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Auszahlung nach Hagelschaden

11. Juli 2022 Thema abonnieren
 Von 
pa501996-60
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Auszahlung nach Hagelschaden

Hallo zusammen,

mit welcher Summe kann man in folgendem Szenario von der Versicherung rechnen, sofern man keine Reparatur wünscht und das Auto nicht verkaufen möchte.

Reparaturkosten ohne Umsatzsteuer: 9655€
Wiederbeschaffungswert: 13500€
Restwert inkl. Umsatzsteuer: 7660€
Selbstbeteiligung Teilkasko: 150€

Vielen Dank!

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13687 Beiträge, 8464x hilfreich)

Wenn es gut läuft: 5690 €

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2442 Beiträge, 360x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Wenn es gut läuft: 5690 €
Wie kommst Du auf die Summe?

Es handelt sich nicht um einen wirtschaftlichen Totalschaden, da Wiederbeschaffungswert höher als kalkulierte Reparaturkosten. Der TE könnte das Fahrzeug also in einer Werkstatt reparieren lassen. Verzichtet er darauf, zahlt die Versicherung die fiktive Reparatur (ohne Mwst) abzgl. SB. Hier also
Zitat (von pa501996-60):
Reparaturkosten ohne Umsatzsteuer: 9655€
Selbstbeteiligung Teilkasko: 150€
9505,- Euro

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13687 Beiträge, 8464x hilfreich)

Aber:
Die Reparaturkosten ohne MwSt sind deutlich größer als "Wiederbeschaffungswert minus Restwert".
D.h. Reparatur ist unwirtschaftlich.
Für eine unwirtschaftlich Reparatur, die dann gar nicht durchgeführt wird, wird die Versicherung keine fiktiven Reparaturkosten erstatten.
Der Versicherungsnehmer hätte ja sonst Gewinn aus dem Schaden gezogen, da "Restwert plus fiktive Reparaturkosten" deutlich größer ist als der Wert des Fahrzeugs vor dem Schaden.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
pa501996-60
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Wenn es gut läuft: 5690 €


Mich würde auch interessieren wie sich diese Summe zusammensetzt.
Bin für jeden Tipp dankbar damit ich der Versicherung ggfs. kontern kann.
Ok, WBH - Restwerk - Selbstbeteiligung... ok

Würdet ihr das Geld nehmen oder es reparieren lassen?


-- Editiert von pa501996-60 am 11.07.2022 11:21

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
bostonxl
Status:
Student
(2442 Beiträge, 360x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Aber:
Die Reparaturkosten ohne MwSt sind deutlich größer als "Wiederbeschaffungswert minus Restwert".
D.h. Reparatur ist unwirtschaftlich.
Irrelevant!

Nur bei einem wirtschaftlichen Totalschaden, sprich: Reparaturkosten liegent mindestens 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert, zahlt die Versicherung "Wiederbeschaffungswert minus Restwert". In diesem Fall ist die fiktive Abrechnung von Reparaturkosten nicht möglich.

Im Fall hier muss die Versicherung die fiktive Reparatur zahlen, allerdings darf der Versicherungsnehmer das Fahrzeug nach frühestens sechs Monaten veräußern. (BGH, VI ZR 220/07).

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Despi
Status:
Lehrling
(1102 Beiträge, 302x hilfreich)

Zitat:
Würdet ihr das Geld nehmen oder es reparieren lassen?


Ginge es um mein Auto, würde ich reparieren lassen.
Ausschlaggebend ist 1. dass ich das Auto noch ein paar Jahre fahren und 2. anschließend beim Verkauf nicht ganz leer ausgehen möchte.
Allerdings hat mein Fahrzeug einen deutlich höheren Wiederbeschaffungswert.

Wäre es weniger Wert, würde ich durchkalkulieren, ob ich mich bei einem zügigen Verkauf ohne zu reparieren aufgrund der derzeit hohen Gebrauchtwagenpreise nicht potentiell besser stellen würde. Dabei wäre auch ausschlaggebend, ob ich ein gutes Angebot für einen neuen Wagen bekäme (Wartezeit spielt für mich nur eine untergeordnete Riolle (außer bei der Preisverhandlung natürlich)).

-- Editiert von Despi am 11.07.2022 12:59

Signatur:

Meine Meinung kannst du oben lesen, doch ist‘s keine richt‘ge Rechtsberatung gewesen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3764 Beiträge, 847x hilfreich)

Zitat (von bostonxl):
Irrelevant!


Nö, ganz im Gegenteil.


Zitat (von bostonxl):
Nur bei einem wirtschaftlichen Totalschaden, sprich: Reparaturkosten liegent mindestens 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert, zahlt die Versicherung "Wiederbeschaffungswert minus Restwert". In diesem Fall ist die fiktive Abrechnung von Reparaturkosten nicht möglich.


Es wäre immer einfacher, wenn man erst mal nach der Grundlage für eine Schadensersatzforderung sucht.


Zitat (von bostonxl):
Im Fall hier muss die Versicherung die fiktive Reparatur zahlen, allerdings darf der Versicherungsnehmer das Fahrzeug nach frühestens sechs Monaten veräußern. (BGH, VI ZR 220/07).


Was bringt ein Urteil, das mit dem Sachverhalt hier nichts zu tun hat!?

Signatur:

Gruß Charly

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3764 Beiträge, 847x hilfreich)

Zitat (von pa501996-60):
Würdet ihr das Geld nehmen oder es reparieren lassen?



Wekstattbindung oder freie Werkstattwahl?


Zitat (von pa501996-60):
Bin für jeden Tipp dankbar damit ich der Versicherung ggfs. kontern kann.



In deinem Versicherungsvertrag wird etwas stehen wie z.B.:

Zitat:
• Wird das Fahrzeug nicht, nicht vollständig oder nicht fachgerecht repa-
riert
oder können Sie nicht durch eine Rechnung die vollständige und
fachgerechte Reparatur nachweisen? Dann zahlen wir die erforder-
lichen Kosten einer vollständigen Reparatur bis zur Höhe des um den
Restwert verminderten Wiederbeschaffungswerts



Damit ist die Antwort von `drkabo`vollkommen korrekt.

Signatur:

Gruß Charly

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