Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
532.420
Registrierte
Nutzer

Betrunkener Fahrradfahrer

25.9.2011 Thema abonnieren Zum Thema: Schaden Radfahrer
 Von 
freddy1677
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Betrunkener Fahrradfahrer

Hallo,
Kann jemand helfen?
5Uhr heut morgen,ich Pkw-Fahrer,fährt ein Fahrrad-Fahrer vor mir in Schlangenlinien(dicke Schlange) die gesammte Fahrbahnbreite nutzend.
Ich blinke links zum Überholen,fahre ganz links-25Kmh.
Das ganze geht ca.200 Meter so.
Fahrer scheint mich zu bemerken und fährt nun rechts.
Als ich auf gleicher Höhe bin bekommt er einen Schwinderling und knallt mir voll in die rechte Seite.
Viel kaputt,Spiegel Dellen usw.
Halte an kümmere mich sofort um den am Boden liegenden.
Rufe Polizei,Fahrrad-Fahrer hatte kein Licht und erheblich getrunken.
Habe nun erfahren,er besitzt keinerlei Versicherungen.
Wer zahlt mir meinen Schaden nun?
Danke für Eure Antworten.

-----------------
""

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Schaden Radfahrer


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7593 Beiträge, 4495x hilfreich)

quote:
Wer zahlt mir meinen Schaden nun?

Der betrunkene Gringo auf dem Drahtesel

-----------------
"Was spricht dagegen den Verstoß zuzugeben und die Knete zu überweisen?"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

quote:
Der betrunkene Gringo auf dem Drahtesel
Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn der TE, wie er schreibt, vorher schon die Schlangenlinien des Radfahrers beobachtet hat, hätte er aufgrund einer unklaren Verkehrslage nicht überholen dürfen. Somit trifft ihn hier eine nicht unerhebliche Mitschuld.

-----------------
"Nachfragen bitte im Forum stellen. Entsprechende PNs werde ich ab sofort nicht mehr beantworten."

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
freddy1677
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Mhh.. Die Verkehrslage schien mir ab dem Moment klar zu sein,als mich der Radfahrer bemerkte und offensichtlich seine Fahrt auf der rechten Fahrbahnseite fortsetzte.
Von einer eingeschrenkten Fahrtüchtigkeit(Alkohol)konnte ich in dem Moment nicht unbedingt ausgehen!? Oder?
Kann ja auch nicht(ca 7Kilometer in diesem Strassenabschnitt)hinter ihm herfahren.
--Aber wie schon geschrieben,es ist bekannt das bei ihm nix,absolut null zu holen ist (keine Arbeit,Versicherungen...)
Gibt es eine Versicherung die solche Schäden für Autofahrer abdeckt?-Kann die Reparaturen auch nicht in Vorkasse übernehmen.
Ralph

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

quote:
Die Verkehrslage schien mir ab dem Moment klar zu sein,als mich der Radfahrer bemerkte und offensichtlich seine Fahrt auf der rechten Fahrbahnseite fortsetzte.
Der Unfall zeigt aber, dass die Verkehrslage doch nicht so klar gewesen ist.

quote:
Gibt es eine Versicherung die solche Schäden für Autofahrer abdeckt?
Ja, die gibt es. Es handelt sich dabei um eine Vollkaskoversicherung. Ich vermute aber mal, dass Du keine solche Versicherung abgeschlossen hast. Die Verkehrsopferhilfe wird hier nicht einspringen.

-----------------
"Nachfragen bitte im Forum stellen. Entsprechende PNs werde ich ab sofort nicht mehr beantworten."

