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Auffahrunfall - Frage Schadensanspruch bei 3 Fahrzeugen

 Von 
Jens
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Auffahrunfall - Frage Schadensanspruch bei 3 Fahrzeugen

Folgender Auffahrunfall ist einer Verwandten geschehen - etwas komliziert, ich versuche es trotzdem zuschildern:

Nach einer Kreuzung endet die rechte von zwei Spuren, so dass die rechtsfahrenden Fahrzuege sich im Reißverschlußsystem einordnen. Links befindet sich eine Nebenstraße, linksabbiegen ist aber wegen durchgezogener Linie nicht erlaubt.
Diese beiden Örtlichkeiten befinden sich auf etwa gleicher Höhe, ca 50 m nach der Kreuzung und noch im Kreuzungsbereich. Auf der Gegenspur stehen noch Fahrzeuge an der Ampel.

Meine Verwandte fährt nun in der linken Spur über die Kreuzung, ein vor ihr fahrendes Fahrzeug muss abbremsen, weil ein weiteres Fahrzeug unberechtigt links abbiegen will und wegen der anstehenden Fahrzeuge in der Gegenspur nicht kann. In die Lücke zwischen den Fahrzeugen des Abbremsenden und meiner Verwandten schiebt sich ein Fahrzeug aus der rechten Spur, da diese ja endet (Reißverschluß ;) , bremst und vermindert auch den Bremsweg. Meine Verwandte fährt auf (ca. 30-40 km), wodurch das vor ihr fahrende Fahrzeug noch das das vor ihm stehende Fahrzeug leicht beschädigt (ebenfalls auffährt).

Meine Verwandte stand unter Alkohol (ca. 0,8-1,0 prom.) und die Schuldfrage scheint erst einmal fest zu stehen. Muss sie aber für die Schäden des ersten Fahrzeuges aufkommen, auf das Sie ja nicht unmittelbar aufgefahren ist? Muss der Fahrer des ersten Fahrzeuges nicht Schadensabspruch an die Versicherung des Halters des zweiten Fahrzeuges stellen? Meine Verwandte ist sozusagen Fahrzeug drei. Welchen Unfallursacheanteil hat eventuell der Linksabbieger (leider nicht bekannt, da weitergefahren, aber Zeugen für diesen Vorgang vorhanden)?

Ich hoffe der Leser kann den Unfall nachvollziehen.

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Fahrzeug Kreuzung Unfall Versicherung


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 103x hilfreich)

Typischerweise findet in solchen Fällen ein versicherungsinterner Ausgleich nach Quoten statt.
Wenn es sich bei dem 1. Fz. um den verkehrswidrigen Abbieger handelt, hätte der sich zumindest ein erhebliches Mitverschulden anzurechnen.

Ihnen ist hoffentlich klar, das neben den zivilrechtlichen Ansprüchen auch noch erhebliche Strafrechtliche Problem bis hin zum Verlust der Fahrerlaubnis auf Ihre Verwandte zukommen können, inbesondere sofern ein nüchterner Fahrer vermutlich noch hätte bremsen können.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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#2
 Von 
Jens
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Die zivilrechtlichen Sachen sind klar und stehen, so weit ich weiß, auch nicht zur Diskussion.

Beim ersten Fahrzeug handelt es sich nicht um den Linksabbieger, sondern um das nachfolgende Fahrzeug, welches wegen des unerwarteten Linksabbiegen des vor ihm Fahrenden abbremsen musste.

Jens

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