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6 Monate Führerscheinentzug mit oder ohne MPU?

 Von 
fluffi84
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)
6 Monate Führerscheinentzug mit oder ohne MPU?

Im Oktober letzten Jahres wurde ich mit Drogen erwischt. Illegale Drogen wurden in meiner Wohnung aufgefunden. Diese befanden sich jedoch nicht im Fahrzeug. Weiterhin habe ich niemals unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug (auch kein Fahrrad) geführt.
Es folgten umgehend Drogenscreenings seitens der Polizei (Resultat: Positiv).

Seit dem Vorfall (Oktober 2017) bin ich frei von Drogen, dies wurde noch nicht getestet, jedoch kann ich die Drogenabstinenz mittels Urin-, Blut- oder Haar-Proben nachweisen.
Abstinenz u.a. weil ich die Befürchtung hatte meine Fahrerlaubnis zu verlieren.

Nun hat die Fahrerlaubnisbehörde mir Gestern, 11,5 Monate nach dem oben beschrieben Vorfall, folgendes (Erst-)Schreiben zugestellt, welches ich unterzeichnen soll:
https://share-your-photo.com/img/7638207d01.jpg


Ich soll u.a. darauf verzichten Rechtsmittel einzulegen.

Welchen Vorteil hat es für mich, dieses Dokument zu unterzeichnen?
Erwartet mich dadurch eine geringere Strafe? Ein kürzerer NUR sechs monatiger Entzug der Fahrerlaubnis? Oder sogar der Wegfall einer MPU?


P.S. ich bin in Bayern wohnhaft.

-- Editiert von fluffi84 am 30.09.2018 02:25

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
MPU Fahrerlaubnis Strafe Entzug


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6972 Beiträge, 4804x hilfreich)

Vorteil ist, dass weniger Kosten anfallen, wenn du die Fahrerlaubnis freiwillig abgibst, als wenn sie entzogen wird. Aber eine MPU vor Neuerteilung ist quasi gebucht.

Signatur:Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?
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#2
 Von 
Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Status:
Lehrling
(1169 Beiträge, 618x hilfreich)

Das obige Schreiben ist nur die Anlage zur übersandten Anhörung und ein Formblatt für alle Arten der drohenden EdF. Welche Drogen wurden konsumiert? Ich vermute Speed oder XTC. Dann ist die Entziehung so sicher wie das Amen in der Kirche. Da allerdings bereits nahezu 12 Monate Abstinenz vorliegen, kann man es direkt mit der Neuerteilung und kommender MPU versuchen (Haare länger als 14 cm?). Eine Sperrfrist von 6 Monaten oder mehr gibt es nicht!

Ersatzweise kann man auch versuchen, mit der Behörde Kontakt aufzunehmen und unter Hinweis auf die Abstinenz vor der Entziehung um Auferlegung einer MPU VOR Entzug bitten. Kann aufgrund des Zeitablaufs vielleicht klappen.

-- Editiert am 30.09.2018 09:38

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#3
 Von 
fluffi84
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Welche Drogen wurden konsumiert? Ich vermute Speed oder XTC.
Ich konsumierte u.a. auch Speed und XTC.


Zitat:
Da allerdings bereits nahezu 12 Monate Abstinenz vorliegen, kann man es direkt mit der Neuerteilung und kommender MPU versuchen (Haare länger als 14 cm?).
So weit ich den Text verstanden habe kann ich sofort die MPU beginnen, da ich bereits knapp 12 Monate abstinent bin. Meine aktuelle Haarlänge ist nur 7-8 cm.


Zitat:
Ersatzweise kann man auch versuchen, mit der Behörde Kontakt aufzunehmen und unter Hinweis auf die Abstinenz vor der Entziehung um Auferlegung einer MPU VOR Entzug bitten.
Hier kann ich nicht ganz folgen... Bedeutet das, ich kann meinen Führerschein behalten, trotz und während Durchführung einer MPU?



Vor ein paar Monaten befragte ich vorsorglich einen Anwalt (lange bevor die Führerscheinstelle das Erstschreiben s.o. mir übersandte). Der Anwalt teilte mir mit, dass ich die MPU umgehen kann durch "die freiwillige Abgabe meiner Fahrerlaubnis für nur 6 Monate". Da ich mich in Kürze sowieso in stationäre Therapie begebe und über mehrere Jahre hinweg Drogenabstinenz nachweisen werde, sollte - nach seiner Bewertung - eine MPU hinfällig sein.

Den Berichten dieses Forums entnehme ich jedoch, dass zu den 6 Monaten freiwilliger Abgabe der Fahrerlaubnis, auch eine MPU auferzwungen wird.

Welche Aussage ist korrekt?

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#4
 Von 
Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Status:
Lehrling
(1169 Beiträge, 618x hilfreich)

Die Aussage des Kollegen ist nicht korrekt. Bei der Haarlänge klappt der Abstinenznachweis natürlich nicht. Insoweit wird man die FE entziehen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Behörde noch ein halbes Jahr zuwartet. Also am Besten erstmal die stationäre Therapie und dann in die MPU. Eine Therapie zur MPU-Vermeidung gibt es nicht.

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#5
 Von 
fluffi84
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 0x hilfreich)

Nun habe ich meine Fahrerlaubnis FREIWILLIG abgegeben. Heute ist das Haargutachten der letzten 6 Monate eingegangen. Natürlich negativ, kein Befund, da ich seit über einem Jahr Drogenfrei bin.

Nun bin ich in der Drogentherapie stationär für 6 Monate. Ein Rehabilitat teilte mir kürzlich mit, dass die Fahrerlaubnisbehörde das nächst fällige Haargutachten zum 04/2019 nicht anerkennen wird, weil ich in der Zeit meiner DrogenAbstinenz auf stationärer Therapie bin und die Fahrerlaubnisbehörde erkennt diese "besondere Zeit" nicht an.

Stimmt das?
Bedeutet das, dass ich erst mit ENDE DER REHA/DROGENTHERAPIE zum 04/2019 erneut Abstinenznachweise der Fahrerlaubnisbehörde FÜR EIN WEITERES JAHR erbringen muss. Erneut weitere Haarproben zum 10/2019 und 04/2020.

Demnach würde ich frühestens 04/2020 meine Fahrerlaubnis zurück erhalten.

Welche Aussage stimmt denn nun?

-- Editiert von fluffi84 am 23.10.2018 22:02

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#6
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 441x hilfreich)

Im Falle einer Therapie wird eine anschließende mindestens 12-monatige nachgewiesene Abstinenz erwartet um die MPU bestehen zu können.

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