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Mithaftung Betriebsgefahr bei Schaden im Halteverbot

4.5.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Fahrzeug Fahrer
 Von 
x1gma
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Mithaftung Betriebsgefahr bei Schaden im Halteverbot

Hallo,

Ich bitte um Einschätzung des folgenden Szenarios:

Ein KFZ wird im Halteverbot seitlich an einer Parkplatzausfahrt geparkt (parallel zur Straße auf dem Bürgersteig). Dabei ist genügend Abstand zur Ausfahrt, diese wird dabei nicht blockiert, und das Fahrzeug ist auch in der Ausfahrt gut sichtbar.

Ein recht junger Fahrer (20-25 maximal) fährt mit einem gemieteten Sprinter einer bekannten Autovermietung aus der Ausfahrt und nimmt die Kurve zu eng, und streift dabei das falsch geparkte Fahrzeug. Der Fahrer ruft die Polizei und nimmt die Schuld auf sich. Das das Auto im Halteverbot steht wird scheinbar von der Polizei dokumentiert.

Der Schaden passiert am 18.10.2016, und heute meldet die Versicherung sich endlich aktiv, und legt dem Fahrer des falsch parkenden Fahrzeugs eine Mitschuld von 25% zur Last.

Bei der Einschätzung geht es nicht darum ob das allgemein legitim ist, sondern darum das die Tatsache das ein junger Fahrer mit einem ungewohnt großen Fahrzeug scheinbar weniger als mögliche Betriebsgefahr gesehen wird als das falsch parken.
Wie würden hier die Chancen stehen gegen die Mitschuld rechtlich / anwaltlich vorzugehen?

Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Vorraus.

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Fahrzeug Fahrer


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Schlichter
(7649 Beiträge, 3839x hilfreich)

Hallo

Zitat:
Wie würden hier die Chancen stehen gegen die Mitschuld rechtlich / anwaltlich vorzugehen?
Zwischen 0-100%!

Genaue Aussagen kan ich treffen, wenn meine Glaskugel vom Aufpolieren zurück ist!

Allgemeine Betriebsgefahr wird gerne mal bei 20% angesetzt, jeh nach verhandelndem Richter, Rechtsschutz etc, muss man sich das gut überlegen, was man macht.

Meine persöhnliche Meinung, bei parken im Parkverbot sollten die Leute generell mit 50% belegt werden, dass fände ich gerecht und angemessen, ist aber nur meine persöhnliche Meinung...

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11423 Beiträge, 7762x hilfreich)

Zitat:
Wie würden hier die Chancen stehen gegen die Mitschuld rechtlich / anwaltlich vorzugehen?

Nicht so hoch.
Eine Mithaftung des Falschparkers wird man nicht wegdiskutieren können, da es bei korrektem Parkverhalten keinen Schaden gegeben hätte.
Und 25% liegen da völlig im üblichen Bereich:
http://www.verkehrslexikon.de/Module/Mithaftung%20bei%20Parkverstoessen.php

Zitat:
sondern darum das die Tatsache das ein junger Fahrer mit einem ungewohnt großen Fahrzeug scheinbar weniger als mögliche Betriebsgefahr gesehen wird als das falsch parken.

Ich würde vermuten, dass sich die Aspekte "junger Fahrer + großes Auto" schon darin wiederfinden, dass die Mithaftung des Falschparkers nur bei 25% liegt. Nach Durchsicht der im obigen Link enthaltenen Urteile wäre meiner Meinung nach nämlich eine noch höherere Mithaftung des Falschparkers im Bereich des Möglichen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7971 Beiträge, 3547x hilfreich)

Zitat (von x1gma):
Wie würden hier die Chancen stehen gegen die Mitschuld rechtlich / anwaltlich vorzugehen?

Gegen die Mitschuld allgemein dürften die Chancen eher Richtung 0 tendieren,
was die von der Versicherung angemeldeten 25% angeht, liegt diese am oberen Ende der Skala.
Hier kann eventuell ein Anwalt die Quotelung auf unter 25% drücken, ob man für vielleicht ~ 5% diesen Weg gehen möchte muss man sich selbst ausrechnen´.

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