Streitiges Verfahren - schriftliche Anspruchsbegründung

9. Oktober 2004 Thema abonnieren
 Von 
Bapiken
Status:
Beginner
(59 Beiträge, 8x hilfreich)
Streitiges Verfahren - schriftliche Anspruchsbegründung

Hallo,

ich habe gegen meinen früheren AG einen Arbeitsgerichtlichen-Mahnbescheid beantragt. Gegen diesen hat AG nun Einspruch eingelegt.

Ich habe vom Arbeitsgericht nun die Mitteilung bekommen, dass ich meinen Anspruch schriftlich begründen muß.

Muß ich da so etwas wie eine Klageschrift anfertigen oder ist es ausreichend, die Ansprüche genau zu beschreiben.

Wäre sehr nett, wenn mir jemand eine Hifestellung geben würde.

Ach ja, was mich noch interessieren würde, bekommt der gegnerische Anwalt im Vorfeld der Gerichtsverhandlung eine Abschrift meines Schreibens an das Gericht oder wird das erst bei Verhandlung vorgelesen?

Vielen Dank,

Bapiken

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1711x hilfreich)

bekommt der gegnerische Anwalt im Vorfeld der Gerichtsverhandlung eine Abschrift meines Schreibens an das Gericht

Selbstverständlich.

oder wird das erst bei Verhandlung vorgelesen?

Dann wäre wohl kaum eine angemessene Verteidigung möglich.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
guest123-12
Status:
Lehrling
(1016 Beiträge, 92x hilfreich)

<I>...eine angemessene Verteidigung möglich.</I>

Da wir uns hier im arbeitsgerichtlichen Verfahren befinden, wollen wir hoffen, daß eine angemessene Vertretung oder Erwiderung ausreichend ist.

@Bapiken

Du mußt Deine Ansprüche nun schriftlich begründen und beweisen. Es empfielt sich, einen Anwalt zu Rate zu ziehen und ggf. auch mit dem Abfassen der Anspruchsbegründung zu beauftragen, da es zwar keiner Partei zum Nachteil gereichen darf, wenn sie sich selbst vertritt, aber die möglicherweise entstehenden Rechtsnachteile durch Fristversäumnisse aus Unkenntnis, Nichtbeachten von Ausschlußfristen etc. eben aber dann auch voll zu Lasten der Partei gehen. Hier wird dann keine Rücksicht auf eventuelle Rechtsunkenntnis genommen.

Sofern die Voraussetzungen vorliegen, ist die Stellung eines PKH-Antrages zur Kostenübernahme der dem eigenen Anwalt entstehenden Kosten auch im arbeitsgerichtlichen Verfahren möglich.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Bapiken
Status:
Beginner
(59 Beiträge, 8x hilfreich)

Möchte gerne wissen ob meine Klageschrift insoweit i.o. ist?? Habe im IInternet nur wenig über die Formanforderungen gefunden.

Danke für Hinweise etc. im Voraus.




Hiermit erhebe ich, XXX - Klägerin

Klage

aufgrund des Einspruches gegen den Arbeitsgerichtlichen Mahnbescheid XXX

gegen

XXX – Beklagte

mit folgendem Antrag:


1.

Die Beklagte wird verurteilt, der Klägerin bisher nicht abgegoltene Urlaubsansprüche und nicht vergütete Entgeltfortzahlungen in Höhe von insgesamt XX € nebst Auslagen und Zinsen auszubezahlen.


2.

Hier habe ich alle Ansprüche detaliert aufgeführt mit entsprechenden Rechtsansprüchen und ggf. Beweismitteln



3.

Obwohl die Klägerin die Beklagte mehrfach zur Erstattung der Forderungen aufforderte erhielt sie keine Zahlung.
Gegen den Arbeitsgerichlichen Mahnbescheid vom XXX hat die Beklagte Widerspruch eingelegt.


Insoweit war Klage geboten.


Die aufgeführten Ansprüche bestehen gemäß den genannten Paragraphen. Der Klage ist vollumfänglich statt zu geben.






Unterschrift Klägerin

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
RA Dirk J. Lamottke
Status:
Schüler
(203 Beiträge, 61x hilfreich)

ist zwar nicht grottenfalsch - aber leider auch nicht wirklich richtig und hilfreich. Vielleicht wäre es besser (im eigenen Interesse), sie würden jemanden beauftragen, der etwas davon versteht; z.B. einen Anwalt in ihrer Nähe. Könnte besser sein......

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Rechtspfleger
Status:
Praktikant
(578 Beiträge, 216x hilfreich)

Im übrigen können Sie Ihre Klage auch auf der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts zu Protokoll erklären.
Der dort tätige Kollege ist gehalten bei der Protokollierung auf einen sinnvollen Antrag hinzuwirken.

Gruß
Rpfl.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Rechtspfleger
Status:
Praktikant
(578 Beiträge, 216x hilfreich)

Im übrigen können Sie Ihre Klage auch auf der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts zu Protokoll erklären.
Der dort tätige Kollege ist gehalten bei der Protokollierung auf einen sinnvollen Antrag hinzuwirken.

Gruß
Rpfl.

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