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
freddy1677
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Scheint mir schwieriger als gedacht.
Wer rekonstruiert den Unfall,was mich entlasten kann?
Polizei hat nur die Unfallstelle gesucht,nix gefunden.
Auch keine Bremsspuren-20-25Kmh.
Der Radfahrer wollte unter keinen Umständen die Polizei da haben,hätten auch nur die geringsten Zweifel an meiner Unschuld bestanden,hätte ich die auch nich hinzugezogen.
---- Doch,habe Vollkasko auf dem Auto.
Ralph












-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9573 Beiträge, 3647x hilfreich)

Hallo,

quote:
Der Unfall zeigt aber, dass die Verkehrslage doch nicht so klar gewesen ist.
Das ist jetzt aber kein faires Argument, im Nachhinein ist fast immer klar, dass es unklar war.
Man muss aber doch von der Situation vor dem Unfall ausgehen, und da kann man schon erwarten, dass ein Radfahrer, nachdem er das Auto offensichtlich bemerkt hat und extra an den rechten Rand gewechselt ist, auch dort bleibt. Das sollten selbst Betrunkene hinbekommen.
Aber gut, wir wissen nicht, wie stark er betrunken war und auch nicht wie breit die Straße bzw. der Sicherheitsabstand war.
Letztendlich ist jeder Einzelfall anders, aber wie auch immer, einem nackten Mann packt man nicht in die Tasche.

quote:
Doch,habe Vollkasko auf dem Auto.
Dann ist das Problem doch gar nicht so groß.
Die Selbstbeteiligung, so denn vorhanden, würde ich jedoch in jedem Fall bei dem Radfahrer einfordern, vielleicht hat er ja wenigstens ein bisschen Kleingeld übrig.

MfG Stefan

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

quote:
Das ist jetzt aber kein faires Argument, im Nachhinein ist fast immer klar, dass es unklar war.
Das sehe ich nicht so. Sicherlich ist richtig, dass man mit diesem Argument sehr schnell daherkommt wenn ein Unfall während eines Überholvorganges passiert ist. Ich gehöre eher zu der Fraktion, die da nicht voreilig auf ein Überholen bei unklarer Verkehrslage plädiert. Das lässt sich durchaus auch in diesem Forum nachlesen. In diesem Fall sehe ich das aber eben doch als gegeben an. Wenn ein Radfahrer in Folge Alkoholkonsums oder aus anderen Gründen ganz offensichtlich nicht in der Lage ist die Spur zu halten darf ich nicht überholen.

Die andere Frage ist natürlich wer, außer uns hier im Forum, von dieser Beobachtung des TE weiß.

quote:
Dann ist das Problem doch gar nicht so groß.
Es ist ja nicht nur die SB, sondern auch die Hochstufung des Vertrags. Da frage ich mich dann noch welch enormen Schaden ein Fahrrad am PKW verursacht hat, dass die Inanspruchnahme der VK wirtschaftlich erscheint.

Vielleicht sollte der TE mal nach den Begriffen "Smart Repair" oder "Beulendoktor" googeln. Möglicherweise ist der Schaden ja dann gar nicht so hoch und eher zu verschmerzen.

Zudem steht es dem TE frei Schadenersatz zu fordern und einen Titel zu erwerben. Dann könnte er den Schadenersatz ggf. auch noch zu einem späteren Zeitpunkt einfordern, wenn der Radfahrer finanziell mal etwas besser gestellt sein sollte.

-----------------
"Nachfragen bitte im Forum stellen. Entsprechende PNs werde ich ab sofort nicht mehr beantworten."

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
freddy1677
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Stefan,danke für den Vorschlag,wenigstens die SB (300€ ;) einzufordern-wäre ne prima Lösung.
Man hätte mich bei der HUK auch NICHT hochgestuft.
Aber Gott lob er doch noch ne Privathaftpflicht ausgegraben.
Lasse morgen einen Kostenvoranschlag machen.
Der enorme Schaden am Auto wird nach schätzungen des Werkstattmeisters 3000€ betragen.
Radfahrer hatte 2,8Promille

-----------------
""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3798 Beiträge, 2171x hilfreich)

Das:

quote:
Kann ja auch nicht(ca 7Kilometer in diesem Strassenabschnitt)hinter ihm herfahren.
ist mir allerdings unklar:
Warum nicht? "Kein Bock" ist ja wohl ein schlechter Grund, den zerfetzt dir jeder Anwalt.

Sollte es zu einer Gerichtsverhandluung kommen, würde ich den Spruch jedenfalls sein lassen und mich darauf beschränken, dass der Radfahrer offenbar das Fahrzeug erkannt hatte und allem Anschein nach in der Lage war, sich rechts zu halten.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 184.186 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
77.841 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.