kläger nicht zu ermitteln

16. April 2013 Thema abonnieren
 Von 
silberfisch515
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)
kläger nicht zu ermitteln


ein kläger klagt auf bezahlung einer von ihm geleisteten arbeit. der beklagte bestreitet die erbringung dieser arbeit.
das verfahren kann nicht eröffnet werden weil der kläger nicht mehr ermittelt werden kann. nun soll der beklagte antrag auf öffentliche zustellung einreichen.
was hat das für eine bedeutung?
wird das verfahren nach erfolgloser öff. zustellung dann eingestellt?
silberfisch515

-----------------
""

Fragen zu Ihrem Verfahren?

Fragen zu Ihrem Verfahren?

Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118688 Beiträge, 39620x hilfreich)

Es erscheint mir seltsam, das der Kläger nicht mehr ermittelt werden kann, der steht doch normalerweise in der Klageschrift?



Wenn der Kläger nicht mehr ermittelt werden kann, wäre dann der Beklagte nicht schlicht und einfach dumm, das Verfahren fort zuführen?





-----------------
"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
silberfisch515
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

das ist ja das komische, was niemand versteht:
das gericht hat den beklagten aufgefordert, antrag auf öffentliche zustellung zu stellen!
der kläger hat die klage vor ca 2 jahren eingereicht, ist seither mindestens 2x umgezogen und jetzt mehrmals nicht zu ermitteln.
das gericht setzt immer mal wieder einen verhandlungstermin fest, der dann abgesagt wird, weil der kläger nicht zu ermitteln ist.
nun diese aufforderung an den beklagten, diese öffentliche zustellung zu beantragen. als frage!
"beantragen sie die öffentliche zustellung?"
der beklagte würde "einstellung des verfahrens wegen nicht zu ermittelndem kläger" für sinnvoll halten.
soll der beklagte die öffentliche zustellung jetzt beantragen? was hat er davon? nachteil? vorteil?
keine ahnung, wie klagen sonst behandelt werden, wenn der kläger "verschwindet"!
gruß
silberfisch515

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JuBiPe
Status:
Lehrling
(1091 Beiträge, 564x hilfreich)

quote:
Wenn der Kläger nicht mehr ermittelt werden kann, wäre dann der Beklagte nicht schlicht und einfach dumm, das Verfahren fort zuführen?


Nein - lt. ZPO muß der Beklagte auf die Klageschrift substantiiert erwidern, sonst riskiert er, daß das Vorbringen des Klägers (sofern die Klage nicht völlig unschlüssig ist) als wahr angenommen wird und damit der "verschollene" Kläger den Prozeß gewinnt.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
silberfisch515
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 2x hilfreich)

der kläger hat bereits sofort nach bekanntwerden des klagevorwurfs detailliert dargelegt, dass der klagevorwurf gegenstandslos ist und auch zeugen dafür benannt.
soll er nun diese "öffentliche zustellung" beantragen?
wozu soll das nutzen?
und was kann es schaden, wenn er es nicht tut?
silberfisch515

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6997 Beiträge, 3920x hilfreich)

Wenn das Gericht nicht das schriftliche Verfahren angeordnet hat, dann muss zwangsläufig eine mündliche Verhandlung stattfinden. In der muss der Kläger auch erscheinen. Erscheint er nicht, kann seine Klage durch VU abgewiesen werden. Wird dagegen kein Einspruch erhoben, dann ist die Angelgenheit erledigt. Würde das Verfahren einfach nicht weiter betrieben, könnte sich der Kläger theoretisch irgendwann wieder melden und dann geht das Verfahren weiter, weil es ja noch nicht beendet ist.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16160x hilfreich)

Öffentliche zustellung bedeutet, dass der kläger "durch aushang am schwarzen brett" informiert wird. Das wird er wahrscheinlich nicht mitbekommen, beim termin nicht erscheinen und dann wird der beklagte wie oben angesprochen versäumnisurteil beantragen. Fertig. Wenn das gericht die öffentliche zustellung begehrt, ajo, wieso nicht. Dann steht man sich nicht schlechter, eher besser, weil dann alles erledigt sein könnte bevor sich der kläger wieder meldet.

-----------------
"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

1x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.167 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.299 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen