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Vertragsstrafe Supermarktparkplatz

14.1.2020 Thema abonnieren Zum Thema: Anwalt Einfahrt
 Von 
Nick_health
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Vertragsstrafe Supermarktparkplatz

Guten Tag,

ich hatte auf einem Supermarktparkplatz geparkt. Von der einfahrt die ich nutze waren bei befahren KEIN Schild vorhanden, nur viel weiter hinten (nicht zu sehen) und von der anderen einfahrt die ich garnicht nutze. Ich habe auch direkt nach befahren auf dem ersten/zweiten Parkplatz geparkt. Auserdem bin ich Mitarbeiter bei dem Unternehmen, zwar nicht in dieser Filialen, aber Trozdem. Ich habe Park und Controll den Vorfall geschildert mit Bildern, sie weigern sich aber die Strafe aufzuheben. Soll ich das direkt an einen Anwalt abgeben? Ich habe auch eine Rechtschutzversicherung

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Anwalt Einfahrt


33 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Zunächst einmal würde ich noch einmal ganz genau die Beschilderung kontrollieren. Park & Control beschildert seine Parkplätze üblicherweise recht gut. Darf man dort reinfahren, wo Du auf den Parkplatz eingefahren bist, oder ist das vielleicht nur die Ausfahrt?

Wenn ich mir absolut sicher wäre, dass die Beschilderung unzureichen gewesen ist (Fotos zur Beweissicherung wären gut), dann würde ich die Zahlung verweigern.

Zitat (von Nick_health):
Ich habe auch eine Rechtschutzversicherung
Da sollte man aber vorher abklären, ob die für den Fall aufkommt. Deine Frage fällt nämlich eigentlich nicht ins Verkehrs-, sondern ins Zivil- und Vertragsrecht.

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#2
 Von 
Nick_health
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Es ist ebenfalls eine Ein und Ausfahrt. An dieser befindet sich aber kein Schild. Reicht es wenn ein Schild nur an einer Einfahrt steht? Und weitere Schilder aber nur gut 50m weiter weg? Leider kann ich hier keine Bilder einfügen

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#3
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Ohne Kenntnis der Örtlichkeit, Fotos oder wenigestens einen Link auf Streetview wage ich hier keine nähere Aussage.

Du kannst Bilder bei einem Bilderdienst hochladen und hier verlinken.

Das geht z.B. hier.

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#4
 Von 
Nick_health
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von Nick_health):
Reicht es wenn ein Schild nur an einer Einfahrt steht?

Nein, die Bedingungen müssen unmittelbar vor dem betreten / befahren in zumutbarer Weise bekannt gegeben werden.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#8
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Vielen Dank für die Fotos. Leider haben die aber keinerlei Aussagekraft, da die eigentliche Einfahrt daruf nicht abgebildet ist.

Zitat (von LoneJustice):
Es kamen dann drei Mahnungen mit Androhung von rechtlichen Schritten, aber danach gar man nie wieder was von denen gehört.
Die Zeiten sind schon viel länger vorbei. Der Parkplatzbetreiber hatte durchaus die Möglichkeit mittels strafbewehrter Unterlassungserklärung zur Verantwortung zu ziehen. Mit der vorliegenden Fragestellung hat das aber ohnehin wenig zu tun.

Zitat (von LoneJustice):
Es gab in der Vergangenheit auch Urteile zu mangelhafter Beschilderung auf den Parkplätzen.
Da musste der Fahrer dann tatsächlich nicht zahlen.
Das ist der Punkt, um den es hier geht.

Zitat (von LoneJustice):
Ansonsten würde ich erstmal gar nichts tun und abwarten auf die erste, zweite dritte Mahnung.
Es gibt ja keine Fristen einzuhalten von deiner Seite, da es kein Verwaltungsverfahren ist.
Mahnungen, Inkasso und Mahnbescheide sind aber mit zusätzlichen Kosten verbunden.

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#10
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(37310 Beiträge, 13392x hilfreich)

Zitat:
Damals war das eine eindeutige Sache.

So kann der Schein trügen. Wenn das noch nicht verjährt ist, dann kann die Sache jetzt wieder ausgegraben werden.

Ob der Parkplatzbetreiber das macht ist eine andere Frage.

