2 Monate ohne Krankenversicherung, zwischen ALG I und neuen Job - Nachzahlung umgehen?

4. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
lorecuch
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
2 Monate ohne Krankenversicherung, zwischen ALG I und neuen Job - Nachzahlung umgehen?

Hallo,

habe bis 10.12.22 ALG I bekommen. Neue Beschäftigung erst am 10.02.23 angefangen. Dazwischen hatte ich nur ein Minijob mit 270 Euro, beim Jobcenter wollte ich mich nicht melden und habe die Zeit mit meinen Ersparnissen überbrückt und die alle aufgebraucht.

Für die Zeit zwischen diesen zwei Daten, hat mir die Krankenversicherung eine Rechnung über 2050,00 Euro ausgestellt. Medizinische Leistungen habe ich in dieser Zeit nicht in Anspruch genommen.

Nach monatelangem hin- und herschreiben, haben die jetzt die Rechnung auf 530,00 Euro korrigiert.

Habe dann hier gelesen, dann man Antrag bei der Krankenkasse stellen kann auf:
- bei Pflichtversicherten, die in eine gesetzliche Krankenkasse zurückkehren, kann die Nachzahlung auf den so genannten Ruhensbeitrag von rund 72 Euro für 2024 monatlich ermäßigt werden (das würde bei mir eine Gesamtsumme von ca. 170 Euro ergeben).
- dass noch nicht bezahlte Säumniszuschläge rückwirkend auf ein Prozent reduziert werden.

Bisher geht die Krankenkasse jedoch nicht darauf ein.

Gibt es sonst eine möglichkeit die hohe Nachzahlung zu umgehen oder zu drücken?

Probleme mit der Versicherung?

Probleme mit der Versicherung?

Ein erfahrener Anwalt im Versicherungsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Versicherungsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121045 Beiträge, 39980x hilfreich)

Zitat (von lorecuch):
Medizinische Leistungen habe ich in dieser Zeit nicht in Anspruch genommen.

Irrelevant, die Leistung der KK wurde erbracht.



Zitat (von lorecuch):
Gibt es sonst eine möglichkeit die hohe Nachzahlung zu umgehen oder zu drücken?

Berechnet wurden wohl nur der Mindestbeitrag und ein paar Zuschläge, insofern von "hoch" zu sprechen ist also nicht ganz richtig
Man könnte es vor Gericht gehen lassen ... mit recht schlechten Erfolgsaussichten.



Zitat (von lorecuch):
- bei Pflichtversicherten, die in eine gesetzliche Krankenkasse zurückkehren

Liegt hier ja nicht vor.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
lorecuch
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Würde ein Wechsel der Krankenversicherung es ermöglichen, die Nachzahlung von 530 Euro zu vermeiden?

Ein Freund war zum Zeitpunkt seiner Scheidung arbeitslos und bei der Ehefrau mitversichert. Hat erst 4 Monate nach der Scheidung eine neue Arbeit gefunden. Irgendwann kam ein Brief von der Krankenversicherung, dass er nachweisen soll wo er diese 4 Monate versichert war. Dann hat er die Versicherung gewechselt, die alte Versicherung schrieb noch 2-3 Briefe und dann war Ruhe. Sind schon über 6 Jahre vergangen...

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121045 Beiträge, 39980x hilfreich)

Zitat (von lorecuch):
Würde ein Wechsel der Krankenversicherung es ermöglichen, die Nachzahlung von 530 Euro zu vermeiden?

In einer Zeit wo um jeden EUR gekämpft wird, würde ich nicht darauf hoffen.
Aber versuchen kann man es ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cruncc1
Status:
Richter
(8089 Beiträge, 4519x hilfreich)

Zitat (von lorecuch):
Würde ein Wechsel der Krankenversicherung es ermöglichen, die Nachzahlung von 530 Euro zu vermeiden?

Nein. Die Ansprüche der "alten" KK bleiben bestehen und können vollstreckt werden.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1130 Beiträge, 125x hilfreich)

Zitat (von lorecuch):
Würde ein Wechsel der Krankenversicherung es ermöglichen, die Nachzahlung von 530 Euro zu vermeiden?


Gegenfrage: Warum sollte die Krankenkasse ihre Forderung fallen lassen, nur weil du wechselst?

Dein Freund hatte schlicht und ergreifend Glück, der Regelfall ist das sicher nicht.


Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(33009 Beiträge, 17310x hilfreich)

Gibt es sonst eine möglichkeit die hohe Nachzahlung zu umgehen oder zu drücken? "Drücken" können Sie die Summe zumindest dadurch, dass Sie sie steuerlich absetzen (was natürlich nur geht, wenn man auch Steuern zahlt).

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 269.780 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
109.029 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen