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Schade, dass das Thema mit dem Behindertenparkplatz geschlossen wurde. Ich möchte da anknüpfen.

26.5.2016 Thema abonnieren
 Von 
Yogi1
Status:
Lehrling
(1841 Beiträge, 841x hilfreich)
Schade, dass das Thema mit dem Behindertenparkplatz geschlossen wurde. Ich möchte da anknüpfen.

Zum einen gebe ich Euch Recht, 50% GdB sind nicht unbedingt schwerwiegend.
Aber mein Vater hatte ALS. Und diesen beknackten Parkausweis bekam er erst, als es ihm schon so schlecht ging, dass er gar nicht mehr Auto fahren konnte. Da war es dann auch zu spät, denn ich dachte, Sinn so einer Parkerlaubnis wäre, dass behinderte Menschen noch eigenständig wohin können. Und da sind Rollstuhlfahrer oft fitter als Menschen mit anderen Krankheiten, wenn sie so an sich gesund sind und mit ihrem Rollstuhl umgehen können. Aber die Dame sagte meinem Vater damals: wenn Ihnen nicht gerade ein Bein fehlt, wird das nichts. Und so war es dann auch.
Ich finde es daher nicht ungewöhnlich, dass jemand, der schwerbehindert ist, erwartet, auf einem Behindertenparkplatz parken zu dürfen. Das ist doch nur die deutsche Bürokratie, die das verhindert. Entweder man sitzt im Rollstuhl - und ist vielleicht fitter als so mancher - , dann kriegt man den Parkausweis. Oder man muss wirklich schon so hinüber sein, dass das mit dem Autofahren auch nicht mehr klappt. Dann kann man den Ausweis auch gleich wegwerfen.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
FareakyThunder
Status:
Lehrling
(1007 Beiträge, 555x hilfreich)

Nehmen Sie Ihren Vater doch wieder mal auf einen Ausflug mit. Er soll aber den Parkausweiss nicht vergessen. Der ist nämlich für mehr als nur für die "Rollstuhl"-Parkplätze nützlich.

Aus Wikipedia:

Zitat:

Die Benutzung des Parkplatzes ist auch zulässig, wenn ein Nichtbehinderter das Fahrzeug lenkt, die Fahrt aber der Beförderung der berechtigten behinderten Person dient.

Ein Parkausweis berechtigt neben dem Parken auf einem gekennzeichneten Behindertenparkplatz auch zu folgendem Parken, wenn es in der Nähe keine verfügbare Parkmöglichkeit gibt:
- bis zu dreistündiges Parken auf Straßen oder Zonen, wo sonst das Parken verboten ist;
- Ausdehnen der Parkzeiten auf Straßen oder Zonen, wo die Parkzeit eingeschränkt ist;
- kostenloses Parken auf Parkplätzen, wo die Zahlung durch Bezahlung an Display Automaten oder Parkometer gefordert ist;
- bis zu dreistündiges Parken auf Parkplätzen, die für Anwohner vorgesehen sind;
- Parken in beschränkten Verkehrszonen und außerhalb der gekennzeichneten Parkplätze, wenn der Verkehr nicht behindert wird;
- Parken in Fußgängerzonen, wenn örtliche Zugeständnisse dies ausdrücklich erlauben.

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#2
 Von 
Yogi1
Status:
Lehrling
(1841 Beiträge, 841x hilfreich)

Danke für den Hinweis, aber mein Vater ist wenige Monate, nachdem ihm der Ausweis dann endlich gewährt wurde, verstorben.
Auf Ausflüge konnten wir ihn vorher auch nicht mitnehmen, da er den Ausweis erst bekam, als es ihm schon so schlecht ging, dass er selbst zu seinen regelmäßigen Arztbesuchen mit einem KTW gebracht werden musste.

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#3
 Von 
FareakyThunder
Status:
Lehrling
(1007 Beiträge, 555x hilfreich)

Das tut mir leid. Die Deutschen Behörden sind leider in der Tat sehr restriktiv und bürokratisch. In anderen Ländern wird ein Parkausweis schon viel früher oder auch bei vorübergehender Gehbehinderungen ausgestellt.

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