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Ermittlungsverfahren-ohne Versicherungsschutz gefahren

 Von 
Capitano15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ermittlungsverfahren-ohne Versicherungsschutz gefahren

Fiktiver Fall:

A ist an einem Tag mit dem Roller an die Bushaltestelle gefahren um mit dem Bus auf die Arbeit zu fahren. Als er abends heimkommt merkt er, dass der Roller verschoben worden ist und der Lenker verbogen worden ist. A bat daraufhin seine Verlobte am nächsten Tag eine Anzeige wegen Diebstahl bei der Polizei aufzunehmen. Die Polizei hat das so dann der Staatsanwaltschaft weitergeben. So jetzt das Problem. Das ganze geschah am 01.04.19. Das Versicherungskennzeichen ist eine Woche davor abgelaufen (ich habe es einfach vergessen neu zu kaufen). Ich habe jetzt Post bekommen von der Staatsanwaltschaft wegen fahren ohne Versicherungsschutz. Zeugin ist meine Verlobte.... Meine Frage ist, in wie fern man aus dieser Sache ohne Schaden rauskommt bzw. ob man ,,ohne Zeugen,, , also wenn sie dir Aussage verweigert, überhaupt angeklagt werden kann.

Lg

-- Editiert von Capitano15 am 20.07.2019 17:01

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Schaden Roller Frage Tag


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(34733 Beiträge, 12422x hilfreich)

Zitat:
Versicherungskennzeichen ist eine Woche davor abgelaufen

Wohl eher einen Monat.

Zitat:
Meine Frage ist, in wie fern man aus dieser Sache ohne Schaden rauskommt bzw. ob man ,,ohne Zeugen,, , also wenn sie dir Aussage verweigert, überhaupt angeklagt werden kann.

Gar nicht. Natürlich kannst Du auch ohne Aussage Deiner Verlobten angeklagt werden.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(69945 Beiträge, 32149x hilfreich)

Zitat (von Capitano15):
also wenn sie dir Aussage verweigert,

Die Aussage hat sie ja schon bei der Erstattung der Anzeige gemacht. Also zu spät ...

Im übrigen bedarf es ihrer Aussage ja gar nicht, denn die Tatsachen liegen ja vor ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
Capitano15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Dann stellt sich die Frage, ob A nun auf das Schreiben antworten sollte und Reue zeigt für sein Fehlverhalten oder sollte A erst einmal abwarten und schauen wie das Verfahren weitergeht und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt das ganze zugeben und Reue zeigen?

Lg

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#4
 Von 
Demonio
Status:
Praktikant
(829 Beiträge, 220x hilfreich)

Wir wissen ja nun nicht, was genau Deine Verlobte gesagt hat, und welche fiesen Gedanken die Polizei hegt.

Es bestand ja bereits einen Monat lang kein Versicherungsschutz mehr. Da liegt der Verdacht nahe, dass Du mehrfach ohne Versicherungsschutz zur Haltestelle gefahren bist. Scheint ja schließlich Dein täglicher Arbeitsweg zu sein.

Von daher könnte eine Aussage, die ein mehrfaches Fahren ohne Versicherungsschutz ausschließt, sinnvoll sein. Sie muss aber auch gut überlegt und schlüssig sein.

Deine Verlobte darf nicht lügen, denn das wäre ebenfalls eine Straftat. Sie kann als Verlobte aber die Aussage verweigern.

Du, als Beschuldigter darfst lügen. Aber der Richter muss Dir nicht glauben.

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#5
 Von 
NaibaF123
Status:
Schüler
(340 Beiträge, 51x hilfreich)

Bei der Gelegenheit kann man sich auch überlegen, wieso man einen Diebstahl anzeigt, wo der Roller doch offensichtlich nicht gestohlen ist.
Vielleicht, so meine Vermutung, könnte hier noch mehr im Raum stehen. Bspw. Versicherungsbetrug.

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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11309 Beiträge, 4880x hilfreich)

Zitat (von NaibaF123):
Bspw. Versicherungsbetrug.
Wie kommst du darauf? Welche Versicherung soll da denn evtl. betrogen werden? Mir fällt da jetzt nicht wirklich etwas ein. Aufgrund der Art des Kennzeichens und der nicht vorhandenen Versicherung kann ich deine Vermutung überhaupt nicht nachvollziehen.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#7
 Von 
NaibaF123
Status:
Schüler
(340 Beiträge, 51x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Wie kommst du darauf?

Beispielsweise eine Hausratsversicherung, die den Diebstahl solcher Teile einschließt, jedoch nicht deren mutwilliger Zerstörung. Im Bereich der Pedelecs/E-Bikes (ebenfalls mit Versicherungskennzeichen, da >25 Km/h) durchaus üblich.
Ob es einer derartige Police gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Darum schrieb ich meinen Beitrag grundsätzlich im Konjunktiv.
Grundsätzlich hätte man eine entsprechende Anzeige gleich korrekt aufgeben können, nicht unter Behauptung falscher Tatsachen.

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#8
 Von 
Capitano15
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

A war einfach stinksauer, dass jemand den Roller entwenden wollte bzw. beschädigt hat. In keinerlei Weise sollte hier die Versicherung betrogen werden.....
Übrigens wurde die Anzeige scheinbar nicht korrekt aufegeben. Die Verlobte hat einen Briefbekommen, dass der Fall Einbruch Diebstahl eingestellt wird gegen A wegen Fehleintragung.... Also anstelle derjenigen Person die den Roller beschädigt hat wurde anscheinend A des Diebstahls bezichtigt.

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#9
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1198 Beiträge, 258x hilfreich)

Fahren ohne Versicherungsschutz ist wohl das geringere Übel.

StGb § 145d Vortäuschen einer Straftat: ... wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft ...


Aber hier passt doch sowieso nichts zusammen. Wieso kommt jetzt Post wegen "Fahren ohne Versicherungsschutz"? Woher wusste die Polizei denn davon? "Einbruch"? Was genau wurde denn bei der Polizei zur Anzeige gebracht?

Alles nebulös und für mich eher danach klingend: welche Ausrede ist die beste?

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#10
 Von 
NaibaF123
Status:
Schüler
(340 Beiträge, 51x hilfreich)

Zitat (von guyfromhamburg):
Alles nebulös und für mich eher danach klingend: welche Ausrede ist die beste?

So sieht es für mich aus. Der Korrekte Weg wäre doch gewesen: Anzeige wegen Sachbeschädigung.
Gut, auf diesem Weg kann man sich halt selber arg ins Fleisch schneiden, indem man sich verplappert, zuvor mit dem Roller am Straßenverkehr teilgenommen zu haben. Entsprechende Anzeige(n) als Resultat.

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