiträge, 2609x hilfreich)

Sie sind also der Meinung, daß Sie einen gesundheitlich defizitiären Zustand besser diagnostizieren können als ein Tierarzt, der das Tier (mehrfach?) vor sich hatte und wohl auch untersuchte? Das ist sportlich.

Und jetzt wollen Sie das "öffentlich machen" - Anami fragt berechtigt, wo denn? Und was soll das? Ich würde es mir als Halter verbitten, derartig verunglimpft zu werden, sofern Rückschlüsse auf meine Person gezogen werden könnten... Und dann hätten Sie auch für den Rest Ihres Lebens die letzte Mail mit mir ausgetauscht. Denn entweder es kann nicht auf des Züchters Person geschlossen werden, dann braucht er sich nicht ch ja auch nicht angesprochen zu fühlen oder eben doch und dann wäre es sinnvoll, Ihnen eine Unterlassungsklage an die Backe zu hängen.

Lassen Sie es sein, daß ist mein Ratschlag.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
purplelife
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hilfreiche Antworten... ich bat ja nicht um eine Meinung, sondern eine rechtliche Grundlage. Rückschlüsse sind nur für diejenigen möglich, die den Verlauf oberflächlich mitbekommen haben.

Und der aufmerksame Leser wird erkannt haben, dass ich keine abschließende Diagnose gestellt habe, sondern einen Verdacht habe, der untersucht gehört. Wäre der Hund untersucht worden, wäre das sicher nicht nötig. Also nein, er wurde aus einem anderen Grund operiert, dabei wurde etwas festgestellt bei dem normal sofort das Organ entfernt wird oder mindestens mittels Biopsie genau untersucht. Dies ist nicht geschehen. Der Zustand des Organs allein ist immer lebensbedrohlich und zwingt normal jeden Arzt zum Handeln. Hier wurde keiner aktiv. Der Hund liegt bilderbuchmäßig in einer Risikogruppe und hat drei weitere Symptome, die an sich ungewöhnlich sind und dieser Art Tumor aber als typisch zuzuordnen.
Und veröffentlicht auf sozialen Netzwerken.
Und für die Neugierde, warum ich mich einmische: es ist mein Hund, den ich seit Geburt 8 Jahre hatte und der aufgrund dessen, dass mein Ex als Eigentümer eingetragen ist, mir nicht gegeben wurde. Rechtlich gibt es keine Chance auf Herausgabe des Tieres zu klagen. Das wurde bereits geprüft.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2810x hilfreich)

Zitat (von purplelife):
ich bat ja nicht um eine Meinung, sondern eine rechtliche Grundlage.

Letztendlich ist das hier ein Meinungsforum und keine private (unerlaubte) Rechtsberatung, hier wird von (meist) rechtskundigen Laien die Sache betrachtet und diskutiert.

Und der Tenor ist hier wohl einstimmig: Sie haben keinerlei rechtliche Grundlage irgendetwas zu behaupten, wenn Sie dies dann doch machen, ist es strafbar und dann dürfen Sie das bezahlen.

Sie können dem Vet-Amt Ihre Verdächtigungen darlegen und es in dessen Hände geben etwas zu unternehmen, Sie können sich auch an den Zuchtverband wenden, dem dieser Züchter angehört (hat) und dort Ihre Verdächtigungen loswerden, beides wird (vermutlich) zur Folge haben, dass der Züchter sich angemessen wehrt.

Und dies hier:

Zitat (von purplelife):
Und für die Neugierde, warum ich mich einmische: es ist mein Hund, den ich seit Geburt 8 Jahre hatte und der aufgrund dessen, dass mein Ex als Eigentümer eingetragen ist, mir nicht gegeben wurde. Rechtlich gibt es keine Chance auf Herausgabe des Tieres zu klagen. Das wurde bereits geprüft.

offenbart das, was ich vermutet habe, es geht um einen persönlichen Kleinkrieg, ein Nebenkriegsschauplatz im Rahmen einer partnerschaftlichen Auseinandersetzung. Lassen Sie die Finger davon, wenn SIe die sozialen Netzwerke einbinden, dann wird der dicke fette Hammer auf Sie zurückfliegen, und das zu Recht.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5917 Beiträge, 1143x hilfreich)

Zitat (von purplelife):
Und veröffentlicht auf sozialen Netzwerken.
Hast du schon ?
Zitat (von purplelife):
sondern einen Verdacht habe, der untersucht gehört.
Aber nicht von der Öffentlichkeit, sondern vom behandelnden Tierarzt.
Zitat (von purplelife):
dass mein Ex als Eigentümer eingetragen ist, mir nicht gegeben wurde.
Du willst also deinen Ex anschwärzen.

Meine Güte, was für ein Bohai.
Rechtliche Grundlagen für sowas? Meinst du das ernst?
Es ist nicht dein Hund. Als Eigentümer steht sicher noch immer dein Exmann.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
purplelife
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hat sich auch bereits erledigt. Das Problem hat sich sozusagen von selbst gelöst.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
ratlose mama
Status:
Praktikant
(637 Beiträge, 310x hilfreich)

Zitat (von purplelife):
Hat sich auch bereits erledigt. Das Problem hat sich sozusagen von selbst gelöst.

Heisst, dass der Hund inzwischen tot ist?

