Anspruch auf zeitnahes Ersatzfahrzeug als Unfallgeschädigte

27. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
-Susanne-
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 4x hilfreich)
Anspruch auf zeitnahes Ersatzfahrzeug als Unfallgeschädigte

Guten Abend!

Vorgestern Abend hatte ich von der Arbeit nach hause (ohne Zwischenstopp) einen Autounfall. Es geschah so: Ich wartet an einer innerorts liegenden Spur der Rechtsabbieger auf die Fußgänger, welche bei blinkender gelben Ampel die Straße überquerten. Als ich gerade wieder zum Weiterfahren ansetzen wollte, fuhr mir ein Kleintransporter mit riesigem Knall hinten in mein Auto. Ich wurde nach vorne geschleudert und stand zunächst unter Schock. Zum Glück war ich angeschnallt gewesen.
Die zwei Fußgänger, die zuvor über die Straße gegangen waren, erschreckten sich und ich fragte sie sofort als Zeugen an. Sie verständigten auch die Polizei. Der ausgestiegene Fahrer sagte als erstes im gebrochen deutscher Sprache, dass ich Schuld daran hätte, worauf ich ihm lediglich ironisch fragte, ob ich die Fußgänger hätte umfahren sollen? Seine Beifahrerin fragte mich (auch in gebrochen deutscher Sprache), wer denn den Schaden an ihrem Transporter bezahlen würde und guckte mich deutlich fragend an, so als ich das bezahlen müsse. Im Gegensatz zum Transporter hat mein Auto die komplette Rückseite verbeult und der Kofferraum lässt sich nicht mehr schließen. Da ich unter Schock stand, wurden mir der Schaden in seinem Ausmaß allerdings erst später deutlich.
Als die Polizei eintraf, war für sie der Unfall eine klare Sache. Der Unfallverursacher musste auch ein Bußgeld (35,-Euro) zahlen und die zwei Zeuginnen wurden noch nicht mal ins Protokoll aufgenommen. Trotzdem habe
ich nun telefonisch Kontakt zu Ihnen.

Die folgende Nacht konnte ich kaum schlafen und merkte zudem, wie nach dem Schock plötzlich die Schmerzen deutlich wurden. Am darauffolgenden Tag (Donnerstag) fuhr mich mein Lebensgefährte zu Ärzten, was ich etwas schwieriger herausstellte als gedacht. Dort wurde ich u.a. geröntgt und erhielt Schmerztabletten. Zwischendurch versuchte ich einige Male die gegnerische Versicherung anzurufen und erhielt zum Glück auch eine nette Sachbearbeiterin. Ihr teilte ich telefonisch den Ablauf des Unfalls mit und erhielt eine Schaden-Nr. und sie teilte mir u.a. mit, welche Autovermietung für ein Ersatzfahrzeug und welcher Schadensprüfer möglich wären.

Da ich im Anschluss des Telefonats noch eine E-Mail erhalten sollte, schickte ich dann aus gesundheitlichen Gründen erst heute (Freitag) nach Erhalt der E-Mail um 10 Uhr, um 13 Uhr im Anhang einer E-Mail den Unfallbericht und später noch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die ich bis einschließlich heute erhalten habe. Mit entsprechenden Schmerztabletten geht es mir heute zwar etwas besser, allerdings mache ich mir nun große Sorgen, wie ich in Zukunft zur Arbeit kommen soll. Nach einem weiteren Anruf bei der Versicherung gegen 13:30 Uhr wurde mir von einem Mitarbeiter deutlich gemacht, dass man ja erst einmal die andere Seite des Versicherten abwarten müsse und sich die Zusage für einen Mietwagen so nicht zusichern ließe. Meine e-mail sei (nach 30 Minuten) angeblich noch nicht eingegangen.

Ich rief darauf bei der Autovermietung an, die mir die vorige nette Mitarbeiterin genannt hatte und fragte nach einem Ersatzfahrzeug (in gleicher Preisklasse). Dieser riet mir davon ab, privat in Vorkasse zu treten, da die Versicherungen andere Tarife habe und ich am Ende auf der Differenz sitzen bleibe.

Was kann ich nun tun, wenn ich am Montag wieder zu Arbeit fahren muss? Mit dem ÖPNV ist die Strecke in jedem Fall nicht zumutbar. Worauf und wann muss die Versicherung in jedem Fall reagieren bzw. was muss genehmigt werden, wenn es um einen Mietwagen als Ersatz geht? Was kann ich nun tun bzw. worauf habe ich zeitnah einen Anspruch, um zur Arbeit zu kommen?

Haben Sie noch weitere Tipps und Hilfen? Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Zitat (von -Susanne-):
Worauf und wann muss die Versicherung in jedem Fall reagieren bzw. was muss genehmigt werden, wenn es um einen Mietwagen als Ersatz geht?
Wir kennen überhaupt keinen einzigen Versicherungsvertrag.
Von Donnerstag früh bis Freitag nachmittag ---was erwartest du?

ICH würde mich am Montag wegen des Schleudertraumas beim Hausarzt vorstellen und möglichst noch weiter arbeitsunfähig schreiben lassen.
Zitat (von -Susanne-):
Zum Glück war ich angeschnallt gewesen.
Zum Glück? Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit, die man nicht extra erwähnen muss?

Gute Besserung!

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6934 Beiträge, 1461x hilfreich)

Vielleicht ist die Schilderung ja etwas verworren geschrieben: Aber den Ersatzwagen würde ich doch über die eigene Versicherung bestellen, nicht über die des Gegners.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118665 Beiträge, 39614x hilfreich)

Zitat (von -Susanne-):
fragte nach einem Ersatzfahrzeug (in gleicher Preisklasse).

Man sollte immer eine Klasse tiefer mieten.



Zitat (von -Susanne-):
Worauf und wann muss die Versicherung in jedem Fall reagieren

Schlicht auf nichts, denn es gibt da kein muss, die Versicherung kann sich auch einfach tot stellen oder verweigern.



Zitat (von -Susanne-):
Was kann ich nun tun bzw. worauf habe ich zeitnah einen Anspruch,

Auf einen Rechtsanwalt, der eine fachlich fundierte Beratung vornimmt und auch entsprechende Kommunikation mit der Versicherung übernimmt.

Ich würde da zu einem versierten Fachanwalt raten.

Das geht z.B. gleich hier https://www.frag-einen-anwalt.de/
oder hier: https://www.123recht.de/forum_forum.asp?forum_id=79


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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