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Mitbesitzer beim Pferd - Probleme

 Von 
K9Kowalsky
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Mitbesitzer beim Pferd - Probleme

Hallo !

Die Mitbesitzerin des Pferdes, das sie sich mit meiner Frau teilt, will nun sich "so einfach" von allen laufenden Kosten trennen, da sie mit dem Pferd reiterlich nicht so klar kommt, wie sie es sich vor fast 5 Jahren vorgestellt hatte.
Der Kaufvertrag läuft auf beide Namen und ist auch so unterschrieben.
Meine Frage nun: kann sie sich so einfach aus dem Vertrag stehlen und nach Ablauf eines "Ultimatums" jegliche Zahlungen (Einstallung, Hufschmied etc.) einstellen ? M.E. hat sie durch Unterschrift des Kaufvertrags doch nicht nur die gleichen Rechte sondern auch die gleichen Pflichten (vor denen sie sich eh schon genug drückt), oder ??!!
Was mir schon ein wenig weiterhelfen würde wäre eine Quelle, in der man ähnliche Fälle nachlesen kann.

Danke im Voraus

Klaus

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Kaufvertrag Pferd Vertrag


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
qwetz
Status:
Beginner
(96 Beiträge, 39x hilfreich)

Nein, solange die besagte Person und Deine Frau die Besitzer zu gleichen Teilen sind, kann keiner von beiden berechtigte Kosten abwehren.

Sie kann jedoch ihren Anteil an dem Pferd verkaufen, so ihr das nicht anders vereinbart habt oder gar verschenken, also auch an Euch. Die Frage ist jedoch, ob ihr diese Schenkung annehmen wollt. Vorauszusetzen ist Euer Einverständnis dazu nicht.

Ich unterstelle hier mal, dass es auf beiden Seiten um Kosten geht, die keine der Parteien wirklich alleine tragen könnte. Ich möchte hier vor einer allzu forschen Durchsetzung von möglicherweise berechtigten Forderungen warnen. Die Sache mit dem nackten Mann und der Tasche spielt hier eine große Rolle. Wenn Ihr erstmal ein halbes oder ganzes Jahr wartet, wird es um so schwerer, die entstandenen Forderungen überhaupt beizutreiben.

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#2
 Von 
guest123-1062
Status:
Student
(2846 Beiträge, 774x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#3
 Von 
qwetz
Status:
Beginner
(96 Beiträge, 39x hilfreich)

Sehr witzig, aber sicherlich nicht möglich. Bei solchen Beteiligungen oder Besitzgemeinschaften, kann nur ein Verkauf an Personen in Frage kommen, die die bestehenden vertraglichen Bedingungen zwischen den Besitzparteien für beide Seiten zumutbar erfüllen können.

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#4
 Von 
K9Kowalsky
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

@qwetz: So ähnlich dachte ich es mir schon gedacht. Erschien mir auch ohne tiefere juristische Fachkenntnisse plausibel.
Das Problem ist halt, daß meine Frau noch eine alte Stute hat und das zweite Pferd finanziell alleine halt nicht tragbar ist.
Das Finanzielle spielt leider bei der Mitbesitzerin gar keine Rolle. Ist schlichtweg ein wenig neben der Spur.

@Pawel P.: wäre fast auch meine Überlegung gewesen, aber .....

Erstmal Danke für die Tips.
Schön wäre es noch, wenn jemand einen Link hätte, wo solche Vertragssachen allgemeingültig geregelt sind. Das BGB (§§860 ff.)gibt da nicht soooooooviel her.

MfG

Klaus

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#5
 Von 
qwetz
Status:
Beginner
(96 Beiträge, 39x hilfreich)

Ich kuck mal, kann aber einige Tage dauern. Normalerweise richten Eigentümergemeinschaften neben dem Kaufvertrag einen separaten Vertrag über Nutzung, Kosten und weitere Pflichten aus. Der fehlt hier wohl leider?

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