Zitat:
Was du mit strafbewehrter Unterlassungserjlärung meinst, ist mir nicht klar.

Dass das dann statt 30€ etwas 300€ kosten könnte.

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#11
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Was du mit strafbewehrter Unterlassungserjlärung meinst, ist mir nicht klar.
Sorry, sollte natürlich "strafbewehrter Unterlassungserklärung" heißen.

Zitat (von hh):
Dass das dann statt 30€ etwas 300€ kosten könnte.
Die dann vom Halter zu entrichten sind. Wer der Fahrer gewesen ist spielt dann keine Rolle mehr. Vereinfacht ausgedrückt muss sich der Fahrzeughalter dann verpflichten dafür Sorge zu tragen, dass sein Fahrzeug zukünftige nicht mehr vertragswidrig geparkt wird. Egal, wer der Fahrer ist. Dummerweise ist das mit Anwaltskosten etc. verbunden.

Und ja, die Parkplatzbetreiber ziehen deswegen auch vor Gericht. Würden sie das nicht machen, dann gäbe es ja auch die von Dir erwähnte gerichtliche Entscheidung nicht.

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#13
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Ist doch Quatsch.
Dann frag Google, wenn Du mir nicht glaubst.

Zitat (von LoneJustice):
Das hast du dir jetzt ausgedacht, oder?
Ein blöderer Kommentar ist Dir wohl nicht mehr eingefallen.

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#15
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1728 Beiträge, 442x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Kein Grund, hier pampig zu werden.
Du hast hier mit einer üblen Unterstellung angefangen.

Zitat (von LoneJustice):
ansonsten wirst du nie erfahren, wie der Vorgang mit dem Halteverbot im verkehrsberuhigten Bereich ausgegangen ist.
Davon geht die Welt auch nicht unter.

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#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Ist doch Quatsch.

Nö, ist es nicht.



Zitat (von LoneJustice):
Das kann kein Halter garantieren,

Sein Problem wenn er sich nicht entsprechend organisieren kann ...



Zitat (von LoneJustice):
Zumindest würde die bei mir sofort in den Papierkorb wandern.

Wir versenden solche recht regelmäßig. Und wenn es ignoriert wird, dann wird vor Gericht geklagt.
Mit Erfolg, so langsam hat es sich in der Umgebung rumgesprochen das falschparken und Ignoranz bei uns schnell ein paar tausend EUR kosten kann...



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Google spuckt keine Quelle aus, wo ein Parkplatzbetreiber einem Halter auferlegt hat, in Zukunft immer wissen zu müssen, wo andere Leute mit seinem Auto falsch parken und dies gefälligst zu verhindern.

Stimmt. Er muss dann halt nur die Folgen seiner Schlampigkeit tragen ... sagt der BGH.

Das der BGH zum Unterlassungsanspruch bei unberechtigtem Parken auf Privatparkplätzen bereits Stellung bezogen hat, da finden sich in google nämlich sehr wohl zahlreiche Links...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#21
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1584 Beiträge, 220x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Da habe ich die berechtigte Anmerkung gemacht, dass diese Verpflichtung Quatsch sei, weil das in der Praxis unmöglich zu garantieren wäre und gefragt, ob er sich das eben ausgedacht habe...

Natürlich ist das in der Praxis in vielen Fällen nicht zu garantieren. Aber das ist und bleibt nicht das Problem desjenigen, dessen Besitz/Eigentum durch den Halter gestört wurde. Sein Recht wiegt in dem Moment einfach höher. Der Halter hat ja nach wie vor die Möglichkeit den Fahrer zu nennen oder dafür Sorge zu tragen, dass man ihn nachweisbar ermitteln kann. Da gibt es Tolle Dinge wie Fahrtenbücher. Am Ende ist und bleibt der Fahrer der Hauptverantwortliche für seine Taten.

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#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Da habe ich die berechtigte Anmerkung gemacht, dass diese Verpflichtung Quatsch sei,

Nö, ist kein Quatsch. Warum soll man als Eigentümer eine Besitzstörung hinnehmen müssen, nur weil der Verantwortliche keinen Überblick hat?



