Fahrradunfall mit einem Menschen mit Down-Syndrom

15. Mai 2024 Thema abonnieren
 Von 
Fabyus
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrradunfall mit einem Menschen mit Down-Syndrom

Hallo,

ich bin beim Fahrradfahren mit Herrn X zusammengestoßen, der ebenfalls auf dem Rad saß, mir die Vorfahrt nahm und der vom Down-Syndrom betroffen ist.

Herr X hat einen Betreuer, der mir mitteilte, dass Herr X zu 100 Grad krank sei.

Der Unfall wurde vor Ort von der Polizei aufgenommen, Zeugen sind nicht vorhanden. Bei der Unfallaufnahme gab der Polizist mir zu verstehen, als hätte Herr X zugegeben, den Unfall verursacht zu haben. Deshalb wurde auch ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn X eingeleitet.

Jetzt - ein paar Wochen später - heißt es vom Betreuer, Herr X würde die Schuld nicht akzeptieren.

Auf die Frage, ob Herr X vielleicht haftpflichtversichert sei, bekam ich keine Antwort.

Bei dem Unfall wurde ich an der Hand (Anbruch) verletzt. Der Schaden am Fahrrad ist gering.

Ich verfüge über eine private Haftpflichtversicherung mit Ausfalldeckung.

Was könnte ich machen, um vielleicht etwas Schmerzensgeld zu erhalten?





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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10766 Beiträge, 4227x hilfreich)

Zitat (von Fabyus):
Was könnte ich machen, um vielleicht etwas Schmerzensgeld zu erhalten?


Dich an die Opferhilfe wenden, da wird es nichts geben, Herr X oder den Betreuer verklagen.
Wenn Herr X zu 100 Grad krank ist (?) (Ist hier der Grad der Behinderung gemeint?), dann stellt sich die Frage, warum Herr X alleine auf dem Fahrrad saß und sein Betreuer ihn nicht begleitet hat.
Sollte das eine Rolle spielen, wäre der Betreuer haftbar.

Der Grad der Behinderung, auch kein 100ter, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Herr X für seine Handlungen nicht haftbar ist.
Herr X könnte also auch selbst haftbar sein.

Jetzt das große ABER:
Was glaubt man denn bei einem Menschen, mit wohl sehr ausgeprägtem Downsyndrom, holen zu können?
Solche Menschen sind selten in gut bezahlten "Topberufen" unterwegs, es kann also gut sein, dass man zwar Recht, aber trotzdem nie auch nur 1 Cent zu sehen bekommt.

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33036 Beiträge, 17318x hilfreich)

Wenn Herr X zu 100 Grad krank ist (?) (Ist hier der Grad der Behinderung gemeint?), dann stellt sich die Frage, warum Herr X alleine auf dem Fahrrad saß und sein Betreuer ihn nicht begleitet hat. Weil es sich offenbar um einen gesetzlichen Betreuer handelt, der die Angelegenheiten von X wahrnimmt und nicht dazu da ist, ihn unentwegt zu begleiten. Im Übrigen steht in keinem Gesetz, Behinderte mit einem GdB von 100 dürften nicht allein Fahrrad fahren.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121335 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
Solche Menschen sind selten in gut bezahlten "Topberufen" unterwegs

Richtig.
Und die fälle in denen sie pfändbares Vermögen besitzen ist auch recht selten.



Zitat (von spatenklopper):
es kann also gut sein, dass man zwar Recht, aber trotzdem nie auch nur 1 Cent zu sehen bekommt.

Viel schlimmer, denn der Kläger als "Auftraggeber" zahlt ja erst mal alles, wenn beim Beklagten nichts zu holen ist, bleibt er darauf sitzen.
Mit etwas Pech sitzt man dann auf einem mittleren 5stelligen Betrag.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10766 Beiträge, 4227x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Im Übrigen steht in keinem Gesetz, Behinderte mit einem GdB von 100 dürften nicht allein Fahrrad fahren.

Habe ich auch nicht behauptet, es können und dürfen manche Menschen mit GdB 100 alleine Rad fahren, während es andere selbst ohne GdB nicht können oder dürfen.
(Unfug editiert)


-- Editiert von User am 15. Mai 2024 16:25

-- Editiert von Moderator am 15. Mai 2024 16:43

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