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Eigener Gutachter obwohl gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat?

 Von 
Heisenzwerg
Status:
Lehrling
(1347 Beiträge, 488x hilfreich)
Eigener Gutachter obwohl gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat?

Gude, ich hatte heute morgen einen Unfall. Der Unfallgegner hat das "Vorfahrt gewähren-Schild" missachtet bzw. mich nicht gesehen u. ich konnte (trotz Gefahrenbremsung) nicht vor seinem Auto zum stehen kommen - Habe ihn mit (geschätzt!) 50km/h auf die Seite geworfen.

Der Unfall wurde durch die Polizei aufgenommen u. ich habe den Wagen in die Werkstatt des Autohauses schleppen lassen wo ich den Wagen vor ca. 7 Monaten gekauft habe.
Als ich gerade den Auftrag für das Gutachten erteilen u. einen Leihwagen anmieten wollte, rief mich die gegnerische Versicherung an u. teilte mir folgendes mit.: Das Autohaus ist ein "Partner" der gegnerischen Versicherung u. ein Gutachter wurde bereits durch die gegnerische Versicherung beauftragt.

Kann ich jetzt, obwohl die gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat, noch einen "eigenen" Gutachter beauftragen u. ist es sinnvoll das ganzer direkt einem Anwalt (Verkehrsrecht?) zu übergeben?

Ps.: Die Karre ist laut Werkstattmeister ein Totalschaden u. vergleichbare Autos kosten ca. 13500€.


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Versicherung Anwalt Verkehrsrecht


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6597 Beiträge, 3220x hilfreich)

Sowohl eigenen Gutachter, als auch zum Anwalt!

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#2
 Von 
Demonio
Status:
Praktikant
(831 Beiträge, 220x hilfreich)

Zitat (von Heisenzwerg):
Kann ich jetzt, obwohl die gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat, noch einen "eigenen" Gutachter beauftragen
Wenn Du zusätzlich einen Gutachter beauftragst, dann musst Du ihn selbst zahlen. Den Gutachter der Versicherung hätte ich an Deiner Stelle abgelehnt. Daher würde ich der Versicherung schnellst möglich mitteilen, dass ich meinen eigenen Gutachter beauftragen möchte und sie ihen Gutachter zurückpfeifen soll. Ob das noch möglich ist, wenn der Auftrag schon erteilt wurde ist aber fraglich.

Zitat (von Heisenzwerg):
ist es sinnvoll das ganzer direkt einem Anwalt (Verkehrsrecht?) zu übergeben?
Auf jeden Fall. Und das sofort, und nicht erst nach einer missglückten Schadensregulierung in Eigenregie. Der Anwalt sollte auf Verkehrsrecht spezialisiert sein.

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#3
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1403 Beiträge, 402x hilfreich)

Zitat (von Demonio):
Ob das noch möglich ist, wenn der Auftrag schon erteilt wurde ist aber fraglich.
Nun, wenn die Versicherung der Meinung ist irgendwelche Gutachter zu beauftragen ist das erstmal deren Problem. Ich kann nicht erkennen, dass dieser Gutachter durch den TE entsand wurde. Man sollte mal hinterfragen, ob die Werkstatt da voreilig gehandelt hat. Ich würde denen Gegenüber ein Verbot aussprechen entsprechende Handlungen, welche über die reine Reperatur hinaus gehen, vorzunehmen und den Gutachter nicht ans Auto zu lassen.

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#4
 Von 
Heisenzwerg
Status:
Lehrling
(1347 Beiträge, 488x hilfreich)

Danke für eure Rückmeldungen!

Die gegnerische Versicherung hat den Gutachter von sich aus geschickt. Ich habe nicht gesagt "ich wünsche das die HUK einen Gutachter beauftragt.".
Auf dem Serviceauftrag der Autowerkstatt bzw. Händlers steht nur "Haftpflichtschaden vom 02.05.2019 HUK Schadensnummer xxxxx. Fahrzeug wurde eingeschleppt. Dekra-Gutachter ist bestellt durch HUK. Fahrzeug wirtschaftlicher Totalschaden. Ersatzwagen."
Ich habe der Werkstatt also keinen Reparaturauftrag erteilt - Wenn der Motorblock, überspitzt formuliert, im Fußraum hängt, macht das ja auch keinen Sinn mehr. ^^

Ps.: Nach dem Anruf der gegnerischen Versicherung war ich verunsichert ob es überhaupt sinn macht einen eigenen Gutachter zu beauftragen wenn die Werkstatt bzw. Händler sowieso "Partner" der gegnerischen Versicherung ist u. habe erstmal nicht auf einen eigenen Gutachter bestanden.

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#5
 Von 
Demonio
Status:
Praktikant
(831 Beiträge, 220x hilfreich)

Zitat (von Guruhu):
Nun, wenn die Versicherung der Meinung ist irgendwelche Gutachter zu beauftragen ist das erstmal deren Problem.
Die Versicherung hat den Unfallgeschädigten gefragt, ob er damit einverstanden ist, wenn die Versicherung einen Gutachter schickt. Und Heisenzwerg hat sein Einverständnis erklärt. Somit ist das nun das Problem des TE und nicht der Versicherung.

Zitat (von Heisenzwerg):
habe erstmal nicht auf einen eigenen Gutachter bestanden.
Und genau das wäre aber empfehlenswert gewesen. Jetzt dürfte der Drops aber gelutscht sein.

Bei einem Totalschaden eines Fsat-Neuwagens dürfte das jetzt aber auch nicht so schlimm sein.

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#6
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1403 Beiträge, 402x hilfreich)

Zitat (von Demonio):
Die Versicherung hat den Unfallgeschädigten gefragt, ob er damit einverstanden ist, wenn die Versicherung einen Gutachter schickt. Und Heisenzwerg hat sein Einverständnis erklärt. Somit ist das nun das Problem des TE und nicht der Versicherung.

Das war bis zur Klarstellung in Beitrag #4 jedoch so nicht ersichtlich.

Zitat (von Heisenzwerg):
Kann ich jetzt, obwohl die gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat, noch einen "eigenen" Gutachter beauftragen u. ist es sinnvoll das ganzer direkt einem Anwalt (Verkehrsrecht?) zu übergeben?
Dort ist nichts von "zugestimmt" oder gar "bereits besichtigt" die Rede.

Zitat (von Heisenzwerg):
Dekra-Gutachter ist bestellt durch HUK
Da hätte man dann schon intervenieren müssen. Aber hätte hätte...

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#7
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2051 Beiträge, 575x hilfreich)

Zitat (von Demonio):
Wenn Du zusätzlich einen Gutachter beauftragst, dann musst Du ihn selbst zahlen.

Ist ja interessant. Für was sollen so falsche Ratschläge gut sein?

Zitat (von Demonio):
Die Versicherung hat den Unfallgeschädigten gefragt, ob er damit einverstanden ist, wenn die Versicherung einen Gutachter schickt. Und Heisenzwerg hat sein Einverständnis erklärt.


Wie kommt man auf sowas?


Zitat (von Heisenzwerg):
Ich habe nicht gesagt "ich wünsche das die HUK einen Gutachter beauftragt.".



Sofort eigenen Sachverständigen beauftragen der deine Interessen vertritt und nicht die des Schädigers.
Ebenso einen Anwalt für Verkehrsrecht.

Zitat (von Heisenzwerg):
ist es sinnvoll das ganzer direkt einem Anwalt (Verkehrsrecht?) zu übergeben?


Zitat (von Heisenzwerg):
HUK Schadensnummer



Das beantwortet die Frage von alleine.


gruß charly

Signatur:
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#8
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2051 Beiträge, 575x hilfreich)

Zitat (von Guruhu):
Zitat (von Demonio):
Die Versicherung hat den Unfallgeschädigten gefragt, ob er damit einverstanden ist, wenn die Versicherung einen Gutachter schickt. Und Heisenzwerg hat sein Einverständnis erklärt. Somit ist das nun das Problem des TE und nicht der Versicherung.

Das war bis zur Klarstellung in Beitrag #4 jedoch so nicht ersichtlich.

Nein, die VS hat den Sachverstädigen ohne Rücksprache mit dem Geschädigten beauftrag, also
ist das ganze alleine das Problem der HUK Coburb denn:


Zitat (von Heisenzwerg):
Leihwagen anmieten wollte, rief mich die gegnerische Versicherung an u. teilte mir folgendes mit.: Das Autohaus ist ein "Partner" der gegnerischen Versicherung u. ein Gutachter wurde bereits durch die gegnerische Versicherung beauftragt.



Zitat (von Guruhu):
Zitat (von Heisenzwerg):
Dekra-Gutachter ist bestellt durch HUK

Da hätte man dann schon intervenieren müssen. Aber hätte hätte...


Nein, hätte man nicht müssen. Schweigen ist keine Zustimmung!


Zitat (von Demonio):
Bei einem Totalschaden eines Fsat-Neuwagens dürfte das jetzt aber auch nicht so schlimm sein.



Und genau da ist es wichtig. Alleine schon wegen dem Wiederbeschaffungs- und dem Restwert.

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