Zitat (von LoneJustice):
weil das in der Praxis unmöglich zu garantieren wäre

Wieso? Disziplin und Organisation kann man erlernen. Spätestens nach mehrfacher Zahlung der gerichtlich festgelegten Vertragsstrafe (bei uns 2500 EUR) steigt die Motivation erheblich.



Zitat (von LoneJustice):
und gefragt, ob er sich das eben ausgedacht habe...

Nö, sagt auch der BGH. Und das BGB. Könnte man dank google wissen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#23
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8043 Beiträge, 3569x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
weil das in der Praxis unmöglich zu garantieren wäre

Dann verleiht man sein Fahrzeug ganz einfach nicht mehr.
Schon ist garantiert, dass kein Dritter sich irgendwo mit dem Fahrzeug verbotenerweise hinstellen kann.

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#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Das Ganze hat sich doch jetzt mit dem Urteil des BGH vom 18.12.19 vermutlich eh erledigt, weil jetzt in jedem Fall der Halter die Gebühr zahlen muss.

Abwarten, man weis nie wohin es geht.



Zitat (von LoneJustice):
kein Grund also mehr, deswegen zum Anwalt zu rennen und irgendwelche windigen Unterlassungserklärungen in die Welt abzusondern...

Doch, denn die Widerholungsgefaht ist dadurch ja nicht beseittigt.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#27
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1584 Beiträge, 220x hilfreich)

Der Umsatz eines Anwaltes hat dich irgendwie gefixt, oder?
Es ist ganz einfach: Jemand nennt eine Fläche sein Eigentum und legt die Spielregeln fest. Wer sich nicht dran hält, oder daran halten will, muss die Konsequenzen erleben. Eine Strafbewährte Unterlassenserklärung kommt ja eben nicht aus heiterem Himmel.

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#28
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2736 Beiträge, 675x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Am 18.12.19 hat der BGH aber entschieden, dass man den Fahrer nennen muss, ansonsten muss der Halter bezahlen.
https://www.tagesschau.de/inland/bgh-urteil-parken-101.html


Nein, das hat der BGH nicht entschieden!

Zitat (von LoneJustice):
Das Ganze hat sich doch jetzt mit dem Urteil des BGH vom 18.12.19 vermutlich eh erledigt, weil jetzt in jedem Fall der Halter die Gebühr zahlen muss.



Nein, wie kommst du darauf? Liest du eigentlich auch die Quellen die du nennst? Wenn ja, verstehst du sie auch?


Die Richter sahen die Frau auch nicht in der Pflicht, den Fahrer zu benennen. Der Parkplatz-Betreiber müsse eben sicherstellen, dass er den Falschparker erwischt - zum Beispiel mit Parkwächtern oder Videokameras.

Das Landgericht Arnsberg muss die Halterin nach dem BGH-Urteil nun erneut dazu befragen, wer das Auto abgestellt hatte.

Aktenzeichen: XII ZR 13/19



Der Überwachungsfirma sei es in den meisten Fällen aber nur möglich, den Halter des Autos ausfindig zu machen. Bestreitet dieser, der Falschparker zu sein, muss er in Zukunft die anderen möglichen Fahrer nennen. Tut er das nicht, bleibt er laut BGH-Urteil selbst auf den Kosten sitzen.


gruß charly

Signatur: Gruß Charly
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#30
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80078 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von LoneJustice):
Nein?

Nein. Da muss man gar kein Jurist sein, fürs lesen und verstehen des Urteils sind eigentlich nur Kenntnisse der Deutschen Sprache wichtig.



Zitat (von LoneJustice):
Erklär's uns so, als wären wir 3 Jahre alt...

Die Onkels von BGH haben herausgefunden das die Onkels vom Landegericht unrecht hatten. Die waren nicht genau genug.
Der Onkel oder die Tante die das Töff-Töff falsch geparkt haben müssen nämlich ganz genau erklären weshalb sie nicht der Fahrer waren. Sie müssen ganz genau erklären welche anderen Onkels oder Tanten das Töff-Töff vielleicht da geparkt haben.
Wenn sie einfach nur sagen "ich habe das Töff-Töff nicht da geparkt", dann ist das zu wenig. Dann müssen sie ihr Spar******* schlachten und bezahlen.



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