Wahlen im Verein

14. Juni 2025 Thema abonnieren
 Von 
Charly250
Status:
Frischling
(36 Beiträge, 0x hilfreich)
Wahlen im Verein

Hallo,

ich bin seit Anfang des Jahres Mitglied in einem Verein. Für mich alles Neuland, da ich noch nie in einem Verein war. Laut unserer Satzung, die mir beim Eintritt ausgehändigt wurde, steht auf der nächsten Generalversammlung eine Wahl an. 2 Positionen, der Schriftführer und der 2. Vorsitzende haben laut Satzung ihre Periode voll.

Nun für mich zum Verständnis, wie das ganze abläuft. Angenommen der Schriftführer steht zur Wahl. Wie ist es, wenn der Schriftführer sagt er möchte weiter machen, es aber Gegenkandidaten gibt? Gibt es dann eine Wahl, oder bleibt der bisherige Schriftführer dann im Amt, weil er sagt, er macht weiter? Muss man vorher angeben, das es Gegenkandidaten gibt oder wie läuft sowas ab, sprich wenn gesagt wird es steht die Wahl zum Schriftführer an, das einer die Hand hebt und sagt, ich würde das auch gerne machen oder wie läuft das.

Es ist ein kleiner Verein und würde schon gerne Wissen was dann da abläuft um nicht ganz dumm dazustehen.




5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Legende
(19152 Beiträge, 10315x hilfreich)

Zitat (von Charly250):
Wie ist es, wenn der Schriftführer sagt er möchte weiter machen, es aber Gegenkandidaten gibt? Gibt es dann eine Wahl,

Wenn es laut Satzung eine "Amtsperiode" gibt, und die abgelaufen ist, muss es eine Wahl geben.

Zitat (von Charly250):
Muss man vorher angeben, das es Gegenkandidaten gibt

Nein.

Zitat (von Charly250):
sprich wenn gesagt wird es steht die Wahl zum Schriftführer an, das einer die Hand hebt und sagt, ich würde das auch gerne machen

Prinzipiell möglich, allerdings eher ungewöhnlich.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
blaubär+
Status:
Heiliger
(20215 Beiträge, 7318x hilfreich)

Zur obligatorischen Mitgliederversammlung wird satzungs- und ordnungsgemäß eingeladen; als TOP wird auch die anstehende Wahl aufgeführt.
Üblicherweise gibt es einen Wahlleiter. Der ist entweder selber zu wählen, oder jemand erklärt sich bereit dazu.
Der stellt fest, dass eine Wahl ansteht; er fragt auch, ob der bisherige Inhaber weitermachen will, er fragt, ob es andere Bewerber gibt. Dann wird gewählt - dazu kann es Vorschriften geben nach Satzung oder Geschäftsordnung. Bei einem so kleinen Verein ggf. durch Akklamation (Handzeichen), auf Antrag aber geheim.

Üblicherweise gibt es aber auch sowas wie eine Stimmung im Verein: man weiß, ob der alte Inhaber weiterzumachen gedenkt. Man weiß oft informell, ob die Zeichen auf Wechsel stehen. Es mag als unanständig gelten, gegen ein etabliertes Mitglied anzutreten, oder wenn ein Neuling sich gleich zur Wahl stellen will. Erlaubt ist es gleichwohl, aber es wird zu spüren sein.

Angemerkt: 'Generalversammlung' ist bei einem so kleinen Verein doch reichlich hochgegriffen.

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#3
 Von 
cirius32832
Status:
Unparteiischer
(9857 Beiträge, 2076x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Prinzipiell möglich, allerdings eher ungewöhnlich.


Richtig. In der Regel bespricht der Vorstand vorher, wer Nachfolger werden soll und dann in der Versammlung stellt sich die Person vor und wird gewählt.

Man kann auch Widerwahl machen, wenn die Person im Amt bleiben kann (Satzung) oder möchte. Aber es muss in der Regel eine Abstimmung stattfinden

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#4
 Von 
blaubär+
Status:
Heiliger
(20215 Beiträge, 7318x hilfreich)

Zitat (von Charly250):
Für mich alles Neuland, ...

Dann ist es womöglich angesagt, grundsätzlich zu werden.

Jeder Verein hat einen Vereinszweck - deswegen wirst du ja auch Mitglied geworden sein. Da ist natürlich willkommen, dass du dich einsetzt, mitmachst, einfach da und dabei bist. Da lernst du, wie die Leute so ticken und ob du das magst: überhaupt: was davon mehr, was weniger. Du lernst, wer formell das Sagen hat, wer informell usw.

Dann gibt es die sozusagen amtliche Seite, Gremien, Vorstand, Satzung, das oft nicht so wirklich lustbetont, es ist auch nicht so, dass sich die Leute unbedingt um die Aufgaben reißen. Aber in aller Regel finden sich welche. Das kann wunderbar laufen, es kann aber auch sehr 'menscheln' --- auch in kleinen und kleinsten Vereinen jeglicher Art gibt es Empfindlichkeiten / kann es geben, muss aber nicht /, auch Eitelkeit und Machtbewusstsein, durchaus gepaart mit Tüchtigkeit.

Ich rate aus langjähriger Erfahrung dazu, erst einmal eine ganze Weile interessiert mitzugehen, das Vereinsleben kennen zu lernen, seinen Platz dort zu finden usw. bevor man sich für Wahlämter warmläuft.

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#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(40214 Beiträge, 6550x hilfreich)

Zitat (von Charly250):
Nun für mich zum Verständnis,
Wie wärs, wenn du mal einen *alten Vereinshasen* aus deinem Verein fragst, der schon mehrere Wahlen mitgemacht hat. Der erklärt dir evtl. einfach und deutlich, wie da was geht.
Oder du liest mal im Netz, was es alles gibt?
Dumm dastehen brauchst du nicht. Eine Funktion annehmen brauchst du auch nicht.

Heißt das tatsächlich Generalversammlung..in dem kleinen Verein?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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