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unwissentlich Ekzem-Pferd gekauft

4. Juli 2004 Thema abonnieren
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)
unwissentlich Ekzem-Pferd gekauft

Am 27.05.04 habe ich bei einem Händler aus Viersen eine 7jährige
Stute Hannoveraner-Appalouser-Mix gekauft - total gesund - seiner
Aussage nach. Eine Woche nach Lieferung der Stute fing das Schubbeln bei Ihr an. Haarverlust an Kopf, Brust, Hals, Ekzem am Euter - habe die Stute auf Pilz untersuchen lassen - negativ, danach
einen Allergen-Screening Insekt-Test. Reaktion auf Fliegen, Mücken, Ameisen, Bremsen, Culicoides zwischen 3 und 4. Habe mich sofort telefonisch mit dem Händler in Verbindung gesetzt:
Er sagt: Kann das Geld nicht zurück geben, such Dir ein anderes
Pferd aus. Möchte aber kein anderes Pferd von Ihm, da mir diese
nicht zusagen. Über die Telefonat von meiner Seite aus sind jetzt schon Wochen vergangen, er reagiert nicht. Die Stute ist so hoch allergisch, habe sie jetzt in einer ziemlich dunklen Box stehen, kann
nur noch bei Regen und starkem Wind auf die Weide. Ihr Körper war schon so zerstochen und angeschwollen, das ich dachte das arme Tier dreht durch. Nur eine hochdosierte Cortison- und Kalzium-
gabe konnte ihr Leid etwas mindern. Was soll ich tun? Gerne hätte ich mein Geld zurück - aber der Stute soll auch geholfen werden.
Mein Tierarzt sagt das die Allergie so schlimm bei Ihr ist, das sie nicht einmal mit Ekzemer-Decke auf die Weide darf - also auch kein
Ausritt. Hilfe!


-- Editiert von Curly-Sue am 04.07.2004 11:23:59

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15 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
marylou
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

hi Curly-sue

Das Angebot des Verkäufers ist eigentlich Rechtens. Er versucht Dir nun ein gleichwertiges Tier anzubieten, um aus der Sache rauszukommen.

Ich denke aber in diesem speziellen Fall solltest Du liebr einen Anwalt konsultieren, denn es könnte sich auch um arglistige Täuschung handeln, dann muss er Dir den Kaufpreis zurückerstatten...

Viel Glück
marylou *die auch so ein Problem hat*

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Danke Marylou für Deine Antwort.
Habe einen Anwalt eingeschaltet. Dieser schickt morgen einen Brief ab - wieder mit
10 Tage Frist. Irgendwie geht alles an dem
Tier vorbei - es leidet, nicht der Händler oder
ich. Werde auch das Veterinäramt vom Kreis
Krefeld einschalten. Es gibt leider noch 2 arme
Tiere von dort unten. Einem konnten wir helfen
-natürlich jede Menge Tierarztkosten- das andere Tier, ein Pony hat sich leider auch als starker Exzemer entwickelt - alles aus dem selben "Klüngelsverein". Von der Frau, wo wir das Pony her haben, gibt es noch nicht mals eine Adresse. Meine Freundin und ich waren so dumm, so "blauäugig". Alle so lieb, so brav, soooo gesund.



-----------------
" "

-- Editiert von Curly-Sue am 05.07.2004 19:52:30

-- Editiert von Curly-Sue am 05.07.2004 19:53:14

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 268x hilfreich)

Hallo Curly-Sue,

ich finde es toll von dir, daß du deinem Pferd so helfen magst. Vielleicht wäre es aber besser, es im Sommer an die See oder in die Berge zu bringen - dort ist die Belastung für die Stute vielleicht nicht ganz so groß (evtl. Verkauf?) Im Winter scheint sie ja keine Probleme zu haben, sonst wäre es dir beim Kauf im Mai ja schon aufgefallen, daß sie kahle Stellen hat und sich scheuert - oder?
Es gibt mittlerweile auch recht gute Mittel gegen Sommerekzeme aus der Naturheilpraxis - frag doch mal einen Pferdeheilpraktiker. Ich habe da sehr gute Erfahrungen damit gemacht!
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück mit deinem Pferd - und das sie bald wieder Spass auf der Weide und im Gelände haben kann.
LG

-----------------
"Julchen"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Jacky1
Status:
Schüler
(175 Beiträge, 32x hilfreich)

Du hast rein Rechlich nur zwei möglichkeiten:
1. ein neues Pferd zu nehmen
oder
2. den Mangel durch den Verkäufer beseitigen zu lassen.
Achtung...entscheidest Du Dich für Punkt 2 (was ich nach Deinen berichten vermute) darfst Du nicht selber die Behandlung übernehmen ,sondern das muß der Händler machen,sprich der muß z.B die Decke kaufen und er darf/muß auch entscheiden welche Medikamente das Pferd bekommt.
Das darfst Du nicht selber!!!!
Ganz wichtig!!!
Wir haben gerade einen Prozess zu diesen Thema bis zu 3 Instanz geführt.
Behandelst Du das Pferd selber ,bekommst Du nicht einen Cent.
Also, Du kansnt jetzt nicht machen was Du willst an Behandlung und den Verkäufer das denn in Rchnung stellen.
Allerdings :
Scheiter die Behandlung des Pferdes, weil der Händler sich z.B weigert ,eine gute Exemerdecke zu besorgen ,dann hast Du anspruch auf Wandlung (also Kaufpreis gegen Pferd) und auch evtl auf Minderung ,aber nur wenn der Händler damit einverstanden ist (was ich nicht vermute)

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten.
Mein Anwalt hat dem Händler jetzt einen Termin zum 19.07. gesetzt - seine Kostennote
schon anbei gelegt. Sogar darauf hat dieser
"Typ" nicht reagiert. Bin selber mal gespannt
wie das alles ausgeht. Wie soll der Händler einen Mangel beseitigen - bei einem hochgradigen Ekzemerpferd. Ich bin Freizeit-
westernreiterin. Normalerweise gehen wir jeden Tag ins Gelände und am Wochenende
werden auch schon mal Übernachtungstouren
gemacht. Soll ich diese mit meinem Pferd in einem Hänger begleiten oder mit Decke reiten?
Wo ich wohne sind Wälder, Wiesen, Talsperren, kleine Dörfer - KEINE Reithallen in der Nähe.
Tja, und nur ein Pferd für die Box zu halten -
und zum reiten ein neues Pferd kaufen - so reich bin ich auch nicht - zumal es in meinem
Leben auch noch ein Rentnerpferd gibt, daß mir viele Jahre ein toller Kumpel war.
Melde mich nach dem 19. wieder, wie es dann
weiter geht.
Grüße Curly-Sue


-- Editiert von Curly-Sue am 11.07.2004 19:57:42

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Jacky1
Status:
Schüler
(175 Beiträge, 32x hilfreich)

Ja,also ,dann mußt Du ein anderes nehmen ,sofern er liefern kann.
Es gibt keine rechtliche Grundlage für eine Werminderung.
Es geht ja nun nicht darum ,was der Käufer will und was nicht.
Auch nach den neuen Pferdekaufrecht gibt es Rechte für den Händler.
Ich bin auch Pferdehändler (oute micht jetzt mal ....*g*) und ich habe alle (4) gegen mich geführten prozesse gewonnen.Jetzt mag das unseriös enrscheinen so nach den Motto : "Boah was fürn Schlitzohr , 4 Gerichtsprozesse..." Ich will mich nicht rechtfertigen ,4 im Verhälnis zu ca. 300 verkauften Pferden sind wenig (meineserachtens) .
Das lag und liegt zum größten Teil daran ,das die Pferdekäufer (ohne diese jetzt schlecht machen zu wollen ) am Anfang dees neuen pferdekaufrecht meinten sie könnten "auf Blaue hineein" Pferdekaufen weil man sie ja belienig tauschen ,mindern und was weiß ich noch kann.
das ist ein riesengroßer Irtum Leute.
So ist es nicht.
Wenn der Händler in der Lage ist Dein Pferchen gegen ein Gleichwertiges zu tauschen dann mußt du das annehmen ,da gibt es keine zwei Meinungen.Da geht es auch nicht darum ob es dir persönlich gefällt (denn auch zu diesen Thema gibt es schon Gerichturteile!!!) sondern ob das Ersatzpferd die Vertraglichen Bedigungen genauso erfüllt wie das Mangelbehaftete!!!!!
So mußt Du das halt machen und wenn Dir das neue Pferd nicht gefällt dann mußt Du es halt selber Verkaufen.
Aber Aussuchen ,was man nun will ,das ist leider nicht.
Sonst könnt ja jeder kommen.!!

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
marylou
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, Jacky

puuuh, ist ja schon harter Tobak;)

Klar, dass die Händler Rechte haben, insbesondere wenn es um die Bereitstellung eines "gleichwertigen" Pferdes geht...

Hmmm, aber ich finde Deine Ausssage, dass Pferdekäufer (ich seh das jetzt mal allgemein)
nur wegen des neuen Kaufrechts ins Blaue hinein kaufen würden um dann irgendwelche Rechte zu beanspruchen schon etwas krass...

Sicherlich hast Du in diesen Dingen Deine speziellen Erfahrungen ;) gemacht, aber wo bleibt denn da der persönliche Aspekt?

Ich*gebranntes Kind* meine, dass man schon davon ausgehen kann, das man sich sozusagen in ein Pferdchen "verliebt" und es dann kauft. Und man kauft ja auch nicht das erstbeste Pferd, sondern schaut sich ja auch lange um...

Rechtlich gesehen hast Du sicherlich recht, aber dieses "gleichwertig" ist abgesehen von den vertraglichen Bedingungen schwer definierbar:(

Ich finde Deine Kommentare auf jeden Fall sehr wichtig, weil sie doch irgendwie die*grins* Gegenseite darstellen....

liebe Grüsse
marylou

-- Editiert von marylou am 11.07.2004 21:06:23

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Jacky1
Status:
Schüler
(175 Beiträge, 32x hilfreich)

ist schon in Ordnung... *g*...
Ja ,ich bedauer das ja auch ,das man nicht immer Glück hat ,aber uns "Pferdhändler " wird auch immer gleich sonstwas vorgeworfen.Jeder seriöse Pfedehändler wird versuchen ,sich mit einen Käufer nett und friedlich zu einigen ,denn er will ja noch mehr Pferde in seinen Leben verkaufen.So haben wir es auch gehandhabt und wenn jemand man mit seinen Pferd nich klar kam oder sich ein gesundheitliches Problem raustellte da war es nie ein Thema das Pferd zurückzugeben .
Aber die Leute ,die unbedingt einen Anwalt wollten,tja ,die haben ihn auch bekommen!!Wir haben es so gehandhabt ,das wenn jemand kein anderes gleich gefunden hatte was ihn gefällt ,dann hat er soviel Zeit wie er wollte bekommen, durfte sooft kommen wie er mochte,tja,bis so das Passende dabei war.es geht auf keinen Fall darum gleich Zug und Zug zu tauschen.
Sicherlich wird Dein besagter Pferdehändler auch nicht gewußt haben ,das sie so stark Exemer ist ,das tut sich wirklich kein Händler an ,sowas zu verkaufen.
Aber gerade bei Großhändler kommt sowas auch mal vor,weil man es einfach üersieht.
Versuche Fair zu sein ,dann wird er sich dir gegenüber auch sicher fair verhalten.
VielErfolg

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Jacky1, ich bin bestimmt kein Stinke-stiefel. Von meiner Seite her habe ich nach-
weislich über Handy bis jetzt 15 Anrufe (seit dem 11.07.04) getätigt. Meistens über fremde Handys,damit ich den Typ an den Hörer bekam (wegen der Speicherung meiner Tel.Nr.) Dann hat er mit immer vorgejammt wie arm er doch wäre und er versuche das zu regeln. Es kam nie ein Rückruf. Er habe vergleichbare Pferde wie die Stute in Aussicht und würde sich dann melden - nicht einmal hat er sich gemeldet.
Wie soll ich fair sein, wenn null Reaktion von
der Gegenseite kommt, ist es so schwer zu
telefonieren - oder sich mal zu treffen wir liegen ca 150KM auseinander, ich wäre ja auch
bereit gewesen nochmals nach Viersen zu fahren - aber ich habe keine andere Chance gesehen als den Rechtsanwalt einzuschalten.
Auf den Brief hat er bis jetzt auch noch nicht
reagiert - ist der noch normal. Der will doch keine gütliche Einigung. Wenn er mir ein Tauschpferd anbietet, muß es doch auch
vorhanden sein. Zu arm kann ich nur sagen
jede Menge Deckhengste vom Andalusier über
Friesen, Deckstuten, Verkaufspferde.
Ich suche kein Überpferd. Es sollte "gesund
sein" - für freizeitmäßige Beanspruchung.
Nicht schmalbrüstig - eher der kräftigere
Typ. Kleinere Macken wären auch nicht schlimm.
Die Stute sollte auch brav sein: 2 Meldung bei meiner Versicherung habe ich schon hinter mir: nach Pferd getreten - Besitzerin getroffen,
direkt in der ersten Woche. Dann am 28.06. in
der Stallgasse beim Putzen ausgeklingt, ein Springpferd an der Brust getroffen - Knochenabsplitterungen vom feinsten. Einfach so ohne Vorwarnung. Mal ist sie ganz lieb, dann wieder ein Schub und man geht nur noch in Deckung. Bin nur froh das nicht
der Besitzer getroffen wurden. Meine Stute stand seitlich in der Stallgasse mit dem
Kopf zu der heranführenden Stute um an uns
vorbei zu gehen. Meine Stute flog so schnell
rum und ich flog nur noch in die Box und voller
Treffer seitlich aufs Brustgelenk beim anderen Pferd.

Ich kann nur zu jemanden "fair" sein - wenn er mir auch die Chance gibt. Nicht ein Rückruf von seiner Seite. Wie hättest du den in meiner
Situation reagiert -och der arme Händler - wenn er so arm ist .... es gibt hier noch 2 kranke Pferde von Ihm und seinem "Verein"

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 268x hilfreich)

Hallo Curly-Sue,
kann es vielleicht sein, daß deine Stute sich einfach aufgrund ihrer Krankheit so schlecht benimmt? Sie hat Schmerzen, darf nicht raus, ist nicht ausgelastet - und weiß überhaupt nicht, warum das alles!
Sie läßt ihren Frust jetzt ab, wos nur geht!
Außerdem spürt sie bestimmt auch deinen Frust - auch wenn du dirs äußerlich nicht anmerken läßt! Pferde merken sowas!
Mir tut die arme Stute furchtbar leid. Aber ich kann auch dich verstehen, wenn du sie nicht mehr haben möchtest. Die finanzielle Belastung ist doch sehr hoch!
Aber - gib ihr doch bitte noch ne Chance. Vielleicht sind die Allergien auch psychosomatisch. Das kann durchaus auch bei Pferden vorkommen! Ihre Probleme fingen ja erst an, als sie einige Zeit bei dir im Stall war - oder? Vielleicht fühlt sie sich einfach nicht wohl dort? Vielleicht kommt sie aus einem Offenstall und die Boxenhaltung ist ihr fremd? Vielleicht vermißt sie ihre alte Herde? Es kann viele Gründe für allergische Reaktionen geben! Hast du evtl. eine Möglichkeit, herauszufinden, wo sie vorher stand - bevor sie bei dem Händler gelandet ist? Ihre Geschichte wird vielleicht verständlicher, wenn du ihre Vorgeschichte kennst? Versuchs doch mal!
LG

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 268x hilfreich)

nur zur Info: ich habe selbst 6 Pferde, von denen 4 als sog."Problempferde" zu mir kamen. Die anderen zwei sind mein "altes" Pony (26 Jahre) und ein Jährling, der bereits bei mir geboren ist, weil ich seine "Problem"-Mama bereits tragend bekommen habe.
Einer kam als "Schläger und Beißer" zu mir, einer als "chronisch lahm", einer völlig abgemagert und mit den Nerven am Ende von der Rennbahn und einer mit Hautausschlag und Ekzemen - lt. Tierarzt nur mit Cortison u.ä. behandelbar. Der 1. ist mittlerweile der Liebling der Kinder in der Umgebung, der 2. und der 3. gehen mit mir auf Distanzritte (nur als Hobby) und die 4. (die Mama) ist jetzt seit 1 1/2 Jahren bei mir und hat schon im letzten Sommer keinerlei Symptome ihrer Hautausschläge mehr gezeigt. Sie kam aus einer Umgebung, die ihr nicht getaugt hat und war bei mir innerhalb von ein paar Monaten beschwerdefrei. Wobei ich nicht sagen will, daß es an mir gelegen ist - eher an der Herde, die schon da war. Zudem war ja Winter, als sie kam. Aber - wie gesagt - im letzten Sommer keine Ekzeme - und in diesem bis jetzt auch nicht.
LG

-----------------
"Julchen"

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Hi, Julchen,

dank dem tollen Regenwetter und der Sommerkälte (bei uns nachts 5 Grad) hat die
Stute die Chance zu stundenweisem Weidegang. In der Herde läuft sie mit 4 Stuten
und deren Fohlen. Absolut klasse und lieb. Ich
vermute die Stute hat vorher nur in der Box gestanden und ist ab und zu ein mal geritten
worden. Man spürt bei Ihr, daß sie sich in der Box sicher fühlt.

Seit dem 27. Mai ist sie nun bei mir.
Jeden Tag (nach Wetter natürlich) gehen wir
den selben Weg zur Weide und zurück. Es ist
immer ganz schlimm - überall sitzen "Pferde-
fresser". Meine ganze Freizeit dreht sich im Moment nur um sie. Habe sie sogar schon in der Stallgasse rumgeführt - zur Bewegung.
Meine Freundin hat den Jährling von meiner
Stute gekauft . Dieser war bis in die Organe
verwurmt. Über den Tierarzt hat die Kleine
3 Wurmkuren bekommen, jetzt warten wir auf
das Laborergebnis ob die Leber einen Schaden durch die Verwurmung hat oder nicht. Dem Verhalten des Jährlings
nach (Weide,Spaziergänge) schließt der Arzt
raus, das diese kleine Wesen, noch nicht viel
Tageslicht und Weide gesehen hat - kein Wunder - wenn die Mutter auch immer nur
in der Box gehalten wurde. Habe mit einer
Vorbesitzerin gesprochen - die im E-Paß steht - Stute hatte bei Ihr Fellprobleme und
ständigen Haarausfall - hat das Tier dann weiter verkauft. Leider ohne vorherige Labor-untersuchung - naja ob das alles stimmt.
Mein Tierarzt sieht keine Chance bei der Stärke der Allergie, daß wir diese in den Griff
bekommen könnten. Sie reagiert sogar auf
Ameisen und normale Fliegen mit 4.
Auf jeden Fall bin ich total froh, das wir so einen Sch.....sommer haben.

Schade würde gerne einige Fotos zeigen, wie meine Große bei einem Schub aussieht. Augen zugeschwollen, Euter so dick, das sie kaum gehen kann. Kopf, Brust, Rücken Haarfrei, der Schweif so kurz und dünn - ungelogen ca. 50 Haare noch in der Länge von 50 cm. Das ist eher noch untertrieben als übertrieben.

Beim Kauf hatte die Stute schon ein kurzen kleinen Schweif. Der Händler sagte mir auf
Nachfrage - ja den hat leider der Jährling abgefressen - habe ich geglaubt, weil dort im
Stall auch eine andere Stute mit Fohlen und solchem Schweif stand, aber einer tierischen Traummähne. Bei meiner Stute war die Mähne kurz, so der typische Pottschnitt von
Sportpferden - hatte ich mir so gedacht, aber
leider war dies wohl genau die Länge die im
Winter nachwächst. Ihr Fell war an den oben
genannten Stellen sehr dünn - dies schob er
auf den Mix - Appalouser wären halt sehr fein im Fell - dies hätte sie vom Vater. Gut, Bekannte von mir haben einen Appalouser,
dieser hat einen kurzen Schweif und feines Fell - ohne Ekzem.

Könnte noch so viel schreiben - aber mein Sohn hat Hunger. Schönen Abend noch an
alle.

Gruß Curly-Sue



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" "

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 268x hilfreich)

Hallo Curly-Sue,

es stimmt schon, dass Appaloosas ein feines Fell und sehr dünnes und kurzes Langhaar haben - aber mit Ekzemen haben die wenigsten zu kämpfen! Ich finde es ganz, ganz toll, wie du dich um deine Stute bemühst! Ein ganz großes Kompliment an dich und deine Geduld und Liebe zu deinem Pferd! Ich wünschte, alle Pferde hätten solche Besitzer!
Gib bloß nicht auf! Versuchs doch mal evtl. mit einem Heilpraktiker?! Ich hab da wirklich gute Erfahrungen gemacht. Wie gesagt - oft ist die Ursache psychosomatisch und kann wirklich mit ein paar Tropfen, Nadeln und Massagen "behandelt" werden. Ich ahb das auch immer für Unsinn gehalten - bis mir das Gegenteil bewiesen wurde! - Übrigens bei der Stute - und die ist ein Quarterhorse :)
Ganz liebe Grüße


-----------------
"Julchen"

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Mati
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallöchen,
ich kenne mich zwar leider nicht auf dem "Pferdferecht" aus, allerdings habe ich auch ein Exzemer-Pferd und hoffe, Dir trotzdem eine Anregung geben zu können.
Mein New-Forest-Pony hatte jahrelang kein Sommerexzem. Er stand früher in einem Stall mit täglichen Weidegang, wobei dieser Stall quasi in einem Tannenwald lag und die "Weiden" Sandkoppeln zwischen diesen Tannen waren. Als ich dann umgezogen bin und mein Pferd einen Offenstall mit richtigen Weiden bekommen hatte, fing dann das ganze Drama an. Jedes Jahr wurde das Exzem schlimmer, Schweif und Mähne abgeschrubbelt, Brust aufgebissen, Wunden an den Fessen und vor allem einen blutig gekratzten Kopf von den Nüstern bis zu den Ohrenspitzen - einfach schrecklich. Ich habe alles Mögliche ausprobiert, auch Tierheilpraktiker, Homöopathie etc. nichts hat geholfen. Meine letzte Hoffnung bestand in Akkupunktur. Damit habe ich letztes Jahr im Winter begonnen und 4 x akkupunktieren lassen. Diesen Sommer hat es zwar auch wieder angefangen und sein Kopf ist wieder "offen", aber immerhin nicht blutig und Mähne und Schweif sind auch noch vorhanden. Die Akkupunktöse sagte mir auch von Anfang an, dass keine "Heilung" innerhalb eines Jahres möglich ist. Die allergische Reaktion ist ein Resultat aus Jahren und kann daher auch nur in "Jahren" wieder geheilt werden. Allerdings bin ich jetzt guter Dinge, dass ich meinen Kleinen vielleicht in 1 bis 2 Jahren wieder halbwegs normal habe. Ich gebe die Hoffnung nicht auf - auf keinen Fall...
Ich wünsche Dir daher auch viel Erfolg. Man muß halt lange suchen, um das richtige Mittel zu finden, aber es ist bestimmt eine Suche wert ;)

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Curly-Sue
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Liebe Leute,
nochmals vielen Dank für Eure tollen Tipps.
Nach dem der Rechtsanwalt eingeschaltet
worden ist, hat der Händler sich 2 Tage vor
Fristablauf gemeldet und ist auch vorbeige-
kommen - ganz "kleinkarriert". Habe die Stute,
deren Namen Curly-Sue, ist mit Ihrem Jährling zurückgegeben. Das Tier hat in unseren Gefielden keine Chance. An Kosten mußte er alles übernehmen. Boxenmiete, Futter, Arztkosten und natürlich den Rechtsanwalt mit knapp 800,00 Euro Kosten.

Habe mich mit dem Namen der Stute hier eintragen, da es in Viersen bestimmt nicht viele Pferde mit diesem Namen gibt - natürlich mit der Hoffnung, das jemand der das hier liest den Händler und das Pferd kennt.

Gruß "Curly-Sue"

0x Hilfreiche Antwort

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