Evtl. solltest du auch mal darüber nachdenken, dass der Arzt durchaus die richtige Diagnose gestellt hat, dem Eigentümer aber empfohlen hat nichts mehr zu unternehmen, weil es das Leiden nur hinauszögern würde.
Es gibt immer wieder Umstände, die eine OP verhindern (weil das Tier vielleicht zu alt oder nicht stabil genug ist), eine Behandlung nicht mehr sinnvoll erscheinen lassen oder schlicht und einfach nur noch schmerzlindernd behandelt wird, da das Tier nicht mehr zu retten ist.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(68851 Beiträge, 31952x hilfreich)

Das Problem ist ganz einfach:
Man darf seine Meinung wiedergeben, das steht so im Grundgesetz (Art. 5 GG)
Dabei darf man jedoch nicht die Rechte anderer verletzen. Und genau das ist das Problem, da wirds kniffelig.

Eigentümer und Tierarzt haben nämlich das Recht nicht verunglimpft zu werden.



Tatsachen darf man behaupten, muss diese aber beweisen können. Tatsachen gibt es hier nur die, dass der Hund offensichtlich zum Tierarzt gebracht und dort behandelt wird.



Wie der ihn behandelt weis man nicht, ob die Behandlung situationsgerecht ist weis man auch nicht, ob der Eigentümer sich an die Weisungen des Tierarztes hält weis man nicht, was der Hund hat weis man nicht.
Also alles Spekulation - davon sollte man die Finger lassen, sofern man das nicht zuvor durch einen Anwalt prüfen lässt und Geld in der Streitkasse hat oder "Pressefreiheit" für sich beanspruchen kann.



Zitat (von purplelife):
Ich möchte nicht einmal Namen nennen, sondern auch nur neutral von "dem Tier" und "dem Halter" sprechen.

Nun auch ohne Nennung von Namen kann man alleine aus dem Textinhalt auf den Halter schließen.



Die Frage ist ja auch, was genau bezweckt man damit? Was soll das Ziel sein?
Denn wenn man tatsächlich zu 0,0 auf Halter, Tier und Tierarzt schließen kann, dann kann man auf diese ja auch keinen Druck ausüben.



Zitat (von purplelife):
Hier wurde keiner aktiv.

Zitat (von purplelife):
Das Problem hat sich sozusagen von selbst gelöst.

Dann spekuliere ich mal, das hier eine palliative Behandlung vorgenommen wurde ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
purplelife
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Guten Morgen!
Um es vollständig zu machen, ich wusste detailliert was bisher gemacht wurde und wie die Diagnose war, durch den Arzt selbst und den Halter. Deswegen wusste ich, dass in Richtung meiner Vermutung nichts getan wurde. Man ging davon aus, dass die Ursache eine andere ist.

Dem Tier ging es von Samstag auf Sonntag extrem schlecht. So schlecht dass der Halter gezwungen war in eine Klinik zu fahren. Dort kam der Hund in Not OP und wurde dann eingeschläfert. Er hatte einen aggressiven Tumor der nun geplatzt war.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1997 Beiträge, 710x hilfreich)

Zitat (von purplelife):

ich brauche bei etwas Hilfe, was wohl mehrere Rechtsbereiche berührt. Grundlegend geht es erst einmal um die Versorgung eines Hundes und dessen gesundheitlichen Zustand. Mit dem Halter habe ich per Email Kontakt. Aus meiner Sicht versorgt er das Tier nicht ausreichend.

Es ist allerdings Sache des Halters, dies zu entscheiden.
Zitat:

Es gibt sehr eindeutige Anhaltspunkte, die den Verdacht auf einen bösartigen Tumor nahe legen. Ich habe angeboten, das Tier abzuholen und versorgen zu lassen (auf meine Kosten), worauf nicht eingegangen wird. Das Tier ist nun seit 2 Wochen schwer krank und er hält sich nicht an Anweisungen des Arztes. Geht zwar hin, es wird aber nur symptomatisch behandelt und nicht wirklich etwas getan. Ich weiß mir nicht anders zu helfen, als zu versuchen weiteren Druck zu erzeugen, da auch das VetAmt keine Handhabe hat, so lange er überhaupt zum Arzt geht.

Ist nicht anders wie bei Menschen - es muss nicht jede Behandlung gemacht werden, die möglich ist. Und schon gar nicht jede Behandlung, die ein anderer für sinnvoll hält.
Zitat:
Wenn ich nun die reinen Fakten, die ich habe (ohne Bewertung oder ähnliches) in eigenen Worten, im zeitlichen Verlauf wiedergebe, ist das erlaubt?

Sicher. Wieso sollte es verboten sein. Ausnahme: gesetzliche Schweigepflicht als Tierarzt, Tierarztmitarbeiter o.ä.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
eh1960
Status:
Lehrling
(1997 Beiträge, 710x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das Problem ist ganz einfach:
Man darf seine Meinung wiedergeben, das steht so im Grundgesetz (Art. 5 GG)
Dabei darf man jedoch nicht die Rechte anderer verletzen. Und genau das ist das Problem, da wirds kniffelig.

Eigentümer und Tierarzt haben nämlich das Recht nicht verunglimpft zu werden.

Tatsachen darf man behaupten, muss diese aber beweisen können. Tatsachen gibt es hier nur die, dass der Hund offensichtlich zum Tierarzt gebracht und dort behandelt wird.


Man kann aber der Meinung sein, daß die Behandlung falsch sei. Und das darf man selbstverständlich auch äußern. Auch öffentlicht.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen