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Ist der Antrag auf Ausschluss gültig?

16.3.2019 Thema abonnieren
 Von 
Jannis230399
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Ist der Antrag auf Ausschluss gültig?

Hallo zusammen,

gestern ging mir der Antrag auf Ausschluss aus einem Karnevalsverein zu, dem ich mittlerweile seit 7 Jahren angehöre. Antragssteller ist ein anderes Vereinsmitglied. Laut unserer Vereinssatzung ist jedes Vereinsmitglied zur Antragsstellung berechtigt.

Leider geht mir aus dem Antrag auf Ausschluss, der durch den geschäftsführenden Vorstandmich an weitergeleitet worden ist, nicht hervor weshalb ich genau ausgeschlossen werden soll. Als Grund wird vereinsschädigendes Verhalten genannt aber kein konkretes Beispiel aufgeführt. Durch das Anschreiben des 1. Vorsitzenden, dass beigefügt wurde, werden Gründe benannt, die wohl bei der Abgabe des Ausschlusses erwähnt wurden. Dennoch stellt sich für mich die Frage ob die Gründe nicht auf dem eigentlichem Antrag aufgeführt werden müssen, da aus der Satzung hervor geht, dass ein Antrag begründet werden muss.

Da die Gründe, die in dem Anschreiben genannt wurden, entweder bereits mit dem geschäftsführendem Vorstand besprochen und aus der Welt geschaffen worden sind und die übrigen Vorwürfe privater Natur sind oder überhaupt nicht auf meine Person (nachweisbar) zutreffen ist der Antrag, aus meiner Sicht, sowieso nicht vollstreckbar, da der Vorstand, der über diesen Antrag entscheiden muss, die Sachlage erkennt.

Da, wie ich bereits oben erwähnt habe, die genannten Gründe für den Ausschluss bereits mit dem Vorstand durchgesprochen wurden (hierbei handelt es sich um Missverständnisse und Fehler meinerseits) und somit beschlossen wurde, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passieren sollte und die Absprache besser funktionieren sollte, gehe ich davon aus, dass man sich nicht erneut auf dieses Fehlverhalten stützen und mir erneut zu Last legen kann und der Antrag, meiner Meinung nach und auch nach Meinung vieler anderer Mitglieder, direkt zurückgewiesen werden kann, da die Gründe bereits Bestandteil einer Vorstandsversammlung waren und hierüber bereits Beschlüsse gefasst worden sind. Im Normalfall kann man für den einen Fehler ja nicht erneut bestraft werden, wenn man bereits eine Zurechtweisung hatte und sich seitdem kein neuer Stress aufgebaut hat oder ähnliches.

Vielleicht kann ja jemand von euch seine Meinung hierzu teilen. Vielleicht ist ja jemand hier, der sich mit dem Vereinsrecht auskennt oder so...

PS. Bei dem Antragssteller handelt es sich um eine Person die schon sehr lange gegen mich angeht von daher wundert mich der Antrag nicht.

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(92570 Beiträge, 35866x hilfreich)

Zitat (von Jannis230399):
da aus der Satzung hervor geht, dass ein Antrag begründet werden muss.

Wurde er doch:
Zitat (von Jannis230399):
Als Grund wird vereinsschädigendes Verhalten genannt




Zitat (von Jannis230399):
Im Normalfall kann man für den einen Fehler ja nicht erneut bestraft werden

Offenbar gab es ja noch gar keine Strafe ... und im zivilrechtlichen kann man sogar 1000x für ein und den selben Fehler bestraft werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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